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äpfelchen und die Klinik

d3anale8x7


Und schon staubgesaugt? Und Wäsche?

Hier hat der Mann staub gesaugt, ich war bei der Bank und zwei Seiten Arbeit sind geschrieben. Nun noch was lesen und dann fertisch für heute.

S<il/kmPearxl


Bzw. will ich nicht, dass diese Seite überwiegt und vielleicht schwanke ich deshalb ständig. Weil sich das nicht gehören würde.

HÄH? ":/ Und es soll "unhöflich" sein, zu seinen eigenen Wünschen zu stehen? Ich glaub, es hackt. Sorry, aber das ist wirklich gequirlter Unsinn, da hat Danae Recht.

Du versagst Dir solange lieber Deine wirklichen Wünsche, das RECHT auf DEINE Fehler und Irrtümer, bis Du innerlich in alle Himmelsrichtungen Amok läufst und versuchst, Dich dünne zu machen und kaputt zu gehen??!

Was ist das denn für eine Logik? Wo hast Du das gelernt, wer hat Dir so einen Sch** bloß beigebracht?

:°_

d_a;na7e87


SilkPearl

HÄH? ":/ Und es soll "unhöflich" sein, zu seinen eigenen Wünschen zu stehen? Ich glaub, es hackt. Sorry, aber das ist wirklich gequirlter Unsinn, da hat Danae Recht.

Sie meint: Man darf nicht sterben wollen. Man darf nicht sagen: Ich will nicht um mein Leben kämpfen, ich will keine Therapie, ich will eigentlich mich lieber tot hungern.

ä'pfel"chen


Deshalb sage ich ja, selbes Karussell wie immer.

Wenn du zu sagen wir 75-80% sterben wollen würdest wärest du tot. Da interessiert einen nämlich nicht mehr was man macht und was nicht und wen das vielleicht traurig macht. Das geht einem total am Arsch vorbei. Wenn du es also jetzt nicht tun willst, dann willst du nicht und kannst es abhaken.

Moment, ich will ja nicht sterben und dann weg und tot sein. Ich will sterben (als Prozess) und im letzten Moment abspringen. Ich habe das traurigerweise schon ziemlich durchdacht, habs bloß nicht geschafft, weil ich zu schwach bin und meinen Bedürfnissen irgendwann nachgegeben habe. Ich hatte es nicht so eilig, aber jetzt hab ichs.

Du wirst nicht damit aufhören wenn du den riesen Kloß in dir nicht auflöst, was du nicht tun kannst solange du nicht in der Klinik bist, schon weil das Risiko niemand eingehen wird.

Mir wurde in der letzten Zeit immer klarer, dass es darum geht, dass ich freiwillig in die Klinik gehe. Und das löst in mir aus, dass ich mir eigentlich nicht das Recht gebe das zu tun und deshalb einen Rückzieher machen will. Da schreit es nur in meinem Kopf: Wer hat Dir das erlaubt?

Deshalb habe ich mich ständig nach einer Erlaubnis dafür von anderen gesehnt, aber stimmt halt, es ist meine Entscheidung. Es hat nicht gereicht, wenn jemand gesagt hat, dass ich das ruhig machen darf.

Ich hätte gern, dass jemand sagt, dass ich das machen muss. Dass ich keine andere Wahl habe und mich zwingt. Damit gebe ich meine kompletten Rechte auf, das ist eigentlich ziemlich verrückt, aber das will ich. Dass ich wirklich nicht mehr selbst entscheiden darf. Verrückt, oder? Aber dann kann ich mich ein bisschen weniger hassen, weil ich ja nicht "schuld" bin. Gleichzeitig würde ich aber niemand anderem die Schuld geben. Ich würde es verstehen und wäre froh.

Also geh dahin, sag ihnen das mit diesen Zielen die du nicht loslassen kannst und das du Angst davor hast das es alles total fürn Arsch ist und Panik und überhaupt. Dann könnt ihr damit arbeiten.

Gute Idee.

Momentan sehe ich mich relativ schnell wieder vor die Tür gesetzt, weil ich so trotzig bin.

Du versagst Dir solange lieber Deine wirklichen Wünsche, das RECHT auf DEINE Fehler und Irrtümer, bis Du innerlich in alle Himmelsrichtungen Amok läufst und versuchst, Dich dünne zu machen und kaputt zu gehen??!

Nein, ich wünsche mir, schrecklich dünn und am Ende zu sein. Und das passt nicht damit zusammen, dass ich in eine Klinik gehe. Das meinte ich. Ich glaube nur, dass ich diese Wünsche nicht haben darf/sollte.

Das ist ein ziemlich blöder Wunsch und ich schäme mich auch wirklich dafür und schreibe ihn hier auch nicht gern, aber ich wünsche mir eben, dass ich mich so zerstöre, dass man mich zwangsernährt, zwangseinweist und ich gar nichts mehr zu sagen habe. DANN kann ich sagen, es war genug und jetzt darfst du leben wollen, weil du dich so sehr für das, was du getan hast, bestraft hast, dass man eingreifen musste.

Ich finde das ziemlich logisch... ich bin nicht stolz auf diesen Wunsch.

Aber er ist da und wenn ich jetzt in die Klinik gehe, wird das nicht passieren und dann war es vielleicht wieder nicht genug. Sodass ich danach wieder weitermachen muss, weil ich noch nicht an diesem Punkt war.

*

Und schon staubgesaugt? Und Wäsche?

Hier hat der Mann staub gesaugt, ich war bei der Bank und zwei Seiten Arbeit sind geschrieben. Nun noch was lesen und dann fertisch für heute.

Ne, ich bin wieder kränker geworden. Wieder fiebrig und Kreislauf macht noch nicht mit (3 Stockwerke). Habe stattdessen mal den Überweisungshaufen gemacht, saß eine Weile bei meinen Mitbewohnern in der Küche und habe mich in Konversation geübt. Ich habe das Gefühl, dass ich momentan nicht wirklich etwas habe, was ich jemandem hier mitteilen will, deshalb war das anstrengend, aber hm.

Ich bin auch noch gar nicht so lange wach, die Nächte sind momentan mein Verderben.

Mal sehen, das wird eher eine Nachmittagsaktion.

Aber gleich gehts wohl an den Fragebogen.

S9ilbkPe=arxl


habs bloß nicht geschafft, weil ich zu schwach bin

Das scheint mir eine sehr, sehr verdrehte Logik zu sein. Du bist zu schwach, weil Du nicht "geschafft" hast, Dich vom Acker zu machen? Ich finde, das hat überhaupt nichts mit Schwäche oder Stärke zu tun. Es steckt offenbar ein gesundes Stück Lebenswille und Selbsterhaltungstrieb in Dir. Und das ist GUT so. Darauf lässt sich aufbauen.

Du erlaubst Dir selbst nicht, glücklich zu sein, willst es aber schon... Ist es das, was Du sagen willst? Man sollte Dich zum Glücklichsein zwingen, dann kannst Du es Dir selbst erst erlauben? Die meisten Menschen wehren sich gegen Zwang, und Du brauchst ihn, um daraus Sicherheit zu beziehen... Das ist schon wirklich ungewöhnlich. ":/

dpanaze87


Moment, ich will ja nicht sterben und dann weg und tot sein. Ich will sterben (als Prozess) und im letzten Moment abspringen.

Aber genau das haut nicht hin. Denn wenn du wirklich richtig stirbst dann verlierst du ja die Kontrolle. Sterben tust du erst dann wirklich und echt und richtig wenn du es nicht mehr aufhalten kannst. Sonst ist es immer nur ein "fast" und genau deshalb wird das nie klappen.

Ich hätte gern, dass jemand sagt, dass ich das machen muss. Dass ich keine andere Wahl habe und mich zwingt.

Gut, dann hass mich eine Runde. Wenn du es wagst abzuspringen und nicht zu gehen werde ich dich einfangen und dich einweisen lassen. Und ich kann denen verdammt überzeugend erzählen das du dich umbringen wolltest, glaubs mir. Du hast die Wahl: jetzt freiwillig oder ich bring dich. Klinik kommt eh.

Konversation, sehr gut und nun husch an den Frageboden, zack zack.

äMpfelcxhen


Ich war zu schwach, um dünn genug zu werden. Zu wenig Disziplin, zu wenig Ehrgeiz und zu wenig Durchhaltevermögen.

Ich hatte Hunger und habe ihm nachgegeben und will keinen Hunger haben.

Natürlich habe ich einen Lebenswillen, auch gar nicht mal so wenig. Sonst wäre ich schon tot. Dagegen spielt aber eben halt auch ein Zerstörungswille. Ich will ja auch nicht tot sein, nur ein bisschen weiter sterben.

Ich will irgendwann glücklich sein. Dann eben, wenn ichs darf. Dass es sein kann, dass ich mir das niemals erlaube, das kann sehr gut sein, aber ich bin in der Hinsicht schrecklich naiv. Deshalb habe ich ja gewisse "Punkte", die mir sagen, aber wann es genug war/ist. Eben dann, wenn mich jemand zwingt, aufzuhören zu sterben. Nicht zum Glücklichsein, dazu kann man niemanden zwingen, aber eben zum existieren. Daraus würde ich dann leben machen, weil ich dann loslassen würde.

Ich finde das ziemlich logisch, oder nicht?

Die meisten Menschen wehren sich gegen Zwang, und Du brauchst ihn, um daraus Sicherheit zu beziehen... Das ist schon wirklich ungewöhnlich. ":/

Und ich wills und will alles dafür tun, dass man mich zwingt. Das habe ich in Kliniken schon gemacht. Irgendwann durfte ich nicht mehr raus, nicht mehr mich bewegen und all sowas. Das war vollkommen okay für mich, ich war sicher.

Damit nimmt man mir halt die Verantwortung für mein Leben ab. Und diese Verantwortung will und kann ich nicht sicher tragen.

dzanaxe87


Die meisten Menschen wehren sich gegen Zwang, und Du brauchst ihn, um daraus Sicherheit zu beziehen... Das ist schon wirklich ungewöhnlich. ":/

Eigentlich nicht. Kleine Kinder brauchen das auch und ein Teil von Äpfelchen ist einfach in sehr jungen Jahren kleben geblieben und es ist ein verdammt großer Teil.

S-ilkP"earl


Hm - ich verstehe es - ein bisschen. Bloß das hier immer noch nicht:

Ich will ja auch nicht tot sein, nur ein bisschen weiter sterben.

Wozu soll das gut sein?

S&ilkPAearl


Ah, Du willst Dir damit selbst Stärke beweisen - ist es das?

dpanaet8x7


Eigentlich bettelt sie bloß um nen Arsch voll, wenn du mich fragst. ;-) Sie will so jämmerlich scheiße drauf sein damit endlich Mama oder Papa (also ein Ersatz) kommt und sie rettet, auf den Arm nimmt und ihr zeigt wo es lang geht. Alles andere ist Deko drum rum damit es sich nicht so jämmerlich liest und anfühlt sondern irgendwie dramatisch-heroischer. Wer ist schon gerne ein jammerndes wimmerndes Kleinkind das auf den Arm will, so in der Selbstwahrnehmung meine ich.

SPilkPexarl


Hart, Danae, aber was dran!

dAanaep87


Ich darf das sagen, ich war auch so. ;-)

äGpf"elBchexn


Denn wenn du wirklich richtig stirbst dann verlierst du ja die Kontrolle. Sterben tust du erst dann wirklich und echt und richtig wenn du es nicht mehr aufhalten kannst. Sonst ist es immer nur ein "fast" und genau deshalb wird das nie klappen.

Hm, ich beschreibe mein ganzes momentanes Leben als Sterben, so ein bisschen. Weil ich es jeden Tag ein bisschen mehr tue. Sowohl emotional, als auch körperlich, glaube ich.

Ich meine nicht den Moment, in dem das wirklich auf der Kippe steht?

Wobei der kommen könnte und dann hätte ich eventuell verloren.

Ich will bis kurz vor diesen Moment, eben an den Punkt, an dem mich jemand packt und sagt "Schluss jetzt".

Ah, Du willst Dir damit selbst Stärke beweisen - ist es das?

Auch.

Sie will so jämmerlich scheiße drauf sein damit endlich Mama oder Papa (also ein Ersatz) kommt und sie rettet, auf den Arm nimmt und ihr zeigt wo es lang geht.

Ja, schon. Ich weiß zwar nicht genau, was du mit Deko meinst und dem Drumherum, aber das macht nichts.

Ich bin ein jammerndes, kleines Kind. Ich sehe das selbst schon so, das stört mich gar nicht mal so sehr. Ich wollte nie groß werden und Verantwortung tragen müssen, aber kann man halt nicht ändern.

Ich bin auch nicht ansatzweise erwachsen. Im Normalfall bin ich selbstständig, ich war Schlüsselkind und musste es somit sein. So was das Leben angeht, die Dinge erledigen, die man tun muss. Nur emotional bin ich eben ganz schön klein.

dSanaxe87


Hm, ich beschreibe mein ganzes momentanes Leben als Sterben, so ein bisschen. Weil ich es jeden Tag ein bisschen mehr tue. Sowohl emotional, als auch körperlich, glaube ich.

Nö nö, das was du da machst ist leiden. Sterben fühlt sich ganz anders an. Ich weiß, der Begriff wird heute gerne ausgedehnt, aber eigentlich stirbt man nicht lange. Man leidet lange und dann stirbt man, aber das sterben, das geht schnell.

Ich bin auch nicht ansatzweise erwachsen. Im Normalfall bin ich selbstständig, ich war Schlüsselkind und musste es somit sein. So was das Leben angeht, die Dinge erledigen, die man tun muss. Nur emotional bin ich eben ganz schön klein.

Wenn du nicht zur Uni müsstest würde ich dich holen kommen und hier im Kinderzimmer einquartieren. ;-D ;-D

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