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äpfelchen und die Klinik

lvupomarxen


Ich bin am Überlegen, ob dich nicht zum Boxen / Kickboxen schicken soll, um dich Grenzen erleben zu lassen. Klar, kommst du damit nicht an die Grenze zwischen Leben und Tod. Für den Körper ist die Angriffssituation aber nahe genug daran, um die für die notwendige Erfahrung machen zu können.

Ich habe mit Boxen angefangen, weil ich mich nie gewehrt hatte, und das einfach lernen wollte. Mittlerweile würde ich sagen, dass es die beste Entscheidung war, damit anzufangen. Ich bin einmal bei Vereinsmeisterschaften angetreten und habe so etwas auf die Plauze bekommen. Danach ging es mir wirklich besser. Für mich hat Boxen definitiv psychischen Trainingscharakter. Alles, was du an Schlägen einsteckst, zeigt dir eindeutig deine Grenzen.

Wenn du allerdings so mit deinem Gewicht herumjonglierst, ist das natürlich rein körperlich eine Gratwanderung. Falls du dich entschließt, zum Training zu gehen, müsstest du auch entsprechend futtern. Ansonsten hältst du es nicht durch. Überleg jetzt du mal.

luuoBmaCre=n


Bin weiter am Überlegen, ob es wirklich solch eine Grenzerfahrung sein muss. Ich meine, du hast in der Vergangenheit die ganze Zeit damit herumgespielt, wie du dich besser selbst fühlen kannst. Vielleicht müsste der Begriff Grenze anders definiert werden. ":/

Ich frage mich die letzten Tage sowieso, ob meine Anmerkungen überhaupt hilfreich sind, da sie sich hauptsächlich auf Lösungsstrategie zu meinen Problemen beziehen, die gerade nicht die deinen sind. ":/

DIé.lWiSée


Ich bin vorerst wieder Zuhause.

Tja, wie gesagt, bei meiner Familie fress ich immer. Nicht einmal, dass die extrem drauf achten, nein, ich kann dort einfach nicht aufhören und der Heißhunger kommt wieder und damit der Hass.

Das ist so bekloppt, SO bekloppt, weil ich mir das selbst einbrocke.

Ich könnte kotzen.

Ich bin am Überlegen, ob dich nicht zum Boxen / Kickboxen schicken soll, um dich Grenzen erleben zu lassen. Klar, kommst du damit nicht an die Grenze zwischen Leben und Tod. Für den Körper ist die Angriffssituation aber nahe genug daran, um die für die notwendige Erfahrung machen zu können.

Hier bei mir kann man Krav Maga machen und ich habs mir echt schon oft überlegt. Die haben auch ein altes Firmengelände und üben Extremsituationen. Aber das wollte ich mir nochmal genauer anschauen, wenn ich wieder richtig Zuhause bin und dann auch mal hingehen.

Ich meine, du hast in der Vergangenheit die ganze Zeit damit herumgespielt, wie du dich besser selbst fühlen kannst. Vielleicht müsste der Begriff Grenze anders definiert werden. ":/

Keine Ahnung... im Prinzip tue ich nichts anderes als mit Grenzen spielen. Vielleicht werde ich die Grenze, die ich mir vorstelle, einfach niemals erreichen...

Ich frage mich die letzten Tage sowieso, ob meine Anmerkungen überhaupt hilfreich sind, da sie sich hauptsächlich auf Lösungsstrategie zu meinen Problemen beziehen, die gerade nicht die deinen sind. ":/

Doch, finde ich schon. Am meisten lernt man, denke ich, von den Menschen, die selbst den Schmerz kennen und sich ungefähr vorstellen können, was man fühlt oder eben nicht fühlt. :)_

lGuoma1ren


Ich selbst habe Krav Maga noch nicht gemacht. Von dem, was ich gehört habe, könnte es für deine Zwecke ausreichen. Es gibt genügend Körperkontakt, um sich selbst zu spüren.

Vielleicht werde ich die Grenze, die ich mir vorstelle, einfach niemals erreichen...

Ich habe ab und zu das Gefühl, dass du sowieso jenseits der Grenze bist, also so bei 150%. Die fühlen sich aber für dich wie 75% an. Ich hatte schon vor einem halben Jahr den Eindruck, dass dir jemand ordentlich alle Maßstäbe verbrezelt hat. Ich kann momentan nur Vergleiche mit deinen Mitbewohnern empfehlen, um ein realistischeres Bild von dir zu bekommen. Das könntest du dir auch in der Klinik noch einmal ansehen. Wie sieht es mit deiner Rückkehr in die Klinik aus?

Tja, wie gesagt, bei meiner Familie fress ich immer. Nicht einmal, dass die extrem drauf achten, nein, ich kann dort einfach nicht aufhören und der Heißhunger kommt wieder und damit der Hass.

Es ist Vergangenheit, kannst du sowieso nicht mehr ändern, sei mal ein bisschen lockerer. Du darfst auch gerne die Selbstbestrafungsmaschine wieder ausstellen. ;-D Jetzt habe ich hier leichtes Reden, weil ich nie in einer Essstörung drinhing. Was ist so fatal an dem Heißhunger, der für mich eine verständliche Reaktion des Körpers ist, wenn er nach so langer Entbehrung Nahrung bekommt? Ich denke immer noch, dass der Heißhunger aufhört, wenn die Depots des Körpers aufgefüllt sind.

Eine Idee hatte ich noch: Du bist immer perfekt, genauso, wie du bist.

D4é.mliée


Hm, vielleicht sind meine Grenzen wirklich nicht realistisch, ich weiß es nicht. Ich zweifel sowieso immer daran, dass es eine Realität gibt? Jeder empfindet doch alles irgendwie anders als andere?

Ich ordne mich nur immer bei "nicht genug" ein. Nicht dünn genug, nicht krank genug, nicht verdreht genug, aber gleichzeitig auch nicht diszipliniert genug, nicht entschlossen genug. Halt einfach nie genug.

Ich wüsste gar nicht, was ich mit meinen Mitbewohnern vergleichen könnte. Abgesehen vom Essverhalten, das habe ich schon oft getan und meine Mitbewohner essen am Tag mindestens dreimal, wenn nicht sogar noch mehr, als ich und sind trotzdem schlank. Ich bin aber halt auch faul, ich bewege mich momentan so gut wie gar nicht, außer, ich hüpfe mit meiner Nichte durch die Weltgeschichte.

Es ist Vergangenheit, kannst du sowieso nicht mehr ändern, sei mal ein bisschen lockerer.

Würde ich ja gern, aber geht nicht ;-) . In meinen Kopf will nicht rein, wie man in 4 Tagen 4 Kg zugenommen kann. Das ist einfach viel zu viel für mich und natürlich kommt da der Hass auf mich selbst und gleichzeitig aber auch die Frage, warum ich mir das Hungern immer wieder antue, wenn ich danach dann alles direkt wieder drauf habe.

Ich verzweifel in und mit meinem Körper, ganz einfach. Mit jedem Tag wird er für mich einfach abstoßender und widerlicher, vielleicht, weil mein Bild wirklich verzerrt ist. Ich sehe mich nur bedingt als dick, eigentlich sehe ich mich hauptsächlich unförmig und unproportional. Konstruktionsfehler oder so.

Du darfst auch gerne die Selbstbestrafungsmaschine wieder ausstellen.

Ich kämpfe gerade mit mir selbst, sie gar nicht erst angehen zu lassen. Mich juckts so in den Fingern, aber ich zwinge mich seit gestern Abend, es nicht zu tun. Wie? Ganz einfach: Wer so undiszipliniert ist und frisst, obwohl er weiß, dass er danach enorm zunehmen wird, der darf das dann auch ausbaden, das schlechte Gefühl. Ich erlaube mir doch jetzt keine Erleichterung, indem ich mich schneide und dann das Gefühl von Buße habe? Nein. Ich darf schön an mir und meiner gefühlten Masse ersticken.

Was ist so fatal an dem Heißhunger, der für mich eine verständliche Reaktion des Körpers ist, wenn er nach so langer Entbehrung Nahrung bekommt?

Heißhunger zu haben ist eine Sache, das kann ich verstehen. Das hat bei mir einerseits die körperliche Komponente, weil ich tagelang nichts esse und natürlich überkommt es mich dann irgendwann ich kann endlos lange gar nichts essen, aber sobald ich dann nur eine Kleinigkeit esse, dann kommt die Gier, weiter zu essen, weshalb ich immer Angst habe, das essen wieder anzufangen nach dem "Fasten",, andererseits muss da irgendwas psychisches hinter stecken. Es ist auch leichter, wenn ich Zuhause bin, weil ich da nicht von Essen und Essenden umgeben bin. Ich habe panische Angst, in einem Raum mit Essen zu sein, so ein Kribbeln und ein Gefühl, dass es mich erdrückt. Vor essenden Menschen habe ich noch mehr Angst, weil ich dann entweder eben wieder anfangen muss, auch etwas zu essen oder, mit viel Pech, darauf hingewiesen werde, ob ich denn keinen Hunger hätte. Meine Ausreden ziehen da schon lange nicht mehr, ich brauche es gar nicht erst versuchen. Deshalb gehe ich zu Veranstaltungen mit Essen gar nicht erst hin oder bin in der Essenszeit unauffällig verschollen oder esse, aber habe ständig Angst, was andere denken, weil ich gar keinen Maßstab mehr dafür habe, was noch normal ist.

Da kann man sich auch denken: Himmel, wer interessiert sich, was auf meinem Teller liegt und was nicht, aber ich bin es einfach gewohnt, dass man mir auf die Finger schaut und sehe überall das Böse, was mir reinreden will, was ich zu essen habe.

Mit der Klinik, ja mit der Klinik stehe ich im Kontakt.

Da ist es - natürlich, was auch sonst - natürlich wunderbar, dass ich mich dank meiner 4-kg-Gewichtszunahme noch schwächer, unkontrollierter und schlechter fühle als so schon. Mann, das war jetzt halt auch einfach bitter nötig, nicht wahr, Körper? Nochmal ordentlich einen an Gewicht drauf legen, dass es mir noch schwerer fällt %-|

d8afnaex87


Äpfelchen

Wenn du mich fragst in dieser Gedanke der Grenze eine ausgeklügelte Vermeidungsstrategie, eine Dauerausrede. Immer wenn es schwer wird und du zurückschreckst, dann sagst du dir nicht das du Angst hast, dich nicht traust sondern schiebst die fehlende Grenzerfahrung vor. Weil die dir fehlt kannst du das nicht, ist unmöglich, leider schade, aber bedauerlicherweise, tut dir ja sehr leid, aber du kannst ja gaaar nichts dafür, weil Grenzerfahrung fehlt und dann gehts halt nicht und bla.

Also entweder du setzt alles auf eine Karte und nimmst die Nahtoderfahrung mit, mit dem Risiko das es eben nicht beim Nah-Tod bleibt. Oder du gestehst dir ein das du damit nur kokettierst um ne Ausrede zu haben und dann solltest du jedesmal wenn der Gedanke kommt laut "Blablabla" sagen und ihn irgnorieren.

DYé.l4me


Selbst, wenn ich mich für die Nahtodentscheidung entscheiden würde, würde ichs nicht schaffen.

Wie oft habe ichs schließlich schon versucht?

Wahrscheinlich wäre ich dann irgendwann noch genervter und verzweifelter als jetzt und würde mir endgültig "die Kugel geben".

Mittlerweile sehe ich das so: Jeder neue Taag geht mir höllisch auf die Nerven, jedes meiner Versagensgefühle macht es nur noch schlimmer und jeden Tag denke ich mir dann ein kleines bisschen mehr, dass ich absolut keine Lust mehr drauf habe.

Entweder kommt jetzt irgendwann (bald!) der Gedanke, dass ich von diesem "Oh, ich muss mich aber spüren"-Blabla loslasse oder mir reichts. Aber so richtig.

d)anaYex87


Selbst, wenn ich mich für die Nahtodentscheidung entscheiden würde, würde ichs nicht schaffen.

Wie oft habe ichs schließlich schon versucht?

Wahrscheinlich wäre ich dann irgendwann noch genervter und verzweifelter als jetzt und würde mir endgültig "die Kugel geben".

Diese Erfahrung macht man nur wenn man versucht sich zu töten und gerettet wird. Vorher willst du das nicht und wir sind bei Ausrede.de angekommen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn du jetzt und in diesem Moment nicht bereit bist dich mit irgendwas giftigem zu füttern oder so, dann willst du gerade diese Erfahrung nicht wirklich, weil dir der mögliche Preis zu hoch ist. Und dann ist es schlicht eine Ausrede sich nicht stellen zu müssen.

dSanaxe87


Entweder kommt jetzt irgendwann (bald!) der Gedanke, dass ich von diesem "Oh, ich muss mich aber spüren"-Blabla loslasse oder mir reichts. Aber so richtig.

Der kommt nicht von alleine, das ist ein Entschluß. Solange du darauf wartest das es einfach so von aussen kommt und dich rettet, solange wartest du und kannst gar nichts ändern.

DLé'.lxiée


Wenn du jetzt und in diesem Moment nicht bereit bist dich mit irgendwas giftigem zu füttern oder so, dann willst du gerade diese Erfahrung nicht wirklich, weil dir der mögliche Preis zu hoch ist.

Ich selbst hätte gerade kein Problem damit, nicht mehr zu sein. Die letzten Tage ging ich mir so höllisch auf den Wecker und ich hatte einzig und allein das Glück, dass meine Nichte ein Sonnenschein ist und ich sie abgöttisch liebe. Und sie mich. Wenn ich da bin, sind alle anderen egal, sie will zu mir. Mit mir spielen, mit mir kuscheln und an meiner Hand die Welt erkunden.

Das hat mich aufgebaut, für den Moment, aber diese Momente werden weniger und der Schmerz immer stärker.

Jetzt bin ich Zuhause, wieder im Sumpf und der Schmerz überrollt mich so heftig, dass ich es nur nicht tue, weil ich damit andere verletzen und teilweise auch zerstören würde. Es wäre egoistisch, mich umzubringen und andere dann damit zurückzulassen und sie diesem Schmerz zu überlassen, dass sie mir nicht helfen konnten, leben zu wollen.

dBana;e87


Ich selbst hätte gerade kein Problem damit, nicht mehr zu sein.

Hör auf drum rum zu schreiben. Du hättest kein Problem damit dich zu töten. In Ordnung. Zeit für die Notaufnahme.

D|é.l>xe


Mir geht einfach alles so höllisch auf den Wecker, dass es das Schöne so stark überlagert, immer mehr und immer länger, dass ich glaube, das nicht mehr lange zu können.

Wie oft habe ich schon gesagt, dass ich nicht mehr kann, blabla. Vielleicht kann ich noch unendlich lange so leben, aber ich will es nicht. Ich will aber auch anscheinend die Alternativen nicht, also weiß ich nicht, was ich will und bin wieder ganz am Anfang, nerve mich unheimlich und bin zu feige, loszukämpfen, richtig zu kämpfen.

Was bleibt mir dann übrig? Wenn ich weiterhin zu müde bin, den langen Weg zur nächsten Oase zu gehen und ständig glaube, auf dem Weg dorthin zu verdursten, bleibe ich hängen. Meine jetzige Oase gefällt mir aber auch nicht mehr so wie früher.

Ich hab mir immer gesagt, wenn die Welt irgendwann mal untergeht, dann versuche ich erst gar nicht, mich zu retten. Und gefühlt geht gerade meine eigene kleine Welt unter.

Dqé.lxiée


Hör auf drum rum zu schreiben. Du hättest kein Problem damit dich zu töten. In Ordnung. Zeit für die Notaufnahme.

Nein, der Moment ist dann, wenn ich nicht einmal mehr die Kraft habe, für andere zu kämpfen.

Ich habe immer noch nur einen Grund zu leben, aber halt auch keinen zu sterben. Also doch, ganz viele, aber diese einer, wieso ich noch lebe, der ist einfach gerade stark genug.

Ich bin heute nicht einmal sonderlich traurig oder verzweifelt. Ich bin so erschreckend neutral, so eiskalt. Aber diese Kälte ist weniger gefährlich als meine Gefühlsausbrüche. Ich habe Zuhause schon so viel geweint, so viel wegen der gleichen Dinge. Es sind immer noch die gleichen Dinge, aber dafür gibts jetzt einfach keine Tränen mehr, überhaupt keine Emotionen mehr.

Ich tue einfach so, als hätte ich einen Alltag und das ist gerade okay. Gerade ist es okay, irgendwann bestimmt nicht mehr, aber gerade eben schon. Und nicht nur "kurz gerade", sondern relativ stabil. Ich habe die nächsten Tage Aufgaben, werde gebraucht, muss Dinge regeln. Ich darf einfach nicht mehr stillstehen, aber das ist jetzt eh nicht mehr möglich, eben weil ich meine Kälte nutze, um wenigstens noch zu was zu taugen und nicht nur rumzuhängen.

d|ahn ae87


bin zu feige, loszukämpfen, richtig zu kämpfen.

Stimmt, das ist es. Bisher bist du schlicht zu ängstlich und ich glaube das liegt daran das du dir immernoch diesen Gedanken "Irgendwann wird es ganz einfach weil es kick machst" erlaubst. Du stellst dir nicht zwei realistische Varianten zur Auswahl: Entweder ich versuche es oder ich sterbe sondern stellst eine unrealistische alles-wird-klar-und-einfach Variante daneben und wählst natürlich immer die. Nur gibts die nicht und so wählst du durch die Warterei den Tod.

Also streich als erstes deine Zuckerguss-Sprache damit du ehrlich zu dir selbst sein kannst.

dmanaex87


Kleid wird, ansonsten gerade schwer ?? Magst herkommen??

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