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Erfahrung mit meinem Therapeut

Fcrzosxtii hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich muss mich mal etwas auslassen, weil ich irgendwie im moment ziemlich verunsichert bin. Bei meinen gesprächen fällt mir öffters auf das er mich mehrmals fragt was ich von ihm erwarte, wie er mir helfen könnte. Das haben wir in den ersten Stunden alles besprochen, was ich mir durch diese Therapie erhoffe, was ich mir erhoffe und meine Ziele für die Zukunft. Aber bei jedem Thema, obwohl es oft immer dasselbe ist, fragt er mich, was Er machen soll. Ich weiß gar nicht mehr was ich ihm antworten soll, weil er die antworten mittlerweile kennt. Keine Ahnung wie ich das beurteilen soll. Ich habe das Gefühle ich müsste ihm seinen Job erklären.

Genauso als ich ihm erzählte, das ich mich nicht sehr attraktiv finde und das mich die Frauen nicht beachten, antwortete er mit so einem Spruch: Was erwartet sie jetzt von mir? Ich kann sie schließlich nicht schöner machen das sie eine Freundin bekommen.

Das war ne harte hausnummer. Da denke ich schon seit Wochen dran und mittlerweile dreht sich mir der Magen um wenn ich einen Termin habe. Ich habe schon regelrecht Angst dahin zu gehen.

Die andere Sache ist noch, das er mir auch damals sagte, ich hätte eine extreme selbstunsicherheit und das er zweifel daran hätte das ich das durchzuziehe.

Ich fühle mich im guten und ganzen nicht sehr verstanden und motiviert. :-(

Antworten
R0iqost2x8


Sofort wechseln. Es kann ne Zeit dauern bis du jemand findest mit dem du gut arbeiten kannst, aber sowas hab ich ja noch nie gehört!

Bge&nita~Bx.


Dann sag ihm doch bitte Deine Gefühle. Du fühlst Dich hilflos und willst diese Hilflosigkeit überwinden.

Therapeuten sind darauf angelegt, daran zu arbeiten, dass Patient selbst auf die Lösung kommt, sprich andere Denkmuster erarbeitet und dabei durch Übungen gefestigt und unterstützt wird.

Du mußt aber erst mal erkennen, dass Du schon Angst bekommst, zu ihm hinzugegen wegen der Hilflosigkeit. Das ist doch ein wunderbares Thema, ihm das zu vermitteln. Um dann mit ihm dran zu arbeiten.

F[roZstii


ja, ich glaube auch das ich ihm das am Mittwoch mal sagen werde. Es ist schon schlimm mit mir. Wenn ich erstmal diese blockade in mir habe schaffe ich einfach gar nichts. Wobei ich auch nicht glaube das ich die Hausaufgaben direkt schaffen werde nur weil er mir das jetzt auf gibt. Ich war schon tausend mal einkaufen und es wird trotzdem nicht besser. Ich meide es wo es nur geht.

Es liegt auch daran das ich leider sehr oft müde bin und einfach keine Energie habe. Ich fühle mich als wäre ich 90 Jahre alt. Kann kaum richtig laufen und meine Beine und Arme sind sehr schwer. Es ist ein Teufelskreis.

Mein Denkmuster ist eigentlich recht zerstreut. Ich denke grundsätzlich immer negativ und das bei bevorstehenden ereignissen schlimme Dinge passieren. Ich befinde mich die meiste Zeit gar nicht in der Realität.

Zum beispiel jetzt. Ich sitze schon den ganzen Tag hier und schaffe einfach nichts. Ich hab hunger, muss wäsche waschen, aufräumen usw. Sobald ich in der Küche stehe kommt dieses kalte Gefühl der leere in mir.Ich fühle mich innerlich richtig gestresst und überfordert. Einfach dieses gefühl das mir alles zuviel wird. Ich überleg oft, ob es richtig ist was ich mache, oder ob ich es besser lassen soll. Dann fange ich an die Zähne zusammen zu beißen, bekomme Kiefer und Nackenschmerzen und paar Minuten später Kopfschmerzen. Dann fühl ich mich ausgelaugt und muss mich hinlegen. Mein Herzschlag wird sehr langsam, aber stark, als wenn es mir fast aus der Brust springt. Ich kann dieses innerliche Gefühl eigentlich gar nicht beschreiben, ich komme dagegen nicht an mich da durchzuringen.

Als ich ihm das erzählte, fragte er mich auch was er da tun soll. Ich zuckte mit den schultern und antworte, das ich das nicht wüsste. Er schaute mich zwei Minuten lang und wartete. Dann meinte er, das wäre mist was ich machen würde. Ich hab keine Ahnung was er von mir will.

B6al)duxrhh


Ich weiß nicht, was Du bisher gemacht hast, um körperliche Symptome abzuklären. Aber es wäre denkbar, dass Du z.B. mit Vitalstoffen unterversorgt bist. Ich z. B. hatte das bis zum Februar dieses Jahres auch. Ständig müde und abgeschlagen. Im Februar dieses Jahres habe ich meine Ärztin dann gebeten, meinen Vitaminstatus mal zu testen dabei kam heraus, dass ich einen erheblichen Mangel an Vitamin B12 und D habe. Seit ich das ausgleiche, geht es mir körperlich wieder besser.

Was die depressiven Symptome angeht, wäre die Frage, ob Du Medikamente bekommst und - falls ja - ob es die richtigen sind. Bin eigentlich kein Freund von Tabletten, aber in bestimmten Situationen können sie unterstützen. Es ist ok gegen bestimmte Symptome anzukämpfen, aber wenn das "Zähne zusammenbeißen" zu weiteren Beschwerden führt, musst Du trotzdem etwas ändern, was das genau ist, wird Dir vermutlich kein Therapeut sagen können, weil es evtl. viele kleine Dinge sind, die Du verändern musst, damit es Dir wieder besser geht.

BHenSitaRB.


Mein Denkmuster ist eigentlich recht zerstreut. Ich denke grundsätzlich immer negativ und das bei bevorstehenden ereignissen schlimme Dinge passieren. Ich befinde mich die meiste Zeit gar nicht in der Realität.

Aber genau dieses Denken ist eine alte Struktur, an der es zu arbeiten gilt.

Wie gerne Du doch täglich 1000 x denkst, wie doof oder blöd oder schlecht alles ist.

Wenn Du verstehst, dass Du damit Deine Schallplatte mir Sprung noch weiter fütterst und mit der sich selbst erfüllenden Prophezeiung genau das produzierst, kannst Du was ändern.

Denkstrukturen kann man ändern. Niemand steht mit der Peitsche hinter Dir, um Dir solche Gedanken aufzuzwingen, das erledigst Du schon ganz allein.

Hör Podcast über Motivation von Nicola Fritze vom 1. Podcast an, da wird Dir klar, was Du an Denkstrukturen ändern kannst.

Du suchst Dir aus, was Du denken willst.

Sehr hilfreich auch über Denkstrukturen zu lesen: Denken wie ein Millionär.

Kommt nicht aus der Esoterikecke sondern das Buch findet man unter Wirtschaft in der Buchhandlung.

Wer keinen Erfolg hat, denkt falsch. Statt 1000 x am Tag "alles Scheiße" zu denken, kann auch 2000 x stattdessen denken: oh, heute gebe ich dem Tag die beste Chance, ich freue mich drauf und verschenke schon mal ein Lächeln....

F2rosrtixi


Ich habe auch mal einen Vitaminausgleich gemacht, als mein Heilpraktiker das damals im Blut getestet hat. Hat rein gar nichts gebracht bei mir.

Tabletten habe ich bis Mai genommen. Nach dem abesetzten ging es mir ungelogen 3 Wochen lang richtig gut. Ich war top fit. Konnte dinge tun ohne mich zu überwinden. Ich habe sie einfach gemacht. Ich konnte auch mehrere Dinge gleichzeitig tun, wie einkaufen, termine machen hier und da hin fahren. War alles kein Problem. Ich war auch wieder richtig gut drauf. Eines morgens bin ich dann aufgewacht und es war alles wieder wie vorher. Medikamente nehm ich zurzeit keine. Macht eh keinen unterschied ob ich sie nehme oder nicht.

Fhrorstxii


@ BenitaB.

Ich verstehe was du meinst. Auch ich weiß das ich mir viele Dinge nur einbilde. Leider bringt mich das nicht weiter. Zum beispiel mache ich mir probleme die vorher keine waren. Im Februar war ich mit meinem Auto in der Werkstatt und danach war ich der meinung das mein Sitz total verstellt war. Ich schraube seitdem jeden Tag an dem Sitz rum und ich fühle mich in meinem Auto einfach nicht mehr wohl. Ich konzentriere mich ständig auf die Position meines körpers und bin der Meinung das ist falsch! Nach über 10 Jahren schaffe ich es aufeinmal nicht mehr richtig die Kupplung zu bedienen und gleich mäßig zu bremsen. Auch habe ich das Lenken und einparken total verlernt. Es klingt ziemlich Banane jetzt... Ich verbringe auch jetzt manche abende vorm pc und schaue mir Videos an um mich von anderen Sitzpositionen inspirieren zu lassen. Das ganze sitzt so tief in meinem Kopf das mir da echt der appetit vergeht. Es fühlt sich einfach an. als wenn in meinem Leben etwas unvollständig ist, das diese Sitzposition nicht stimmt und ich mich darin wohlfühle. Mittlerweile denke ich, ich bilde mir alles nur ein und ich konzentriere mich zu arg darauf. Aber trotzdem ändert es rein gar nichts an der tatsache das irgendwas nicht richtig ist. Das macht mich echt wahnsinnig. Und ich weiß wie dämmlich sich das jetzt anhört. Aber so ist es mit allem. Selbst wenn die Klamotten oder die Haare nicht stimmen. Es ist alles kein problem "bis" es mir auffällt und ich mich darin total vernarre.

Und zu den anderen Dingen. Viele Menschen zeigen mir einfach das ich nix wert bin.Wenn ich eine Frau kennenlernen will... auf der Strasse guckt mich keine Sau an. Im internet mit profilbild bekomme ich nie antworten. Ohne Profilbild habe ich mit Frauen unglaublich gute gespräche und bei einigen stimmt die Chemie einfach. Sobald die ein Bild haben wollen, werde ich sofort ohne kommentar auf die Blockliste gesetzt. So, und jetzt soll ich mich für gutausehend halten? Ist ja klar, das man sich irgendwann wie der letzte Dreck fühlt. Einfach wertlos aufgrund seines aussehens.

Mit Freunden und bekannten ist das nicht anders.

n"otXtranqui+lizxed


Gibt nicht viele gute Therapeuten, andererseits haben Gespräche bei schwerwiegenden problemen auch nur begrenzten Einfluss. Verhaltenstherapie soll gut sein, oder wie wäre es mit einer Klinik? Obwohl auch das keine Wunder vollbringen kann...

fJalco %pelegrin(oides


Könnten Zwangsgedanken sein was du hast. Ich würde den Therapeut auf jeden Fall wechseln. Man sollte in einer Therapie nicht noch mehr verunsichert werden, als man schon ist.

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