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äpfelchen und die Klinik

D-é.l;ixée


Welche Menschen?

dNaTnaex87


Egal, du hast geschrieben du hast zur Zeit Angst vor Menschen generell und nun frage ich dich: Was tun sie oder könnten sie tun oder sehen oder so? Was konkret ist deine Angst?

DAé.[lihéxe


Achso!

Hm, an sich können die mir nichts tun, also ich erwarte nicht, dass man mir was tut.

Ich habe vielleicht eher Angst davor, dass ich mich trotz Menschen einsam fühle oder - momentan schwer im Kommen - wenn ich die Menschen nicht kenne, dass sie mich nicht mögen.

Ich bin halt immer noch so überwältigt von meinen Gefühlen, dass ich manchmal mit nichts irgendwas anfangen kann, weil alles so surreal erscheint. So weit weg, wie in Watte. Ich bleibe in dem Gefühl von Traurigkeit z.B. hängen, aber es passt überhaupt nicht zu dem, was um mich herum passiert und dann schließe ich mich ein oder versuche krampfhaft, so drauf zu sein wie die anderen. Das klappt aber halt nicht.

Und bei mir unbekannten Menschen ist da einfach Angst vor Ablehnung. Gerade, weil ich mich selbst momentan manchmal ganz schön eigenartig und komisch finde.

Und ich bin unsicher und das strahle ich auch aus, das bin ich sogar im Umgang mit mir bekannten. Ich weiß nie, was ich tun oder sagen soll, weil ich mit mir nichts anzufangen weiß.

doanaxe87


Ich habe vielleicht eher Angst davor, dass ich mich trotz Menschen einsam fühle oder - momentan schwer im Kommen - wenn ich die Menschen nicht kenne, dass sie mich nicht mögen

Du hast also nicht Angst vor Menschen, du hast Angst vor deinen Gefühlen.

DRé.liKéCe


Ja, schon?

Weil ich dann halt wieder ewig brauche bis ich irgendwas damit anfangen kann bzw. bis ich mir irgendwann erlaube, mich abzulenken, wenn ich merke, dass es zu eskalieren droht.

dLanMae87


Ja, aber das zu wissen ist ja schonmal die halbe Miete, denn dann, und nur dann, kann man sich Strategien zurecht legen. Man kann jemanden bitten irgendwohin mitzukommen, Kuscheltiere dabei haben und sei es als Schlüßelanhänger. Man kann Musik einpacken oder schona ansprechen das man sich vielleicht zurückziehen muss oder so.

Solange du noch auf die anderen Menschen fixierst und sagt das du vor denen Angst hast agierst du am eigentlichen Problem vorbei und hast logischerweise keinen Erfolg.

Dbé.3l,iée


Ich glaube, mir fehlt auch einfach der Elan und die Energie, rauszugehen und es aktiv anzugehen.

Ich bin so stark in eine Lethargie gerutscht, dass ich da irgendwie nicht mehr raus komme. Da hilft es auch nicht, mich zu irgendwas zu zwingen, was ja sonst immer funktioniert hat, aber selbst im Tun kommt keine Energie.

Ich weiß dann aber auch nicht, was ich damit machen soll...

dFasnae18x7


Das ist nun der Punkt an dem Medikamente gefragt wären oder eben Zwang von aussen in Form eines starken Korsetts. Das ist der Moment in dem einen die gute alte Tagesroutine trägt, in dem man einfach Schema F durchzieht, bock oder nicht.

Dné.l\iée


Naja, meine Medikamente sind halt echt nicht die Richtigen, glaube ich.

Das ist der Moment in dem einen die gute alte Tagesroutine trägt, in dem man einfach Schema F durchzieht, bock oder nicht.

Dazu fehlt mir ganz ehrlich die Disziplin. Ich kanns mir vornehmen, aber wenn ich nicht will, dann mach ichs nicht. Den Kampf mit mir verliere ich dann permanent selbst und bin nur noch nörgeliger. An manchen Tagen geht ja was, aber das konsequent durchsetzen, da falle ich ganz schnell wieder raus. Dummerweise.

d;an)ae8x7


Ne, in deiner Lage da was anzufangen ist für den Allerwertesten. Die muss seit Monaten installiert und ritualisiert sein, damit das klappt. Ich schreibe es nur falls du dich nochmal fragen solltest wieso weshalb warum, wenn es dir besser geht. :-P

Und deine Medis.. ehrlich, da schießt du dir ja aber auch ständig selbst ins Knie weil ahhh Junger könnte kommen. Aber dein Gewicht ist ja nur Pseudokontrolle, Pseudo-Herrin-der-Lage bist du dann und solange du dem Raum gibst wirst du niemals wirklich Herrin der Lage, weil du ja nicht musst, der Pseudo-Kram langt ja noch nen Meter, ist bekannt läuft, ist halt deine gute alte Tagesroutine...

Dwé>.l'iée


Ich nehm die Medikamente fleißig weiter, nur das zum Einschlafen nicht!

Aber dein Gewicht ist ja nur Pseudokontrolle, Pseudo-Herrin-der-Lage bist du dann und solange du dem Raum gibst wirst du niemals wirklich Herrin der Lage, weil du ja nicht musst, der Pseudo-Kram langt ja noch nen Meter, ist bekannt läuft, ist halt deine gute alte Tagesroutine...

Jaha, das gibt mir momentan halt zumindest ein kleines bisschen Sicherheit. Eine kleine Aufgabe. Nein, eine große Aufgabe. Hinter dem Gewichtsaspekt steht ja noch allerhand, über das ich mich und das, was ich will und darf, definiere.

Dass das ein Trug ist, das weiß ich und auch, dass ich so mein Leben weder dauerhaft verbringen kann, noch will.

Aber an sich sehe ich jetzt gerade kein Land in Sicht. So möh.

Hätte ich die Rückkehr Klinik nicht gerade als Option (ich sehe es als Option, weil das Stimmchen eben wieder krätig dagegen wettert und ein in mir wachsender Teil wieder gut zuredet, dass ich auch einfach Zuhause bleiben kann, juchee, keine Ahnung, mit welcher Begründung, das wäre völlig unklug), hätte ich schon längst meinen Durchblick komplett verloren.

Irgendwas, irgendwas ganz wichtiges, fehlt mir, um den Schritt zu gehen und zu sagen: Ich gehe zurück in die Klinik.

Das ist bescheuert, weil bei meiner Abreise dort gar nicht zur Debatte stand, dass ich nicht wiederkomme, aber jetzt bin ich Zuhause und ein fieser Teil in mir grummelt, dass die gar nichts tun können, wenn ich nicht wieder komme.

Ich muss jetzt etwas FÜR mich entscheiden und das geht einem großen Teil von mir gewaltig gegen den Strich.

Ich fühle mich nicht so, als wäre ich in der Lage, überhaupt Entscheidungen zu treffen. Konnte ich noch nie gut, aber gerade noch weniger.

lhuomaxren


Ich muss jetzt etwas FÜR mich entscheiden und das geht einem großen Teil von mir gewaltig gegen den Strich.

Ich fühle mich nicht so, als wäre ich in der Lage, überhaupt Entscheidungen zu treffen. Konnte ich noch nie gut, aber gerade noch weniger.

Na ja, Entscheidungen triffst du andauernd. Ich glaube, dass bei deiner Auslegung des Wortes Entscheidung bei den von mir zitierten Sätzen noch ", die gegen mein Vermeidungsverhalten / meine Gefühlswelt / meinen Bestrafungsmechanismus gehen" zu ergänzen wäre.

Wenn es dir besser gehen soll, musst du schon selbst da durch, dass ein Teil von dir nicht einverstanden ist. Dieser Teil, der mich an ein kleines, trotziges Kind erinnert, hat sich aber auch lange genug ausgelebt. Jetzt ist mal der andere Teil dran.

Wie könntest du dich wieder eingefangen kriegen, so dass die Rückkehr in die Klinik nicht mehr in Frage steht?

D4é$.liMée


Ich weiß es, ehrlich gesagt, leider gar nicht...

Ich brauche mehr Bestätigung, mehr Bestärkung, dass es das Richtige ist.

Und wenn das nicht reicht, dann den Befehl ;-D .

Das ist ein altbekanntes Muster von mir. Sagt man mir, was ich tun soll, mache ichs meistens.

Ich gebe Verantwortung gerne pseudo-ab. Weil eigentlich gebe ich sie nicht ab, letztendlich, wenn irgendwas schief geht, bin nämlich trotzdem ich schuld gewesen ;-D .

dranae*8c7


Deswegen musst du damit auch aufhören, weil du damit nur ein altes Muster von dir anfütterst, in deiner alten Rolle bleibst und damit alles unter diesem Stern steht. Du gehst dann als passiv dahin und bleibst da auch passiv und damit gefangen. Und ide Schuld, die kaufst du damit auch gleich ein, weil der Erfolg oder Misserfolg dann wieder wem anders gegenüber besteht und nicht dir selbst gegenüber.

Irgendwas, irgendwas ganz wichtiges, fehlt mir, um den Schritt zu gehen und zu sagen: Ich gehe zurück in die Klinik.

Nö, das bildest du dir nur ein. Es ist so schwer, es wird nie leichter, akzeptier das.

Ich gebe Verantwortung gerne pseudo-ab. Weil eigentlich gebe ich sie nicht ab, letztendlich, wenn irgendwas schief geht, bin nämlich trotzdem ich schuld gewesen ;-D .

Ne, du begibst dich einfach wieder in die Situation die du als Kind kanntest. Leute erwarten Dinge von dir, wenn du scheiterst wirst du bestraft. Du lebst das wieder und wieder, holst dir wieder und wieder ein blaues Auge, gehst wieder und wieder zu Leuten die dir weh getan haben, immernoch in dem Versuch eines kleinen Kindes sich die Liebe doch noch zu verdienen in dem du die geforderte Leistung bringst.

Wenn niemand die Leistung fordert, dann kannst du damit keine Liebe gewinnen, wenn du es schaffst, und damit ist es für dich nicht wirklich wichtig.

DAéT.1ltiée


Aber wieso wirds denn nicht leichter?

Als ich gegangen bin, war ich der festen Überzeugung, zurückzugehen, da war der Gedanke so unheimlich leicht.

Ich hab mich drauf verlassen, dass ich nicht wieder gegen mich kämpfen muss in der Hinsicht, sondern ganz friedlich meine Sachen packe und zurückfahre. Ohne wenn und aber.

Stattdessen sitz ich hier mit 1000 Wenns und Abers, überfordert, welche Recht haben und welche nicht und überfordert - mal wieder - mich zu entscheiden.

Wenn niemand die Leistung fordert, dann kannst du damit keine Liebe gewinnen, wenn du es schaffst, und damit ist es für dich nicht wirklich wichtig.

Ja, vielleicht schon. Ich will andere Menschen damit glücklich machen, weil das leichter ist, als mich glücklich zu machen.

Diese Entscheidung für MICH und für das LEBEN müsste eigentlich viel leichter sein, als es sich gerade für mich anfühlt.

Aber was jetzt?

Jetzt steck ich - mal wieder - im Dilemma.

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