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Andere Menschen nicht etragen können

NHoa1h Czexrny hat die Diskussion gestartet


Hallo ...

Ich leide seit einiger Zeit an zunehmenden Depressione ... lange nur vermutet, inzwischen aber "offiziell". Wahrscheinlich war ich schon jahrelang unterschwellig depressiv, nur war es mir da noch nicht bewusst. Seit einem Jahr ist es so schlimm, dass ich oft nicht mehr leben will. Die Tatsache, dass ich vollkommen alleine bin, macht es noch schlimmer. Und dagegen kann ich nichts tun, weil ich es nicht mehr ertragen kann, unter Menschen zu sein. Mir geht es schon scheiße, ohne dass ich ständig über belangloses Zeug reden muss und so tun muss, als wäre alles okay. Wenn jemand nett zu mir ist und mir helfen will, dann ertrage ich das aber genau so wenig. Inzwischen habe ich eigentlich alle Freunde verloren, weil ich auf Nachrichten nicht mehr antworte und es ignoriert habe, wenn es an der Tür geklingelt hat. Inzwischen klingelt keiner mehr. Meine sozialen Kontakte bestehen derzeit aus ein paar Internetbekanntschaften, und das auch nur, weil die nicht nachgeben und mir einfach so lange weiter schreiben, bis ich irgendwann antworte. Ich komme nicht damit klar, alleine zu sein. Aber Nähe ertrage ich nicht. Ich fang an zu heulen wenn mich jemand umarmt. Ich habe einfach nicht mehr die Energie, irgendwem etwas vorzuspielen. Aber anders geht es auch nicht. Ich weiß nicht, wie ich da rauskommen soll.

Antworten
sschn:eckeN198p5


Einzige Antwort: Geh langfristig in eine Klinik.

Zuhause rumdoktern wird bei der Schwere, Komplexität und Dauer deiner Erkrankung auf keinen Fall funktionieren.

Das Schreiben hier kann ganz punktuell und kurzfristig Erleichterung verschaffen, aber es ist halt nur ein Herumgeeiere, welches der Tiefe der Problematik in keiner Weise gerecht wird.

J]aal'max_


Hast du eine Therapeutin oder einen Psychiater, mit dem du darüber sprechen kannst?

Könntest du dir ein Haustier vorstellen? War mal eine Empfehlung meiner Therapeutin, weil ich oft von Menschen enttäuscht wurde und auch niemanden mehr an mich herangelassen habe, aus Angst, wieder nur ausgenutzt zu werden. Sie empfahl mir einen Hund, das öffnet Tür und Tor. Als wir unseren Hund hatten, ist man "gezwungen", aus dem Haus zu gehen und kommt auch mit anderen Menschen in Kontakt. Und das beste daran war, dass es in 1. Linie um den Hund ging, nicht um mich. Das gab mir die Zeit, die ich damals gebraucht habe.

Zur Zeit hänge ich auch wieder etwas durch und irgendwann wird wohl ein Kätzchen einziehen dürfen. Nicht jetzt, vielleicht in einem Monat oder im nächsten Jahr.

Könntest du dir so etwas vorstellen? Du hättest Verantwortung und würdest bedingungslos geliebt werden? Für mich war es richtig.

mWsx92


Ich sehe es wie Schnecke, du musst wirklich eine langfristige stationäre Therapie machen. Wie geht es denn derzeit mit dem Essen?

gVhostBablxe


Einzige Antwort: Geh langfristig in eine Klinik.

Zuhause rumdoktern wird bei der Schwere, Komplexität und Dauer deiner Erkrankung auf keinen Fall funktionieren.

Das Schreiben hier kann ganz punktuell und kurzfristig Erleichterung verschaffen, aber es ist halt nur ein Herumgeeiere, welches der Tiefe der Problematik in keiner Weise gerecht wird.

schnecke1985

Das ist absoluter Quatsch, und du kannst hier auch nicht einfach eine Order aufstellen.

Ich bin damals mit derselben Problematik in eine Klinik gegangen...voller Optimissmus und den Willen, wieder fit zu werden. Was ich dort erfahren durfte war grottenmies, erinnerte mich ehr an russische Gefangenschaft, als an gute Therapie, kurzum, es wurde alles noch viel schlimmer und riss mich in die Berentung. Ich bin seitdem arbeitsunfähig.

Besser wurde es erst, als ich längerfristig wieder alleine war und auch allein versucht habe, die Dinge für mich zu regeln.

mPond+s"terne


Was ist Dein Anliegen? Wolltest Du Dir das nur mal von der Seele schreiben?

Hast Du Fragen? Brauchst Du Tipps oder Ratschläge?

Interessierst Du Dich für die Erfahrungen anderer User?

N4oaMh Cz{erny


Ich habe mich mehr oder weniger schon damit abgefunden, dass ich irgendwann entweder zwangsweise in irgendeiner Klinik lande oder warte bis es dafür zu spät ist. Ich schaffe es alleine nicht. Ich kann aber auch niemanden um Hilfe bitten. Um das zu können müsste ich erst mal dieses Problem in den Griff kriegen. Und das krieg ich scheinbar ohne Therapie nicht hin.

Ich habe nächste Woche einen Termin beim Psychiater.

Haustier geht nicht. Ich wohne im Studentenwohnheim. Zuhause haben wir Katzen, die bei mir zu haben hilft mir sogar etwas ...

Mit dem Essen läuft es nicht gut. Ich esse halt nach Gefühl. Das heißt aber z. B. auch, wenn mein Gefühl sagt ich soll kotzen, dann mache ich das.

m+ond+=sternxe


Ich habe mich mehr oder weniger schon damit abgefunden, dass ich irgendwann entweder zwangsweise in irgendeiner Klinik lande oder warte bis es dafür zu spät ist. Ich schaffe es alleine nicht. Ich kann aber auch niemanden um Hilfe bitten.

Dein Zustand ist wirklich übel. :)_

Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie Dir jemand dabei helfen könnte, etwas daran zu verändern.

Hast Du da irgendwelche Vorstellungen, wie man Dir helfen könnte?

mfusiccus_65


Das ist absoluter Quatsch

Nein, keineswegs. Und schnecke1985 schreibt hier viele und meist gute Beiträge.

und du kannst hier auch nicht einfach eine Order aufstellen

Es ist keine "Order" (Anweisung, Befehl), sondern eine Empfehlung.

Hingegen ist es nicht sehr verantwortungsvoll von Dir, den TE auf diese Weise (Horrorgeschichten) vor professioneller Hilfe - ggfs. auch stationär - zu warnen und zusätzlich zu verängstigen.

m6ond+s*ternxe


@ musicus_65

Die Aufforderung in eine Klinik zu gehen ("Geh langfristig in eine Klinik" ist eine Aufforderung), bringt in diesem Zusammenhang nichts. Zu behaupten, es wäre die einzige Antwort, stimmt in diesem Zusammenhang nicht.

Ich teile also die Meinung von ghostable.

EDlafzRemi$cxh0815


(Bitte bis zum Ende lesen.)

Ich komme nicht damit klar, alleine zu sein. Aber Nähe ertrage ich nicht.

Du willst nicht alleine sein. Du willst nicht unter Leute. Du willst gar nichts.

Ich schaffe es alleine nicht. Ich kann aber auch niemanden um Hilfe bitten.

Alleine schaffst du es nicht. Hilfe willst du dir auch nicht suchen. Willst du überhaupt aus deiner Situation raus? Oder gefällst du dir in dieser Opferrolle? Wo du für alles und jedes was du nicht machst, nicht schaffst, nicht versuchst eine einfache Entschuldigung hast?

Inzwischen habe ich eigentlich alle Freunde verloren, weil ich auf Nachrichten nicht mehr antworte und es ignoriert habe, wenn es an der Tür geklingelt hat.

Ob es eine "Nicht-auf-Nachrichten-antworten"-Krankheit gibt weiß ich nicht. Aber ich sehe das du dich bewusst und absichtlich selber in diese Lage gebracht hast.

Ich fang an zu heulen wenn mich jemand umarmt.

Warum? Wegen eines schlechten Gewissens? Das andere dich, ohne all die Vorbehalte die du mit dir herum trägst, akzeptieren kann?

Seit einem Jahr ist es so schlimm, dass ich oft nicht mehr leben will.

Warum tust du es dann?

Was ich mit dieser sehr provokanten Nachricht sagen will ist im Grunde ganz einfach: Erkenne dich selbst. Depressionen sind Scheiße. Aber wenn du es nicht schaffst diesen Teufelskreis zu durchbrechen, wie sollen das dann andere für dich schaffen?

Du verdrehst Ursache und Wirkung. Du fühlst dich nicht schlecht weil du antriebslos bist und dich nichts mehr begeistern kann, sondern es ist genau umgekehrt. Du bist antriebslos weil du dich so schlecht fühlst. Und das ist etwas wo du jederzeit die Wahl hast. Es hat nichts mit Kraft zu tun, mit Anstrengung und Leistung sich selbst zu sagen "Das Leben ist schön!". Das musst du einfach nur machen, es ist kostenlos aber nicht umsonst.

Natürlich kannst du in eine Klinik gehen und dich in die Obhut von fähigen Ärzten begeben. Ich will das nicht schlecht reden!

Aber dann gibst du die Verantwortung für dein Leben und deine innere Zufriedenheit wieder an andere ab statt selber aktiv zu werden.

Du musst als allererstes etwas für dich tun wollen! Egal was. Zu Hause herumsitzen und sich selbst und die Welt zu bemitleiden hilft dir nicht weiter. Geh raus, spazieren, laufen, Fahrrad fahren. Such dir einen schönen Ort in der Natur. Setz dich hin und spüre das Leben um dich herum und die Freiheit. Nicht andere Menschen, sondern "das Wunder der Schöpfung". Denk über dich nach. Was willst du? Was willst du nicht? Frage nicht nach dem Weg, schon gar nicht nach dem Ziel, nur nach der Richtung.

Erkenne das niemand perfekt ist und niemand perfekt sein muss. Das jeder Probleme hat, der eine mehr, der andere weniger. Das man nicht alle Ziele erreichen kann aber Träume wichtig sind. Und das es sich lohnt jeden Tag aufzustehen. Mach dich frei von dem Gedanken den Erwartungen anderer genügen zu müssen. Du bist Noah Czerny und es zählt nur was der will und von sich und dem Leben fordert und erwartet.

N^oah !Czernxy


Ich weiß dass das im Grunde stimmt aber das Wissen hilft mir nicht. Natürlich kann ich theoretisch einfach in die nächste Klinik gehen und denen da sagen dass ich nicht mehr klarkomme. In der Realität gibt es aber tausend Dinge, die mich davon abhalten. Besonders weil ich die Konsequenzen nicht einschätzen kann. Ich müsste mein Studium für ein Semester unterbrechen und das müsste ich meinen Eltern dann sagen. Es hat sich einfach so viel angestaut in den letzten Jahren, wovon sie keine Ahnung haben. Zwischen "Ich bin okay" und "Ich bin komplett depressiv, kann nicht normal essen, ritze mich und habe Selbstmordgedanken" ist die Diskrepanz halt sehr groß.

Ich gefalle mir nicht in meiner "Opferrolle". Ich glaube nur ich kann das hier eher ertragen als das völlige Aufgaben der Kontrolle. Und das würde passieren wenn ich anfangen würde zu reden. Ich weiß halt nicht was dann passieren würde. Und was ich will, weiß ich einfach nicht. Ich glaube, von mir ist einfach nichts mehr übrig.

E5lafRekmich08@15


Ich weiß halt nicht was dann passieren würde.

Niemand weiß das. Das kann man auch gar nicht wissen. So geht es jedem.

das völlige Aufgaben der Kontrolle. Und das würde passieren wenn ich anfangen würde zu reden.

Klingt für mich wie eine sehr fadenscheinige Entschuldigung. Denn nur wer reden dem kann geholfen werden.

Was klingt schlimmer?

Ich müsste mein Studium für ein Semester unterbrechen und das müsste ich meinen Eltern dann sagen.

oder

Ich bin komplett depressiv, kann nicht normal essen, ritze mich und habe Selbstmordgedanken

Versteck dich nicht hinter den Erwartungen anderer. Versuch nicht jemand zu sein der du nicht bist nur um den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Willst du wirklich sagen das du lieber leidest und nach außen heile Welt spielst als zuzugeben ein Problem zu haben? Rede mit deinen Eltern. Es sind deine Eltern. Mit wem wenn nicht mit ihnen solltest du offen reden können?

Und was ich will, weiß ich einfach nicht.

Ich bin mir fast sicher das du es weißt. Du willst es vielleicht nur nicht wahr haben. Denk darüber nach.

Wie kann eine Lösung aussehen? Nein, nichts tun und den Sand in den Kopf stecken ist keine Lösung!

Erinnere dich. Du hast diesen Faden hier eröffnet und über deine Probleme gesprochen. Der Weg zur "Erlösung" wird sicher nicht ohne schmerzhafte Erkenntnisse und Geständnisse ablaufen. Auch in einer Therapie würdest du mit diesen Dingen konfrontiert werden. Es gilt Probleme zu verarbeiten und bearbeiten, nicht diese zu ignorieren.

Ich hatte mal ähnliche Probleme. Lange nicht so ausgeprägt wie deine! Aber ich hatte schon sehr früh für mich beschlossen lieber ich selber zu sein als den Erwartungen anderer zu entsprechen die nicht meine waren. Ich gefalle mir nicht immer in dieser Rolle. Manchmal bedauere ich einiges. Halte es aber nach wie vor für besser als mich ständig verbiegen zu müssen.

Und nein, ich möchte das nicht weiter ausführen!

m6ondE+sterxne


Hast Du eigentlich den Beitrag von ElafRemich0815 zu Ende gelesen?

Ich finde solche Ansammlungen von Imperativen, Zynismen und provokativen Fragen als eine einzige Zumutung. Hilfreich finde ich das nicht. Aber so wie Du reagiert hast, bist Du in solchen Dingen schon relativ abgestumpft, oder?

EzlafReVmich0x815


Entschuldigung.

Ich finde solche Ansammlungen von Imperativen, Zynismen und provokativen Fragen als eine einzige Zumutung.

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