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äpfelchen und die Klinik

d"anaxe87


-> Safari

DNé.\l6iée


Aber in Bezug auf was genau?

Ich glaube, ich stehe gerade schrecklich auf dem Schlauch?

D,é.l+i%ée


Heute war gar nicht mal so schlecht.

Heißhunger war praktisch nicht vorhanden und das Kapitel, was ich gestern nicht gelesen habe, habe ich heute dran gehängt. Also waren es heute zwei Kapitel zum Thema Familienrecht. Sozialrecht leider noch nichts, ich häng ein bisschen hinten dran, aber das will ich morgen/übermorgen einholen.

Jetzt gibts gleich Abendessen und ein paar Folgen der Serie mit meiner Mitbewohnerin und dann ins Bett.

Gesund bin ich leider immer noch nicht.

l,uomPa/ren


@ Dé.liée:

Wenn ich vor kurzem gesagt habe, dass ich nichts kapiere, liegt es daran, dass deine Erlebniswelt gerade überhaupt nicht die meine ist. Wenn mir Sachen durch den Kopf gehen, bin ich müde und kriege nichts auf die Reihe. Das bedeutet noch lange nicht, dass ich untätig geblieben bin.

Du sagst, dass bald in dir etwas platzt und losschreien möchte. Bist schon in der Lage, dich mal gedanklich danebenzustellen und zuzusehen, wer da in dir schreien möchte? Und dann den zu fragen, warum er schreit?

Mit Grenzen überschreiten kenne ich mich wiederum besser aus. Einfach mal machen und schauen, wie deine Umgebung reagiert. Falls sie dich nicht bestraft, brauchst du das auch nicht selber zu tun. Wenn du das trotzdem machen möchtest, suche mal den Knopf, um den Selbstbestrafungsmechanismus auszuschalten. Der ist da, vielleicht auch nur verbuddelt.

D=é.l&i<ée


Du sagst, dass bald in dir etwas platzt und losschreien möchte. Bist schon in der Lage, dich mal gedanklich danebenzustellen und zuzusehen, wer da in dir schreien möchte? Und dann den zu fragen, warum er schreit?

Da bahnt sich einfach weiterhin das an, was in der Klinik schon so Thema war: die Frage nach dem, was ich denn überhaupt will.

Es ist halt immer noch das selbe, der selbe Krieg im Kopf zwischen dem Teil, der jetzt wirklich gesund werden will und dem Teil, der alles schrecklich langweilig findet und dem irgendwas fehlt.

Ich weiß nicht genau, was sich anbahnt. Entweder, dass ich alles über Bord schmeiße und da weitermache, wo ich vor der Klinik aufgehört habe oder eine Kampfansage gegen all die Traurigkeit und Verzweiflung. Mal dies, mal das.

Soll ich überhaupt zurück in die Klinik? Darf ich zurück oder muss ich vielleicht sogar?

Ich hab mir das leichter vorgestellt. Ich dachte, das wäre klar, dass ich wieder zurück gehe. Das hat sich so sicher angefühlt und ich konnte allen versichern, dass ich wieder komme und jetzt?

Wenn es dann soweit ist, muss ich wahrscheinlich wieder heftig mit mir diskutieren. Hah, ein weiteres Mal verfluche ich, dass ich Entscheidungen treffen muss. Ich wär jetzt wirklich verdammt gern wieder ein Kind, weil ich das Gefühl habe, dass ich gerade gar nicht rational sagen kann, was das Beste wäre, weil ich mich so fehlgeleitet fühle

Heute ist ein grauer Tag. Ich wollte gar nicht erst aufstehen und lag Ewigkeiten nur im Bett rum und frage mich nach dem Wieso. Ich weiß nicht einmal, welches Wieso genau.

Eben einfach diese erdrückenden grauen, traurigen Gedanken. Das erste Mal war wieder dieser Schmerz morgens das erste, was ich gefühlt habe. Was tut nur so schrecklich weh?

Am Liebsten würde ich Euch anschreien, dass ihr mir bitte sagen sollt, was ich tun soll. So weit bin ich also schon.

Es war klar, dass der Leidensdruck Zuhause wieder steigt. Der hat jetzt ganz andere Dimensionen als vorher, weil da irgendwas anders ist in mir. Das ist nicht mehr nur Leere, sondern eben Schmerz, den ich vorher gar nicht so wahrnehmen konnte. Er ist nicht schlimmer, einfach nur anders eben.

d+a6nSaeX87


Blablabla ehrlich. Du musst gar nichts, du willst mit dir diskutieren weil du dann wieder schön in der Schwebe hängen kannst um die Füße nicht auf den Boden zu kriegen. Wenn du nicht mal Leben ausprobierst wirst du nie wissen ob du es willst. Sich geistig im Kreis drehen ist jedenfalls kein Leben und da das Gefühl zu bekommen das man Leben oder Sterben will ist schlicht unmöglich.

Du fragst wozu konkret Safari, na um konkret DICH zu spüren, DICH kennenzulernen. Es geht nicht darum irgendein konkretes Problem anzugehen und irgendwas zu reparieren. Verdammt, es geht einfach mal darum konkret den Arsch hoch zu bekommen und zu leben. Meine Fresse, wie lange willst du dir noch in dieser Rolle gefallen?

dbanaxe87


Und hier habe ich einen Radiobeitrag für dich den ich heute gehört habe und sehr passend für dich finde. Vielleicht kannst du ja irgendetwas für dich da drinne finden und mitnehmen.

[[http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/befehl-gehorsam-zivilcourage-100.html]]

D5é.li(éxe


Das klingt immer so leicht, aber meistens scheitert es schon direkt daran, dass ich keine Ahnung habe, wo ich ansetzen soll. Das ist irgendwie eine Frage, vor der ich letztendlich immer stehe.

Ich grüble jetzt auch nicht permanent über die Dinge, die ich oben geschrieben habe. Ich würde sogar schon sagen, dass ich momentan sowas wie lebe, bloß ist da eben ein Beigeschmack und zwischendrin kommen die Gedanken mal, aber ich sitz nicht hier und denke nur daran.

Eigentlich mache ich den ganzen Tag irgendwas, es macht mir nur keinen Spaß, obwohl es das früher gemacht hat. Das ist einfach so anstrengend, aber ich machs halt trotzdem.

Es ist ein Durchhalten und permanent gegen irgendwas ankämpfen, DAS ist anstrengend und gefällt mir natürlich nicht und wenn ich könnte, würde ich es wegzaubern. Geht aber nicht, deshalb schiebe ich es nach hinten oder versuche es ja schon, durch irgendwas erträglicher zu machen.

Manchmal fühlt es sich halt nur einfach an, als müsste ich mein ganzes Leben irgendwie erträglich machen und das finde ich halt erschreckend.

dEanaxe87


Das klingt immer so leicht, aber meistens scheitert es schon direkt daran, dass ich keine Ahnung habe, wo ich ansetzen soll.

Mach da doch keine Wissenschaft draus. Nimm eine Grundstruktur und ansonsten nimm die Stadtkarte und hau mit geschloßenen Augen einen Punkt drauf und dann schaust du dir genau den Fleck an. Mach die Fahrt/den Spaziergang bewusst, sei einfach mal hier und jetzt. Da ist egal WAS du machst.

D=é.Gliéxe


Ja, ich glaube, mein bisheriger Tag ist einfach zu eintönig und wenig reizvoll.

Und irgendwie ja auch einsam, weil ich nur im Notfall das Haus verlasse und noch immer niemand sehen will. Das ist ein Fehler, ja, mein typischer "Nach-Der-Klinik-Fehler.

dpa3nae:87


Kannst du dich auch anders sehen als nur als Sammlung von richtig und falsch?

D^é.lixée


Bisher nicht, nein ":/ .

Bzw. da ich mir immer so unsicher bin, was richtig und was falsch ist, sehe ich mich immer als so ein Moralmatsch. Ich weiß es eigentlich, so rein moralisch gesehen in vielen Punkten, aber was ich für MICH richtig und falsch finde, keine Ahnung.

dbanSae87


Ne, ich meine, siehst du dich als Mensch? So ein mensch definiert sich ja durch viel mehr als durch richtiges und falsches Verhalten.

d{a%naex87


Wie immer man es dann überhaupt einschätzt, ist ja eine sehr subjektive Sache was richtig ist und so.

Dgé.Aliéxe


Ja, irgendwie schon. Das habe ich z.B. aus der Klinik mitgenommen.

Dass ich irgendwie mehr bin, als nur die Krankheit.

Das WEIß ich, aber das zu fühlen, fällt mir noch sehr schwer.

Meine Gesamtheit krieg ich nicht unter einen Hut, vieles ist weniger wert als anderes, was eigentlich viel mehr wert sein müsste, rein logisch.

Meinst du das?

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