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äpfelchen und die Klinik

mys92


Ich habe früher œfters was gesagt, als ich das Gefühl hatte, dass du auf der Stelle trittst und das war sehr anstrengend. Da war ich auch genervt. Dann endlich hast du dich zur Klinik durchgerungen trotz aller Ängste. Und der Weg jetzt - ich denke, dass es gut so ist.

Nur als ich gelesen habe, dass du praktisch bereits auf dem Heimweg für die Uni gelernt hast, babe ich die Befürchtung, dass du dich wieder verzettelst. Steht der Aufnahmetermin für den zweiten Aufenthalt fest?

D$é.lxiée


Noch nicht auf den Tag genau, aber ungefähr.

Also die Woche weiß ich, ganz genau erfahre ich das erst knapp 2 Wochen vorher. Ab da läuft dann das Aufnahmeverfahren.

Ich hatte lange überlegt, ob ich das überhaupt schon festlegen will oder ob ich nicht versuchen will, bis zur Klausur durchzuhalten und erst nach der Klausur Ende Juli zurück zu gehen, aber so ists besser.

Damit ich mich nicht verzettel ;-) .

Und falls ich es dann doch nicht zur Klausur schaffe, dann ist das halt wohl so.

l#uoXmarxen


Ich bin momentan etwas zurückhaltend, weil ich das Erzählte nicht einordnen kann und auch keine falschen Ratschläge geben möchte.

Vielleicht nur so viel: Danae schlägt momentan vor, dass du mit Auspacken etc. tätig wirst. Ich bin mir nicht sicher, ob das, was du als Nichtstun bezeichnest, nicht gerade Sortierarbeit ist. Da kann man unter Umständen nicht viel nebenbei geschafft bekommen, was dann erklären könnte, warum sich an dem Zustand im Zimmer nicht viel ändert. Könnte aber auch genauso gut Unentschiedenheit sein. Das kriege ich momentan nicht getrennt.

Dké.5liéxe


Inwiefern kannst du es nicht einordnen?

Meinst du mit Sortierarbeit inneres Sortieren? Das wohl auf jeden Fall. Ich schwanke hin und her zwischen altem Verhalten und dem neu erfahrenen.

Natürlich konnte ich nicht erwarten, dass ich nach Hause komme und alles gut ist, aber dass das Positive überwiegt, das ist spürbar. Da ist mehr Lebenswille bzw. überhaupt Lebenswille :)z .

Wenn die Tiefs mich erdrücken, dann kann ich dem etwas entgegensetzen und weiß, dass es vorbei geht. Ich versuche es dann einfach auszuhalten und dem Drang nicht nachzugeben, sei es mich zu verletzen oder zu erbrechen oder sonst was.

Und bisher schlage ich mich ganz gut, glaube ich.

Der Heißhunger, der mich in der Klinik so gequält hat, wird besser. Das war wohl wirklich der Stress. Dadurch bessert sich auch mein Körpergefühl und damit dann auch alles andere. Dadurch, dass ich nicht mehr alles in mich hineinstopfe, reduziert sich der Ekel vor mir selbst und ich kann mich besser auf das andere konzentrieren, was noch so ansteht.

Dieses Schmerzgefühl, was morgens immer als erstes da war, das ist auch weniger geworden. Ich bin nicht glücklich, aber ich will nicht mehr sterben und das ist ein Fortschritt.

Könnte aber auch genauso gut Unentschiedenheit sein.

Unentschiedenheit bzgl. was? Manchmal überlege ich, ob es ein Fehler war, zu gehen. Aber nein, war es nicht. Der Abstand tut mir gut, auch, wenn ich noch nicht so produktiv bin wie erhofft. Aber es geht weiter bergauf.

Das Kofferauspacken ist aber auch schon so ein "Schritt", ein Schritt, der mir klar macht, dass ich gerade Zuhause bin. Und zwischendrin will ich überhaupt gar nicht Zuhause sein, weil hier auch alles schwer ist. Anders schwer als in der Klinik.

Ja, irgendwie weiß ich teilweise noch nicht so wirklich, wo ich gerade hingehöre oder wo ich am Liebsten wäre.

Durch meine Abwesenheit wurde aber deutlich, welche Rolle ich hier in der WG habe und die gefällt mir gar nicht so. Ich bin hier der Zusammenhalter, der alles wieder ins richtige Lot bringt und ohne mich gab es hier weder ein WG-Leben, noch wurde das äußere Chaos irgendwie beseitigt, was ich ja immer tue, um Druck abzubauen oder wenn ich nicht schlafen kann.

Ich versuche mich da gerade aber nicht wieder reindrängen zu lassen. Manchmal sitze ich ziemlich verloren in der Küche rum und niemand ist da. Das ist ungewohnt, weil ich die letzten Monate permanent von Menschen umgeben war und immer jemand da war. Auf der einen Seite tut es gut, auf der anderen ist es manchmal auch schwer zu ertragen, weil ich dann mit mir alleine bin.

Mein Zimmer ist noch nicht ganz fertig, aber es geht schrittweise voran, wie auch die Wäsche ;-D .

Klavierstücke habe ich dafür auf Vorrat rausgesucht, ab morgen gehts dann vormittags an den Unikram (da bin ich auch alleine Zuhause) und nachmittags an die Traumaübungen und mein Klavier. Und erst abends darf ich mit meiner Mitbewohnerin Serien schauen ;-D .

S*c+hildlkröte0d07


Ich lese auch regelmäßig die neuen Beiträge und drücke Dir weiterhin die Daumen.

gqestpernwaxrs


Auch ich lese hier still mit.

Ich wünsche Dir den Durchbruch :)z

DEéB.lixée


Danke @:) .

Mein Zimmer ist noch nicht richtig fertig aufgeräumt, aber zumindest so, dass arbeiten möglich wäre.

Und gleich gehts hier auch los mit dem ersten Fach Familienrecht.. Sind 12 Kapitel etwas größere Kapitel, d.h. 1 Kapitel am Tag und ich wäre gut dabei. Wenn ich zu mehr motiviert bin - und das passiert mir manchmal, dass ich dann nicht aufhören kann -, dann ist das toll, ansonsten bleibts bei einem, damit ich mich nicht wieder zu schnell vollstopfe.

Das andere Fach Sozialrecht sind 11 Lektionen, das geht viel schneller rein, weil die kürzer sind. Da ist auch der Plan, mindestens eine am Tag zu schaffen.

Nebenbei steht heute noch etwas anderer Kram an, Formulare ausfüllen und die Tage, wenn ich alle Unterlagen zusammen habe, wegschicken.

Um meinen bulimischen Momenten den Kampf anzusagen, hab ich nur so viel zu essen im Haus, wie ich am Tag brauche (abgesehen, dass hier für den Notfall noch 1-2 Tage Reserve rumliegt, aber nichts, was ich verschlingen würde, sondern schon noch zum Kochen), also muss ich jetzt auch zwangsläufig jeden Tag das Haus verlassen. Nicht weit, aber immerhin raus.

Nächste Woche plane ich mal ein, mich an die Uni zu wagen. Sachen einreichen, Sachen abklären.

Und irgendwann die Tage, wenn ich das Auto bekomme, hole ich meinen Nymphensittich bei Freunden ab x:) . Meine treue, kleine Lernhilfe, weil sie immer am Schreibtisch sitzt und mir zuschaut, während sie spielt.

SPinaSSo0un{dso


Ich lese auch immer mit, weiss aber nicht so richtig, was ich schreiben soll..

Aber ich lese und fuehle mit :)*

Alles Gute fuer Dich!

dPanaje87


Das mit dem Allein-sein ist nach der Klinik ganz normal. Ehrlich. Ich war völlig platt damals in meiner Wohnung und ich hab nichtmal in einer WG gewohnt. Zeitweilig hab ich mich gefühlt als würde ich durch eine Traumwelt wandeln weil es einfach so verdammt ruhig war. Aber das setzt sich wieder.

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich sortiere mich am besten beim Aufräumen. Bei dem täigen Handeln kann ich einfach besser denken ohne zu grübeln.

So wie ich dich kenne brauchst du einfach ein wenig Zeit, Zeit um dein neues Selbst zu erfühlen und zu sehen wo du noch du bist und wo du nun andere Aspekte von dir sehen kannst die vorher überlagert waren von Schmerz und Angst und Zwang. Ist ja alles noch da, aber halt nicht mehr wie ein dicker schwarzer Vorhang sondern transparenter.

Nimm dir die Zeit dich mit dir ein wenig anzufreunden und das Neue zu begucken. Wenn du in der WG nicht mehr die Rolle des Kitts haben willst (kann es sein das du die zu hause bei deiner familie auch hattest?) dann ist das voll in Ordnung, aber erwarte nicht das dir die neue Rolle einfach so perfekt und ohne zu zwicken passt. Ist wie ein Hosenkauf bei den guten alten echten Jeans. Man muss eine Weile testen und probieren bis man das passende Modell hat und das muss man dann auch noch eine Weile eintragen. ;-)

D_é.lixée


Ja, wie eine Traumwelt. Alles so weit weg und gleichzeitig so nah, dass es mich erdrückt.

Irgendwas fehlt mir, irgendwas vermisse ich hier.

Aufräumen ist wirklich eine gute Methode, aber ich will nicht mein Zimmer so wirklich aufräumen. Wahrscheinlich wäre es notwendig, damit mir klar wird, dass ich jetzt hier bin, aber ich will hier ja nicht so wirklich sein. Ich will gerade irgendwie nirgends sein?

Ich fühle mich immer noch, als würde ich auf irgendwas warten, aber ich weiß nicht so genau, auf was?

d anaxe87


Deswegen der Tipp es in winzig kleinen Schritten aufzuräumen. Immer nur das was gerade akut im Weg liegt, zum Beispiel.

Das ist halt die Sache mit der Entscheidung. Wenn du nun einräumst dann ist die Entscheidung absolut und ganz real da.

Dgé.lH.e


Und gerade jetzt frage ich mich, unsinnigerweise, weil es zu spät ist, ob es die falsche war.

d]anaue87


Diese Frage solltest du abschließen, denn es ist ja im Grunde gelaufen. Die Frage an sich ist also nicht mehr zielführend und bedarf keiner weiteren darauf verwendeten Energie weil da eh nichts produktives rauskommen kann.

Nun hast du die Gelegenheit dich ein wenig genauer zu begucken. Tut es dir gut in dem Chaos zu sitzen, es auf dich wirken zu lassen und kommst du dann zu einem Schluß? Oder hilft es wenn du den Raum verlässt und einfach was anderes machst bis die Frage sich in dir selbst erledigt hat? Oder hilft es sich selbst in den HIntern zu treten und aufzuräumen und damit quasi Fakten zu schaffen?

D6é.lixée


Die Frage kommt nur auf, weil ich gerade anfange, mich hier wohlzufühlen. Und weil sich das zurückschleicht, was alt ist und mir Sicherheit gibt: Destruktion. Nicht in dem Ausmaß wie vorher, aber irgendwie ein bisschen.

Und dazwischen kommen dann Gedanken wie "Ich will sofort zurück", "Mal sehen, was so passiert, bis ich wieder zurückgehe" und "Ich geh da nie wieder hin".

Ich bin heute einfach nörgelig, aber wenigstens weiß ich, wieso Danae, in der Mail steht, wieso.. Bloß ändert das nichts dran und das fuchst mich.

d,anhae8x7


Die Frage ist halt ob du drinne verweilen willst oder ob du deine Chance wahrnehmen und dich anders sehen willst. ENTSCHEIDUNG STEHT AN! Du kannst vor der nirgendwohin weglaufen.

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