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äpfelchen und die Klinik

D0é.6lixée


Ich glaube, dass sich viele Menschen das einfach nicht eingestehen wollen, weil es so negativ behaftet ist und es genau deshalb wiederum so negativ behaftet ist. So ein Kreis?

Ich habe gerade mal nachgedacht und stimme Danae jetzt noch mehr zu.

Wir machen im sozialen Kontakt doch eigentlich nichts anderes als Aufmerksamkeit geben oder nehmen?

d{anraex87


So siehts aus. Aufmerksamkeit ist von Anfang an menschliche Währung zum Überleben. Babys brauchen sie wie die Luft zum Atmen, ohne Berühungen über die ntowenidge Versorgung hinaus sterben Babys ziemlich schnell. Gab da mal ein fieses Expermient mit Waisenkindern dazu.

Menschen konnten immer nur in der Gruppe überleben, gegenseitige Aufmerksamkeit ist das allerwichtigste bei der koordinierten Jagd, körperliche Nähe ein Zeichen dafür in Sicherheit zu sein. Ohne das spannen wir uns an und werden einfach krank, psychisch, aber auch körperlich.

lxuoma.rexn


@ Dé.liée:

Sorry, wenn ich dich durchgerüttelt habe. Es war zumindest in der Stärke nicht meine Intention. @:)

Es ging mir nicht darum, dass es dir nicht zusteht, Aufmerksamkeit einzufordern. Es gibt halt verschiedene Wege sich Aufmerksamkeit zu holen. Ich musste an einen Kommilitonen von mir denken, der betont so laut geniest hat, dass die gesamte Vorlesung es mitbekommen musste. Damit hatte er die Aufmerksamkeit aller Anwesenden, aber halt mit einer negativen Konnotation verbunden. Oder man könnte mal unbekleidet (vielleicht nicht gerade bei den jetzigen Temperaturen) durch die Innenstadt spazieren. Das gibt Unmengen von Aufmerksamkeit. Ob das so nachhaltig oder langanhaltend ist, ist eine andere Frage. Wie ich heute erfahren durfte, kann auch die Benutzung von " %-| " zu ungewollter Aufmerksamkeit führen.

Mir ging es eher darum, dass es für soziale Bindungen besser ist, sich nicht auf einmal 200% Aufmerksamkeit, sondern über den Tag verteilt mal 10% hier und dann wieder 20% da zu holen. Ich finde es übrigens gut, dass du mit deinen WG-Kameraden unterwegs warst. Das ist dann auch so eine kleine Portion - Vielleicht doch eine größere. Das Augenrollen gab es dafür, weil ich zu dem Zeitpunkt bereit war, nur 20% zu geben und nicht 200%.

Vielleicht ist es nicht gerechtfertigt, dass ich hier die ganze Zeit rumblöke und sozusagen permanent um Hilfe schreie.

Ich habe bei diesem Satz irgendwie das Gefühl, dass hier Schuldgefühle mitschwingen, dass du das nicht machen dürftest. Das wäre dann eine antrainierte Reaktion darauf, dass es dir lange Zeit "verboten" worden ist, so etwas einzufordern. Das kann in der Klinik umgeschrieben werden. Übrigens: Ich finde es objektiv gerechtfertigt, dass du hier rumschreist. Ich wollte nur hinweisen, dass es sich abnutzen kann.

Anstelle von "Ich kann nicht mehr", finde ich diese Aussage viel besser:

Du glaubst gar nicht, wie höllisch ich genervt bin.

Sie definiert, wie du dich gerade jetzt fühltst. Und das sehr konkret. Damit bist du auch sehr in der Gegenwart und darum geht es, wenn deine Beschwerden verschwinden sollen.

Das "Ich kann nicht mehr" ist auf eine unbestimmte Zukunft gerichtet und auch ansonsten sehr unbestimmt.

Ich befürchte, ich kann zu einem gewissen Teil deine Genervtheit nachvollziehen. @:)

@ Danae87:

"Nerv uns nicht, belaste uns nicht, nicht unsere Schuld das du nichts leistet das dich unserer Aufmerksamkeit für würdig befindet."

Auch das wollte ich überhaupt nicht ausdrücken. Ich sehe das auch als konditionierte Reaktion auf gewisse manipulative Verhaltensweisen deiner Umgebung.

Ich finde es übrigens gut, wie du dich mit Dé.liée über den Tagesverlauf austauschst. Einen Plan für den Tag zu haben, hat mir auch geholfen, aus meinem Loch zu kommen.

@ alle:

Ihr dürft Euch gerne auf mich einschießen. Mir macht es heute nichts aus, der Bad Boy zu sein. ]:D

D#é.lixée


Och nö, zu heftig durchgerüttelt hast du mich heute nicht. Hätte ich Dir jetzt geschätzt auch nicht unterstellt, also dass da eine boshafte Absicht hinter gewesen wäre ;-) .

Mir ist das - wie gesagt - halt auch schon klar. Ihr bekommt ihr halt die volle Ladung.

Mir ging es eher darum, dass es für soziale Bindungen besser ist, sich nicht auf einmal 200% Aufmerksamkeit, sondern über den Tag verteilt mal 10% hier und dann wieder 20% da zu holen.

Ich spazier hier halt ins Forum und knall alle 100% Hilfeschreie raus. In meiner Umgebung ist das alles nämlich überhaupt nicht oft Thema. Erst war es das gar nicht, ich habe das strikt getrennt und mein kleines Doppelleben geführt. Mittlerweile kommts in der WG öfter zur Sprache, weil ich eben bald gehe und das viele traurig finden. Auf der anderen Seite eben auch notwendig, weil meine Fassade angefangen hat, zu bröckeln und sie natürlich schübchenweise immer mal wieder was mitbekommen, aber nicht die Verzweiflung, sondern die Leere.

Weißt du, wie ich meine?

Deshalb schreie ich hier halt umso lauter, weil ich sonst so unauffällig bin hier im Alltag und mit meinen Mitmenschen.

Außer halt bei meiner Sozialarbeiterin, aber da war ich verdammt lange nicht mehr, dadurch entsteht dann noch mehr Druck, weil ich alles wirklich nirgends außer hier rauslassen kann.

Wie ich heute erfahren durfte, kann auch die Benutzung von " %-| " zu ungewollter Aufmerksamkeit führen.

Naja, der Smiley schaut halt echt grimmig, genervt und gemein, was erwartest du? ;-D

Ich habe bei diesem Satz irgendwie das Gefühl, dass hier Schuldgefühle mitschwingen, dass du das nicht machen dürftest.

Absolut. Ich weiß aber nicht, wieso.

Deshalb hast du auch einen wunden Punkt getroffen. Ich kämpfe nämlich gerade ganz sehr mit der Aufmerksamkeitsproblematik, aber eher im Sinne davon, ob ich sie mir auch woanders holen darf als hier im Forum. Speziell gehts darum, ob ich zu meinen Mitmenschen so langsam mal ehrlich sein darf oder nicht, auch in Bezug auf meine Sozialarbeiterin. Die weiß, dass es mir schlecht geht, aber sie weiß nicht, was ich teilweise veranstalte und welche Gedanken da teilweise an der Front sind.

Anstelle von "Ich kann nicht mehr", finde ich diese Aussage viel besser:

Du glaubst gar nicht, wie höllisch ich genervt bin.

Sie definiert, wie du dich gerade jetzt fühltst. Und das sehr konkret. Damit bist du auch sehr in der Gegenwart und darum geht es, wenn deine Beschwerden verschwinden sollen.

Nja, ich kanns halt ganz oft nicht definieren. Also diese Genervtheit mir gegenüber ist ein Dauerzustand, aber das vermischt sich dann ganz oft mit etwas anderem. Gerade in Krisen bzw. wenn ich merke, dass sich was aufbaut, stehe ich dann oft vor der Überlegung, ob ich das näher definieren kann und ob ich es überhaupt sollte. Dass ich mich nicht reinsteigere und verhedder.

Aber für mein Gegenüber ist der Satz halt wirklich:

auf eine unbestimmte Zukunft gerichtet und auch ansonsten sehr unbestimmt.

Damit kann man erstmal wenig anfangen und ist nicht wirklich handlungsfähig, wenn ich nicht präziser werde, was genau los ist.

Ganz oft ist es aber auch etwas so Lächerliches, dass ich mich nicht traue, es auszusprechen. Weil ich Angst habe auf Unverständnis zu stoßen und "ausgelacht" zu werden, wie man sich so etwas so massiv runterziehen lassen kann, dass man in Erwägung zieht, sich zu schaden.

*

Tagesplan wurde kurz umgerodelt:

- ich hab Klavier gespielt und wäre tatsächlich versunken, wenn mein Handy nicht geklingelt hätte

- jetzt kommt doch der Besuch, also gut, aber auf begrenzte Zeit

- wir wollten auch schon ewig einen Film sehen, vielleicht machen wir das gleich und bisschen reden, vielleicht gar nicht so übel

- danach weiter Klavier spielen, hach, ich hab doch am neuen gespielt und bin wirklich verliebt. Hab das Grundgerüst so langsam raus und jetzt wirds halt langsam, da will ich dann nie aufhören. Ist zum Glück nicht sonderlich schwer das Stück, deshalb geht das auch für mich dann schnell zu lernen, weil ich ja nie Klavier gelernt habe. Wenn es zu schwer ist und ich dann zu langsam vorwärts komme, bin ich manchmal deprimiert ;-D . Obwohl das ja ganz logisch ist, aber ich will, dass es klingt und werde ungeduldig, weil ich noch nichts da "reinpacken" kann, sondern erstmal übenübenüben. Ist aber eine gute Ablenkung.

T/OxFU


Jetzt bin ich eben Dé.liée, das passt eigentlich noch viel besser. Der Punkt macht da nochmal einen schönen Bruch rein, weil schließlich bin ich alles andere als losgelöst. Ich bin sowas von festgebunden. An meinen Gedanken und an so manchen schlechten Gefühlen. An Menschen, eigentlich an so vielem.

Aber irgendwann werde ich frei sein :-D . Losgelöst von allem und frei!

Oh, schöner Name :)_ :-D x:)

Dyé.l%iée


Danke schön! :)_ @:)

lsuomaxren


@ Dé.liée:

Bei mir hat die Fassade bis zu einem kompletten Zusammenbruch gehalten. Und danach eben nicht mehr. Vielleicht kannst du noch in der WG ausprobieren, wie die anderen darauf reagieren, wenn du die Fassade ablegst. Ich hatte einen Burnout und mir wurde als Tipp gegeben, das auch offen gegenüber Kollegen anzusprechen. Das hat auch ganz gut funktioniert. Es sieht nicht so aus, als würden dich deine Mitbewohner auffressen. Sie scheinen ja noch an dir interessiert zu sein.

Ich kämpfe nämlich gerade ganz sehr mit der Aufmerksamkeitsproblematik, aber eher im Sinne davon, ob ich sie mir auch woanders holen darf als hier im Forum. Speziell gehts darum, ob ich zu meinen Mitmenschen so langsam mal ehrlich sein darf oder nicht, auch in Bezug auf meine Sozialarbeiterin. Die weiß, dass es mir schlecht geht, aber sie weiß nicht, was ich teilweise veranstalte und welche Gedanken da teilweise an der Front sind.

Spätestens in der Klinik darfst du dir auch außerhalb des Forums Hilfe holen. Dort wird es darum gehen, deine Realität mit der der anderen übereinander zu bringen. Wenn man da bei etwas anfängt, was für dich nicht real ist, arbeitest du und die Betreuer am Thema vorbei.

Nja, ich kanns halt ganz oft nicht definieren. Also diese Genervtheit mir gegenüber ist ein Dauerzustand, aber das vermischt sich dann ganz oft mit etwas anderem. Gerade in Krisen bzw. wenn ich merke, dass sich was aufbaut, stehe ich dann oft vor der Überlegung, ob ich das näher definieren kann und ob ich es überhaupt sollte. Dass ich mich nicht reinsteigere und verhedder.

Und selbst wenn du es nicht genau definieren kannst, zum Teil funktioniert dann die Beschreibung als Gefühl. Selbst wenn sich das Gefühl nicht beschreiben lässt, kann man immer noch damit arbeiten, sofern du es schaffst ein Etikett für dich selbst daran zu pappen.

Ganz oft ist es aber auch etwas so Lächerliches, dass ich mich nicht traue, es auszusprechen.

Es gibt nichts "Lächerliches", das nicht angesprochen werden. Ich war gerade am Überlegen, ob dir jemand ein ziemlich fieses Verbot (à la "Das ist lächerlich, da brauchst du dich nicht so anstellen.) mitgegeben hat, was es dir immer noch nicht erlaubt, darüber zu reden. Jetzt im Abstand von zwei Jahren war bei mir das lächerlichste Problem, dass ich eine Chefin bekommen hatte. Das Hauptproblem für mich war dabei, dass es eine (überaus nette und total harmlose) Frau war. Ich hätte lieber einen Mann gehabt. Pech halt.

Du wirkst irgendwie aufgeräumter. Hat sich im letzten Monat etwas geändert?

DHé.lixée


Hm, ich weiß nicht, ob sich etwas geändert hat.

Inwiefern meinst du aufgeräumter?

Vielleicht kannst du noch in der WG ausprobieren, wie die anderen darauf reagieren, wenn du die Fassade ablegst.

Ich kann das nicht steuern? Ich kann zwar darüber reden, aber halt komplett distanziert und sachlich. Diese emotionale Fassade die ist da, wobei sie bei meiner Sozialarbeiterin weniger geworden ist. Aber eben nicht weg und genau hinter diesem letzten Bisschen steckt das, was mich so heftig fertig und mir Angst vor mir selbst macht.

Z.B. die stärker gewordenen Suizidgedanken spreche ich nicht an bzw. habe es bisher nicht getan. Ich weiß auch nicht, ob ich es bei meinem nächsten Termin tun soll/kann. Weil da ist einmal die Angst vor der Konsequenz, ob sich dann ihre Einschätzung mit gegenüber vielleicht ändert und andererseits will ich eben nicht, dass sie denkt, dass ich Aufmerksamkeit will dadurch (siehst du, da ists wieder ;-) ).

Und selbst wenn du es nicht genau definieren kannst, zum Teil funktioniert dann die Beschreibung als Gefühl. Selbst wenn sich das Gefühl nicht beschreiben lässt, kann man immer noch damit arbeiten, sofern du es schaffst ein Etikett für dich selbst daran zu pappen.

Ja so grob beschreiben kann ich es eigentlich meistens. Oder einordnen in vorherige Gefühlslagen, die ähnlich/gleich waren! :)z

Ich war gerade am Überlegen, ob dir jemand ein ziemlich fieses Verbot (à la "Das ist lächerlich, da brauchst du dich nicht so anstellen.) mitgegeben hat, was es dir immer noch nicht erlaubt, darüber zu reden.

Hm, ich weiß nicht. Gesagt wurde mir das schon, aber bekommt das nicht jeder mal gesagt?

Ich nehme mich halt zum Großteil immer noch nicht sehr ernst, dadurch mache ich mich selbst lächerlich.

Für mich kann da z.B. mein Körpergefühl an einem Abend richtig zum Verhängnis werden, aber ich sage mir dann immer, dass ich mich nicht so anstellen soll und ansprechen brauche ich es halt nicht, weil ich nur selten beschreiben kann, was es mit mir macht. Ich habe dann Angst davor, dass ich nicht verstanden werde? Und ich weiß ja, dass man das nur bedingt verstehen kann, wenn man es nicht kennt. Also eigentlich erwarte ich gar nicht, dass ich verstanden werde, sondern Verständnis dafür, dass ich mich so fühle...

D$é;.li1éxe


Nihihihihi, ich war nach dem Besuch erst zu ko zum Klavierspielen, aber gerade eben saß ich noch mal dran, natürlich etwas die Zeit vergessen ;-D . Müsste so knapp eine Stunde gewesen sein. Mein Rekord im Versinken war mal fast 7 Stunden, also das war noch human, aber schön wars x:) .

Ich kann das Stück fast komplett |-o . Ging jetzt doch ziemlich flott, mir fehlt nur ein Zwischenteil, wobei der auch fast schon geht und der Schluss. Ich würde gerne weitermachen, aber ich kann nicht mehr sitzen mit den Rückenschmerzen.

Tada. Ich dachte wirklich, dass das ein paar Tage dauert, aber fein, dann kann ich mir noch ein neues raussuchen.

Mein Repertoire erweitert sich endlich, yeeahi. Mein Mitbewohner freuen sich darüber.

Einer hatte Besuch und die saßen in der Küche. Ich habe erst mit Kopfhörern gespielt, aber das klang nicht schön. Also habe ich ganz ganz leise gespielt und dachte, sie hören mich nicht. Nichts da. Haben natürlich zugehört, aber fanden es schön.

Die hatten sogar überlegt, ob sie klopfen und fragen, ob ich meine Zimmertür nicht aufmachen will ;-D .

Das ist schön. Ich bin ganz schüchtern, wenn es darum geht, vor anderen zu spielen. Ich habe es halt wirklich nie gelernt (Keyboard, aber das unterscheidet sich ganz schön bzgl. der linken Hand; mein Gehirn kanns halt nicht so gut kombinieren wie bei jemandem, der das von Anfang an gelernt hat). Ich hab mir einfach irgendwann Klaviernoten geschnappt und drauf los gespielt, ganz unsicher halt und nur für mich. Da tut es gut, wenn man zu hören bekommt, dass andere es wunderschön finden.

Nihihihi. |-o :-D

doanaSex87


Na siehst du. Du hättest dich nie rangesetzt wenn du vorher nicht schon gespielt hättest und da positive Energie und Motivation getankt hättest. ;-) ;-)

Die erste Schlacht ist hier geschlagen. Heute ist das elterliche Schlafzimmer dran, mit Kleidung aussortieren und wenn ich dann noch kann das Arbeitszimmer. Aber die Matrazen riechen so gut nach fast 24 Stunden im Frost. mhhhh. Da will man gleich wieder ins Bett. ;-D ;-D

d anaxe87


luomaren

Das ist schlicht eine verbreitete Sicht auf Menschen die sich ritzen. Von "Alter, so ein Emo-Kind. Die will doch eh nur Aufmerksamkeit, was will die denn in der Klinik." bis zum "Sind sie wirklich Borderlinerin oder suchen sie nur Aufmerksamkeit?" eines Psychiaters. Dir wird das Recht auf Hilfe abgesprochen, weil du "nur" Aufmerksamkeit willst. Das scheint als niederer Beweggrunf durchzugehen.

Dié.liCée


Ja, der kleine Motivationstritt war schon fein :-D.

Ich bin noch am "Hochfahren", das dauert momentan immer ein paar Kaffee, deshalb noch unproduktiv, aber nachher geht's weiter. Ich bräuchte eine Kaffeeleitung ins Bett.

Aber ich stricke währenddessen.

Kleidung aussortieren müsste ich auch mal, aber ich warte mal noch. Vielleicht brauche ich im Laufe des Jahres davon nochmal was.

Spürst du schon das Gesunden? :-D

Mein Plan für heute: Klavier, Wäsche abhängen, Unimails schreiben, trinken.

Zu dem anderen: Ja und das ist schlimm und beängstigend, weil wenn man ständig so behandelt wird, glaubt man es selbst. Aber wie lernt man umzudenken?

dSanaTe87


Ich hab für mich festgestellt das es eine Haltung aus Bequemlichkeit und Verdrängung ist undzwar der Gesellschaft insgesamt. Sonst müssten wir uns nämlich fragen in was für einer Welt jemand so untergehen kann das nichtmal das Minimum gesättigt ist. Das stellt einen selbst natürlich auch immer in Frage, also wird das lieber abgewertet. Passt auch so gar nicht in unsere Leistungsgesellschaft was zu fordern.

DLé.=liéxe


Das klingt logisch, aber ist verdammt traurig...

luuomdarxen


@ Dé.liée:

Inwiefern meinst du aufgeräumter?

Deine Beiträge wirken auf mich nicht mehr so extrem wie vor einem Monat. Es sei denn, du fängst an, Sachen für uns wegzulassen.

Ich kann das nicht steuern?

Reaktionen kann man nicht wirklich steuern. Ich erinnere an das " %-| " von gestern. Insofern ist es eher ein Ausprobieren, welche Reaktionen deine Aussagen bewirken. Du kannst natürlich steuern, was du wann preisgibst. (Ich finde momentan kein besseres Wort als "preisgeben", das ist aber so negativ.)

Ich kann zwar darüber reden, aber halt komplett distanziert und sachlich. Diese emotionale Fassade die ist da, wobei sie bei meiner Sozialarbeiterin weniger geworden ist. Aber eben nicht weg und genau hinter diesem letzten Bisschen steckt das, was mich so heftig fertig und mir Angst vor mir selbst macht.

Ich bin gerade am Überlegen, ob das so schlecht ist, dass eine emotionale Fassade da ist. Aus Sicht einer PTBS-Behandlung ist es nämlich gut, wenn man Distanz zu den Ereignissen (bzw. extrem komischen Gefühlen) hat. Das ermöglicht es erst, sich damit auseinanderzusetzen. Solange ich nur Angst gefühlt hatte, war auch keine Verbesserung meines Zustandes möglich. Ich war so in dem Gefühl gefangen, dass ich handlungsunfähig war.

Vielleicht macht es Sinn, in deiner nächsten Stunde mit der Sozialarbeiterin mal über die Aufmerksamkeitsproblematik und über deine Probleme mit der Fassade zu sprechen.

Gesagt wurde mir das schon, aber bekommt das nicht jeder mal gesagt?

Es kommt schon auf den Kontext an. Für eine PTBS wäre folgende Konstellation für ein Verbot typisch: A tut dir irgendetwas an, was für A mit schwerwiegenden Konsequenzen im sozialen Umfeld verbunden wäre, wenn es auffliegt. Ich meine mit schwerwiegenden Konsequenzen Gefängnisaufenthalte in einer idealtypischen Welt. Die Realität der Strafverfolgung sieht noch einmal anders aus. Um das Auffliegen zu vermeiden, sagt A dir, dass du mit niemanden darüber sprechen darfst. Ansonsten gebe es eine Strafe, die noch schlimmer ist als das Schlimme, was A dir angetan hat. Dieser Mechanismus funktioniert wahnsinnig gut und kann es auch extrem schwierig machen, sich Hilfe zu holen. Insbesondere, wenn das Hilfeholen verboten worden ist. Für mich war es mit extremer Angst verbunden, das zu durchbrechen.

Die Frage ist halt, ob du dich wirklich anstellst oder ob deine Gefühle nicht doch real sind.

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