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Andere Menschen nicht etragen können

mdond?+sterne


@ ElafRemich0815

Meinst du damit mich?

Das bezog sich auf Deinen Beitrag über den Du "(Bitte bis zum Ende lesen.)" geschrieben hattest.

ENlaf_Remic?h08125


Ich wollte ihn nur ein wenig aufrütteln und ihm einen Spiegel vorhalten.

Das muss nicht immer der richtige Weg sein. Aber er scheint mir in seinem Denken und in seiner Selbstwahrnehmung ziemlich gefangen zu sein.

Darum hatte ich ja auch den Beitrag genau damit begonnen, damit er nicht schon bei den "Provokationen" aufhört zu lesen und sieht was ich damit beabsichtigt hatte.

p.elzFtiere86


Ich wollte ihn nur ein wenig aufrütteln und ihm einen Spiegel vorhalten.

Das war auch vollkommen richtig. Die Selbstmitleids-Nummer noch zu unterstützen bringt niemandem etwas - am allerwenigstens dem TE.

@ TE

bzgl. Kontrolle behalten, wenn du weiterhin schweigst. Tja, ich fürchte, das sitzt du einen absoluten Trugschluss aus. Dass man gerne Kontrolle über sich und sein Leben hat, kann ich verstehen, denn ich bin selbst derart geartet.

Aber in deinem Fall würde ja gerade das Schweigen bedeuten, dass du keine Kontrolle über dein Leben hast, sondern die Kontrolle deinen psychischen Krankheiten überlässt.

Dieser Trugschluss Kontrolle zu haben, während der Betroffene gerade keinerlei Kontrolle mehr über sein Leben besitzt, ist im Übrigen ein typisches Merkmal der Magersucht.

Swunflo<we<r_73


Was mir ganz krass auffällt: Die Fassade, die Du nach aßen vorspielst. Kontakt zu Freunden abbrechen, weil Du es nicht schaffst, was vorzuspielen. Keine Hilfe annehmen, weil Du nicht zur Last fallen willst. Eltern nicht enttäuschen.

Verdammt noch mal, es geht aber UM DICH. Um DEIN Leben. Nicht das, was andere denken oder wollen. Sondern um DEINE Gesundheit, DEIN Glück.

Klar ist es schwer, die Probleme offen zuzugeben. Sich auf eine stationäre Behandlung einzulassen. Du hast Angst vor den Folgen: Bzgl. Studium, bzgl. Reaktionen der Eltern. Verständlich - aber falscher Denkansatz.

Was sind die Folgen, wenn es SO weitergeht? Du wirst weiter in Deinen vier Wänden versumpfen... das Studium irgendwann nicht mehr laufen... die Unterkunft im Wohnheim wird dann auch schlimmstenfalls wegfallen. Bring' Dich nicht in so eine katastrophale Situation. Es geht Dir jetzt schon schlecht genug, aber es ist "nur" die Depression; nicht drölfzig Folgeprobleme, weil Du Dich um nichts mehr kümmerst und nichts machst.

Ja, beim depressiven "Nichtkönnen" ist es schwierig, sich aufzuraffen. Aber: Kümmere Dich um eine Klinik! Zwangsweise wird Dich so schnell keiner irgendwo einweisen. Außer, Du stehst auf der Brücke und willst springen (überspitzt formuliert). Die Gefahr, dass Du monatelang weiter versumpfst und es niemand mehr merkt, ist viel viel größer.

Kümmere Dich um Klinik (bzw. bitte Deinen Psychiater um eine Empfehlung, Einweisung und ggf. erste Kontaktaufnahme/Ankündgung) - denn wenn Du FREIWILLIG und JETZT handelst, wird die Behandlung faktisch anders aussehen, als wenn Du hoch suizidal notfallmäßig zwangseingewiesen wirst. Außerdem kannst Du Dir JETZT eine Klinik aussuchen und kommst nicht irgendwo hin.

Bitte handele. Brich' aus diesem "Gefängnis Depression" aus. Denn das klingt nach einer ausgewachsenen Depression, die Du allein und mit gelegentlichen Psychiaterterminen nicht in den Griff bekommst. Evtl. könntest Du Dir auch überlegen, den Sozialpsychiatrischen Dienst Deines Wohnortes zu kontaktieren und um Hilfe zu bitten. Die sind dafür da, die kommen auch nach Hause. Und nehmen Dich quasi an die Hand. Können belastbare Ansprechpartner sein, wo DU DU sein kannst und keine Fassade zeigen musst.

Und sttt zu befürchten, was passiert, wenn Du Dich behandeln lässt: Führe Dir bitte auch vor Augen, was alles passiert, wenn Du einfach nur weiter versumpfst. Dann erledigt sich das mit dem Studium schlimmstenfalls von allein oder es entstehen eine Menge mehr Probleme, die nicht sein müssten. Lieber eine kontrollierte Pause!

Und auch wenn es sich so anfühlt, als ob sich das alles gerade gar nicht lösen lässt und die Behandlung doch auch nur witzlos ist und weitere Probleme (Studium, Eltern,...) bringt: Es ist immer einen Versuch wert und wenn DU handelst, können Vorwürfe Dir ziemlich egal sein. Du hast Perspektive, auch mit einer Pause im Studium. Und wenn bei Deinem Zustand jemand die Behandlungsbedürftigkeit nicht versteht, hat DER ein Problem.

Also: Arzt ansprechen, Klinikaufenthalt in Angriff nehmen.

N3oah C3zSerny


Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich weiß dass das stimmt, das weiß ich schon seit Monaten. Aber ich kann nicht. Ich wollte damals auch beim Psychiater anrufen und konnte nicht. Weil ich wie blockiert war.

Mir sagen immer alle, ich solle an die Zukunft denken. Aber die sehe ich nicht. Ich bin mir nicht sicher ob ich meinen 20. Geburtstag noch erleben werde. Ich habe einfach nicht mehr diesen Lebenswillen den ich bräuchte um wirklich etwas zu ändern.

S5unfl9owe$r_73


Dann sag genau DAS dem Arzt. Oder drucke ihm DEINE Aussagen hier aus.

Genau diesen "Pessimismus" bzgl. keine Zukunft meinte ich, den Du ignorieren sollst. Das ist massive Depression, aber eben das: Krankheit. Nicht Realität. Lass' Dein Handeln nicht davon leiten.

Und:

Dir ist es ja irgendwann offensichtlich doch gelungen, einen Psychiater zu kontaktieren. Also konntest Du die Blockade irgendwann durchbrechen. Warum soll es bzgl. weiterer Schritte nicht auch gelingen?

Frifa&fofxumm


Ich habe einfach nicht mehr diesen Lebenswillen den ich bräuchte um wirklich etwas zu ändern.

Dann lebe so weiter.

Denn das ist in diesem Fall Deine einzige Möglichkeit.

Viel Kraft dafür. :°_

Traurig, dass ein junges Leben so freud- und sinnlos gelebt wird.

Verlorene Lebenszeit.

Aber wenn Du es nicht schaffst Dir helfen zu lassen, bleibt alles wie es ist.

Swu_nfloIwer_73


@ Noah

Aus einem anderen Faden. Von jemandem, der Depression kennt, aber erfolgreich behandelt wurde:

sage ich dir lieber was die ungefähr zehnte AD die ich ausprobieren durfte, und die ersten die bei mir eine wirkung zeigen, bewirken, vielleicht bringt das mehr.

ich kann wieder geniessen, ich kann mich wieder auch über ganz blöde sachen wie ein sonnenuntergang freuen, ich sehe nicht mehr alles als "alles scheisse", ich finde manchmal die kraft sogar sachen zu tun die mir auf den keks gehen, während ich jahrzehntelang nicht einmal das tun konnte, was mir eigentlich vorher freude bereitete, ich kann situationen analysieren ohne das ich nur den worst case scenario in betracht ziehe, ich kann schlechte erfahrungen abarbeiten, daraus lernen und beiseite schieben, anstatt das alles immer nur den negativen haufen immer grosser macht, usw, das ist was mir so auf die schnelle einfällt.

achja, und das ohne das ein einziges meiner eigentliche problemen gelöst worden wäre, ganz im gegenteil. nur, jetzt sehe ich meine problemen als problemen, und nicht als "immer nur alles unlösbare und unveränderbare scheisse, ständig, pausenlos, in jede situation und überall".

Quelle: [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/709188/?p=5#p21797222]]

N|oahg Cz1ernxy


Den Termin beim Psychiater habe ich nur weil meine Ärztin da jetzt kurzerhand selbst angerufen und den für mich vereinbart hat. Und mir dann auch das Rezept für die Antidepressiva gegeben. Ich kapiere nur nicht warum erst jetzt wenn sie die eh selbst verschreiben kann ... dann hätte sie mir die ja auch vor drei Monaten schon verschreiben können. Angeblich sollen die nach zwei Wochen wirken. WENN sie wirken ...

S?unflo~weJr_73


Vielleicht fühlt sie sich da nicht kompetent genug bzgl. Verordnung. Vielleicht wollte sie Dich nicht bevormunden. Vielleicht wollte sie abwarten, ob es ohne AD geht. Oder oder oder.

Fakt ist, dass die ersten Behandlungsschritte eingeleitet wurden. Ob Du es nun pessimistisch als Zufall oder "naja, andere haben es halt getan" abtust oder ob der Ablauf nun mal so ist...

Fällt Dir Dein massiver Pessimismus auf?

Und wenn das AD nicht hilft, gibt es den nächsten Versuch. Stationär mit umfassender Behandlung wäre auf jeden Fall aber die bessere Option. Ggf. wenigstens Tagesklinik. Raus aus dem Alleinsein und den unsäglichen Grübelspiralen, die Dich nicht weiterbringen. Bzw. bestenfalls ins schwarze Loch.

E{lafR4em|ich0x815


Glaubst du ernsthaft das alles wieder gut wird wenn du nur ein paar Pillen einwirfst?

Jeder Ratschlag aktiv zu werden wird von dir sofort abgeschmettert. Statt einfach mal was zu machen vergeudest du Zeit und Kraft darin dich weiter aktiv in deinem Elend zu suhlen. So schlimm kann es dir also gar nicht gehen.

Weißt du, egal ob du vor deinen Problemen weg läufst oder gegen deine Probleme anstürmst. Du läufst in beiden Fällen. Merkst du was?

Was ist in deinem Leben schief gelaufen das du mit unter 20 Jahren so geworden bist? Hey... es ist noch mehr als genug Zeit übrig um all diese Dinge anzupacken. Aber wenn du hier nur bedauert werden willst bin ich sicher nicht der richtige dafür!

S&unflo~wer_x73


1. Ein AD kann einiges bewirken.

2. Das Abschmettern ist nun mal depressionstypisch. Da kommt man mit Vorwürfen nicht weiter, sondern bestenfalls mit konstanter Ermutigung und Entkräftung all der vorgebrachten Gegenargumente. Und gerade DASS nur noch das Suhlen im Elend möglich ist, spricht für eine massive Depression.

EflafReqmichT0815


Ich habe auch mal geglaubt depressiv zu sein, aber wenn das die Dekitition von Depression ist dann war ich zu dem Zeitpunkt der glücklichste Mensch auf der Welt.

Wenn das richtig wäre gäbe es keine Chance auf Besserung! Und das will ich nicht glauben.

Klar muss ich keine Ratschläge von wildfremden Menschen auf dem Internet annehmen. Aber ich muss doch selber merken wie beschissen es mir geht und das ich das im Grunde nicht will.

EqlafYRemic8h0h8x15


Hääh? Es sollte Definition heißen.

mXond+nstexrne


Mir sagen immer alle, ich solle an die Zukunft denken. Aber die sehe ich nicht. Ich bin mir nicht sicher ob ich meinen 20. Geburtstag noch erleben werde. Ich habe einfach nicht mehr diesen Lebenswillen den ich bräuchte um wirklich etwas zu ändern.

Ja. Es ist so, wie Du geschrieben hast. Ich finde, man sollte das auch akzeptieren. Wer hat ein Akzeptanzproblem? Du oder andere?

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