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äpfelchen und die Klinik

Dré.lixée


Njoa, ich bin einfach ein Stimmungsdopsball. Jetzt geht es mir z.B. wieder relativ gut, ich war draußen durch die Supermärkte schlendern und danach habe ich einen Kuchen für meine Mitbewohner und einen für die Nachbarn gebacken. Zu denen geh ich dann auch gleich, die feiern eine Party und ich schau mal vorbei. Also ich bin schon auch eingeladen, aber ab dem Zeitpunkt, wenn die alle rotzevoll sind, bin ich weg und das geht ziemlich schnell ;-D . Ich schau mir das Spektakel eine Weile an und wenn sich alles anfängt zu wiederholen, dann geh ich heim :-D .

Sina

Damit alles gut wird oder zumindest so gut wie es geht, muss man etwas tun. Es ist harte, beschissene und unglaublich anstregende (psychisch und koerperlich) Arbeit. ABER: es lohnt sich!

Ich weiß ;-) .

Naja, wenigstens habe ich jetzt vom Gefühl her einen guten Ort dafür gefunden :)z . Das ist schon mal richtig viel wert!

Du drehst Dich halt immer im Kreis und auch immer nur um Dich und Deine Probleme, die Du zum grossen Teil einfach immer wieder selber aus dem Nichts erschaffst. Das kenne ich auch sehr gut von mir, aber ich zwinge mich dann einfach dazu, es zu unterbinden.

Hm, ja. Wenigstens weiß ich aber und sehe selbst, dass ich mich drehe. Das ist auch schon richtig viel wert, weil ich mich weniger belüge. Ich weiß, dass ich immer noch ein Meister im Selbstbetrug bin, aber so langsam werde ich für mich greifbarer.

Ich mache dann einfach, kuemmere mich um alles moegliche, helfe Freunden, Familie und Bekannten bei ihren Aufgaben und Problemen und bin einfach produktiv. Aber ich weiss auch selbst, dass das meine groesste Staerke ist und das nicht jeder einfach so machen kann.

Meine Stärke und Schwäche zugleich ist, dass ich sehr empathisch bin. Ich habe mich teilweise damit zugrunde gerichtet und bin deshalb momentan relativ Ich-fixiert. Ich bin aber außerhalb der Virtualität nicht so Ich-fixiert wie hier ;-) .

Im Prinzip habe ich ja die letzte Zeit damit verbracht, anderen zu helfen. Entweder tue ich was für die WG oder für meine Familie. Meine Besuche da waren ja kein reiner Spaß, ich hab entweder auf dem Bau geholfen oder die Kleine bespaßt, wenn alle anderen gebaut haben. Da war strammes Programm von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr.

Das fiel mir auch relativ leicht. Wenn ich Aufgaben habe und andere damit glücklich machen kann, dann klappt das.

Das selbe Spielchen spiele ich ja hier in der WG. Ich putze tagelang, in dem Wissen, dass es spätestens 3 Tage später wieder aussieht, als hätten wir wüst gefeiert und dann gehts von vorne los.

Das ist sichtbare Produktivität.

Mir fällt es dagegen schwer, etwas für mich zu machen. Konsequent Klavier zu spielen, zu malen, mein Zimmer aufzuräumen, etc.

Wenn man den Rest des Hauses sieht, traut man seinen Augen kaum, wenn man in mein Zimmer kommt |-o .

Aber ich wuensche Dir alles, alles Gute und hoffe, dass Du Dich mal darauf einlassen kannst, anders zu leben, nicht alles totzureden und vor allem totzudenken und dass Du es irgendwann auch zulassen kannst, gluecklich zu sein, den Augenblick zu geniessen und das richtige Verhaeltnis aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit findest, welches Dir ein tolles und zufriedenes Leben beschert.

Danke! @:)

luomaren

Ich hatte zwar das Gefühl, dass der Klinikaufenthalt dir gut getan hat. Du kreist zwar immer noch um dich, aber langsamer.

Hat er auch. Das will ich gar nicht leugnen. Er war anstrengend und schwer, aber der Anfang von etwas Neuem.

Und Runde 2 wird dann die Fortsetzung!

Ich kann über die Klinik und meine Entwicklung da zettern und motzen, aber das tue ich nicht aus Überzeugung, dass die da nicht verstehen, was sie tun, sondern weil es so wehtut.

Aber wenn Madame Dé.liée glaubt, dass sie nichts auf die Reihe kriegt, dann ist das wohl in Stein gemeißelt. >:( Die Countrysänger, die besingen, dass du nichts auf die Kette bekommst, bitte auch mal abbestellen.

Nja, ich sehe das zu schwarz-weiß. Ich weiß schon, dass ich Fortschritte gemacht habe und anders bin und laaaangsam vorwärts gehe. Ich sitze nur manchmal ganz theatralisch auf meinem Zimmerboden und schling die Arme um mich und jammer vor mich hin, dass aaaaalles noch genau so ist wie vorher.

Ich weiß aber so halb, woran das liegt: an meiner Außenwelt. Von mir wurde nach den ersten Klinikaufenthalten immer erwartet, als würde ich nach Hause kommen und wäre wieder "normal". Ich war aber nie normal, ich wäre sowieso nie wieder so geworden wie vor der Krankheit, weil das ein ganz anderer Lebensabschnitt war. Aber dass die Probleme immer noch da waren und neue dazu kamen, das war einfach zu viel. Manche Menschen vertreten einfach die Vorstellung, man wäre ein kaputtes Auto, was in die Werkstatt gebracht werden würde und man bekommt es wieder und alles ist gut. Aber in der Realität bin ich vielleicht gerade so über den TÜV gekommen.

Und um das Bild weiter zu führen, habe ich mich danach selbst wieder gegen die nächste Hauswand gesetzt.

Das hat sich bei mir so eingeprägt, dass ich gesund nach Hause kommen muss, dass ich wohl erst anerkennen werde, dass sich etwas geändert hat, wenn sich alles geändert hat. Da ich aber weiß, dass das nicht passieren wird und manche Dinge einfach zu mir gehören, löse ich mich davon.

Mein Gott, ein bisschen einen an der Klatsche haben werde ich wohl immer ;-D . Aber das empfinde ich nicht als negativ. Vieles, was als psychopathologisch bei mir aufgezeigt wird, zählt teilweise zu meinen Stärken und manches davon möchte ich einfach nicht missen. Und ich rede jetzt nicht vom destruktiven Teil.

Solange ich in diesem Faden lese, gibt es dich nur in diesem Zustand. Für mich macht es gerade Sinn, das als Dé.liées Normalzustand zu definieren.

Ja, das wechselt halt entweder in verschiedenen Zeitintervallen oder herrscht manchmal auch gleichzeitig vor. Daran hängt vielleicht auch meine Entscheidungsunfähigkeit. Ich kann nämlich in der einen Sekunde mit der Entscheidung vollkommen zufrieden sein und in der nächsten nicht mehr. Das geht hin und her und deshalb hasse ichs.

Aber gerade beim Gefühlszustand an sich weiß ich, dass es vorbei geht.

Vorhin ging es mir 15 Minuten so dreckig, dass ich mich nicht in die Nähe gefährlicher Dinge gewagt habe, aber ich wusste, dass es vorbei geht. Manchmal dauert das länger, manchmal weniger lang, aber bisher kam immer irgendwann der Punkt, an dem ich tief Luft holen konnte und alles weniger schwarz war.

Weißt du schon, was du nach deinem Studium machen willst?

Weiter studieren ;-D . Ehrlich, mir grauts so davor, in dem Beruf zu arbeiten. Also mache ich erst einmal den Master und hoffe, dass ich mich in der Zeit insofern entwickel, dass ich arbeitsfähig bin. Weil das Themengebiet und so macht mir wahnsinnig Spaß, aber ich bin zu unsicher und deshalb nicht wirklich fähig, gute Arbeit zu leisten.

In meiner Wunschvorstellung hätte ich gerne eine Familie, aber das wäre gerade absolut undenkbar. Ich sage nicht, dass es immer so sein wird, aber gerade ist das unmöglich. Deshalb fixiere ich mich da nicht so drauf. Allgemein nicht auf die Zukunft.

Würde ich es mir leisten können, würde ich hier alle Seile abreißen und erstmal die Welt bereisen und vor allem das Leben aufholen. Aber da ich finanziell nicht sonderlich gut gestellt bin, bleibt es erst einmal bei einer kleineren Reise, auf die ich gerade spare. Die steht dafür vielleicht schon nächstes Jahr an x:) .

Ansonsten würde ich irgendwann vielleicht gerne meinen Dr. machen und wenn ich praktisch so "schlecht" (ich bin ja nicht grottig, ich hab nur Angst) bleibe, dann keine Ahnung? Vielleicht schreib ich Bücher.

Aber wenn ich arbeite, dann mit Kindern. Aber nur bis zum Eintritt der Pubertät, die Älteren machen mir "Angst". Vielleicht wenn ich selbst mal älter bin und der Altersabstand größer ist, aber gerade im Praktikum habe ich gemerkt, wie schwer das ist, wenn man zusätzlich noch so jung aussieht. Bis ich mal klargestellt habe, wie alt ich bin, dachten die nämlich, ich wäre noch nicht einmal 18 und damit genau so alt wie sie.

Mit Kindern kann ich aber eigentlich ganz gut, glaube ich. Wenn die erste Scheu überwunden ist, bin ich da sogar ziemlich offen. Dass ich überhaupt scheu bin, liegt aber auch an mir. Jetzt nichts dramatisches, einfach nur Unsicherheit eben.

Sunflower

Du kannst Veränderungen weiterhin passiv betrauern. Oder Dir AKTIV Dein Leben/Umfeld aufbauen. Entscheide Dich - und geh' den Weg.

Naja, schon. Ich finde aber auch, dass ich nicht mehr ganz so passiv bin wie früher?

Klar, ich jammer noch schrecklich viel und setz mich irgendwohin und rufe um Hilfe, will mich aber nicht bewegen.

Aber ich finde, dass ich langsam anfange, aufzustehen?

Für mein Denken ja viel zu langsam, aber ich höre mittlerweile auf, mich unter Druck zu setzen, dass ich vorsprinten muss. Wunderheilung oder sowas ;-D . Ich sehe langsam ein, dass der Prozess zu einem normalen Leben wohl ein längerer wird und so langsam fange ich sogar an, das zu akzeptieren.

Es ist für mich unheimlich erleichternd, dass ich es mehr oder weniger geschafft habe, den Uni-Druck rauszunehmen, wirklich! So unbegeistert meine Familie ist, so zufriedener bin ich, weil ich es langsam schaffe, mich davon abzugrenzen und zu sagen, dass es mein Leben ist.

Sie wünschen sich ja auch, dass ich meinen Master in der Nähe meiner Familie mache, aber ich habe auch da gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich das denn überhaupt will. Da ich finanziell wirklich nicht gut da stehe, würde ich wahrscheinlich wieder Zuhause einziehen und das kann ich mir ja so gar nicht mehr vorstellen.

Wenn meine Noten so bleiben, dann kann ich mir vielleicht sogar in halb Deutschland aussuchen, wo ich hin will und das Gefühl wäre der Wahnsinn.

lMu_om-arexn


Wie war die Party?

Ich weiß aber so halb, woran das liegt: an meiner Außenwelt. Von mir wurde nach den ersten Klinikaufenthalten immer erwartet, als würde ich nach Hause kommen und wäre wieder "normal".

Auch deine Außenwelt kannst du gestalten. Vielleicht ist die Erwartung auch nur in deinem Kopf drin.

Bleib mit deinen Gedanken mal in dem Zustand, den du oben beschrieben hast.

Dné.li)ée


Och ja, anscheinend bin ich gegangen, bevor es erst richtig lustig wurde. Aber war trotzdem bis 1 Uhr da und hatte ein paar gute Gespräche, die richtige Saufeskalation war wohl danach, zumindest den Videos nach zu urteilen.

Die Erwartung hatte ganz lange meine Mutter. Mittlerweile ist sie auch davon ab, aber der Teile der Familie denken einfach immer noch so. Für die bedeutet ein weiterer Klinikaufenthalt nur, dass der davor nichts gebracht hätte. Auch, wenn das so ja nicht stimmt, aber da wir eigentlich nicht wirklich über meine Krankheit reden, vergeht das sowieso im Sand und soll halt jeder denken, was er will ;-) . Ich strebe es nicht an, mich da zu rechtfertigen.

Welchen Zustand meinst du genau?

lquoXmarexn


Tja, meine Eltern haben auch nicht immer alles verstanden.

Ich meinen den Zustand, wo du im Hier und Jetzt bist, und nicht so sehr in der Vergangenheit.

DMé.lmiée


Hm ja.

Momentan geht's einigermaßen, ich leb so vor mich hin und mache dies und das. Die Tage will ich die Terrasse aufräumen, ich feier meinen Geburtstag doch, aber nur klein und meine Mitbewohner haben die so zugemüllt, dass das etwas dauern kann.

Das wird dann eine Geburtstags- und Abschiedsparty, nochmal die wichtigen Menschen sehen, die ich bisher nur mal oder teilweise noch gar nicht seit meiner Rückkehr gesehen habe.

Doé.Klixée


Und ich sehe die Kleine und meine Familie am Wochenende doch nochmal :)

d;ana`e87


Mach denen keinen Vorwurf. Du bescheißt und belügst sie ja auch in Wort und Tat in einer Tour, da können die auch kein realistisches Bild bekommen.

D5é.vl+ixée


Nein, mach ich ja auch nicht.

Heute war ich produktiv. Terrasse entrümpelt, aufgeräumt und den Pool aufgebaut. Tschakka.

Ich hoffe, das Wetter spielt die nächsten Wochen noch mit, will ja von meinem Werk noch was haben, bevor es losgeht ;-D .

Dlé.liéxe


Hachja, immer, wenn ich glaube, das alles geregelt ist, entsteht wieder Chaos. Die, die gerade auf meinen Vogel aufpassen, wollen nicht mehr, also was Neues überlegen, aber bin schon am Planen

Aber ich habe keine Tage, an denen ich mal keinen Stress habe.

Parallel läuft immer noch Unistress und mögh.

S^inaSoxundso


Aber ich habe keine Tage, an denen ich mal keinen Stress habe.

Willkommen im echten Leben ;-)

Es ist absolut normal, dass man immer irgendwo Stress und Baustellen hat, es ist nur immer die Frage wie man damit umgeht.

Mir geht es im Moment oft so, dass ich das Gefuehl habe, mich erschlaegt alles. Dann atme ich dreimal tief durch und suche Loesungen. Und meistens funktioniert das auch wunderbar. Angenehm ist sicherlich anders, aber es zeigt einem auch, dass man lebt und alles irgendwie "im Fluss" ist.

Fuer die Voegel wird sich mit Sicherheit eine Loesung finden. Zur Not gibst Du sie ueber die Zeit in ein Tierheim. Wichtig ist, dass es Dir bald besser geht!

DNé.laiée


Klar ist immer Stress, aber gerade nervt es nur und halt einfach zu viel auf einmal ;-).

Liebeschaos, Uni und Klinikkram und Vogelaufsicht ist einfach zu viel auf einmal.

Natürlich bin ich schon wieder am Rumwuseln und Planen, aber ich bin müde.

SKinaS8ou]ndso


Dann geh die Sachen nacheinander an und betrachte auch nie das Gesamtbild. Das macht einen nur fertig...

Ich biete: Liebeschaos, Unistress(muss morgen abgeben, aber "nur" bei meinem Betreuer), Wohnungschaos(noch keine Kueche), Arbeitsstress(5 Events in 7 Wochen), Zahnprobleme und eine Schilddruesenentzuendung.

Und da nehme ich mir immer nur eins raus, was ich in dem Moment betrachte und "bearbeite". Sonst drehe ich durch.

Es hilft mir auch, Plaene zu machen, um was ich mich wann kuemmere und so.

Also: tief durchatmen, im Kopf oder auf dem Zettel strukturieren und abarbeiten :)z :)z

Dvé.lixée


Ich hoffe, das mit der Uni hat geklappt? Und gute Besserung!

Ich streiche jetzt Liebeschaos. Geht mir schrecklich auf die Nerven und das kann ich jetzt absolut gar nicht gebrauchen, weil Liebe gar nicht mein Ding ist und ich damit gar nicht umgehen kann. Neinein, keine Liebe von mir. Ich gehe dem ganzen einfach aus dem Weg. Nicht nett, aber er ist auch nicht nett, wenn er mir das jetzt an den Kopf knallt und es SO klar war, dass daraus nur noch mehr Probleme resultieren.

Ich fange die Woche an mit Packen und versuche nochmal, meinen tristen, öden Tag mit Kreativität zu füllen. Malen und Klavier spielen.

Ich bin gerade drauf und dran, meinen Geburtstag abzusagen. Ich frag mich echt, was ich mir dabei gedacht hab, Menschen zu mir nach Hause einzuladen. War eine dumme Kurzschlusshandlung und schwups waren die Einladungen raus.

Nögh, dabei sitz ich gerade vor meinem Fenster, starre den Regen an (oh, ich liebe Regen einfach so sehr!) mit richtig mieser "Lasst-mich-in-Ruhe-Laune".

Nächste Woche klärt sich auch das mit der Uni. Ich hoffe, dass sie eine Alternative zur mündlichen Überprüfung findet, weil mündlich bin ich so mies. Dann kann ich die eine Klausur nach der Klinik schreiben und die andere nächste Jahr.

Klinikkram muss ich auch nächste Woche machen. Kommt mir schon wieder alles viel zu surreal vor.

Dgé.wliéxe


Hah, ich hab wieder Emotionen.

So langsam blicke ich durch, auch, wenn es mir nicht sonderlich gefällt, was ich da sehe.

Ich glaube, das ist so ein Muster. Sobald ich mein Schneckenhaus mal verlasse und dann glaube, dass alles besser werden kann, kommt am nächsten Tag der Einsturz und ich bin so erschlagen, dass ich gar nichts kann. Und meistens kommt dann auch eine Welle an Emotionen, die sonst ja so penibel verschlossen sind. Immer, wenn ich kurz aus meinem selbst gebauten Gefängnis raus schaue, übermannt mich die Verzweiflung und in mir ist dann so eine Energie, die ich einfach nicht rauslassen kann, außer auf bekanntem Wege halt.

Emotionen sind sowieso so eine Sache. Gerade die letzten 2 Wochen waren ja wieder sehr stark von der Leere geprägt. Aber ich glaube, das stimmt so gar nicht wirklich. Ich merke immer öfter, dass irgendwas in mir und mit mir passiert und dann werde ich zittrig und innerlich ganz unruhig und irgendwas will raus. Egal, ob es was schönes oder nicht so schönes ist, ich mache den Deckel drauf. Ich hatte die letzte Zeit genug schöne Momente, die ich nur sehr schwer als solche erspüren konnte. Für den Moment ja, aber mit Freude geht gleichzeitig immer Traurigkeit einher und um das zu verhindern, fühle ich lieber nichts. Aber eigentlich bin ich innerlich gar nicht tot, glaube ich.

Ja, heute ist so ein Tag, da wäre ich es gerne, aber soll nicht so sein und ich kriegs auch nicht weg.

Meine nächste Woche ist praktisch akribisch durchgeplant. Kaum kam ich gestern die Tür hier rein, war mir schon alles zu viel. Ich regel hier den ganzen Scheiß (Packen, blabla), besuche dann eine Freundin. An sich würde ich sagen, dass das absolut unklug ist, aber ich will sie sehen, bevor ich wieder gehe. Also fahre ich dahin, mir darüber im Klaren, dass ich mich dann in einem gefährlichen Umfeld bewege, aber meine Versicherung ist das Auto. Ich mache nichts Unüberlegtes aber scheiße, wie sehr ich mich danach sehne,, weil ich weiß, das auf dem Spiel steht. Deshalb mache ich mir keine Sorgen, dass ich ausarte. Vielleicht ein bisschen, dass mich das nicht erfüllte Verlangen danach traurig macht, aber nicht, dass ich es wirklich tue.

Ich weiß ja auch, dass das ein Punkt für die Klinik wäre, dass sie mich vielleicht doch nicht wieder aufnehmen.

Danach gehts dann nächste Woche ja schon los. Bei dem Gedanken wird mir ziemlich schlecht.

l3uomafren


Ich finde das, was du schreibst, nicht so schlecht. Für mich ist ein Fortschritt erkennbar, auch wenn du noch nicht für alles eine Umgangsform gefunden hast. Du kannst langsam darüber sprechen. :)^

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