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Freundin ist psychisch am Boden, wie soll es weitergehen?

sVounddxers hat die Diskussion gestartet


Hallo Liebe Community,

meine freundin und ich sind nun seit 10 monaten zusammen. wir führen eine fernbeziehung, sehen uns also an wochenenden, ca. 0-3 mal im Monat. Sie hatte schon seit ich sie kennengelernt habe leichte psychische Probleme, aber es ist nun immer schlimmer geworden. Zu ihr: sie hatte immer wenig freunde, mittelmäßige noten, ist aber nicht dumm. sie ist ohne vater aufgewachsen und wurde früher für ein jahr gemobbt, aufgrund ihrer hautfarbe(schwarz). Nun, sie hat sich vor ca. 3 monaten in psychologische behandlung begeben, nach starkem druck von mir, denn sie ritzt sich. nicht sehr oft, aber recht oft. sie ist antriebslos, motivationslos, schüchtern und sehr angeschlagen. sie ist sehr schnell verletzt und weint fast jeden tag.

ihre mutter hat auch depressionen, es liegt also nahe, dass sie wohl eine psychische krankheit vererbt bekommen hat, die ihr nun das leben versaut. wenn sie nicht mit mir zusammen ist, ist sie unglücklich und traurig, aber es geht nunmal nicht anders! es geht ganz einfach nicht anders, aber sie sieht das nicht ein. sie ist auch ein wenig kindisch und stellt sich das leben vor wie ein wunderland. aber ich kann ihr die realität auch nicht nahe bringen, denn sie ist zu stur, sie lässt es sich nicht sagen und sie will es auch nicht hören. sie macht alles nurnoch schlimmer indem sie sich einredet, sie würde etwas nicht schaffen. sie hat eine ausbildung als einzelhandelskauffrau angefangen, nachdem ich sie mit nachdruck zum bewerben gedrängt habe. sie sagte mir sie sei wahrscheinlich glücklich wenn sie eine haben würde und dass alles besser werden würde. Ich wünschte es wäre so geworden, aber es ist alles noch schlimmer geworden. sie ist total überfordert und hält sich jeden tag für eine versagerin und verliererin weil sie keine freunde habe(sie hat eigentlich 2 freundinnen, sie pflegt bloß den kontakt nicht). ich sage ihr immer dass es nicht so ist aber es bringt rein garnichts!

nun will sie nach 2 wochen ausbildung in eine klinik, sie meint, sie könne das nicht mehr und sie will wirklich keine antidepressiva ausprobieren. sie will es nichtmal probieren, was mich sauer macht. sie ist so ein lieber mensch, aber es geht ihr immer schlechter und sie wird immer labiler. ich kann weder zu ihr ziehen, noch sie zu mir. ich gebe mein bestes, immer, aber ich weiß nicht wie lange ich noch kann. ich weiß aber, dass sie ohne mich nicht weiterleben würde, was mein ernst ist. das problem ist, dass ihr wohl nichts hilft! auch keine seelsorge hotline, wenn selbst die psychologin rein garnichts bringt! ich weiß nicht wie es weitergehen soll, ich liebe sie und will sie nicht verlassen, ich will aber nicht dass sie überhaupt kein fuß im leben fassen kann.

ich bin 19, sie ist 17.

hat jemand eine ahnung oder kann jemand aus erfahrung sagen was ich tun kann? ich wäre wirklich sehr dankbar

MfG sounders

Antworten
c]ompyfWreamk


Schwierig. :-|

nun will sie nach 2 wochen ausbildung in eine klinik

Vielleicht würde ihr das ja helfen? Aber oft sind antidepressiva eben wirklich sinnvoll, weil sonst gar kein vernünftiges "arbeiten" an den Problemen möglich ist. Vielleicht kann man ihr das von Seiten der Klinik erklären, bevor man sie stationär aufnimmt? Vielleicht würde sie es dann versuchen und evtl. feststellen, dass der Klinikaufenthalt gar nicht mehr nötig ist?

sEchnejcke19x85


Erst mal: Das tut mir leid, für dich und für sie.

Aber der Klinik sollte sie eine Chance geben. Und wenn dir was an ihr liegt, dann solltest du sie dabei unterstützen :)* :)_ Fakt ist: Je früher und je jünger eine Behandlung angegangen wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Es kann auch sein, dass die Beziehung die Behandlung nicht überlebt. Aber, wenn man einen Menschen wirklich liebt, dann muss man ihn loslassen, wenn es denjenigen glücklicher macht.

Schau mal: Klinikzeit (so um die drei Monate) ist überschaubar. Die Kontaktsperre (so um die zwei Wochen) ist überschaubar. Natürlich tut euch beiden das erstmal weh, aber eine unbehandelte psychische Krankheit führt früher oder später deutlich sicherer zum Aus, als die Trennungszeit während der Klinik.

Ich hab mir immer gesagt: Wenn es der EINE ist, dann kommen wir mit allem klar. Wenn es nicht der richtige Mann ist, dann weiß ich wenigstens bald bescheid, und nicht nach verschwendeten Jahren (für mich und ihn). Außerdem neigen unbehandelte psychische Störungen dazu, sich über Generationen fortzusetzen. Das heißt, auch zukünftige Kinder würden in die Chose mit hineingezogen.

Es wird sicher für euch beide sehr hart werden. :)* :)* :)* :)* :)*

Aber: Ein Weitergehen kann es nur geben, wenn sie Hilfe bekommt.

L=inxea


Kurze Zwischenfrage: Ich finde gerade den Zusammenhang zur Dermatologie nicht. Wäre Dein Thema nicht woanders besser aufgehoben?

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