» »

Andere Menschen nicht etragen können

N~oahV CEzerny


Ich will von niemandem bemitleidet werden. Wenn ich das wollte, dann würde ich sicher nicht den Kontakt zu anderen meiden eben weil ich eben nicht will dass andere etwas merken. DESHALB fange ich an zu flennen wenn mal jemand nett zu mir ist, weil ich damit einfach nicht mehr klarkomme.

Mir ist inzwischen eh alles scheißegal, da kann ich mir auch Pillen einwerfen. Dass die mich nicht heilen, weiß ich selber. Aber wenn sich dadurch einfach IRGENDETWAS ändert, das wäre ja schon gut.

Ich schreibe hier weil ich einfach verdammt alleine bin. Und weil ich die Bestätigung brauche, dass ich wirklich ein Problem habe und mir das nicht einbilde. Und dass ich das Recht habe mir Hilfe zu suchen. Wenn ich das nicht mache, dann rede ich mit niemandem mehr. Ich war zwei Monate komplett am Ende. Hab nur noch daran gedacht bald zu sterben. Ich weiß nicht wie oft ich hier nachts suf der Autobahnbrücke stand und einfach nur noch wollte dass es vorbei ist. Inzwischen weiß ich dass ich es einfach nicht kann. Entweder bin ich zu feige oder ich habe doch noch ein kleines bisschen Lebenswillen. Ich weiß selber wie nervig mein Verhalten ist. Immer nur jammern und dann nichts tun. Theoretisch könnte ich alle Ratschläge befolgen. Aber praktisch stehe ich dann hier und kann es nicht. Ich kann diese Blockade in meinem Kopf nicht überwinden.

SWunf9lower_x73


Dann geh' den Weg schrittweise. Sag' Deinem Psychiater, was Sache ist. Und schau, was er an Hilfe bieten kann. Kontaktiere den sozialpsychiatrischen Dienst und schau, was die bieten können.

Ganz ohne Dein Engagement wird es nicht gehen. Aber so viel musst Du gar nicht tun. "Verdient" hast Du die Hilfe allemal, und angesichts Deiner Fäden hast Du sie mehr als nötig. Vielleicht steht im ersten Anlauf auch nicht die perfekte Klinik zur Verfügung, aber vielleicht reicht es, um danach die Kraft so haben, dir eine spezialisiertere Fachklinik zu suchen. Die eh Wartezeiten haben.

Kümmere Dich. Es lohnt sich und DU solltest es Dir wert sein.

NKoaVh Cze"rny


Ich fühle mich total weg gerade.

Jtan7x4


Mir geht es schon scheiße, ohne dass ich ständig über belangloses Zeug reden muss und so tun muss, als wäre alles okay.

Ich hatte über längere Zeit eigentlich nur einen guten Freund, mit dem ich oft meine Zeit verbracht hat, und ein markantes Kennzeichen dieser Freundschaft war (und ist nach wie vor), dass wir beide offen dazu stehen, dass nicht alles ok ist, uns es nicht gut und wir nicht über belangloses Zeug reden.

N1oaHh C"zerxny


Ich bin zu tief drin um jetzt mit dem Reden anzufangen. Ich habe ein Mal versucht einer guten Freundin von meinen Problemen zu erzählen und darauhin fing sie an zu weinen. Und da war es nicht mal ansatzweise so schlimm wie jetzt. Das hat mir gereicht. Es gibt auch einfach nichts zu sagen.

J'aSn74


Wollte damit nur sagen - ich kenn das auch, dass man mit all dem "normalen Kram" nix anfangen kann und sich in Gegenwart "unverstandener Normalos" nur noch schlechter und völlig unverstanden fühlt. Aber es muss halt nicht immer so sein, es sind nicht alle Leute so. In Bezug auf eine Menge besagter Normalos gehts mir mit dem Titel des Fadens eigentlich auch nicht anders.

N#oahV Cz0ern=y


Ich kann sowieso mit niemandem reden weil ich alle nur ankotze. Ich kotze mich ja selber an. Ich würde mir den ganzen Scheiß irgendwann auch nicht mehr anhören wollen.

Jea.nB74


Ach ich weiss gar nicht. Mein depressiver besagter Freund hat immerhin (natürlich ziemlich zynisch-sarkastisch) eine Menge Dinge gesagt, auf die normale Leute einfach nicht kommen würden, und die durchaus sehr intelligente Art auch schräg und witzig (und abgründig) waren/sind. Das hat auch durchaus Unterhaltungswert. Alle haben immer gedacht, wir würden uns nur ganz trübsinnig und depressiv unterhalten, aber das Gegenteil war der Fall. Wir lachen eigentlich sehr viel.

Und ein Großteil der großen Weltliteratur besteht aus dem "ganzen Scheiß". Wen interessiert schon 08/15 gute Laune Normalo Kram ??? Die Abgründe sind viel bedeutsamer.

Du bist mit Sicherheit eine interessante Person die viel zu sagen hat über Dinge, mit denen diese ganzen Normalos niemals in Kontakt kommen. Das ist schon ein Wert für sich.

g^rauxm


Noah, dein Verhalten ist nicht nervig und du kotzt andere nicht an. Sie wissen nur nicht wie sie dir helfen sollen - sind überfordert. Das treibt Mitmenschen manchmal zu merkwürdigen Reaktionen, aber das zeigt nur ihre Hilflosigkeit.

Du kommst um professionelle Hilfe nicht rum. Und Hilfe willst du sicherlich, alleine dein flennen, wenn sich jemand um dich kümmert. Das ist kein Mitleid, das ist echte Hilfe und Rückhalt und dir wird bewusst wie sehr dir das vermutlich schon immer gefehlt hat

c|omp(y{freaxk


Was Jan74 schreibt kann ich bestätigen.

Es gibt jede Menge unterschiedlicher Menschen da draußen. Der größte Teil davon kann mit mir wohl genau so wenig anfangen wie ich mit ihnen. Man kann zwar z.B. zusammenarbeiten, wenn es erforderlich ist oder von einem verlangt wird, man kann also zweckmäßig interagieren und das klappt. Aber wenn man sich "einfach nur so trifft" dann stimmt irgendwas nicht. Man findet einfach keine "gemeinsame Basis". Ging mir öfters so, dass eine Gruppe von Studenten/-innen, zu denen ich durch Gruppenarbeit gehöre, über irgendwelche Themen quatscht, die einerseits von der meiner eigenen Lebenswirklichkeit meilenweit entfernt sind und mich andererseits auch wirklich nicht interessieren. Ich fühle mich dann beinahe so wie beim Fernsehen, man schaut nur zu und nimmt gar nicht mehr an der Interaktion teil. Bis diese Themen durch sind und man sich z.B. wieder der Gruppenarbeit oder einem Thema widmet, bei dem man selbst irgendwie mitschwingt.

Andererseits habe ich Menschen kennengelernt, die selbst nicht gerade sehr "normal" sind aber dafür immer irgendwelche interessanten Gesprächsthemen haben und auch sonst ganz anders sind. Ich kann es schlecht beschreiben. Es ist nicht nur ein oberflächlicher Austausch, der darauf angelegt ist, sich selbst im ungeschrieben sozialen Gefüge nach oben zu befördern, indem besonders lustige oder tolle Sprüche abgegeben werden. Das Gefühl hatte ich oft an der Uni. Das habe ich auch nur schlecht ertragen und mich dem entzogen, was ja klar ist, wenn man nie zu "sozialen Events" kommt (trotzdem war ich gefühlt nicht ganz unten durch, weil ich im sozialen Gefüge relativ nah an dem größten Sprücheklopfer von allen angesiedelt war, da wir uns schon länger kannten, das hat wohl etwas abgefärbt). Jedenfalls… bei manchen Personen existiert dieser Drang einfach nicht, bei anderen ist er abgeschwächt, wenn man sich besser kennt. Dafür kann man dann 10minütige Dialoge über irgendwelche "langweiligen" Themen abspulen und es wird gebannt zugehört und bei Details nachgehakt. Wo "normale" Menschen längst abgeschaltet hätten oder wissen wollen, wie denn das Wetter nächste Woche wird oder wo der nächste Sommerurlaub hingeht.

Und meinst du mit

Ich kann sowieso mit niemandem reden weil ich alle nur ankotze.

auch hier das Forum? Ich glaube nicht dass du hier jemanden ankotzt, weil hier sucht sich jeder selbst aus, welche Threads er liest. Du könntest also im 10-Minuten-Takt neue Gedanken hier reinposten und niemand könnte objektiv etwas dagegen sagen. (Vielleicht der Admin, falls es den Server zu sehr belastet oder so. Unwahrscheinlich. ;-D )

Aber vielleicht meinst du Menschen im echten Leben? Da ist es halt echt nicht einfach, jemanden zu finden, der bei sowas zuhört. Entweder sehr gute Freunde oder Angehörige. Das kann natürlich nicht schaden, aber ein Wundermittel ist es auch nicht – es hilft sicher, die belastenden Gedanken loszuwerden, aber wirklich "geheilt" wird man dadurch dann noch nicht sein. Da muss jemand ran, der die Funktionsmuster des Gehirns versteht. Der dir hilft, deine schlechten Gefühle und Gedanken zu analysieren und zu verstehen, woher sie kommen. Warum es dir so wichtig ist, nicht zuzunehmen, obwohl du Untergewicht hast. Und so weiter. Ich denke, das ist der sinnvollste Weg, um aus deinen miesen Gedanken rauszukommen und ein schönes Leben zu führen. Hoffentlich klappt das mit deinem Termin diese Woche.

mPusicUus_6=5


Ich habe ein Mal versucht einer guten Freundin von meinen Problemen zu erzählen und darauhin fing sie an zu weinen. Und da war es nicht mal ansatzweise so schlimm wie jetzt. Das hat mir gereicht.

Du kannst ganz sicher sein, daß der Psychiater, dem Du - hoffentlich - Deine Symptome berichten wirst, nicht in Tränen ausbricht. ;-)

NNoah CzRerfnxy


Über meine Probleme kann ich nicht reden und über etwas anderes will ich nicht reden. Das ist das ganze Problem bei der Situation.

Und meinst du mit

Ich kann sowieso mit niemandem reden weil ich alle nur ankotze.

auch hier das Forum?

Ja. So neben der Spur dass ich nicht merke, dass ich hier im Stundentakt irgendeine übertrieben emotionale Scheiße von mir gebe, bin ich jetzt auch nicht. Wenn meine Ärztin den Psychiater-Termin nicht für mich vereinbart hätte, dann würde ich in drei Monaten immer noch hier sitzen und sagen dass es mir scheiße geht und ich nicht mehr klarkomme. Es bringen keine tausend gutgemeinten Ratschläge irgendwas wenn ich sie am Ende nicht befolge. Dass dann irgendwann auch keiner mehr Lust hat was dazu zu sagen, ist klar.

NJoah mC}zerxny


Der Psychiater-Termin war heute. Sehr viel weitergebracht hat mich das auch nicht.

mbond+snte~rxne


Dass dann irgendwann auch keiner mehr Lust hat was dazu zu sagen, ist klar.

Bei mir hat es einen ganz anderen Grund, dass ich keine Lust mehr habe zu schreiben.

JZan7x4


Der Psychiater-Termin war heute.

Was hat er/sie denn gesagt?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH