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Unwohlsein in größerer Gruppe/ Falsche Freunde

MSa6rrix2 hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen!

Ich habe folgendes Problem und würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

Als ich 14 war, habe ich angefangen mich von meinen Freunden zu distanzieren. Ich saß jedes Wochenende alleine zuhause, habe gelesen oder Musik gehört. In dieser Zeit fingen meine Freunde an abends auf Partys zu gehen, Alkohol zu trinken und zu rauchen. Ich fühlte mich damit komplett überfordert und wollte nicht, dass sie sich in diese Richtung veränderten. Also haben alle aus meinem Freundeskreis und meiner Klasse ihre Erfahrungen mit Alkohol, Jungs und Partys gemacht...außer ich. Ich schirmte mich immer mehr von den anderen ab. Wenn mich jemand nach einem Treffen fragte, gab ich vor keine Zeit zu haben und blieb zuhause. Ich hatte das Gefühl anders zu sein als meine Klassenkameraden und hatte regelrecht Angst davor mich mit jemandem zu treffen geschweige denn auf Partys zu gehen. Das ganze zog sich ungefähr 1,5 Jahre so hin. Ich fühlte mich immer unwohler in der Gegenwart meiner Freunde und konnte Probleme niemandem mehr anvertrauen. Meine ehemalige beste Freundin hatte sich neue Freunde gesucht, so wie beinahe alle meine Freundinnen. Ich fühlte mich einfach nicht mehr zu ihnen zugehörig, da sie sich zunehmend für andere Dinge interessierten als ich.

Einige Zeit später besserte es sich langsam. Ich ging auf ab und zu auf Partys und fing wieder an etwas mit meinen Freunden zu unternehmen.

Aber trotzdem scheint sich alles verändert zu haben. Keiner fragt mich mehr nach einem Treffen und wenn ich mal mit meinen Freunden zusammen bin, weiß ich nicht worüber ich mit ihnen reden soll. Dieses Probleme habe ich allerdings auch bei fremden/ anderen Menschen. Ich habe das Gefühl, dass sich niemand mehr so wirklich für mich interessiert.

Besonders in größeren Menschengruppen fühle ich mich unwohl und dann, wenn ich nur wenige Leute kenne. Ich rede dann wenig, aber es spricht mich auch nie jemand an. Wenn es lauter wird, weiß ich nicht mehr was ich tun soll und wäre am liebsten zuhause. Ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen, wünsche mir dennoch (abseits von der Masse) Zuneigung.

Was meint ihr? Bin ich einfach nur introvertiert und schüchtern oder tun mir meine "Freunde" nicht gut, weil sie einfach andere Interessen (Partys etc.) haben als ich? Dazu kommt, dass sie alle eher extrovertierte und "laute" Menschen sind (falls ihr versteht, was ich meine).

Tut mir leid, wenn der Beitrag so durcheinander ist, aber ich musste das alles mal loswerden. Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Danke!

Antworten
eLxpe?rte5x6


mach dir keine Sorgen, mit dir ist alles in Ordnung. Ca. 70 % aller Deutschen haben Angst vor fremden Menschen bzw. vor größeren Gruppen, habe ich mal gelesen. Das ist völlig normal. Wenn ich mit dem Bus oder U-Bahn fahre, fühle ich mich auch nicht besonders wohl.

m'arvkusa0815


Ging mir als Mann genauso. Ich wollte mit dem Alter selber nicht auf Parties (zu laut, zu exzessiv, zu geschmacklos). Besonders das exzessive Trinken mancher Personen konnte ich nie nachvollziehen.. mit den Jahren hab ich selber auch mal ein paar Bier zu mir genommen & ein bischen Spass gehabt, aber da gibt's ja Leute die täglich trinken und fortgehn.. bzw trinken, dann kotzen, dann weitertrinken...

Hemmungslos feiern, schreien, tanzen etc konnte ich aber auch wirklich betrunken nie.. es war immer eine gewisse Selbstkontrolle vorhanden, bzw eine innere Stimme, die in Frage gestellt hat, ob das, was ich jetzt evtl machen wollen würde, gut/sinnvoll sei, oder ich es bereuen würde.

Sagen wir so.. wenn du in der Schule, oder in der Freizeit unter Freunden, nicht der Typ bist, der laut sein & im Mittelpunkt stehen muss, dann bist du halt eher ein ruhiger, introvertierter Typ.

Ist nix schlimmes. Is nur eine Charaktereigenschaft wie jede andere. Ist nicht angenehm, wenn man andere Menschen beobachten muss, die sich in sozialen Situationen viel leichter tun, und offensichtlich mehr Spass haben - aber, auch introvertierte Leute haben Stärken, und wir haben definitiv unsere Daseinsberechtigung :)z

Viel mehr fällt mir jetzt nicht ein, das die Situation besser für dich machen würde. Zmd kann ich dir aber garantieren, du bist definitiv nicht allein :)^

M4arrix2


@ experte56

Ja vermutlich hast du recht..

@ markus0815

schön zu hören, dass es auch anderen so geht wie mir :) es fällt mir einfach nur so schwer zu akzeptieren, dass ich eher ein ruhiger Typ bin und damit nicht wirklich in meinen Freundeskreis reinpasse..

Danke ihr beiden für eure Lieben Worte und die zeit, die ihr euch genommen habt, um mir zu antworten!

LG

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