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Das Kapitel endgültig abschließen - Wie?

Jyulexy


Ich kann mir sehr gut vorstellen, was das für ein Gefühl ist, wenn man gewinnt. Aber was ist, wenn man verliert? Kenne leider genug Frauen, die verloren haben. Und davor hab ich zu große Angst.

Pzlüsc6hbixest


Wie lange hätte man denn Zeit sowas zur Anzeige zu bringen?

Da gibt es doch Verjährungsfristen.

LQia20x15


Müsste man halt abwägen, vielleicht mit einem Anwalt sprechen,

Ja, manches verjährt schon nach 5 Jahren. Fand ich unverschämt als ich den Anzeige mit 14 und die sagen mir bei manchen Sachen, die wären schon verjährt. >:(

PyrscThbiexst


War das seitens der Regierung nicht mal im Gespräch dass die Verjährungsfristen verlängert werden sollen?

J_uulexy


Ich dachte, wenn was in der Kindheit passiert verjährt es erst wenn man 28 ist? Bin mir aber nicht sicher.

Ok mein Kindheitstrauma ist bestimmt verjährt, aber das andere noch nicht...

LJia20x15


Das lässt sich sicher leicht ergoogeln.

L3ia2301x5


Letztendlich ist es wichtig, denke ich, dass du dir im Klaren darüber wirst, was du möchtest. Wenn du sie anzeigen möchtest, dann informier dich wegen der Verjährung, lass dich beraten, ob du in deinem Fall eine Chance hast zu gewinnen.

Und natürlich kannst du dann immer noch nicht wissen, ob du gewinnst. Aber es geht ja auch nicht nur um den Sieg, finde ich. Auch darum zu zeigen, dass du dich traust, dass du keine Angst mehr hast. Selbst wenn du nicht gewinnst, die Täter machen sich mit Sicherheit vor Angst in die Hose, wenn Sie erfahren, dass sie deswegen vor Gericht müssen. Diese Genugtuung allein wäre es mir ja schon wert. ]:D

fbalcYo jpel(egrRincoidexs


Und du hast keine psychische Erkrankung behalten. Gut du sagst, dass du in Psychatrien warst aber ich meine, bist du heute psychisch gesund? Vielleicht habe ich dich aber auch nicht richtig verstanden?

L!ia20915


Also ich würde behaupten, dass ich psychisch gesund bin, das hast du schon richtig verstanden.

faalco 'pelegrUinoxides


Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass jemand, der die ganze Kindheit und in der Jugend multiple Schwersttraumas erlebt hat, mit 21 psychisch gesund ist.

Wie ist das möglich? Dazu noch verheiratet, ein Haus und in einer Führungsposition arbeitet? Menschen die weniger schlimme Traumas erlebt haben, haben schon Traumafolgestörungen. Mit welcher Therapieform würde bei dir gearbeitet?

Vielleicht tue ich dir unrecht, wenn ich hier meine Zweifel äußere aber was du beschreibst ist wirklich ungewöhnlich.

LQiaA20x15


Alle Therapien haben nicht geholfen, ich hab alles mögliche ausprobiert. Therapeuten waren meist eher überfordert mit mir hatte ich das Gefühl.

Dann habe ich mir vorgenommen, dass ich ein glückliches Leben haben will, von ganzem Herzen. Und dass ich alles dafür tue, dass es mir gut geht, egal wie schwer das sein mag. Hört sich leichter an als es klingt, aber als ich davon wirklich von ganzem Herzen überzeugt war, ging es mir nach einer Weile schon um einiges besser. Ich hab mich nicht mehr selbstverletzt zum Beispiel, aufgehört mich selbst zu bemitleiden usw.

Dann habe ich die Person kennengelernt mit der ich jetzt verheiratet bin, die auch in ihrer Kindheit viele schlimme Dinge erlebt hat. Sie ist die einzige Person, bei der ich mich fühle als werde ich wirklich verstanden mit dem was mir passiert ist. Sie hatte ihrer Traumata bereits hinter sich, hatte dafür allerdings länger gebraucht als ich und hatte wiederum Hilfe von einer Person, die ihre Traumata bereits überwunden hatte.

Ihre Hilfe zusammen mit meinem Willen, dass es mir wirklich gut gehen soll, hat mich dann noch einmal 3 Jahre gebraucht bis ich mich recht gesund gefühlt hab. Zu dem viel es mir leicht zu verstehen, was wirklich passiert ist. Viele Geschädigte haben zum Beispiel schlimme Schuldgefühle, fühlen sich ungeliebt oder haben das Gefühl, dass alle Menschen schlimm oder Sexualität immer etwas schwieriges ist. Das hatte ich anfangs auch, aber dann auch recht schnell nicht mehr.

Letztendlich ist geistige Gesundheit ja immer so eine Sache, aber ich wüsste nichts an mir, das ich als psychische Krankheit bezeichnen würde. Ich hab sogar vor einigen Monaten ein Gutachten gemacht, wo mir die Psychologin bestätigt hat, dass auch sie findet, dass psychisch alles in Ordnung mit mir ist.

Auch alle offensichtlichen Anzeichen wie Depressionen, Aggressionen, Antriebslosigkeit, Probleme bei der Sexualität, Vertrauensschwierigkeiten, Flashbacks, Albträume, Angstzustände, Zwangserscheinungen...das alles habe ich nicht mehr.

Warum das letztendlich so ist, warum es mir im Vergleich zu anderen Menschen so leicht fiel mich zu verändern und gesund zu werden - Ich hab keine Ahnung. Über diesen Punkt kann ich nur spekulieren.

Die Heirat war dann irgendwie selbstverständlich. Wir tun uns unglaublich gut und nachdem wir 4 Jahre zusammen waren, immer noch irgendwie verliebt und glücklich miteinander, da war es für uns das richtige zu tun.

Bezüglich dem Job: Ich lerne sehr schnell. Ich hab, als ich angefangen habe meine Probleme wirklich anzugehen, angefangen damit Sachen zu lernen. Im Internet kann man heutzutage ja fast alles finden. Hab dann die Theorie aus dem Internet in die Praxis umgesetzt und als ich mich dann beworben habe, gab es eigentlich nur 2 Reaktionen: Die eher begeisterten, die mich am liebsten gestern einstellen wollten und die, die sehr misstrauisch waren und mir sofort abgesagt haben.

Wir verdienen beide sehr gut, haben dann ein Haus gemietet, die monatlichen Kosten waren allerdings sehr hoch, sodass wir uns dazu entschieden haben, das Geld nicht einfach zu verpumpen und stattdessen das Haus zu kaufen.

f6al7co pe/legrVinoixdes


Du sagst, dass du psychisch gesund bist aber trotzdem ein Teil an dir mnagt. Wie äußert sich das genau?

Ist es bei deinen Mann auch so, dass er psychisch gesund ist?

aru5fgYexlöste


Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, dass jemand, der die ganze Kindheit und in der Jugend multiple Schwersttraumas erlebt hat, mit 21 psychisch gesund ist.

Wie ist das möglich? Dazu noch verheiratet, ein Haus und in einer Führungsposition arbeitet? Menschen die weniger schlimme Traumas erlebt haben, haben schon Traumafolgestörungen. Mit welcher Therapieform würde bei dir gearbeitet?

Vielleicht tue ich dir unrecht, wenn ich hier meine Zweifel äußere aber was du beschreibst ist wirklich ungewöhnlich.

falco pelegrinoides

Genau DAS wollte ich auch dazu sagen. :-/

Selbst, wenn man nur die Hälfte von alldem erlebt hat, knuspert man ein Leben lang an seinen psychischen Schwierigkeiten herum. Der eine mehr, der ander weniger.

Aber du hast ja regelrecht eine Senkrechtstart in Sachen Karrière hingelegt und mit 21 schon ein Haus noch dazu. Wie macht man das?

avuf0gelös3te


Ach ja, von dem nagenden Teil möchte ich auch gern mehr wissen. @:)

L,ia 20x15


Ich verstehe eure Bedenken gut. Leider weiß ich nicht, warum ich mich so entwickelt habe. Das war auch für mich immer ein Rätsel. Alles was ich weiß habe ich in den längeren Beitrag von heute geschrieben (12:33).

Manche vermuten es liegt daran, dass ich eben sehr schnell lerne und dadurch eben auch schnell lernen kann, besser mit mir und meinem Leben umzugehen. Oder daran dass es mir sehr leicht fällt Altes hinter mir zu lassen. Letztendlich weiß ich es nicht.

Zum Thema wie es an mir nagt: Ich merke einfach, dass ich mit einem Teil noch nicht abgeschlossen habe, dass ich manchmal daran denke und ich mich unruhig und selten auch traurig fühle. Es sind Dinge, die für mich nicht geklärt sind und die ich auch nicht klären kann.

Dinge, an die ich mich nicht genau erinnern kann oder wo mir anderweitig Informationen fehlen, die ich nicht einholen kann.

Zum Beispiel weiß ich von Personen, über die ich eigentlich keine Informationen habe, die mir jahrelang schreckliches angetan haben. Die heute auf freiem Fuß sind, die wahrscheinlich immer noch Schlimmes tun mit Menschen, die ich in grauenvollen Situationen kennengelernt habe.

Es belastet mich nicht arg, wie gesagt ich denke eigentlich eher selten an das alles. Aber doch noch öfter als über die Dinge mit denen ich komplett abgeschlossen habe, wie dem sexuellen Missbrauch meines Adoptivvaters.

Es sind immer Situationen, wo ich gerne Menschen konfrontieren würde, aber nicht kann oder es schon so oft versucht habe, dass ich weiß, dass aus diesen Menschen keine Informationen zu holen sind.

Ich würde gerne auch mit diesen Dingen abschließen, weiß nur nicht wie. Deswegen habe ich auch diesen Faden gestartet.

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