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äpfelchen und die Klinik

dEanxae87


Die Frage ist halt, ob du dich wirklich anstellst oder ob deine Gefühle nicht doch real sind.

Nö, das ist nicht die Frage. Die Gefühle sind nämlich in jedem Fall real, die produziert Dé.liéés Gehirn nämlich. Wenn dann lautet die Frage ob wirklich etwas passiert ist, aber auch das ist gar nicht so entscheidend wie es aussieht. Schlag mal "false memory effect" nach. Eine Erinnerung die einem eingeredet wurde kann reale Traumata nach sich ziehen, reale Qualen und genauso schwer zu druchbrechen sein.

Die wirklich entscheidende Frage lautet also:"Wie kann ich das Gefühl ablegen, die Situation verarbeiten und lernen mich selbst zu mögen?" Alles andere ist irrelevant.

l;uomWaren


Zu dem anderen: Ja und das ist schlimm und beängstigend, weil wenn man ständig so behandelt wird, glaubt man es selbst. Aber wie lernt man umzudenken?

In gewissen Situation bewusst Aufmerksamkeit einfordern und dann schauen, wie das Gegenüber reagiert. Die zu überprüfende Null-Hypothese wäre dann: Ich bekomme nie Aufmerksamkeit, wenn ich sie einfordere. Und dann schauen, wieviel Aufmerksamkeit du wirklich zurückbekommst. Im letzten Schritt Null-Hypothese mit dem gesamten Feedback aus dem Versuchszeitraum abgleichen.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu statistisch erklärt. Man kann das auch "Ausprobieren" oder "Realitätsabgleich" nennen.

l3uomiarexn


@ danae87:

Ich bin mir momentan noch nicht sicher, ob Dé.liée das schon als "False Memory Effect" erkennen kann. Deswegen die Frage. Ihre Reaktionen lese für mich noch so, als wäre das Eingeredete real.

d/anaxe87


Das kann am Ende nie wieder jemand unterscheiden. Genau das ist ja das tükische daran. Es spielt aber für die Bearbeitung auch gar keine Rolle. Ein eingeredetes Trauma ist so wirkmächtig wie ein erlebtes. Beides sind Traumata und beides muss auf die selbe Weise therapiert werden. Die Frage ob eingeredet oder erlebt ist absolut unwichtig.

D"é.l.iée


Es sei denn, du fängst an, Sachen für uns wegzulassen.

Ja, ich lasse Dinge weg. Einerseits mittlerweile welche, die nicht so relevant sind, andererseits solche, die ich schon genannt habe und die deshalb keiner Wiederholung bedürfen.

Wobei sich meine Sicht trotzdem verändert hat. Bzw. ich habe mich verändert und ich weiß auch wieso, aber der Weg dahin war der falsche und auch ein trügerischer, das muss ich mit mir selbst ausmachen. Stolz bin ich nämlich nicht, aber was ich bin, weiß ich auch nicht. Da stecke ich immer in einem Dilemma und da kann mir wirklich niemand bei helfen.

Reaktionen kann man nicht wirklich steuern.

Ich meinte eher, dass ich nicht wirklich steuern kann, wie viel ich von mir preisgebe. Mal ist es viel zu wenig, mal zu viel im falschen Umkreis. Also nicht dramatisch falsch, aber für mich falsch, weil ich da, wo ich mich öffnen will, es dann nicht oder nur wenig kann und an anderen Stellen dann mal was rausrutscht, was ich eigentlich jemand anderem erzählen sollte oder eher will.

Ich bin gerade am Überlegen, ob das so schlecht ist, dass eine emotionale Fassade da ist.

Hm, nein, würde ich gar nicht mal sagen. Die ist halt Selbstschutz und den brauche ich. Bloß empfinde ich sie oft als Hindernis zu dem, was ich wirklich ansprechen will, weil ich es dadurch nicht kann, aber eben wirklich will.

Dadurch entsteht übrigens auch ganz oft der Eindruck, dass es mir überhaupt nicht schlecht gehen kann, weil ich eben so stark maskiert bin. Nur Menschen, die das wissen, können das etwas durchschauen und ahnen, dass da was nicht stimmt, aber das hilft mir in dem Moment nur bedingt weiter, weil ich werde trotzdem nicht das los, was in mir eingesperrt ist.

Aus Sicht einer PTBS-Behandlung ist es nämlich gut, wenn man Distanz zu den Ereignissen (bzw. extrem komischen Gefühlen) hat.

Die Distanz ist nicht wirklich da? Ich fresse es nur in mich hinein und lasse nicht zu, dass jemand "bei mir" ist. Ich halte die Menschen dadurch auf Distanz, nicht die Ereignisse und Gefühle..

Solange ich nur Angst gefühlt hatte, war auch keine Verbesserung meines Zustandes möglich. Ich war so in dem Gefühl gefangen, dass ich handlungsunfähig war.

Genau das ist es ja. Die Fassade hält nicht nur etwas von außen fern, sondern verhindert auch, dass etwas von innen nach außen gelangen kann. Zumindest bei mir. Ich will sie nicht komplett einreißen, aber ich hätte gerne eine Tür. Eine, die man dann auch wieder schließen kann, aber eben einen Weg nach draußen aus mir heraus, damit ich hinter meinen Mauern nicht irgendwann zerdrückt werde von dieser Fülle an Gedanken und Gefühlen.

Meine Sozialarbeiterin weiß das mit der Fassade. Sie weiß nur nicht, dass ich momentan vieles bewusst zurückhalte, weil ich Angst vor ihrer Reaktion bzw. möglichen Konsequenzen habe. Witzigerweise habe ich nämlich auch riesige Angst, dass SIE denkt, dass ich mit meinen Aussagen nur Aufmerksamkeit will. Achja, hatte ich oben schon geschrieben, glaube ich :-D .

Die Frage ist halt, ob du dich wirklich anstellst oder ob deine Gefühle nicht doch real sind.

Die Frage darf ich mir nicht stellen. Weil MEINE Antwort ist darauf sowas von klar. Ich nehme mich halt nicht ernst, deshalb stelle ich mich in meinen Augen immer und überall an ;-) . Hier war/ist die Hölle los bzgl. meiner Ansichten zu meinem Studium. Hätte ich mich nicht so angestellt, hätte ich mehr gemacht, hätte ich mich nur zusammengerissen, etc.

Ich stelle grundsätzlich fast alles in Frage. Soziale Beziehungen, Umstände und mein inneres Erleben. Das wird auseinander genommen, zerstückelt und zerrissen. Weil ich mir erst einmal grundsätzlich verbiete, das zu fühlen, was ich fühle und mich dann versuche, durch das Denken irgendwie zu rechtfertigen, dass ich das überhaupt fühlen oder machen darf.

Ich weiß aber auch gerade nicht, in Bezug auf was du die Frage stellst.. also bzgl. was ich mich anstelle?

Wenn dann lautet die Frage ob wirklich etwas passiert ist, aber auch das ist gar nicht so entscheidend wie es aussieht.

Ja, bei gewissen Dingen weiß ich, dass sie wirklich passiert sind. Das weiß ich zu 100%, weil mir das niemand hätte einreden können. Nur bei einer Sache weiß ich es nicht und die ist ja auch ganz frisch. Fühlt sich dummerweise gleich an wie die, die wirklich passiert sind. Ich kann damit nur in der Hinsicht besser umgehen, weil ich es eben - wie oben geschrieben - zu allererst verneine. Ich muss mir beweisen, dass es wahr ist. Ansonsten DARF ich mich damit nicht auseinandersetzen oder irgendwas fühlen. Also eigentlich verdränge ich es nur, weil ich mir sage, dass das nicht passiert ist. Punkt.

Die wirklich entscheidende Frage lautet also:"Wie kann ich das Gefühl ablegen, die Situation verarbeiten und lernen mich selbst zu mögen?" Alles andere ist irrelevant.

Das wäre halt so eines der obersten Ziele. Erst einmal das Gefühl anerkennen (dass ich das darf) und dann - wie Danae schön schreibt - verarbeiten.

In gewissen Situation bewusst Aufmerksamkeit einfordern und dann schauen, wie das Gegenüber reagiert.

Ja, aber in meinen Augen steht mir das eben nicht zu, Aufmerksamkeit. Und ich will es ja auch nicht. Dass ich sie dennoch einfordere ist mir klar, aber ich will es mir nicht eingestehen. Und mir dann zu erlauben, es mal wirklich bewusst zu tun, das setze ich mit dem negativen Aspekt von Aufmerksamkeit gleich. Wichtigmacherei, so ungefähr. Weil welche Aufmerksamkeit steht mir überhaupt zu? Dass man mir zuhört? Okay, tut man ja. Ich nutze es nur - abgesehen von hier - falsch, weil ich anfange, Dinge zu verschweigen. Neben den oben genannten Ängsten eben auch aus Angst vor zu viel Aufmerksamkeit. Da stellt sich dann für mich nämlich wieder die Frage: ist das rechtens oder hast du das nicht verdient und hast übertrieben und bist jetzt genau in die Rolle gerutscht, die du nicht haben willst/sollst/darfst, nämlich die der Wichtigmacherin.

Die zu überprüfende Null-Hypothese wäre dann: Ich bekomme nie Aufmerksamkeit, wenn ich sie einfordere. Und dann schauen, wieviel Aufmerksamkeit du wirklich zurückbekommst. Im letzten Schritt Null-Hypothese mit dem gesamten Feedback aus dem Versuchszeitraum abgleichen.

Och doch, ich würde sie bekommen. Würde ich mal das raushauen, was ich jeden Abend in meinem Kopf umherfliegen habe, wie heftig ich damit zu kämpfen habe, dass ich das durchhalte und nicht aufgebe und dass ich zeitweise fast schon Medikamentenmissbrauch betreibe, damit ich das durchhalte. Hier wäre die Hölle los und ich hätte verdammt viel Aufmerksamkeit. Aber: Steht mir das zu. Die immer wieder aufkeimende Frage ;-) .

Ich würde mir im Nachhinein Vorwürfe machen, dass ich vielleicht nicht gelogen habe, weil diesen Kampf kämpfe ich ja schließlich wirklich so gut wie täglich, aber ob ich die Wahrheit hätte sagen müssen/dürfen oder ob es nicht übertrieben wäre, weil ich schaffe es ja trotzdem. Weißt du, wie ich meine?

Knallhart gesagt: Ich bringe mich ja nicht um. Ich kämpfe zwar, aber letztendlich tue ich es nicht. Habe ich dann überhaupt das Recht, darüber zu reden, dass mich das beschäftigt, wenn ich weiß, dass ich es eh nicht tun werde? Da kann man ganz viel Mühe und Arbeit anderer Menschen und Kosten sparen. Ich wünsche mir manchmal nachts den sicheren Rahmen, weiß aber gleichzeitig, dass ich nicht wirklich in Gefahr bin, weil ichs nicht tun werde. Wieso dann in eine Akutklinik. Ich warte einfach ab und quäle mich dadurch vielleicht ganz schön, aber das ist halt so.

SDilkPFezarl


De-liee

Ich ziehe mich ab jetzt aus Deinem Fraden raus, möchte dies aber nicht tun, ohne Dir ein Lebwohl und ein "Alles Gute" zu hinterlassen.

@:) *:)

D6é.lxiée


Hmm...

Aber danke, ich wünsche Dir auch alles Liebe @:) .

Und ich bin sehr dankbar, für die vielen hilfreichen Anregungen und auch PNs!

Dné.laxe


Ich hab mir das von vorhin nochmal durchgelesen und will was revidieren:

Ja, ich lasse Dinge weg.

Das geschah nicht bewusst. Ist mir erst aufgefallen, als du es angesprochen hast.

Wobei sich meine Sicht trotzdem verändert hat. Bzw. ich habe mich verändert und ich weiß auch wieso, aber der Weg dahin war der falsche und auch ein trügerischer, das muss ich mit mir selbst ausmachen.

Das klingt dramatischer als es ist. Ich habe das für mich selbst aber gut bearbeitet und kann damit umgehen, deshalb ist es kein Thema.

Würde ich mal das raushauen, was ich jeden Abend in meinem Kopf umherfliegen habe, wie heftig ich damit zu kämpfen habe, dass ich das durchhalte und nicht aufgebe und dass ich zeitweise fast schon Medikamentenmissbrauch betreibe, damit ich das durchhalte. Hier wäre die Hölle los und ich hätte verdammt viel Aufmerksamkeit.

Das ist eher "Vergangenheit". Das war letzte Woche hart, die letzten Tage gings. Erstaunlicherweise seit Mittwoch, obwohl es mir da aufgrund des Abschlussgesprächs ja richtig schlecht ging. Die letzte Zeit gehts aber wieder. Ich schlafe sogar mittlerweile wieder ohne Hörbuch, was lange nicht ging.

Durch die Tagesstruktur, die ich hier mit Danae immer austausche, funktioniert das besser. Also allgemein mithilfe dessen, was wir hier geschrieben haben. Ich falle nicht mehr so tief, weil da irgendwie ein System drin ist?

Momentan bin ich ziemlich friedlich, deshalb "Vergangenheit".

*

Zum Rest: Ich finde meine Ansichtsweise etwas erschreckend. Das klingt so, als würde ich mir nicht einmal erlauben "Piep" zu sagen. Einer anderen Person gegenüber würde ich das nie so äußern, also mal emotional distanziert betrachtet, wenn es nicht um mich ginge. Und jeder anderen Person würde ich das Recht zusprechen, dass sie diese Dinge äußern darf, etc.

Mir nicht so, wie man sieht, aber ich erkenne, dass da irgendwas schief läuft.

lSuomraren


@ Dé.liée:

Ich bin von deinen Antwort erschlagen. Ich denke, wir sollten die Diskussionen dieses Wochenendes mal sacken lassen.

Für den Fall, dass ich Danae87 vertrieben habe: Wie sieht der Plan für morgen aus?

D7é.lxiée


Ohwei, das wollte ich wirklich nicht. Ich sollte mal lernen, etwas besser auf den Punkt bringen zu können.

Ich habe morgen wieder Tutorium, also bin ich von 9.30-20.30 Uhr unterwegs in der Uni.

Sonst geht wahrscheinlich nicht mehr viel.

dwan:ae87


Mach dich nicht schon wieder klein, es ist in Ordnung wenn andere Leute denken. ;-)

luomaren

Ha, so einfach bin ich nicht zu vertreiben. ;-D ;-D

DIe Kinderklamotten sind aussortiert, unter dem Bett gewischt und so, Matraze draussen. Kinder im Bett und in Folge dessen nun: Pizza und meinen Schrank aussortieren. Dann sind die Klamotten auf dem neuesten Stand und umzugsfertig. :-D

Dlé.lixée


Yeah :)

Ich schlaf gleich, heute hat nicht einmal Kaffee geholfen, dass ich hochkomme. Also war heute der reinste Rumliegetag. Dann kann ich auch gleich schlafen. Dann schaffe ich es morgen vielleicht besser aus dem Bett.

Wobei mir einfällt, dass ich für morgen noch was lesen muss %:| .

D:é.rliée


Achja, guten Appetit :)

dianaex87


Dann lies und dann hau dich hin.

d@ana3e87


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