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äpfelchen und die Klinik

d8anaxe87


Das freut mich zu hören und zu lesen. :-D :-D Wie alt ist sie nun eigentlich genau? :-)

DJé.>liéxe


1 ;-) .

Und ein richtiger Sonnenschein, der meine Liebe genauso erwidert. Und DAS Gefühl ist der Wahnsinn.

Ich liebe dieses Kind so sehr, dass es wehtut.

Meine Familie gibt sich mühe, aber ich bin und werde auch wohl das schwarze Schaf der Familie bleiben... aber das ist okay.

Dieses Kind nimmt mich einfach so an, wie ich bin. Manchmal unbeholfen, manchmal voller verrückter Ideen, manchmal auch etwas überfordert, aber es liebt mich und zeigt mir das in so vielen Momenten.

Ihr ist egal, was ich alles Schlechte getan habe oder tue, sie nimmt mich so wie ich bin.

Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht wie die letzten beiden Tage und habe mich auch seit Ewigkeiten, wenn auch nur für einen kurzen Moment, mal unbeschwert gefühlt.

Aber Zuhause wurde es wieder schwerer, sehr schwer.

dpa2naex87


Dann kannst du dir nun den Schmerz aller Eltern vorstellen wenn Kinder langsam erwachsen und damit kritisch werden. ;-D ;-D

DNét.lixée


Aus irgendwelchen mir unbekannten Gründen muss ich ständig weinen. Einfach so, egal, was ich tue. Ich kann TV schauen und fange plötzlich an zu weinen und ich weiß einfach nicht, wieso.

Ich lasse es zu, zumindest so weit, bis es mir anfängt Angst zu machen. Irgendwann kommt immer der Punkt, an dem ich glaube, dass ich sofort aufhören muss, weil ich sonst verloren gehe.

Ich bin nur noch müde, ich schaffe es kaum, aufzustehen und will eigentlich nur schlafen.

Gerade schaue ich TV und räume dabei auf, weil ich die Stille nicht ertragen kann, aber keine Musik hören will. Und dabei weine ich. Meine Koffer stehen leer hier rum, mein Zimmer ist das reinste Chaos und in meinem Schneckentempo dauert das wahrscheinlich den ganzen Tag.

Ich hab ein Medikament abgesetzt, vielleicht war das ein Fehler, aber ich habs am Wochenende einfach vergessen und plötzlich war auch der Heißhunger weg und das war so erleichternd. Ich habe riesige Angst, es wieder zu nehmen und versuche mich durchzuschlagen.

Sonntagabend, als ich vom Familienbesuch nach Hause kam, ging es mir so grottig. Ich konnte mich nicht einmal am nächsten Morgen daran erinnern, dass ich hier nachts noch geschrieben habe, überhaupt, was ich gemacht habe in der Nacht. Ich hab einfach ausgesetzt und Dummheiten gemacht, wie ferngesteuert. Ich habs nicht ausgehalten und das war einfach so greifbar, da hab ichs gemacht. Das war so dumm und irgendwie vielleicht auch gefährlich.

Mir ging es für den Moment besser, aber letztendlich ändert das auch nichts an allem. Ich weiß nur gerade gar nicht mehr, was noch was ändern kann? Was ich jetzt tun soll?

Dzé.)liéxe


Ich will nicht vorzeitig zurück in die Klinik, ich will das aushalten. Ich will produktiv sein und weiterkommen, bevor ich zurückgehe. Dort war es schließlich nicht anders als hier, nur habe ich hier mehr Möglichkeiten, damit umzugehen. Hier kann ich das besser aushalten, weil ich "frei" bin, ich kann den ganzen Tag im Bett liegen und weinen, wenn ich will.

Früher hat mir diese Freiheit auch gleichzeitig immer Angst gemacht, weil ich mir nicht trauen konnte, aber jetzt gibt sie mir Sicherheit. Dass ich mich zurückziehen kann, was ich gerade so brauche und alles rauslassen, was sich angestaut hat.

Allein deshalb kann ich noch nicht zurück, rein emotional bin ich noch nicht soweit wieder in die Klinik zu gehen. Wieder diese Anstrengungen, diese geballten Gefühle, wahrscheinlich noch mehr als jetzt, weil ich alles nur so aufsauge, jeden Schmerz und jede Regung.

Ich fiebere dem Tag entgegen, wann ich zurück kann und gleichzeitig will ich einfach hier bleiben, weil ich Angst habe, dass ich dort wieder falle. Das ist immer das Fiese. Man sagt immer, dass es erst schlechter wird, bevor es besser werden kann, dass es richtig richtig wehtut und dann kann alles besser werden, aber ich war noch überhaupt gar nicht dort, wo es richtig richtig weh tut und bin schon schwach geworden...

Ich versuche im Hier und Jetzt zu sein, aber gerade ist hier alles so schrecklich chaotisch, dass ich manchmal gar nicht weiß, wo ich bin.

dHan9aex87


Ich hab ein Medikament abgesetzt, vielleicht war das ein Fehler, aber ich habs am Wochenende einfach vergessen und plötzlich war auch der Heißhunger weg und das war so erleichternd. Ich habe riesige Angst, es wieder zu nehmen und versuche mich durchzuschlagen.

Lass so einen Mist. Niemand sagt dir das der Hunger weg ist weil du es nicht genommen hast im Sinne einer Nebenwirkung. Der Hunger kann auch verschwunden sein weil du wieder einen Stück auf dem destruktiven Weg gegangen bist.

D^é6.liéxe


Mir gehts so aber besser als mit dem Medikament. Ich habs nie gut vertragen und nehme es jetzt seit Samstag nicht.

Ich hatte in der Klinik schon gesagt, dass es sein kann, dass ich es absetze, wenn der Heißhunger nicht weg geht.

Solange ich das SSRI nicht selbstständig absetze, ist das okay.

Das andere war ja irgendwie auch nur zum Schlafen. Aber ich schlafe auch so gut.

dJa[na:e8x7


Na denn.

D~é.lixée


Ich schau, obs geht und sonst nehm ichs wieder..

*rVani|llaax*


Was für Tabletten waren das denn?

*:)

Dné.l,xe


Dipiperon (Pipamperon).

Das hat nie gut gewirkt, bei mir wirkt irgendwie nie irgendwas, das ist schrecklich anstrengend. Ich habe nur immer Nebenwirkungen ohne Ende, aber irgendwas Positives fühle ich nicht. Es ist so egal, ob ich sie nehme oder nicht.

Wir haben in der Klinik schon so viel ausprobiert, entweder hat mein Herz gespackt, ich hab allergisch reagiert oder oder oder.

Das hatte ich ursprünglich auch in einer ganz hohen Dosis, wir haben das schon schrittweise runtergesetzt und ich spüre keine Veränderung.

Bis auf die extremen Weinattacken, aber ich glaube, die wären auch mit gekommen. Da ist einfach irgendwas im Busch. Ich habe das ja schon letzte Woche leicht gehabt, diese Anflüge von tiefer Verzweiflung. Jetzt weine ich sie nur raus.

Deéi.liéle


Hach, morgen kommt Besuch von meinem Mitbewohner, so an die 10. Die wollen auf der Terrasse Musik machen, was trinken und danach feiern gehen.

Ich habe, seit ich hier bin, so gut wie nicht das Haus verlassen, abgesehen auch vom Wochenende, aber immer schleichend darauf bedacht, niemandem über den Weg zu laufen und morgen ist hier die Bude voll...

Mir fällt es wirklich schwer, unter Menschen zu gehen. Ich weiß aber gar nicht wirklich, warum? Klar, Angst vor Kommentaren oder Fragen, wie es war und wie es weitergeht, aber darauf habe ich keine Antworten und will auch keine geben.

Ich fühle mich verschlossener als je zuvor, irgendwie ein bisschen zerbrochen?

Ich bin gespannt, wie das morgen wird...

lNuomasren


@ Dé.liée:

Mir ist mit meinem Burn-out geraten worden, einfach offen darüber zu sprechen. Das heißt natürlich nicht, dass du jedem alle Details unter die Nase reiben musst. Vielleicht ist momentan eine passende Antwort: "Es hat sich einiges in der Klinik getan. Ich bin dabei, mich wieder hier zurecht zu finden. Ich weiß aber auch, dass ich noch einmal in die Klinik möchte. Ich bin noch dabei, die Eindrücke zu sortieren und kann momentan nicht viel dazu sagen." (Bitte deinem Stil entsprechend ausgestalten.)

Mir fällt auf, dass du dich gefühlt alle fünf Sekunden selbst überprüfst, ob alles in Ordnung ist und ob du Auswirkungen von Medikamenten hast. Das ist kontraproduktiv, weil du dich damit nur wahnsinnig machst. Aus deinen Schilderung könnte ich auch nicht so einfach ablesen, was bei dir ein "Normalzustand" ist. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass du dich nach dem nächsten Klinikaufenthalt mal mit der Thematik "Wie fühle ich mich normalerweise an?" beschäftigen sollest.

Wenn du jetzt einen Weinflasch hast, dann lass ihn einfach mal zu. Dafür darfst du dich auch mal im Zimmer einschließen. Aber ansonsten schau mal, dass du unter Leute kommst. Wenn sie dir blöde Fragen stellen, hast du oben ein Muster von Antworten. Es wäre vielleicht auch mal wichtig herauszufinden, ob sie überhaupt blöde Fragen stellen.

Dké.liéxe


Es ist die Konfrontation an sich. Ich werde gar nicht so viel dazu sagen, aber es sind Menschen an sich...

Ich bin so wackelig und versuche meine Lebensfreude zu finden, aber kanns nicht.

Ich weiß tatsächlich nicht wie ich mich normal fühle. Ich kenne nur high vor Euphorie, leer oder traurig.

Mir stellen die Leute keine doofen Fragen, aber sie fragen und das ist das, was für mich so schwer ist.

Ja, ich suche gerade meine Lebensfreude, aber kann sie nicht finden? Ich wollte Gründe fühlen, warum ich das alles tue, aber ich fühle eben nur Schmerz. Lähmender Schmerz.

dyanaxe87


Ich bin so wackelig und versuche meine Lebensfreude zu finden, aber kanns nicht.

Das ist ja auch nichts was man findet, die kommt wenn Wunden sich langsam schließen weil man Gefühle gefühlt und durchlebt hat. So wie du das willst klappt das einfach nicht. Man fühlt sich nicht die meiste Zeit in Ordnung und arbeitet dann mal konzentriert an diesem ober jenem Thema. Das ist keine Seminararbeit, keine Sache die sich rein kognitiv regeln lässt. Nur weil ich weiß was genau mein Körper leisten muss um eine Wunde zu schließen passiert das nicht schneller. Das dauert und ich muss mich schonen und es tut in jedem Fall einfach weh, egal wieviel ich darüber weiß.

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