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äpfelchen und die Klinik

äFp;f$elchxen


Joa, ich bin heute ziemlich dumm. Ich versuche gerade eine Hausarbeit zu schreiben und versage da auch höllisch.

Hm, hatte dann aber noch einmal da angerufen. Da wurde mir auch nur bestätigt, dass ich doch zu einem anderen Arzt gehen kann, aber das es letztendlich meine Sache ist.

Und irgendwelche anderen Infos außer die von der Internetseite gibts nicht, ich hatte halt die Möglichkeit konkrete Fragen zu stellen und das ging dann auch soweit. Die wusste auch sofort, um was es ging ;-D . Internet und Laptops ;-D ;-D .

Mach Listen auf Papier damit du nicht alles gleichzeitig vor Augen haben musst.

Die Punkte sind da klar, es geht eher um das Emotionendurcheinander, das ich nicht händeln kann. Die doch teilweise anstrengende Arbeit, die bekloppte Hausarbeit und damit verbunden die Verzweiflung, weil ichs nicht kapier und dazu eben allgemein Angst und Panik vor der MPU bzw. Klinikgefühle. Das springt hin und her.

Ich versuche mich gerade halt auf die Hausarbeit zu konzentrieren, aber das Thema liegt mir überhaupt nicht und deshalb ist meine Motivation direkt mal ziemlich nah bei 0 und dazu kapier ichs halt eben auch nicht. Was genau ich jetzt machen soll...

Das nervt, weil ich heute fertig sein muss.

Danach hangel ich mich erst zum nächsten Thema, zumindest versuche ich das.

Dennoch schleichen sich halt zwischendurch die Gefühle immer mal wieder rein und ich wirke auf andere teilweise ziemlich irre, glaub ich. Aber gut ]:D .

äApf2elchxen


Versuch doch nicht immer so gut als möglich auszusehen.

Ja, ich bin noch so in meinem "Du musst funktionieren"-Ding drin, auch durch das Praktikum, was sich bis in meinen Alltag außerhalb dessen zieht. Deshalb funktioniere ich gerade in allen Bereichen so ziemlich, was natürlich sowas von anstrengend ist, aber ich kann da nicht ausbrechen...

*

Ansonsten ist mir da vielleicht noch eine andere Möglichkeit eingefallen, wie ich vielleicht nächste Woche zu meinem Hausarzt könnte, aber da bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den Stress - den ich dafür haben würde - verkraften würde.

dRanaex87


Ruf deinen Hausarzt doch erstmal an wieviel der braucht um sowas zu schreiben.

äopfelFchxen


Ja, nächste Woche gehts dann da weiter.

Wenn mein Plan aufgeht, dann ist jetzt am Sonntag mein Teil der Hausarbeit fertig. Bald dann auch die MPU.

Theoretisch könnte ich halt nach der MPU noch schnell nach Hause fahren und zum Arzt (aber keine Ahnung, wie meine Verfassung danach ist und ob der dann überhaupt noch auf hat) oder nach meinem letzten Praktikumstag direkt wieder in die Heimat, was nur doof ist, weil ich erst in die entgegengesetzte Richtung muss mein Gepäck holen und dann wieder zurück und noch weiter.

Aber dann wärs vorm Urlaub in Auftrag und ich könnte es danach holen.

S:in!aSqounxdso


Ich habe mir jetzt mal den ganzen Thread durchgelesen und muss sagen, dass es ganz schon nach Rumgeeier klingt. Tschuldigung, dass ich das so deutlich sage.

Jetzt mal Butter bei die Fische:

*Wie viel musst Du zunehmen bis zum Mindest-BMI?

*Was genau musst Du für die Klinik noch haben.

*Was sind die Probleme dabei?

*Was siehst Du aktuell als Dein Hautproblem an?

Es waere gut, wenn Du diese Fragen kurz und knapp beantwortest. Keine langatmigen Erklaerungen oder so. Das ist auch fuer Dich wichtig.

Ich verstehe allerdings noch immer nicht, warum es nicht moeglich waere, sich 2-3 Tage beim Praktikum krankschreiben zu lassen und die WIRKLICH wichtigen Dinge zu regeln. Davon haengt Deine Zukunft deutlich mehr ab als vom Praktikum, da bin ich zu 100% sicher.

Mein Tipp: schreibe Dir eine To-Do-Liste in kurzen Stichpunkten, setze Prioritaeten (A, B und C) und dann arbeite diese Punkte ab. Ansonsten bewegst Du Dich nur zentimeterweise.

Ich wuensche Dir alles Gute :)*

daanae8x7


Rufi hn halt an uns frag mal nach was da so Sache ist.

äspfelc\hen


*Wie viel musst Du zunehmen bis zum Mindest-BMI?

Die wollen, dass mein BMI zwischen 16 und 17 liegt. Unter 15 geht gar nichts, aber eigentlich wollen sie unter 16 schon nicht, weil man dann zu sehr drauf achten müsste, dass ich da bleibe.

Mein BMI liegt ca. 15,6. War die Tage aber auch bei 17,5. Ich sag ja, mein Gewicht schwankt wie die Hölle durch die Wassereinlagerungen. Ich hatte die Tage so einen Wasserbauch, wie schwanger.

Das ist momentan einfach so unberechenbar.

*Was genau musst Du für die Klinik noch haben.

- Einschätzung des BMIs, meiner Suizidalität und meines Drogen- und Alkoholkonsums. Eigentlich von einem Psychiater, wir sind jetzt aber schon so weit, dass das von einem Hausarzt reicht.

*Was sind die Probleme dabei?

Ich bin einfach nicht Zuhause. Eigentlich bis zum 18. September. Dazwischen husche ich nur einmal nachts kurz rein, schlafe da und fahre morgens ganz früh weiter. Der 18. ist ein Freitag und ich komme nicht rechtzeitig zum Arzt bevor ich am 20. wieder wegfahre bis zum 11. Oktober. Erst zu meiner Familie, dann in den Urlaub.

Ich verstehe allerdings noch immer nicht, warum es nicht moeglich waere, sich 2-3 Tage beim Praktikum krankschreiben zu lassen und die WIRKLICH wichtigen Dinge zu regeln

Mein Praktikum muss einen bestimmten Zeitrahmen erfolgen, den ich jetzt mit Ach und Krach durch längere Arbeitstage erfüllen kann. Fehle ich 2 Tage, müsste ich die nachholen, was nicht möglich ist. Dranhängen geht nicht, weil ich dann weg bin und im Oktober wieder geht auch nicht.

*Was siehst Du aktuell als Dein Hautproblem an?

Meinen Selbsthass und mein destruktives Verhalten. Klar, da zählt die Essstörung irgendwie auch dazu, aber die stelle ich hinten an, weil für mich ein wichtiger Kernpunkt ist, herauszufinden, wieso ich mich so hasse und wieso ich mich deshalb so zerstöre, auch durch die Essstörung. Und Aufarbeitung meiner Vergangenheit bzw. erstmal erfahren, wie diese aussieht, weil ich vor einem Alter von 14 Jahren kaum Erinnerungen habe.

äDpfexlchen


Ich habe mir jetzt mal den ganzen Thread durchgelesen und muss sagen, dass es ganz schon nach Rumgeeier klingt.

Da stimme ich Dir aber zu. Das war so auch nicht geplant. Meine Anmeldung in der Klinik läuft schon seit Juni/Juli und das war schon ein riesiger Kampf, weil ich parallel eben Klausuren geschrieben habe. Ursprünglich hatte die Klinik auch gesagt, dass ich nichts von einem Facharzt brauche, aber nach der Durchsicht meiner Unterlagen wollten die doch mehr Absicherungen und ich kanns auch verstehen, bloß zieht es sich deshalb halt so sehr. Dazwischen haben die anderen Kliniken eben noch Probleme gemacht, weil das so lange gedauert hat bis die Berichte von denen vorlagen und dazwischen hatten noch welche Urlaub. Chaos %:| ;-D .

äipfeSlcphxen


Ich verabschiede mich hier nochmal, aber das Thema ist noch lange nicht durch. Und ich komme wieder!

Ich werde weiterkämpfen... für die Klinik und ich weiß ja auch, was zu tun ist. Deshalb gibt es dazu gar nicht mehr so viel zu sagen. Die Aussagen, dass ich wieder vor mich hin eier, die kann ich nachvollziehen und verstehen, aber ich kann versichern, dass ich da dran bin. Man kann es bloß nicht sehen, glaube ich... einerseits macht mich das wütend, weil es entmutigt, dass Schritte, die ich als riesig empfinde, so klein gesehen werden, andererseits kann ich es - wie gesagt - gut nachvollziehen.

Momentan raubt mir einfach auch das Drumherum so viel Kraft, aber ich habs mir ja ausgesucht, deshalb darf ich nicht jammern.

Der Thread hätte nicht so werden sollen, ich wollte zeigen, dass ich mir ALLES, was mir im anderen Thread oder per PN geschrieben wurde, zu Herzen genommen habe und angefangen hatte zu handeln, aber mein Handeln reicht wohl einfach nicht aus oder alles ist komplizierter als gedacht.

Jetzt kam doch so viel dazwischen und hat mich ausgebremst, aber deshalb verabschiede ich mich ja auch wieder. Weil ich einfach nicht will, dass ihr glaubt, dass sich nichts geändert hat und ich nur so tue, als würde sich etwas ändern oder ich etwas ändern wollen..

FSifa&fofuMmxm


Hallo Äpfelchen,

Ich lese Deinen Thread (diesen und den alten) schon seit Beginn still mit.

Gerne möchte ich Dir folgenden Spruch mit auf den Weg geben.


Wer etwas will findet Wege.

Wer etwas nicht will Gründe.

Alles Gute und die Kraft zur Veränderung wünsche ich Dir! :)*

ä6pfelWchoexn


Danke @:) .

Der Spruch passt ziemlich gut, ich sehe mich da hin und her springen.

Seit Ewigkeiten frage ich mich ständig, was ich will und ich komme da nicht auf einen Weg. Ich will dies und das und alles und nichts und das ja nicht, aber dann doch und weil ich einfach gar nichts mehr weiß, mache ich gar nichts mehr und kann nicht mehr.

Mir gehts so schlecht wie schon richtig lange nicht mehr, aber eben nur, weil ich alles um mich herum in Frage stelle, die Sinnhaftigkeit und vorallem mich selbst, wer ich bin, was ich bin.

Ich spiele mehrere Rollen, je nachdem wo und mit wem ich bin und ich komm da nicht mehr hinter her und kann das auch nicht, aber weiß gar nicht, welche von denen ich war.

Ich kann nicht gut beschreiben, warum es mir momentan so richtig schlecht geht. Da ist nicht einmal mehr Freude auf den Urlaub und darauf habe ich mich riesig gefreut.

Mein Umfeld hier Zuhause kann auch nur noch schwer mit mir umgehen... die letzten Wochen und besonders die letzten Ereignisse haben mich verändert. Die Leute hier merken, dass etwas nicht stimmt, aber ich kanns niemandem sagen. Die paar, die es wissen, die reagieren da unterschiedlich drauf von Belustigung (weil sie die Grundgeschichte dazu nicht kennen und nur dieses eine Ereignis) bis zu nicht offen ausgesprochener Enttäuschung mir gegenüber, die ich aber so spüre.

Ich bin wütend, enttäuscht und das alles davon auf mich, weil ich einfach nicht weiß, was ich will.

Ich will gesund werden und mache Fortschritte und dann schwenkt alles um und mein Verhalten dreht sich auch um.

Die letzten Wochen haben mich so zurückgeworfen einerseits, dabei gleichzeitig einen Gedanken in mir eingepflanzt, der positiv sein könnte, allerdings mit allem anderen kollidiert und ich bin nur noch Krieg.

Gerade wünsche ich mir nichts sehnlicher, dass jemand kommt, mich festhält und mich anschreit. Komischer Wunsch.

Dass mich einfach jemand in die Ecke drängt und provoziert und ich aufhöre alles zu versuchen wegzuatmen in dem Moment.

Ich WILL platzen.

Manchmal wünsche ich mir, dass mich jemand einpackt und in der Psychiatrie absetzt.

Ich weiß, ich muss die Entscheidungen bzgl. meines Lebens treffen, aber ich schaffs einfach nicht und mir ist das zu viel und ich habs jetzt so lange versucht und jetzt gerade kann ich einfach gar nichts mehr und will nichts mehr.

Mir wäre es egal, wenn ich jetzt tot umfallen würde und das macht mich traurig und würde ich nicht so dagegen ankämpfen, würde ich jetzt hier vorm PC auch weinen. Ich hätte jetzt überhaupt kein Problem damit mir etwas anzutun. Da ist keine Angst, kein Gegenwille, ich könnte es einfach tun. Nicht einmal mehr die Feigheit ist da, ich hätte absolut kein Problem damit. Ich müsste erschrocken darüber sein, aber ich bins nicht. Ich bin da nur leer.

Aber eigentlich ist es auch egal, im Prinzip habt ihr alle Recht und ich werde sowieso nichts verändern, weil ich dafür viel zu wechselhaft bin und nunmal groß genug bin, dass mich niemand an die Hand nehmen und mir sagen kann, was ich tun soll. Und weil man die Lust verliert ständig das Gleiche zu sagen und abzuwarten, ob was kommt oder nicht. Man will sich nicht mit jemandem im Kreis drehen, der taub zu sein scheint und sowieso gegen alles ist. Ich bewundere die Menschen, die sich das immer noch antun wollen (und sie werden sich hoffentlich auch angesprochen fühlen), verstehe die anderen, denen es irgendwann einfach egal wurde.

Meine Rolle darin kann ich schwer beschreiben... da war zu viel drin, das Forum und die Menschen hier waren irgendwann meine einzigen Bezugspersonen (teilweise, ohne, dass sie es wussten) und ich bin so oft gefallen, weil eben diese teilweise dann auch nicht mehr wollten. Ich müsste lernen damit umzugehen und das zu händeln, anstatt zu denken, dass ich den Menschen egal geworden bin, wie auch vielen hier in meinem realen Umfeld.

Aber ich kanns nicht... ich bin so unheimlich müde und fertig von allem, was die letzte Zeit passiert ist, so enttäuscht von mir selbst, zu was ich geworden bin und ich hoffe, dass der Urlaub das verändert und es mir danach besser geht, weil gerade ist das meine einzige Hoffnung...

Immer öfter frage ich mich auch, wer mich wohl vermissen würde. Ja, da gäbe es welche. Für viele wäre es wohl ein Schock, aber das würde so schnell verfliegen, weil mein Leben außerhalb des Internets überwiegend oberflächlich ist. Andere kennen mich, aber im Prinzip bin ich egal. Nett, mit der kann man coole Sachen machen (wenn sie denn rauskommt), aber irgendwann wird es vergessen sein... wäre ich weg, würde es wahrscheinlich hier in meiner Studentenstadt kaum jemand merken und dann würden die Menschen das verkraften, anders, als wenn eine so wichtige Person von ihnen geht...

äTpfeVlchxen


Das sind alles nur Gedanken, tun würde ichs nicht. Wie gesagt, ich habe noch die Hoffnung, dass mir der Urlaub was Schönes zeigt, irgendwas, dass sie mir sagt, dass es sich dafür doch zu kämpfen lohnt...

Dass Menschen irgendwann aufhören enttäuscht zu sein, dass alles Schlimme doch irgendwann besser werden kann oder ich selbst erkenne, dass ich manchmal viel zu viel denke und mich meinen Ängsten viel zu sehr hingebe.

Vielleicht tut mir der Urlaub gut und genau das passiert. Vielleicht mache ich mich aber auch selbst komplett wahnsinnig.

Ein Teil von mir freut sich auch darauf, vorallem die Polarlichter zu sehen.

Aber dazu gibts eben auch die Gedanken, dass ich mich gerade wirklich wünsche, dass endlich alles vorbei ist. Ich niemanden mehr enttäusche, mich selbst nicht mehr ertragen muss und einfach nicht mehr da bin...

Keine Ahnung, ich traue es mich kaum zu schreiben, aber wäre da nicht gerade die Urlaubsfreude und stattdessen gar nichts, würde ichs heute tun, glaub ich. Der Urlaub ist das einzige positive gerade und wäre das überhaupt gar kein Thema, hätte ich nichts außer michselbstverlorenirgendwo und dem Wissen, was für schlechte Dinge ich wieder getan habe, die mich selbst noch mehr aus der Bahn werfen, dann gäbe es heute nichts mehr, was mich wohl abhalten würde

dEanaej87


Äpfelchen, halt an, ja?

bis zu nicht offen ausgesprochener Enttäuschung mir gegenüber, die ich aber so spüre.

Vielleicht sagen sie auch nur nichts weil sie nicht wissen was sie sagen sollen? Weißt du, du weißt alles was ich zu dem Thema zu sagen hatte, weißt eigentlich genauso gut, noch besser als ich, was angesagt ist und wie es dir geht. Ich bin leer an Worten, alles Wichtige ist gesagt. Ich hab dich lieb, ich weiß das reicht nicht um jemanden zu halten. Ich weiß das niemand jemanden halten kann der geht, der die Kraft nicht in sich selbst findet, wieso auch immer. Du kannst kommen, wann immer du willst, aus dem Urlaub, statt des Urlaubs, statt der Uni oder für ein Wochenende zwischen drinne. Kommen musst du allerdings von selbst und ich bin nicht traurig und enttäuscht wenn du es nicht tust, auch wenn du davor immer Angst hast.

äbpfelcxhen


Du weißt, wie dankbar ich Dir für Deine Worte bin! Immer :)_ . Und ich freue mich riesig darauf Dich zu besuchen, bloß auch erst lieber dann, wenn es mir zumindest ein bisschen besser geht. Auch wenn es mir dann wahrscheinlich sowieso direkt besser gehen würde, keine Frage. Aber ich will stabiler sein und vor allem hier alles geregelt haben. Wer weiß, vielleicht, wenn die Klinikgeschichte klarer ist :), wenn ich etwas getan habe, was nicht weglaufen ist, sondern anfangen richtig zu handeln

Weißt du, du weißt alles was ich zu dem Thema zu sagen hatte, weißt eigentlich genauso gut, noch besser als ich, was angesagt ist und wie es dir geht.

Ja, ich weiß, was angesagt ist... und ich bin noch weiterhin dran.

Wie es mir geht, keine Ahnung. Durch das Praktikum war ich so extrem eingespannt, nur unterwegs, immer am Funktionieren und ich habe mir eingeredet, dass doch alles toll ist, wenn ich nur niemals still stehe. Immer was tun, niemals anhalten. Aber dass das nicht funktionieren würde, war mir klar, ich wollte es nur nicht sehen.

Das Praktikum ist vorbei und ich bin unendlich froh, obwohl es mir riesigen Spaß gemacht hat. Aber die Anforderungen (die durchaus machbar waren) waren emotional zu hart für mich. Nicht, was ich dort erlebt habe, sondern was ich bzgl. mir selbst immer weiter runtergeschluckt und verdrängt habe. Dieses Wochenende war mein erstes freies ohne zu wissen, dass ich danach wieder funktionieren muss.

Und das hat mir gezeigt wie schlecht es mir tatsächlich geht. Immer noch, wieder oder keine Ahnung?

Dazu diese Kraftlosigkeit, weil ich körperlich mittlerweile so fertig und am Ende bin...

Ja, gerade gehts mir besser, weil ich mich etwas ausruhen konnte und ich mich wirklich auf den Urlaub freue, aber ich weiß, dass das nicht anhalten wird und nach dem Urlaub alles wieder schwerer wird.

So viele Dinge sehe ich im Leben als lebenswert, wunderschön und dann will ich leben, aber seit (ich kann gar nicht sagen, wann das angefangen hat) werde ich bzgl. dieser immer blinder oder sie reichen nicht mehr aus, um weitermachen zu wollen... oder ich bin einfach schwächer als früher und kann deshalb nicht mehr so sehr dafür kämpfen.

Ich glaube, ich werde immer (lebens)müder, obwohl ich das gar nicht will?

Ich will leben, aber an so Tagen wie vorgestern und gestern, da wird diese Stimme immer leiser und ich kann gar nichts dagegen tun, dass die andere, die das alles beenden will, immer lauter wird, fordernder... mein Widerstand geht zurück?

Ich hatte ganz kurz wirklich kein triftiges Argument mehr dafür, dass ich jetzt nicht sterben sollte. Dabei gibt es doch SO viele? Wo sind die in dem Moment hin?

Im Rückblick habe ich Angst, dass ich gestern fast schon akut suizidal war. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn ich kein Tavor genommen hätte und irgendwann eingeschlafen wäre, wie viele Stunden ich es noch hätte aushalten können ohne zu den Klingen zu greifen oder meinen ganzen alten Tabletten. Die waren so zum Greifen nah...

Das war so ein Gefühl und so eine Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, die ich noch niemals so stark gespürt habe und das macht mir Angst. Dass es wieder kommt. Und was ich dann tun könnte, weil Tavor da nicht hilft. Nicht wirklich. Wenn ich aufwache, dann ist alles wieder da... es wird jetzt nur von der Vorfreude verdrängt, aber auch dann wird es irgendwann wieder kommen, weil ich davor ja nicht ständig weglaufen kann?

*

Am 11. Oktober komme ich wieder und kann endlich in der Woche danach zum Arzt und das Gutachten schreiben lassen.

*

Ich glaube, ich habe mich und den Bezug zu mir jetzt noch etwas mehr verloren als vorher schon. Und ich hoffe mich im Urlaub irgendwie wieder ein bisschen zu finden, weil ich Angst habe, was mir für eine andere Wahl bleibt.

äzpfeWlchen


So, ab morgen gehts in den Urlaub :-D .

Ich merke so richtig, wie stressunresistent ich momentan bin. Eigentlich bin ich dauerhaft gereizt, fauche jeden an, der irgendwas von mir will, was mich überfordert, was aber auch halt irgendwie alles ist, weil mir einfach alles zu viel ist.

Ich bin sowas von urlaubsreif!

Jetzt davor wars nochmal so extrem anstrengend, weil von der Planung noch so viel liegengeblieben ist durchs Praktikum und weil mein Mitreisender auch arbeitet. Deshalb habe ich die letzten zwei Tage komplett damit verbracht, noch alles mögliche zu organisieren und zu erfragen. Allein die Einkaufsplanung war/ist der Horror, weil ich keine Ahnung habe, was so normal ist (das fängt schon dabei an, wie viele Nudeln man pro Portion kocht, wie bitter eigentlich) und weil parallel die Zollbestimmungen sowas von streng sind. Und dann gabs Probleme, weil wir jetzt ein anderes Auto bekommen als geplant und wegen des Nummernschildes alle bisherigen Buchungen geändert werden mussten, blabla %:| .

Ja, ich bin sowas von urlaubsreif. Ich bin, glaube ich, mega glücklich, wenn ich Freitagmorgen auf der Fähre bin und schaue, wie wir die Küste von Deutschland hinter uns lassen ;-) .

Anstrengend ist halt auch wirklich mein Gemütszustand. Mich nervt selbst, dass ich so angespannt bin und eigentlich sogar schon auf Hochspannung. Ich seh furchtbar aus, weil ich wieder angefangen habe, mein Gesicht aufzukratzen und eigentlich fühle ich mich die ganze Zeit, als würde ich gleich explodieren oder implodieren.

Aber ja, unschuldig bin ich daran ja nicht.

Mein Gewicht war jetzt die letzten Tage relativ stabil im Bereich dessen, was ich für die Klinik haben muss, was aber auch daran liegt, dass ich so gut wie alles in mich reinstopfe. Bei massivem Stress habe ich das früher auch gemacht, ganz früher eine Phase lang ja auch richtig extrem, aber das habe ich eigentlich bis auf 2 Ausnahmefällen im Studium beiseite gelegt. Normal habe ich dann ja auch erbrochen, mache ich jetzt nicht, aber das bringt mit sich, dass ich eben zunehme.

Dass es mir damit zusätzlich noch schlechter geht und mich stresst, das ist halt auch wieder klar...

Ein bisschen stolz bin ich ja, dass ich nicht wieder in eine meine Kurzzeitbulimiephasen reinrutsche, aber meine Körperwahrnehmung ist richtig scheiße und mein Körpergefühl auch. Ich hab richtig Panik unter Menschen, weil ich dauernd denke, dass mich alle anstarren und abscheulich finden. Eben weil ich mich als so unförmig empfinde und dazu im Gesicht aussehe wie ein Streuselkuchen mit den ganzen Kratzern und Stresspickeln {:( . Aber in meiner Heimatstadt macht mir das immer Probleme, mehr als sonst wo, weil ich ständig Angst habe, dass ich hier jemandem begegne, den ich kenne.

Ich bin gerne mal Zuhause, aber echt nicht in der Stadt. Nur mein Haus, bei meinem Haustier und meiner Familie. Gestern habe ich eine Freundin in der Stadt besucht und musste am Hauptbahnhof aussteigen. Das ging gar nicht, ich bin bis zu ihrer Tür gerannt und habe mich an Ampeln usw. permanent versucht zu verbergen, falls da jemand sein könnte, den ich kenne.

Davor im Bus war es schon grausam, aber zum Glück kannte ich niemanden. Schlecht wurde mir trotzdem, weil ich mich zwischen den ganzen Menschen so hässlich und widerlich gefühlt habe...

Dazu habe ich noch immer schlechte Gedanken, weil es in der Beratungsstelle nicht so gut lief und ich für mich irgendwelche Entscheidungen bzgl. meiner Einstellung treffen muss, mir Gedanken über mein Selbstverständnis und meiner Sicht zu Drogen machen muss....

*

Ich könnte mich jetzt wieder in das Gejammer fallen lassen, aber ich lass es. Ich habs mir ja halt selbst ausgesucht.

Wenn ich aus dem Urlaub komme, gehts zum Arzt. Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich das hoffe. Ich hoffe es wirklich. Aber ich hab da Angst vor mir und meiner Unberechenbarkeit, dass ichs nicht schaffe.

Der Termin ist gemacht, aber keine Ahnung... ich erkenne mich momentan selbst nicht wieder. Normal wäre ich mir absolut sicher, dass ichs durchziehe, weil ich bei sowas zuverlässig bin... wenn Termine stehen. Aber jetzt? Gar nichts ist mehr sicher und den Kampf gegen mich selbst und meine Sprunghaftigkeit, Unberechenbarkeit und gegen meine Panik kann halt auch nur ich führen. Wenn ich nicht hingehe, dann geht keiner hin.

Und dann bin wieder ich schuld, wenn ichs mir verbau.

Zweifel hin oder her, im Normalfall weiß ich, dass ich jetzt entweder bald in eine Klinik gehe oder irgendwann beim nächsten Kontrollverlust irgendwas schlimmes tue, was ich entweder bereuen würde oder es nicht mehr bereuen könnte, weil ich dann tot wär, glaube ich... bloß kann ich diesen klaren Gedanken, dass ich ganz ganz dringend Hilfe brauche, nicht immer fassen.. schon gar nicht, wenn ich "durchdrehe" und Kommunikation ist momentan auch weniger meine Stärke.

Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber ich habe einfach aufgehört zu reden... in meinem Umfeld.

Gut, ich schreibe noch immer und das ist auch gut so, aber diese Kluft zwischen dem Bild, was mein Umfeld von mir hat und dem eigentlichen, die wird immer größer und Hilfe zu bekommen dadurch immer schwerer. Wisst ihr, was ich mein?

Mir wird niemand einen realen, liebevollen Tritt versetzen, wenn ich wieder anfange zu schluren, weil halt niemand weiß, wie es mir geht und wie dringend ich das bräuchte, wenn meine destruktive Seite die Überhand gewinnt...

*

Der Text sollte gar nicht so lang werden... ich hab einfach viel zu viele Gedanken noch ganz unsortiert im Kopf, weil ich die letzten Wochen alles einfach nur verdrängt habe und ich hoffe so sehr, dass mir im Urlaub vielleicht so manches klarer wird...

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