» »

äpfelchen und die Klinik

d[a:naeU8z7


Äpfelchen

Erstmal viel Spaß bei deiner Freundin. @:)

das ist bei uns halt nicht so. Ich hab dankbar zu sein. Punkt. Mir wird das immer wieder vorgeworfen, wie jetzt ja auch. Aber immer auf die "Ich bin enttäuscht"-Schiene und damit komme ich ja gar nicht zurecht.

Oh, bei mir in der Familie ist das eigentlich auch so. Man wird ge- und verkauft. Wenn die passende Dankbarkeit nicht kommt wird man mit Missachtung gestraft und immer wieder kommen sie aufs Geld zurück. Das was ich da geschrieben habe ich meine und alleine meine Position der ich durch eine Klage ausdruck verliehen habe. So eine innere Haltung kann einem helfen diese Äußeren Ansprüche abperlen zu lassen. Davon bist du aber gerade weit entfernt und da fehlt auch einfach die Kraft. Das ist total in Ordnung und ja einer der großen HIlfen einer Klinik, das die diese Schutzfunktion vor den Ansprüchen der Welt draussen für einen übernehmen können. Deswegen war ich gerne Weihnachten da. Du solltest das auch für die in Anspruch nehmen. Einfach sagen:"Das konnte ich nicht, da war ich in der Klinik und mit anderem beschäftigt und zudem räumlich begrenzt. Forschung war da nicht, Familienfeiern und Verpflichtungen auch nicht." Verschanz dich hinter Kontaktverboten und Regeln, dafür sind sie da!

SilkPearl

Dafür gibt es eine gute Übung, also für das umfokussieren. Man packt sich Erbsen, Bohnen, Steine oder sowas in eine Jackentasche und packt immer einen Steinn auf die andere Seite für alles gute was einem passiert. Immer gleich un aktuell und abends setzt man sich mit seinen Steinchen hin und guckt sie sich an und erinnert sich an diese Momente. So kann man umlernen was die Wahrnehmung angeht und das tut sehr gut.

SiilkPxearl


Danae

Schöne Übrung, gefällt mir. Eine Abwandlung wäre, bei jedem bewusst dankbaren Gedanken ein Steinchen rüberlegen und abends gucken, wieviel Grund für Dankbarkeit man hat. 8-)

ddanaFe87


Ja, klar. Worauf immer mal eben mehr achten möchte. :-)

äLp|felchxen


Ich bin immer noch nur am Handy, deshalb noch relativ kurz angebunden.

Diese ganze Vaterproblematik kam noch ziemlich hoch und ich hab auch mit meiner besten Freundin darüber geredet. War ein sehr gutes Gespräch, wir haben immer so tolle Gespräche, aus denen wir beide so viel mitnehmen!

Aber ich bin traurigerweise wirklich schwer sozial kompatibel. Ich fahr auch nachher noch wieder heim, weil ich nicht anders kann.

Silvester war so schön und gleichzeitig irgendwann auch so traurig. Ich weiß noch nicht genau, ob ich da näher drauf eingehen will. Ich war aber von tollen Menschen umgeben und auf einer Party, aber letztendlich hing ich meistens mit meiner besten Freundin bei ihr Zuhause rum, weil das direkt gegenüber war und wir wirklich tolle Gespräche hatten.

Aber ja, keine Ahnung, wie es mir geht... alles und nichts. Leer und voll. Enttäuscht und gleichzeitig auch nicht. Kann ich schwer erklären, ich habe über so verdammt viele Dinge nachgedacht und das war und ist die reinste Achterbahn.

Ich hoffe, ihr habt alle auch schön gefeiert!

@:) :)*

S2ilklPexarl


Zusammenfassend nochmals gesagt: Worauf Du Deinen Focus richtest, das mehrt sich in Deinem Leben.

Ich wünsch Dir ein besseres neues Jahr.

ä&pgf3elc_hexn


Ja, ich glaub schon, dass ich meinen Fokus falsch ausrichte. Aber ich weiß nicht so wirklich, wie ich das ändern könnte? Die Übung mit den Steinen klingt da schon ganz gut und interessant.

Ich kann mich ganz schön doll über kleine Dinge freuen, ich blühe manchmal richtig auf, aber nichts ist nachhaltig, weil alles von diesem schwarzen Monster ins Loch gerissen und gefressen wird.

Mein Schlafrhythmus wird jetzt wohl entweder noch weiter zerstört oder wieder richtig(er) gemacht, ich bin nämlich ziemlich krank. Bestimmt Bronchitis, ich klinge ganz ganz schlimm. Also ganz viel Tee und zumindest ein bisschen Ruhe. Laufen kan ich also vergessen, also wieder "eingesperrt". Aber vielleicht schaffe ich es, spazieren zu gehen oder so.

Ich kann halt nicht akzeptieren, dass ich erst um 4 Uhr schlafe, weil ich eben dadurch morgens nicht rechtzeitig rauskomme... klar, dadurch baue ich Druck auf und es funktioniert noch weniger, aber gerade hoffe ich einfach, dass sich das einpendelt.

äupfelxchen


Danae

Mein Bruder wird niemals sauer sein, dass ich nicht mithelfen kann. Ich glaube, nach Weihnachten ahnen alle, dass da was nicht ganz stimmt oder meine Mutter hats gesagt. Mein Bruder und ich haben über sowas noch nie geredet, seine Sorge hat er ziemlich ungünstig zum Ausdruck gemacht, indem er mich vor seinen Freunden mehr oder weniger gedemütigt hat mit Sprüchen zu meinem Verhalten, meinem Gewichtsverlust, usw.

Und jetzt, jetzt herrscht Schweigen. Ich will mich nicht unter Druck setzen lassen, dass ich da jetzt hingehe (auch, wenn ich ja gehe, aber dieses Besiegelte kann ich momentan nicht, diese Notflucht muss bleiben). Wenn ich das Thema aber selbst vorsichtig anspreche, reagiert meine Mutter irgendwie mit Distanz?

Ich kann hier schreiben und das hilft mir gerade ungemein, aber ansonsten fühle ich mich gerade schrecklich allein und ganz ganz weit weg vom "Leben"? Kann man das so sagen?

Eingekugelt, panisch, verzweifelt und irgendwie ven erleichtert.

Mittlerweile wissen es ein paar Kommilitonen so halb, aber ich fühle mich nicht verstanden mit meinen Ängsten und allem.

Vielleicht entscheide ich mich deshalb momentan für die Einsamkeit, weil ich das besser ertragen kann, als das Drumherum. Das Leben an sich so?

Ich fühle mich nicht mehr lebendig, ich bin innerlich wirklich tot und so wie es jetzt ist, kenne ich das alles nicht. Manchmal kommt dann wieder stärker der Gedanke, dass ich aufgeben will. Aber die Tasche steht für den Notfall immer noch hier.

Ich rase innerlich hin und her, spiele mich mir gegenüber selbst aus. Das meine ich mit zweifeln. Ich hinterfrage gerade alles. Besonders mein Doppelleben. Die mit den guten Noten, ruhig, aber trotzdem irgendwie aufgedreht und die, die sich gegen alles auflehnt, sich mit Drogen beschäftigt, immer mehr will.

Vielleicht bin ich irgendwas in der Mitte davon wirklich, vielleicht keines von beiden oder eben eins. Ich suche noch gerade ganz schön intensiv, erfrage für mich, ob ich bestimmte Dinge tue, weil ich es will oder andere. Ob ich das wirklich will oder was anderes dahinter steckt. Ob ich versuche, jemand zu sein, der ich eigentlich nicht bin, um irgendwo hineinzupassen. Mein Verhalten ist in gewissen Punkten moralisch schon verwerflich. Habe ich dann ein schlechtes Gewissen, weil ich es eigentlich nicht will oder nur, weil ich denke, dass ich es nicht wollen darf?

Sowas spukt in meinem Kopf. Und noch viel mehr.

äOpfeHlchJen


Oh, bei mir in der Familie ist das eigentlich auch so. Man wird ge- und verkauft. Wenn die passende Dankbarkeit nicht kommt wird man mit Missachtung gestraft und immer wieder kommen sie aufs Geld zurück. Das was ich da geschrieben habe ich meine und alleine meine Position der ich durch eine Klage ausdruck verliehen habe. So eine innere Haltung kann einem helfen diese Äußeren Ansprüche abperlen zu lassen. Davon bist du aber gerade weit entfernt und da fehlt auch einfach die Kraft.

Vielleicht ist das eine Frage, die du gar nicht beantworten kannst, aber wie kommt man zu der inneren Haltung?

Allein dadurch, dass ich es mir sage, dass ich dies und jenes nicht muss, komme ich da einfach nicht an. Also in Bezug auf meinen Vater. Die Gefühle sind trotzdem da und belasten mich, obwohl ich das Ganze rational schon verständlich finde?

"Das konnte ich nicht, da war ich in der Klinik und mit anderem beschäftigt und zudem räumlich begrenzt. Forschung war da nicht, Familienfeiern und Verpflichtungen auch nicht." Verschanz dich hinter Kontaktverboten und Regeln, dafür sind sie da!

Da gehts nicht primär darum, dass meine Familie das nicht akzeptieren würde. Da weiß ich ja mittlerweile, dass sie (also die, die es dann überhaupt nur wissen, was nicht viele sind) es tun. Es ist eher mein Empfinden, ich bin traurig und würde das alles gerne machen und nicht verpassen und so?

Und die, die gar nicht wissen, was los ist, die wissen dann logischerweise auch nicht, dass ich den Kontakt vielleicht aus Therapeutensicht einschränken soll. Für die ist das dann so wie jetzt. Und deshalb kann man dann ja auch motzen und Vorwürfe machen.

Vielleicht stelle ich die auch alle ganz falsch da und sie würden es verstehen und mich unterstützen oder so. Vielleicht habe ich z.B. von meinem Vater auch ein komplett falsches Bild und tue ihm ganz schön Unrecht mit dem, was ich hier schreibe? Nachdem ich so lange Zeit die Vermutungen über meine Kindheit zugelassen habe, bin ich mir momentan ziemlich sicher, dass alles gar nicht wahr ist. Ich versteh einfach nur alles falsch und deshalb bin ich ja dann auch ein "schlechtes Kind". Weil ich was tue, was er gar nicht verdient hat. Mir hat wahrscheinlich nie irgendjemand irgendwas getan? Zumindest nicht wirklich was getan?

*

Möglicherweise klinge ich heute ziemlich wirr. Ich bin ja auch irgendwie verwirrt, aber gleichzeitig auch gar nicht mal so sehr. Ich bin nur sehr sehr sprunghaft und widerspreche mir dadurch permanent selbst. Nicht in meinem Verhalten (oder auch), aber direkt in meinen Gedanken. Da hüpfen die ganze Zeit zwei konträre Gedankengänge gegeneinander. Das ist gar nicht mal so wie ein wildes Durcheinander, sondern eher ziemlich geordnet. Denke ich eben eine Sache, folgt innerhalb von Sekunden der Gegenpart. Wie Ping-Pong?

Mich müsste das eigentlich wohl auch ziemlich ermüden, weil da schon ein Durcheinander herrscht, aber ich schaue einfach nur von außen zu? Als ob ich einem Theaterstück zuschaue, in dem sich zwei Wesen streiten. Hin und her. Und ich bin komplett unbeteiligt und habe auch bisher noch wirklich keine Ahnung, was ich davon halte. Ich schaue einfach nur zu.

Ich finde das ziemlich interessant, aber auch alles schwer greifbar. Also groß was damit anfangen kann ich gerade noch nicht.

d@anaex87


Vielleicht ist das eine Frage, die du gar nicht beantworten kannst, aber wie kommt man zu der inneren Haltung?

Das ist echt schwer zu beantworten weil das ein Prozess war. Ich habe mich damit beschäftigt was ich als Kind bekommen habe, wie ich es gut finden würde, für Kinder, was für mich Familie ausmacht und was ich gebe. Es war ein Prozess an dessen Anfang sich das Verhältniss zu mir änderte und in der Folge zu allen anderen. Irgendwann dachte ich mir:"Ihr habt mich bekommen, eure Entscheidung und damit seid ihr diese Verpflichtungen hier eingegangen. Nun jammert nicht, ihr wart alt genug."

Du solltest das Theater einfach mal eine Runde nicht besuchen und deine Aufmerksamkeit anderen Dingen widmen. Die könnten ihr Programm in dem Haus dringend mal überarbeiten. ;-) Ehrlich, da sich eh nichts ändert, ob du da nun geistig dabei bist oder nicht, konzentrier dich auf was anders. Das alles ist Klinik-Arbeit. Jetzt machst du andere Arbeit die da heißt: überleben und noch ein wenig Uni abarbeiten. @:)

ä3pfeelcxhen


Hm ja. Ich habe mit der Freundin auch sehr viel über meinen Vater geredet und auch ihre Mutter. Ja, wir hatten sehr intensive Gespräche. Vielleicht kann ich davon morgen was wiedergeben. Da waren schönen paar mögliche Erkenntnisse.

Morgen wird ruhig, aber vielleicht schaffe ich dabei mal, die Gliederung für die Forschung auszuarbeiten und den Fragebogen zu erstellen. Wird echt Zeit. Wenn ich mal hochkommen würde, würde das auch funktionieren, nur der Anfang ist schwer. Wie immer halt.

äEpfgelcxhen


Ups.

Ich bin aber auch momentan so unorganisiert. Ich bin ja schon ziemlich glücklich, dass der Heimweg so gut funktioniert hat.

Aber Alltagsbewältigung und Strukturen, das fällt mir momentan schwer. Das Ganze zu planen geht ja gerade irgendwie noch, aber entweder sind meine Pläne komplett utopisch, ich mute mir zu viel auf einmal zu oder ich bin einfach momentan unfähiger, als ich denke.

Aus dem Theater aussteigen ist gar nicht so leicht. Sobald es still ist, gehts halt los. Ich kann auch grundsätzlich nicht mehr ohne irgendwelche Reize einschlafen, das nervt mich ganz schön. Aber sobald ich meine Gedanken nicht komplett auf irgendwas fokussiere (was auch anstrengend ist), passieren da einfach irgendwelche Dinge. Die passieren auch so, aber dann überlagern sich einfach ganz viele Dinge gleichzeitig und ich bin richtig verwirrt, aber fahre mich dann nicht auf irgendwas komplett ein. Da kommen so Gedankengänge, bei denen ich dann im Anschluss (zum Glück) mich direkt frage, was das denn jetzt wieder war. Immerhin fällts mir auf. Da war auch auf der Party so eine Situation, die mich eigentlich gar nicht betroffen hat, aber in der ich verdammt schnell in meine sozialen Ängste gefallen bin, dass jeder gegen mich ist. Dann kam leicht die Panik, die Gedanken haben dann verrückt gespielt und ich kam da irgendwie raus, als ich mir logisch erklärt habe, dass ich damit gar nichts zu tun haben kann. Dass ich das überhaupt auf mich bezogen habe war auch nur, weil es sowas ähnliches schon einmal gab, bei dem es wirklich im mich ging. Da kommt dann pure Angst und Unsicherheit hoch.

Aber ich schweife ab.

Meine Gedanken sind für mich wirklich momentan gar nicht greif- oder kontrollierbar, deshalb geht aussteigen wirklich nicht, aber ich finde es da fast tröstlich, dass ich nur ein Betrachter bin. Weil momentan empfinde ich dabei eben wirklich nicht viel. Manchmal kommt so eine Welle, die ist schwer zu händeln, aber irgendwann ebbt das wieder ab und ich bin wieder neutral und nicht Teil der Geschichte. Also emotional wirklich komplett distanziert, als wäre mir alles so richtig egal. (Weil es mich ja aber auch nicht betrifft).

Ist das irgendwie verständlich? Finde es richtig schwer, das irgendwie zu erklären...

d)anaxe87


Konzentration auf Gliederung: JETZT. Hinsetzen, Zettel nehmen und erste Ideen wild aufs Papier zeichnen. Ich mach paralell mein Kapitel über den Grenzbegriff endlich. Heute Abend will ich hier lesen das du das fertig hast. Zack Zack!

lguoma@ren


@ äpfelchen:

Es gibt eine recht einfache Art, deine Gedankenattacken zu kontrollieren: Wenn du merkst, dass sie anfangen, achte auf deinen Atem. Konzentriere dich darauf, wie du einatmest und wie du ausatmest, bis deine Konzentration nur bei der Atmung ist. Wenn wieder Gedanken hochkommen, ist das nicht schlimm, einfach wieder auf dem Atem konzentrieren.

ä~pfetlxchen


Ja, bis heute Abend habe ich da hoffentlich was. An sich ist das ja auch nicht so viel, ich will mich nur nicht damit beschäftigen. Mich triggert mein Thema nämlich ungemein und das ist richtig scheiße, aber kann ich jetzt nicht mehr ändern. War eine dumme Idee, wie so vieles.

*

Hm, ich finde, bei aufkommenden Panikattacken (wie so extrem emotionale Gedankengänge dann auch) funktioniert das mit der Atmung, aber bei meinem "Schattentheater" irgendwie nicht. Das ist halt einfach immer da. Was da genau stattfindet, ist ja auch stark abhängig von dem, was um mich herum passiert, aber dieses Ping-Pong-Spiel ist da permanent. Nur die Thematik unterscheidet sich. Das kann ich richtig schwer kontrollieren.

Wenn ich etwas tue, was nicht groß irgendwas mit mir macht, dann funktioniert es, dass ich es eher als Hintergrund wahrnehme, aber das ist selten.

Ich kanns schwer erklären, vielleicht ein paar Beispiele:

Ich bin in die Küche gelaufen, habe mir einen Kaffee gemacht und da steht auch nun mal der Kühlschrank. Dann gings los. Ping: Du könntest was essen. Pong: Ich will aber nichts essen, ich esse jetzt nämlich gar nicht mehr bis ich umfalle. Da ging dann noch einiges hin und her.

Oder mit dem Unikram. Ich setz mich an den Tisch, will anfangen. Ping: Ich mach das mal, dann ists weg. Pong: Scheiß auf alles, scheiß auf Uni, scheiß auf Leben. Schmeiß die Uni, kannste eh nicht. Hin und her.

(Ich komme aus dieser reinen, nicht unnormalen Demotivation, die wohl jeder kennt, weil jeder mal aufschiebt und keine Lust hat, in dieses "Schmeiß-die-Uni-hin"-Drama. Ich hatte heute schon eine halbe Stunde Diskussion in meinem Kopf, dass ich die Uni hinschmeiße. Letztendlich hat mein Verstand gewonnen, weil es jetzt absolut Blödsinn wäre, das zu machen, weil ich immerhin fast fertig bin, aber sowas raubt einfach Kraft und ist voll unnötig).

Das waren jetzt aber auch natürlich zwei typische Beispiele, die ich sowieso immer ähnlich erlebe, bloß nicht so theaterstückhaft. Das passiert halt mit allem. Irgendwas (ich schaue aus dem Fenster und sehe, dass da draußen was passiert: Menschen mit Familien; ich höre meine Mitbewohner; ich sehe irgendwelche Gegenstände, usw.; einfach ALLES löst das Theater aus). Halt alle Reize. Deshalb fällt mir lesen und auch TV schauen irgendwie ziemlich schwer.

Hm, das ist vielleicht auch einfach eine Verbildlichung meiner Zerspaltungsgefühle. Bloß, dass ich mich davon ganz stark emotional distanziere und dadurch nichts fühle.

Was ich aber richtig interessant finde ist, dass Ping immer in der Ich-Form redet und Pong in der 2. Person Singular. Irgendwie, als wäre jetzt Pong die Gedankenstimme von Ping, die eigentlich weiß, was gesundes Verhalten wäre, aber immer wieder mit Pong diskutieren muss, was jetzt gemacht wird.

So ein Theater geht nie lange, weil sich dann die Situation halt auch schnell ändert. Ich weiß auch eigentlich nicht, wer den Streit am Ende "gewonnen" hat, weil immer vorher abbricht. Aber ich glaube, das ist auch gar nicht wichtig, dass ich es sehe. Nicht der Ausgang, sondern der Konflikt an sich ist irgendwie wichtig? Weil egal, wie es ausgeht, mit mir ändert sich nichts. Es sind ja Ping und Pong und nicht ich. Ich liefer ja nur Material durch meine Sinneswahrnehmung, über was die sich streiten können.

Mir gefällt das aber auch. Ping und Pong. Die heißen natürlich eigentlich nicht so, nur hier ;-D . Aber ich schmücke das immer weiter aus. Erst unbewusst, da wurde das alles einfach nur lauter und größer, dann immer mehr verbildlicht und jetzt male ich das ganz bewusst aus. So langsam bekommen Ping und Pong eine richtige Gestalt. Halt eine Schattengestalt, aber die Silhouette wird geformt, das Drumherum. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, ihnen Namen zu verpassen, aber habs gelassen.

Ist das verwerflich, wenn mir das alles Spaß macht?

dGanaex87


Du prokrastinierst damit. Hör auf und geh arbeiten. Es reißt dich nur rein und du erfestigst die Denkbahnen in deinem Hirn. Auf! Erledige deinen Kram und genieße die Erleichterung durch zu sein.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH