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äpfelchen und die Klinik

d anaeb87


Du hoffst das es diesmal nicht knallt und wieso sollte es nicht? Hast du plötzlich ien total gesundes Verhältnis zu deinen Grenzen und so? Nö? Dann wird es wieder knallen.

Aber wenn du nun eine Runde wieder Kreise drehen willst, mach ruhig. Deine Prioritäten haben sich gerade offensichtlich wieder verschoben und dann knallt es halt nochmal. alle hoffen das du nochmal aufstehen kannst und dich nicht ausversehen umbringst und dann kannst du ja einen neuen Anlauf wagen, mit neuen Pioritäten oder auch nicht.

ä+pEf-ellchen


Neinein.

Ich glaube, das kommt falsch rüber.

Ich weiß doch, dass das in meinem Kopf ein Trug ist! Und dass es wieder genau so kommen wird. Da ist nur ein Teil, der eben an dem alten Bild festhält, aber ich weiß ja, dass es nicht wahr ist.

Jetzt gerade kann ich ja gar nichts machen bis nächste Woche und dann eben mal sehen. was ich tun kann. Ich muss mal mit meiner Beraterin reden nächste Woche, ist nur schwer, weil sie erst ab 10 Uhr erreichbar ist und da bin ich schon unterwegs und ich komme erst um 20 frühstens wieder, eher 21.30 Uhr. Da erreich ich sie natürlich auch nicht sofort, frei habe ich am Mittwoch oder Donnerstag, weiß ich gerade nicht aus dem Kopf.

Vielleicht zwischendrin, wenn ich mich mal zurückziehen kann.

Aber jetzt gerade kann ich nichts machen. Keine Psychiater nochmal telefonisch abklappern und eben auch nicht einfach mal quer durch Deutschland fahren.

Weißt du, wie ich mein?

Ich finde das auch alles scheiße, hab auf der Arbeit schon fast angefangen zu weinen, als ich alleine war, weil ich das wirklich so gerne wollte, hab am Telefon nett diskutiert und und und.

Mir fällt jetzt gerade aber auch nicht mehr dazu ein.

Nicht ich habe meine Meinung bzgl Klinik geändert, sondern die Klinik will mich halt nicht... und Essstörungsklinik mache ich nicht. Gut, da bin ich vielleicht trotzig, aber meine, ich schaufel mir nicht mein eigenes Grab und lasse mich nochmal mästen und dann entlassen. Kannst du das nachvollziehen?

d}anaev8x7


Das kann ich voll nachvollziehen. Aber die wollen dich doch nur nicht weil die Gutachten fehlen oder seh ich das falsch? Und wenn du deine Kontakte da wo du jetzt bist nutzt um unter der Hand einen Temrin für ein Gutachten zu bekommen?

ä@pfe[lchen


Hm, ja, das Gutachten. Ich hab denen auch gesagt, dass ich einen Bericht habe, der belegt, dass ich seit über einem Jahr abstinent bin, aber ich hab das Gefühl, dass ich durch dieses Flüsterpostspiel zwischen Ärzten und Ambulanz und mir nicht sagen kann, was ich will.

Und einen scheiß Wisch vom Hausarzt mit Gewicht, Größe und Stempel könnte ich vorm Urlaub ja noch besorgen. Fiel mir grad so ein.

Hm, vielleicht kann ich ja mal mit der Ärztin selbst reden. Mich nervt das höllisch, dass mir ständig gesagt wird, dass man da halt nichts machen kann.

d-andae87


Dann fahr hin. Mach nen Termin aus und fahr hin. Ich weiß das du kein Geld hast, aber die KOsten vom Flixbus sind ja überschaubar und es wäre so wichtig.

H?appy4 1Banxana


Äpfelchen, hast du mal überlegt volle Erwerbsminderungsrente und einen gerichtlich bestellten oder ambulanten Betreuer zu beantragen? Und du solltest dich schnellstmöglich in die Klinik einweisen lassen und über die Klinik mit Hilfe der Sozialarbeiter ambulant oder stationär betreutes Wohnen beantragen.

äOpfeblchexn


Ich dachte eher an telefonisch.

Oh, das ist so ätzend. Seit Monaten hänge ich nur am Telefon. MPU organisieren, Klinikrücksprache, Anträge für ersteres, für zweites die Unterlagen. Bah, da soll sich einer wundern, warum mein Körper streikt und damit nicht aufhört. Immer, wenn alles so weit geregelt ist, blöckt einer rum. Das hätten Sie gerne noch, huch, Akte vergessen wegzuschicken, blablabla.

Es gibt keinen Moment, in dem ich mich mal auf EINE Sache konzentrieren kann. Meine Kollegen sagen immer so schön, dass ich mir nach dem Dienst was Gutes tun soll. Wenn die wüssten, mit was ich gezwungenermaßen meine freie Zeit verbringen muss, echt!

Kein Wunder, dass meine Kräfte schwinden, wenn parallel so viel läuft, oder nicht?

Ich kann ja nicht mal in Ruhe telefonieren auf der Arbeit, sondern nur immer nur so ein paar Minuten in der Pause, weil natürlich kommt das nicht gut, wenn die Prakrikum nur am Telefon hängt, Mails schreiben oder telefonieren.

Jetzt habe ich übrigens Feierabend und sitz im Zug :D

Natürlich ist das wichtig, aber ich hab gerade echt das Gefühl zu implodieren.

ä^pfel chexn


@ Happy Banana

Wozu? Das sind alles Dinge, die ich nicht brauche.

Ich WILL und KANN studieren, ich setze nur kurz aus für die Klinik. Und Betreuer und betreutes Wohnen brauche ich nicht, ich komme ja klar.

Ich will nur endlich meine tieferen Probleme angehen können, um irgendwann mal Leben und lieben und Freude und Gefühle und überhaupt irgendwas empfinden zu können.

Ich sterbe ja nicht, kann halbwegs essen, bin halt nur etwas untergewichtig, aber lebensfähig und kann mich damit arrangieren, das beizubehalten.

Mit allem anderen komme ich ja klar, ziemlich gut sogar. Nur mit mir selbst nicht...

Und da wird nichts dran ändern können als eine tiefergehende Therapie! Über Wasser halten kann ich mich ja. Auch finanziell, ausgerechnet diesen Monat kamen halt knapp 1000€ Ausgaben auf einmal. Ich kann verdammt gut sparen.

Die ganzen Betreueraufgaben kann ich ja stämmen..

d:anaxe87


Es gibt keinen Moment, in dem ich mich mal auf EINE Sache konzentrieren kann. Meine Kollegen sagen immer so schön, dass ich mir nach dem Dienst was Gutes tun soll. Wenn die wüssten, mit was ich gezwungenermaßen meine freie Zeit verbringen muss, echt!

Kein Wunder, dass meine Kräfte schwinden, wenn parallel so viel läuft, oder nicht?

Jetzt tu bitte nicht so als wären die Umstände schuld und du hättest dich nicht sehendes Auges in diesen Mist geritten. Du wusstest das die MPU ansteht und wusstest das Klinik und Urlaub und soweiter in der Warteschleife hängt. Du wusstest das es mit einer Pause und dem Seminar komplizierter wird wegen des Praktikums und du hast dich trotzdem SELBST ENTSCHIEDEN dieses Praktikum so durchzuziehen. Du hast dich selbst so voll gemüllt und sei ehrlich zu dir selbst: Was würde passieren wenn du dich nun abends ruhig hinsetzt und was entspannendes machst? So wie ich dich kenne würde dich der Tag einholöen und du zusammen klappen, weil dies Praktikum mit all seinen Triggern eigentlich einfach zuviel für dich ist.

Du funktionierst, ja schön, aber damit bist du auch ausgelastet. Wirklich etwas mitnehmen und lernen kannst du da gerade nicht weil du nämlich die meiste Zeit mit dir selbst kämpfst. Ob das den Teenagern da gegenüber fair ist, die eigentlich jemanden brauchen der sich wirklich auf sie einlassen kann, steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt.

All das was gerade passiert ist Teil deines Problems, deiner Vermeidungsstrategie und war vorrausseh- und verhinderbar. Du hast es dir selbst ausgesucht.

ä-p]fePlchxen


Nah, ich stimme dir teilweise zu.

Also ich wusste, dass diesen Sommer viel ansteht, aber eigentlich hätte das nacheinander kommen sollen.

Die MPU ist richtiger Mist, aber gut. Das lag ganz klar daran, dass meine Unterlagen an einer Stelle hängengeblieben sind über Wochen, was nicht in dem Ausmaß hätte passieren dürfen. Haben sie selbst zugegeben.

Und Klinik war nicht absehbar, dass es schwieriger ist als gedacht so ohne ambulanten Psychiater. Hätte ich das gewusst, wäre ich vorm Praktikum hingefahren, da hatte ich eine Woche frei.

Nein, ich will die Schuld aber trotzdem nicht anderen zuschieben. Ist halt dämlich, wenn man selbst dann, wenn man an den Kraftreserven nagt, noch alles im Lot halten und zumindest so gut wie möglich funktionieren will. Natürlich habe ich mir zu viel zugemutet, aber ich finde wirklich, dass es erstaunlich gut klappt.

Auf der Arbeit z.B. ist es anstrengend, aber mich triggert gar nichts so richtig hart, dass ich nicht in der Lage bin, die Situation da noch zu klären. Das kommt erst, wenn ich nach Hause fahre. In den Situationen selbst bin ich gut und das soll nicht arrogant klingen, sondern ist die Rückmeldung meiner Kollegen. mir wurde ja auch nahe gelegt, dass ich mich doch nach dem Studium gerne bewerben könnte und das sagen die ja nicht aus Spaß, sondern es wurde betont, dass ich ziemlich gut arbeite.. Vielleicht bilde ich mir was darauf ein, aber so kann ich mir wenigstens irgendwas zugute halten, wenn sonst nichts gut läuft. Deshalb ist es den Jugendlichen dort gegenüber nicht unfair. Und da ich nicht lange da bin, ist meine Aufgabe sowieso nicht, dass sie sich auf mich einlassen können. Das war aber klar, weil meine Zeit so begrenzt ist, da wäre es nicht gut, wenn sich jemand so auf mich einschießen würde. Das konnte ich aber auch gut unterbinden, bevor es zu spät war.

Vielleicht habe ich gesehen, dass es schwer wird, aber ich habe dieses Chaos, was hier jetzt gerade herrscht, nicht gesehen.

Und teilweise frage ich mich, wie schlau das war, in dem Anamnesebogen so ehrlich zu sein. Nicht, dass ich hätte lügen wollen, aber ich frage mich wirklich, was die jetzt für ein Bild von mir haben. Definitiv nicht das richtige.

d0ana#ex87


Natürlich konntest du dieses hier nicht alles vorhersehen, aber ehrlich, wann klappt es schonmal einfach wie geplant? Man plant doch Puffer ein. Du wusstest es wird schwer und zuviel und hattest Zweifle und Angst.

Zurück zu miener Frage: Was würde dir passieren wenn du abends unbeschäftigt rumsitzen dürftest?

ä pfeSlZchexn


Natürlich konntest du dieses hier nicht alles vorhersehen, aber ehrlich, wann klappt es schonmal einfach wie geplant?

Nie.

Was würde dir passieren wenn du abends unbeschäftigt rumsitzen dürftest?

Ich weiß es nicht?

Wie definierst du unbeschäftigt?

Jetzt gerade komme ich ja nach Hause und war bisher immer abends noch am Lernen. Sonst noch irgendwas an Serien geschaut und geschlafen.

Wenn ich so gar nichts zu tun habe, wieder im Unitrott wäre und so, na dann wahrscheinlich ähnlich. Sport machen, Serien schauen, sowas eben.

Ich kann ja ziemlich klar definieren, wann ich mich selbst verletze und so einen Kram.

Wie gesagt, ich glaube auch, dass ich auf eine gewisse Art und Weise lebensfähig bin, bloß nicht so, wie andere leben, sondern leerer, trauriger und mit ganz viel Verlusten an schönen Dingen auf der Welt. Ich würde immer alleine bleiben, mich niemals verlieben, mein Studium wahrscheinlich trotzdem gut abschließen und dann arbeiten gehen und keine Ahnung haben, was das Leben eigentlich ist.

Hätte ich viel Stress durch die Uni, dann würde ich wahrscheinlich wieder durchdrehen, mir wäre alles zu viel. Würde ich zunehmen, wäre ich auch zu viel und und und.

Man muss mich ja nicht überzeugen, dass ich in die Klinik gehe. Ich wills ja und meine Pro-/ und Kontraliste sagt den Rest dazu. Ich habe mir so gewünscht, dass das funktioniert und mich gedanklich darauf eingelassen. In der Beratungsstelle läufts ja auch gut, bloß schleichend, weil ich nicht viel auf einmal verkrafte. Würde es da schwer werden, dann wäre ich abends aufgewühlt, wahrscheinlich würde irgendwann wieder Drama passieren und ich wäre wieder hochdepressiv.

Bin ich jetzt wahrscheinlich nur nicht, eben weil ich mich so auspower am Tag, dass da gar keine Ressourcen mehr sind um durchzudrehen.

Ich weiß nicht, ob ich deine Frage so wirklich beantworten kann...

äepqfelc$hxen


Also ich hab jetzt mal gefragt, ob ein Telefongespräch mit der Ärztin selbst möglich wäre. Die aus der Ambulanz fragt, aber wenn nicht, dann muss ich mir was anderes überlegen. Ist eigentlich nicht üblich, bevor man nicht mal da war.

Hm, ansonsten muss ich wohl am Donnerstag Psychiater abtelefonieren, wenn ich dazu Zeit finde (ja, Prioritäten, aber ich muss bis nächste Woche eine Hausarbeit fertig haben und hab noch nicht einmal mit meinem Teil angefangen. Und da hängen noch andere mit drin, also ist da nichts mit Verlängerung oder Verschieben).

Und wenn ich da nicht weiter komme, weil immernoch kein Psychiater dafür Zeit hat, dann keine Ahnung.

Ich bezweifle, dass die PIA mir für eine andere, wildfremde Klinik was schreibt?

Joa, dann geht's schon in den Urlaub und wenn ich wiederkomme und gar keine Lösung da ist, dann wohl doch einmal quer durch Deutschland und zurück...

Ich glaube, das ist mein Plan? %:|

äUpfVelchxen


So, ich mache jetzt insoweit "Überstunden" und hab da bisschen was rum geschoben, dass ich Freitag Vormittag oder eben einen Teil vom Donnerstag noch nutzen kann, um Telefonate zu führen, ob ich einen Psychiater für diese Aufgabe finden kann...

Das ist so mies, es gibt bei mir in der Stadt so zwei große Gemeinschaftspraxen und die eine fällt halt wegen der Vorgeschichte dort weg.

Aber ich erhöhe wohl einfach meinen Radius...

äCpfeelchxen


Ist der Plan denn gut?

Ich weiß gar nicht mehr, was ich am Freitag eigentlich gerne der Ärztin selbst gesagt oder sie gefragt hätte. Was ich da groß sagen soll einfach. Falls ein Telefonat stattfinden sollte.

Klar, die Alternativen, die ich hätte anstatt das Schreiben vom Psychiater.

Aber mittlerweile Frage ich mich auch, ob die Zweifel der Klinik berechtigt sind...

Heute ist sowieso so ein Tag voller negativer Gedanken, weil mir mal wieder klar ist, wie wenig Plan ich von allem habe, so vom Leben an sich. Ich werde mal richtig gut in meinem Job. Haha. Die Lebenserfahrung, die ich mitbringe, die hat halt so wenig mit dem wirklichen Leben zu tun.

Ach, keine Ahnung. An so Tagen merke ich, wie unselbstständig mein Denken und Handeln sein kann, solange es nicht um üblichen Alltagskram geht.

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