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äpfelchen und die Klinik

Dlé.l3iée


Oh, ich freu mich, dass hier jemand geschrieben hat!

Ich melde mich die Tage mal genauer, hier geht's nur gerade mächtig drunter und drüber...

@:)

TlOFU


:)_ :)*

sXchnLecke19x85


Wollte nur mal wieder reinplatzen, um ein paar Kraftsternchen und liebe Grüsse dazulassen. :)* :)_ :)*

Das Problem mit der Mitbewohnerin kann ich echt gut verstehen, ist mir auch schon oft passiert. Und erst kürzlich wieder: Potenzielle Freundin kennengelernt, nun zieht sie weg. Naja, was will man machen. Manchmal verfluche ich die moderne Welt mit ihrer Mobilität schon ein wenig... wozu noch Beziehungen aufbauen, wenn sie eh immer nur temporär funktionieren?

lYuomarxen


Aus Everybody's free:

Understand that friends come and go, but for the precious few you should hold on.

Ich habe mir erstmal gedacht, dass keine Nachrichten gute Nachrichten sind. Die Pause ist schon lang geworden.

Schön, dass du dich gemeldet hast. *:)

gCesterKnwaxrs


Schön, wieder von dir zu hören :)_

dkaFnae$87


Ich schrieb mal für alle die sich Gedanken machen: Es geht Dé.liée soweit so passend, würde ich sagen. Anstrengend und viel Arbeit, aber es sind Schritte sichtbar.

Und hoffe damit nicht deine Grenzen übertreten zu haben, Dé.liée, aber es denken so oft Leute an dich, dass ich nicht wollte das sie sich Sorgen machen. @:)

Deé.lIxe


So. Ich hasse es, am Handy lange Texte zu schreiben. Das war auch einer der Hauptgründe, wieso ich mich hier nicht gemeldet habe. Jetzt gerade sitze ich am Klinik-PC.

Mir geht es so mittelmäßig. Die Therapie ist höllisch anstrengend, hier passiert unheimlich viel und das leider auch alles gleichzeitig.

Zwischendrin war ich mal für eine Nacht bei meiner Familie, aber auch das war anstrengend. Dummerweise ist da auf dem Weg hin was Ätzendes passiert und seitdem kämpfe ich wieder vermehrt mit Flashbacks. Im Prinzip bin ich dadurch vorzeitig in die Traumatherapie geschlittert, obwohl wir eigentlich noch gar nicht so weit waren, uns da hinzutasten. Eigentlich waren davor noch ganz andere Baustellen vorrangig, aber puh. Jetzt ist da auf jeden Fall ein riesiger Haufen und ich drehe mich dadurch ziemlich im Kreis, weil ich noch nicht wirklich einen Punkt gefunden habe, an dem ich ansetzen kann.

Die Essstörung (die ja eigentlich nur ein Nebenschauplatz ist) hat sich hier - wie erwartet - auch wieder direkt massiv zurückgemeldet und momentan kämpfe ich wieder gegen die bulimischen Attacken, die ich Zuhause so schön in den Griff bekommen hatte. Pustekuchen.

Ich kreisel mich also doch wieder ziemlich in meinem destruktiven Konstrukt, was aber auch logisch ist, weil es hier eben so richtig zur Sache geht.

Mittlerweile fallen mir die non-verbalen Therapien leichter. Ich bin seit ein paar Wochen in der Reittherapie und das tut mir richtig gut. Einfach nur mal raus aus der Klinik zum Hof und dann der Umgang mit den Pferden. Geritten bin ich zwar auch schon, aber hauptsächlich geht es da um den Kontakt und wie dieser erlebt wird. Tja, den erlebe ich als unheimlich schön.

Musiktherapie ist gewöhnungsbedürftig, ebenso wie Malen, weil ich doch selten mal gedankenlos einfach drauf los "arbeiten" kann. Ich bin da noch viel zu verkopft und will da irgendwas "Perfektes", vollkommen Durchdachtes präsentieren.

Dafür bin ich in Bezug auf Emotionen einige Schritte vorwärts gegangen. Welche empfinden geht fast schon zu gut (und dadurch überwältigt mich das manchmal so heftig), unterscheiden, ob es meine oder die der anderen sind dagegen weniger gut und der Umgang mit ihnen ist noch ziemlich ziemlich ausbaufähig ;-) . Ich tue mich noch sehr schwer damit, bestimmte Emotionen empfinden zu dürfen, aber es ist ein riesiger Unterschied im Vergleich zu Februar. Vorallem bin ich weniger still, fast schon zu laut. Weil wenn alle schweigen, rede ich (ich ertrag weder die Stille, noch, dass da jemand sitzt und was erzählt hat und einfach niemand was sagt), also so gut wie immer, weil meine Gruppe gerade eher aus schweigsamen Mitgliedern besteht. Das soll sich aber die Tage ändern.

Theoretisch könnte ich hier ganz viel schreiben, was so passiert, aber ich glaube, das war so das Wichtigste.

Ich schwanke zwischen Euphorie und tiefer Verzweiflung, das muss sich alles erst einpendeln, aber ich fühle mich hier doch schon ganz gut aufgehoben. Auch, wenn mich ganz oft immer noch die Angst vor mir selbst überkommt.

Eigentlich sollte ich demnächst entlassen werden und am 17. Oktober geht die Uni auch schon wieder los, aber niemand hier sieht das so wirklich als realistisch. Nur ich dümpel noch gedanklich vor mir hin, weil ich nicht noch ein weiteres Semester verlieren will.

Ich habe sozusagen die Wahl zwischen jetzt richtig durchhalten und von Therapeuten geschätzt bis Januar bleiben oder doch erstmal wieder nach Hause und nächstes Jahr wiederkommen.

Dass ich wenig entscheidungsfreudig bin, daran erinnert ihr euch bestimmt |-o und ich schiebe das jetzt irgendwie vor mir her, aber zu meinem regulären Entlassdatum gehe ich auf keinen Fall. Also habe ich auf jeden Fall noch etwas Zeit, um mir zu überlegen, ob ich es hier noch länger ertrage oder nicht.

Es ist verdammt anstrengend, 24h/7 von so vielen Menschen umgeben und nie wirklich alleine, dafür aber trotzdem ganz schön oft einsam zu sein. Meine Einsamkeit kommt daher, dass so nach und nach alle meine Bezugspersonen gehen und ich irgendwie "übrig bleibe" und mit den neuen Mitpatienten nicht so recht warm werde, weil ich einfach so skeptisch bin und mich jeder Abschied immer so sehr mitnimmt, dass ich mich gar nicht mehr wirklich öffnen kann. Daher stellt sich auch die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, so lange hier zu bleiben, wenn ich doch eigentlich schon wieder recht verschlossen bin.

Naja, mal sehen.

*

Ich hoffe, euch allen gehts soweit ganz gut? Ich habe mich wirklich sehr gefreut, als ich hier reingeschaut und gesehen habe, dass hier jemand an mich gedacht hat! @:)

S[unflotwerx_73


Nur ich dümpel noch gedanklich vor mir hin, weil ich nicht noch ein weiteres Semester verlieren will.

Es ist nur ein Semester... der Rest ist Dein Leben.

Und: Du bist gerade im Prozess drin. Ganz auf Stop setzen lässt der sich nicht. Warum ein Jahr so einen miesen Zischenzustand aushalten, wenn man JETZT durch viel mehr "durch" kommen könnte? Mach' mal das Gegenteil von dem, was Deine alte Struktur fordert. ;-)

daanaxe87


Genau, hör auf die Frau! Und deine Therapeuten bleiben ja da. ;-) Also sei tapfer und lass das was da angestoen wurde nicht in freier Wildbahn vor sich hin wirken. @:)

lCu7omarxen


Ich würde jetzt auch weitermachen. Du klingst deutlich strukturierter als vor ein paar Monaten. Es sind auch neue Gedanken drin und zur Hälfte noch dein altes Kreiseln. Ich finde deinen Fortschritt schön. Aber er ist noch nicht gefestigt.

Mir war schon klar, dass es für dich nicht einfach werden würde. Sieh es mal so, dass du auch den Abschied von Bezugspersonen jetzt mitüben kannst. @:) :)*

S|childkrWöte00x7


Weiter machen, ganz klar. Lass Dich für dieses Semester offiziell krank schreiben, dann musst Du auch keine Gebüren zahlen und das wird später auf Krankenkasse, Studiendauer usw. angerechnet.

m s92


Ich finde es auch klar, dass du bleiben solltest. Vielleicht mal eine Woche Therapieerholung einschieben. Aber wenn du jetzt wieder an die Uni gehst, glaube ich, dass du ganz schnell wieder im Alten gefangen bist. Ich wünsche dir ganz viel Durchhaltevermögen!💗

DCé-.liéxe


Danke für eure Rückmeldungen! @:)

Ich weiß, dass ich halt wirklich genau das tun sollte, was ich nicht will, weil das das ist, was am meisten wehtut und davor die größte Panik sitzt.

Natürlich ist es eigentlich offensichtlich, dass ich bleiben sollte. Das ist halt diese piepsige Ja-Aber-Stimme meines destruktiven Anteils (den wir hier Verteidigungsanteil nennen, weil der ja auch mal für was gut war), wobei dieser meiner Teile ja nicht dafür bekannt ist, sinnvoll und klug zu handeln.

Es wird wohl auch darauf hinaus laufen, dass ich noch ganz schön lange hier bleibe. Es ist nur voll anstrengend, weil mich manche Menschen und ihre Eigenarten sowas von nerven, was mir dann auch immer so leid tut, aber das liegt halt auch viel an meiner Grundeinstellung, welche so missmutig ist, weil die Bulimie mich auslaugt und für die ekligen Gefühle wie Ekel, Scham und Schuldgefühlen sorgt.

Wenn ich mich zum Gehen entscheiden würde, wäre das nur eine Flucht aus riesiger Angst heraus...

d;anaje87


Das würde ich dann mal als Beschluß werten. ;-D ;-D Du kannst jederzeit mal ein BE hier einlegen ;-)

DVé.lUiée


Hachja. Vorerst bleibe ich noch hier, aber ich erlaube mir, kurz vorm Semesterstart die Entscheidung noch einmal überdenken zu dürfen.

Hier geht's gerade rund und irgendwie auch nicht. Erst gab es ein riesiges Theater und ich wusste nicht, wo vorne und wo hinten ist und jetzt weiß ich gefühlt gar nicht mehr, was überhaupt ist. Das ist wohl gerade mein Schutz, weil ich sonst verdammt durchgedreht wäre. Die sagen hier immer so schön, dass die Essstörung immer dann so extrem durchkommt, wenns in meiner inneren Welt ernst wird, aber gerade ist da gar nichts irgendwie?

Die Essstörung dümpelt vor sich hin, ich ernähre mich restriktiv und mein Sportpensum nimmt teilweise gewaltige Maße an, aber ich versuche das nicht zum Thema zu machen, aber dann gibts halt keine Themen.

Würde man mich momentan fragen, warum ich hier bin, würde ich wohl mit den Schultern zucken. Ja, keine Ahnung halt. Ich bin nicht mehr so kaputt wie im Februar, aber ganz klar anders kaputt, bloß weiß ich gerade nicht, wo der Schaden genau liegt. Naja, momentan bemühe ich mich einfach, den Selbsthass nicht so sehr hochkommen zu lassen, dass ich mich gerade so nicht zerfleische, was wirklich schwer ist, weil ich mich (gerade mit der Essstörung) einfach nur schuldig fühle und verabscheue, weil ich halt selbst schuld bin, dass ich jetzt wiege, was ich wiege und aussehe, wie ich nunmal aussehe. Kann ich halt nicht leugnen, hat mich ja niemand gezwungen.

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