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äpfelchen und die Klinik

D7é.li#éxe


Das drückt sich grad immer höher.

Die innere Anspannung, die ich nicht lindern kann.

Ich lenk mich schon den ganzen Tag ab, aber klappt nicht.

Töpfern grad musste ich abbrechen, ich weiß jetzt aber nichts mit mir anzufangen und in mir machts grrr.

Aber wie bescheuert ist das denn? Trainingsgelände. Wie soll ich mich auf Menschen einlassen, von denen ich weiß, dass ich sie so gerne mag und wieder verlieren werde? Wie soll man das denn ausmachen?

dBanaex87


Das was du spürst steht ja in engem Zusammenhang mit den Löchern in deinem Inneren. Sie stopfen die und machen dich selbst für dich aushaltbarer und deswegen brauchst du sie so, bist so auf sie angewiesen und deshalb macht der Gedanke an Trennung die halb irr vor Angst. Wenn das da klappt wirst du aber hinterher anders sein und sie nicht mehr so brauchen und deshalb wird es nicht so weh tun wie du nun befürchtest.

d&aRnae8x7


Aber vielleicht hilft dir der Gedanke weiter das du immerhin mal was verlieren kannst. Das es zwar weh tut, aber das du dafür auch Freude und Nähe und Halt erfährst. Wenn du den nicht erfährst, dann verlierst du die Leute bevor du sie richtig "gehabt" hast. Der Verlust ist also ein viel schlimmerer, weil er nicht durch positives aufgewogen wird.

l(uomNaren


@ Dé.liée:

Ich hüpfe auf etwas anderes als Danae und habe eher das Gefühl, dass du an der Frage herumkaust, wem du noch vertrauen kannst.

Meine Gedankengänge dazu sind folgende, wobei ich auch ziemlich danebenliegen mag, weil es beschreibt, wie ich darauf reagieren könnte. Im folgenden könnte das "du" auch durch ein "man" oder "ich" ersetzt werden:

Irgendwann wirst du verraten und das Vertrauen ist missbraucht. Das Grrr, das gerade hochkommt, ist nur ein Ausdruck für die unzähligen Methoden, mit den du gerade es gerade all denen zurückzahlen möchtest, die dich so behandelt haben. Wenn es so sein sollte, ist das eine Situation, die sich einfach nur Scheiße anfühlt, man verzeihe mir den Ausdruck. Was mich immer nervt: Wohin mit dieser Wut?

Zum Wutabbau hilft mir körperliche Betätigung. Wenn ihr irgendetwas habt, wo man Sport machen kann, nutze es. Alternativ hilft es auch, wenn man sich längere Zeit im Grünen bewegt.

Die spannendere Geschichte ist eigentlich, dass du hier lernen kannst, dass man Vertrauen zu Leuten aufbauen kann, auch wenn sie nur vorübergehend da sind. Wenn sie dann wieder gehen, verlierst du die Leute zwar wieder, aber es ist ein andere Art des Verlustes. Wenn ihr euch wiederseht, wird das Vertrauen nicht weg sein. In Everybody's free to wear sunscreen ist es so beschrieben:

Understand that friends come and go

But a precious few, who should hold on

D<é.luxe


Ich verstehe es auch irgendwie, aber es fühlt sich eben so schlimm an...

Und jetzt gerade kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Menschen, die mir jetzt so helfen, dann wieder weg sind, für immer.

Jetzt auf Therapeuten bezogen, Mitpatienten ist Kontakt haltbar, wenn man nur will.

dOanaxe87


Warum genau denkst du darüber nach? Du ruinierst dir die Chance auf tolle Erfahrungen aus lauter Angst vor dem was irgendwann kommt. Der Logik zu Folge könnte ich auch gleich aus dem Fenster springen weil mein Ma irgendwann sterben wird, meine Kinder ausziehen werden und wie lange so eine Beziehung hält ist ja eh immer fraglich.

Ddé.lixée


Ich frag mich, ob diese Lebensmüdigkeit auch daher kommt, dass ich eben hier bin.

Mir fehlt das "draußen" vielleicht, mal nicht der Fokus auf all dem Bösen und irgendwie auf meinem Gewicht (von mir).

Ich hab aber Angst rauszugehen, ich fühle mich so unwohl, aufgequollen und bin wieder so abhängig von der Zahl in meiner Wahrnehmung. Das macht mich so traurig, weil es so aussichtslos erscheint?

Ich hab Angst, dass mir jemand sagt, dass ich zugenommen habe und damit nicht umgehen kann. Weil es die Wahrheit ist. Und ich das so über allem sehe.

Einschlafen ist momentan sehr schwer. Ich habe abends schon Angst vor dem Gefühl der Einsamkeit. Ich wache vor Schreck auf und dann kommt die Leere zusammen mit diesem wahnsinnig übermannenden Gefühl, allein zu sein...

DXés.lixée


Ich weiß es nicht...

Aber ja, genau so fühlt es sich gerade an.

Als könnte ich aufgeben, weil ich immer jemanden verlieren werde...

d@anfaeV8x7


Du könntest den Fokus mal weniger weit nach vorne verschieben sondern erstmal auf das gucken was da ist. Am Ende steht für uns alle eh die Kiste, die Frage ist nur wie man die Zeit zwischen jetzt und dann verbringt und das entscheidet man am besten stets an Hand dessen was gerade geht. Schön wie Beppo Straßenfeger, ein Schritt nach dem anderen. Genieß erstmal das jemand da ist dem du vertrauen kannst und beschäftige dich mit dem Abschied wenn Abschied ansteht und nicht schon bevor Kontakt richtig losging.

Und hör auf dir einzureden das es dir draussen besser ginge, du wärest nur abgelenkt bist du dich ausversehen oder auch weniger ausversehen umbringst weil alles über dir zusammenbricht.

All das was du jetzt fühlst und empfindest war die ganze Zeit da, in dir, hat auf einen schwachen Moment gewartet um über dich herzufallen. Hör auf dir was anderes einzureden.

Djé.lxiée


Ich weiß aber nicht wie...

Wie ich das dumpfe Abschiedsgefühl wegdrücken kann, weil es noch gar nicht jetzt da sein muss.

Ich will übrigens nicht ganz raus, nur mal draußen Luft schnuppern.

Mal raus aus dem Klinikalltag, mal "leben"... Energie tanken und wieder Eindrücke, die mir zeigen, dass ich eben weiterkämpfen muss, soll und will.

lAuomZarexn


@ Dé.liée:

Wenn du das Böse in dir spürst, fühlt sich das unerträglich an. Das ist für mich übrigens normal. Bei mir war das ungefähr der Punkt, wo ich das Böse in mir weghaben wollte, weil es den Rest meines Lebens verrückt macht. Ich war erst dann bereit, es durch eine Traumatherapie vermittels EMDR entfernen zu lassen. Das wäre übrigens auch ein konstruktiverer Umgang mit dem, wie sich dein Leben momentan gestaltet. Wenn du jetzt wieder aus der Klinik herausgehst, würde dein äußeres Chaos wieder zurückkehren.

Ich bin auch ein Spezialist darin, mir meine Entscheidungsfindungen extrem zu verkomplizieren, weil ich alles Mögliche und Unmögliche in der Zukunft berücksichtigen möchte. Ich suche nach einer neuen Wohnung und hätte beinahe eine Wohnung ausgeschlossen, weil sie einer potentiellen Freundin, mit der ich noch gar keine Beziehung habe, nicht gefallen könnte. Solche Gedankenkonstrukte machen das Leben unheimlich schwer. Ich gebe zu, ich sollte da noch weiter daran arbeiten. Aber das kommt mit der Zeit.

Die Klinik wäre super dafür geeignet, das Böse in dir besser in den Griff zu bekommen. Frag mal, was du da machen kannst.

Das andere sind die Gedankenkonstrukte, und da zähle ich auch die Angst vor der Gewichtszunahme dazu. Wenn ich in der Klinik wäre, würde ich dich mal fragen wollen: "Hallo Dé.liée, du hast zugenommen. Hast du das schon gemerkt?" Danach würde ich gerne sehen, ob deine Reaktion mit dem übereinstimmt, was du dir gerade im Kopf ausmalst.

dUana_e87


EMDR finde ich auch super!

Mal raus aus dem Klinikalltag, mal "leben"... Energie tanken und wieder Eindrücke, die mir zeigen, dass ich eben weiterkämpfen muss, soll und will.

Kommt bald, versprochen. @:) @:)

Wieso musst du das Gefühl wegdrücken? Ich hab die Erfahrung gemacht das meine Gefühle nur stärker werden wenn ich versuche sie wegzuschieben, dann kommen sie immer mit mehr Macht zurück. Als ob die alle Kraft absorbieren die man ihnen entgegen wirft. Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht das Gefühl anzunehmen und zu sagen:"Ah ja, da hab ich Angst, macht zwar keinen Sinn, aber muss ja auch nicht." Nur weil man etwas fühlt muss man ja nicht danach handeln, man kann sich auch bewusst entscheiden sich selbst zu trösten oder sich trösten zu lassen und trotz Angst irgendwas zu machen. Sonst würde Konfrontationstherapie ja auch nicht klappen.

D7éi.li6éxe


Ich weiß nicht, warum ich es nicht weghaben will?

Das Böse gibt mir halt doch irgendwie Sicherheit? Halt?

Irgendwas gibt's mir auf jeden Fall...

Mir ist klar, dass hier der beste Ort ist, so vieles anzusprechen und zu bearbeiten, aber ich kann mich einfach nicht fallen lassen, weil es jetzt schon so wehtut zu wissen, dass die Menschen wieder weg sind, wenn es mir besser geht.

Das geht gegen jede Logik, das ist mir klar...

Man muss mir nicht sagen, dass ich zugenommen habe. Ich sehe es selbst jeden Tag und kann es immer schwerer nur ertragen. Ich würde gern schreien: "Schaut mal, ich kann das nicht mehr!", aber stattdessen nehme ich halt wieder ab - oder will es eher - damit man sieht, dass ich Hilfe brauche, weil ich nicht mehr drum bitten kann vor lauter Verlustsangst.

Aber was ich für Phantasien im Kopf habe, was ich mit meinem Körper machen will, weil er mich erdrückt... da steckt aber noch viel mehr dahinter. Nicht nur die Angst loszulassen, sondern die Angst, dass ich am Ende nicht überzeugt genug bin, dass die Strafe genug war und ich dann von vorne anfangen müsste. Weil ich weiß, dass dafür, für diese ganze Zerstörung und Abnehmerei, meine Kraft nicht mehr reicht.

* Das Wegdrücken passiert irgendwie aus Reflex? Ich weiß halt einfach nicht, was ich damit machen soll und anfühlen, als würde ich es ertragen, tut es sich nicht. Mich zerfrisst dann so was undefinierbares und ich weiß nicht, was ich tun soll. Einfach annehmen, das weiß ich nicht, wie das geht?

dVanaae87


HInlegen und dich reinfallen lassen in die Angst. Wie eine Welle die über dich hinwegfließt.

DYé-.lVixée


Einer meiner Fehler ists wohl, dass ich direkt versuche, rational das auseinanderzunehmen und zu ergründen.

Das funktioniert aber nicht gut...

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