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äpfelchen und die Klinik

D;é.lixée


Ja, mein Zimmer ist gleich dran.

Ich hab heute nur 2 Folgen bisher geschaut. Gut, ich hing ewig auf med1 rum, aber ich hab mir die Haare geschnitten, allgemein mein Erscheinungsbild mal wieder... gerichtet, war einkaufen, hab mir Frozen Soja Yoghurt gemacht, der leider nicht schmeckt und mich ein bisschen unterhalten mit Menschen.

Heute brauch ich besonders Ablenkung, ich hab mega die Panik vor morgen %:| .

d~ana{e87


Wovor hast du Angst? Renn doch nicht schon wieder weg.

D<é.lixée


Na das Gespräch mit dem Dozenten wegen der Klausur. Der ist nicht dafür bekannt, menschlich zu sein. Er kann wohl auch fair sein, aber ganz oft ist er einfach nur fies. Laut Aussagen von anderen, ich selbst hatte bisher keine Schwierigkeiten, aber hatte halt auch noch nie ein Anliegen und im anderen Seminar, was ich bei ihm hatte, war ich halt eine von den Guten

Ich will ja auch nicht wegrennen, aber irgendwie halt schon. Oh, ich will einfach gerade gar nichts. Wasweißdennich. Ich bin maulig, weil wasweißich.

dRadnaex87


Na ja, aber du könntest dir ja nun überlegen was schlimmsten Falls passieren könnte und wie du dich absichern könntest, statt dich wieder abzulenken. Dann bist du nur wieder wehrlos und morgen bricht alles zusammen. Übernimm die Kontrolle, die echte, statt dieser Pseudi Kontrolle mti dem Staubsauger.

D4é.gliéxe


Na entweder gibt es irgendeine Möglichkeit die Prüfungsleistung wann anders zu erbringen oder ich darf im Juli antanzen und die Klausur schreiben oder ich darf noch ein Jahr warten. Mehr Möglichkeiten gibts da nicht.

Wie soll ich mich da absichern?

dwanae)8x7


Na, aber wovor hast du Angst? Am Ende ist keine dieser Antworten ein Drama. Schön wenn es eine andere Option gibt, aber wenn nicht dann eben nicht. Also, wovor genau hast du Angst?

D.é.alixée


Vor der Unterhaltung an sich, vor die Tür zur Uni zu gehen und davor, dass ich die Klausur im Juli schreiben muss.

dcanaeb8T7


Ja, aber was soll dir dabei passieren, konkret? Vor welchen Gefühlen hast du Angst, was glaubst du das schlimmstenfalls passieren könnte?

dass ich die Klausur im Juli schreiben muss.

musst du in keinem Fall, du kannst in jedem Fall nächstes Jahr schreiben. Die das klar zu machen wäre Schritt eins dabei mal echte Kontrolle statt pseudo-Kontrolle zu übernehmen.

Djé.&liéxe


Mir machen einfach Menschen momentan so Angst. Hier in der Stadt bewege ich mich im 200m-Radius ums Haus und das auch nur, wenns wirklich sein muss.

Wenn ich zu meiner Nichte fahre, sprinte ich in die Bahn, springe am gegenüber liegenden Gleis in die nächste Bahn und versteck mich da, weil ich niemanden sehen will.

Man kann an einer Hand abzählen, wie oft ich hier raus gegangen bin. Und das seit dem 20.04.

Einfach, weil ich Angst habe, jemanden zu sehen. Ich fühle mich mit mir so unwohl, dass ich mich am Liebsten zerreißen will.

Ich bin momentan einfach so wackelig in Bezug auf alles. Und ich fühle mich immer noch nicht, als wäre ich wieder Zuhause.

Es fühlt sich immer noch alles falsch an, egal, wo ich bin. Ob hier, bei meiner Familie oder ja, auch Klinik fühlt sich falsch an.

Da ist mein Zimmer noch der sicherste, nein, der bequemste Ort, weil es meins ist. Da kommt niemand ungefragt rein.

*

Theoretisch kann ich die Klausur nächstes Jahr schreiben, aber praktisch funktioniert das einfach nicht. Das kann ich weder meiner Familie klar machen noch mit mir selbst aushandeln. Würde ich die nächstes Jahr schreiben, würde sich mein Versager-Bild von mir nur weiter manifestieren.

DVé.l>xe


Boah, in so Momenten wie jetzt würde ich gern meinen Kopf so lange gegen die Wand knallen bis sich das Problem von alleine löst. Oder sonst was.

d1anaex87


Laber laber laber. Das WARUM hast du noch immer nicht beantwortet. WOVOR HAST DU KONKRET ANGST?

Theoretisch kann ich die Klausur nächstes Jahr schreiben, aber praktisch funktioniert das einfach nicht. Das kann ich weder meiner Familie klar machen noch mit mir selbst aushandeln. Würde ich die nächstes Jahr schreiben, würde sich mein Versager-Bild von mir nur weiter manifestieren.

Wenn du soweiter machst ist das in nem Jahr eh egal, denn in einem Sarg ist man von solchen Überlegungen weit weit weg.

DVéY.liéxe


Keine Ahnung? Ich weiß wirklich nicht, warum ich Angst habe. Nur vor was, aber nicht wieso.

Vielleicht weil dann gefragt wird, wie es weiter geht und ich gerade bzgl. der Frage ziemlich am Taumeln bin?

lNuomaLren


Würde ich die nächstes Jahr schreiben, würde sich mein Versager-Bild von mir nur weiter manifestieren.

Es ist einfach eine Frage, wie man den Versager definiert. Für mich wäre das Versagen bei dir eher dadurch definiert, dass du es eben nicht merkst, dass du die Klausuren dieses Jahr von deinen Energiereserven nicht schaffen kannst.

Ich weiß wirklich nicht, warum ich Angst habe.

Das ist eine interessantere Frage, durch die du dich durcharbeiten solltest. Es gibt den schönen Satz, dass Vermeidung die bestehenden Probleme, unter anderem Angst, nur noch größer macht. Dann schau doch mal darauf, was du mit der Angst vermeidest. Dann sollte die Frage sich irgendwann beantworten.

Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum der Heißhunger so schlimm für dich ist. Ich hätte jetzt gedacht, dass dein Körper einfach etwas nachholen will. Es kann dir doch nur besser gehen, wenn du etwas mehr wiegst. ??? Ich bitte Danae mich zu korrigieren, falls ich aus Unverständnis der Situation eine unangemessene Meinung geäußert haben sollte. Aber auf einer gewissen Ebene ist das bewusste Nicht-Essen auch ein Vermeidungsverhalten, sich mit den Bedürfnissen seines eigenen Körpers auseinanderzusetzen.

Für mich ist die große Frage: Was vermeidest du alles?

D:é.liKéxe


Für mich wäre das Versagen bei dir eher dadurch definiert, dass du es eben nicht merkst, dass du die Klausuren dieses Jahr von deinen Energiereserven nicht schaffen kannst.

Hm, das ist auch wahr.

Die Frage, was ich alles vermeide, ist eine gute Frage, auf die ich aber wirklich keine Antwort habe. Ich vermeide auf jeden Fall die tiefe Auseinandersetzung mit mir und meiner Vergangenheit, ja. Ich kratz immer ein bisschen an der Oberfläche und wenn es tiefer gehen soll, dann kommt Panik und ich mache einen Rückzieher und flüchte und vermeide dadurch den Konflikt.

Ich vermeide - grob gesagt - wohl auch einfach Gefühle. Weil ich Angst habe, sie nicht richtig händeln zu können und dadurch dann überrollt werde. Das Aushalten von Gefühlen fällt mir eben immer noch sehr sehr schwer, ich will dann immer ganz schnell, dass sie verschwinden und lenke mich ab.

Der Heißhunger ist für mich so schlimm, weil es eine Art Kontrollverlust ist. Und das Nachgeben meiner Bedürfnisse bringt gleich mehrere Punkte mit sich: Es fühlt sich für mich wie Schwäche an und gleichzeitig tue ich dadurch auch noch was Gutes für meinen Körper, was eben nicht sein darf. Das widerspricht einfach meinem "Ich muss mich bestrafen".

Dass ich die Gewichtszunahme nur so schwer verkrafte, liegt wohl auch viel daran, dass ich dadurch meine Hilfsbedürftigkeit definiere. Wiege ich mehr, darf und brauche ich nur weniger Hilfe. Das ist Schwachsinn, das wurde mir in der Klinik mehrfach eingetrichert, dass trotzdem gesehen wird, dass es mir schlecht geht, aber irgendwie ist das so in mir verankert. Die andere Klinik hat mich halt hochgefüttert und ab einem gewissen Gewicht war in deren Augen alles gut. So läuft das aber nicht, aber das machen viele Kliniken so. Da wird nicht das Gesamtpaket gesehen?

Dazu kommt eben noch die immer noch stark vorhandene Körperschemastörung. Ich muss wohl was ganz anderes im Spiegel sehen, was der Realität nicht nahe kommt. Das zu ertragen ist ganz ganz schwer, weil ich mich so plump und unförmig finde und darauf auch richtig heftig psychosomatisch reagiere. Ich kann mich schlecht spüren.

Dem Hunger widerstehen setze ich irgendwie mit Stärke gleich. Ich bin stärker als mein Körper, mein Wille ist stärker. Ich bezwinge meinen Körper und habe die Kontrolle, weil ich sie sonst nirgends so wirklich mehr habe.

*

Das Gespräch mit dem Dozenten war soweit schon ganz gut.

Ich weiß nicht, was alle haben, ich finde ihn nett. Theoretisch könnte ich über das Prüfungsamt beantragen, dass ich eine Sonderregelung bekomme (das würde wohl dann so aussehen, dass ich zu einem anderen Zeitpunkt mündlich geprüft werden würde, aber Himmel, das will ich nicht. Mündlich, ein Graus ;-D ), aber er selbst sieht Therapie (ohne zu wissen, wieso ich sie tue) und die Klausur zusammen nicht als machbar an. Eines von beidem würde definitiv drunter leiden, weil der Stoff wirklich nicht ohne ist, Therapie aber eben auch nicht. Und er stellt daraufhin die Frage, ob es das wert ist.

Er hat mir dann mal vorgerechnet, dass ich - selbst, wenn ich die Klausur erst nächstes Jahr im Sommer schreibe - genau so schnell fertig wäre mit dem Studium, als wenn ich mich jetzt durchzwängen würde. Nur vielleicht zum Leidwesen zu dem, was ich von der Leistung her erbringen könnte, wenn meine Konzentration da wäre. Die Bachelorarbeit kann ich ja z.B. schon schreiben, bevor ich den Kurs habe, dann wäre das halt mein letzter Schein.

Es gibt sich also gerade nicht wirklich was.

Ich muss jetzt nur für mich selbst herausfinden, ob ich mir unbedingt was beweisen muss/will, indem ich die Klausur schreibe, weil ich glaube, nur so kein Versager zu sein.

dFana+ex87


Was können die Menschen dir denn antun? Ganz konkret, wenn du in dich reinfühlst, was könnten sie tun?

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