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Small Talk mit Nachbarn vermeiden

Ephemal%iger <N@utzOer _(#53 0218) hat die Diskussion gestartet


Mich würde interessieren, welche Strategien/Möglichkeiten es gibt Gesprächen mit Nachbarn aus dem Weg zu gehen, wenn die

a) Oft vor dem Haupteingang (für alle Mieter) rumhängen

b) Einem ungefragt jedesmal die Türen aufhalten (Haupteingangstür + Zwischentür unmittelbar dahinter)

c) Das Türenaufhalten nutzen, um ein Gespräch anzufangen

Für das Türenaufhalten bedanke ich mich natürlich aus Höflichkeit, auch wenn ich mittlerweile eine regelrechte Aversion dagegen habe diesen Menschen zu sehen und der sich leider neben der Tür aufhält und mich von Weitem sieht, sodass ich keine Chance habe vor ihm an der Tür zu sein. Und ein "Hallo" bekommt der auch, weil der ein Nachbar ist und das hier so üblich ist von den sozialen Spielregeln her, aber diese Gequatsche, woher ich denn käme blablub (small talk Zeug eben) geht mir auf den Geist.

Vielleicht hat sich das Problem durch meine (Nicht-)Reaktion vorhin bereits erledigt, aber sicher bin ich mir nicht und außerdem würde ich gerne mal allgemein wissen, wie man sowas lösen kann bevor jemand so ein Nervfaktor geworden ist.

Was macht solche Menschen so aufdringlich und "zutraulich"? Und wie kann man die frühzeitig stoppen/ausbremsen?

Antworten
Eihemaligerd Nutzer (k#530218x)


p.s.:

Ich habe gerne meine Ruhe und mir ist es am liebsten gar nicht mit Menschen reden zu müssen auf dem Weg vom Auto über das Treppenhaus in meine Wohnung. Klappt mit allen anderen Nachbarn egal welchen Geschlechts auch sehr gut; nur bei diesem Typus offenbar nicht.

EhhemaligeNr Nutz[er (}#x530218)


Mich würde auch interessieren, warum diese Menschen so angefressen reagieren, wenn man auf deren (aufdringlichen) Fragen nicht reagiert. Geht die ja schließlich nichts an.

Ciom_rxan


- eine Knoblauchzehe zerbeißen, bevor du an denen vorbei musst.

- Musikplayer in die Ohren stopfen und heftigst headbangend mit erhobener Pommesgabel ins Haus rein und raus.

- Handy ans Ohr halten und so tun, als wärst du geschäftig am Telefonieren.

- immer mit "Ya ne ponimayu" antworten, wenn du angesprochen wirst.

- ein Pentragramm auf die Stirn tätowieren und immer böse gucken.

- heftig mit dem Ehemann flirten, wenn die Plappertasche 'ne Frau ist.

- heftig mit der Ehefrau flirten, wenn die Plappertasche ein Mann ist.

fBalco pejlegri?noixdes


Unschuldig lächeln und sagen, du erwartest einen Anruf, möchtest irgend eine Serie oder Film nicht verpassen was gleich anfängt. Bist müde und hungrig nach der Arbeit und möchtest jetzt erstmal nach hause.

EphemaligZer hNutze#rm (r#530x21x8)


;-D dass sind schon mal gute Ideen.

Ehefrau geht leider nicht, weil der Single ist. Mich nervt daran v.a., dass es kein small talk ist, wie er zufällig und dann beiderseits gewollt zustande kommt und das manchmal (!) ok sein kann, sondern dass der künstlich diese Situation herbeiführt und rein zufällig z.B. selbst wieder in seine Wohnung muss, wenn ich von Draußen nach Drinnen gehe. D.h. selbst im Treppenhaus bin ich den nicht los, wobei ich an den regelrecht vorbeiflitze. Andersherum hat der irgendwie einen Riecher, wann ich gerade mein Auto packe (und dafür mehrfach hoch und runter muss) und kommt dann wieder rein zufällig raus und guckt mir zu + Türenaufhalten + Anquatschen wohin es gehen soll etc.. Am Anfang dachte ich noch, das wäre Zufall und der wäre einfach nur eine unglückliche Mischung aus Kontaktfreudig und Hilfsbereit und neugierig-freundlich. Da bin ich mir aber nicht mehr sicher und mir kommt das mehr wie inszenierter Zufall unter dem Deckmantel der Höflichkeit und der "Nachbarschaft" vor.

Warum kann der mich nicht einfach ignorieren? Mir kommt das vor wie mit dem kleinen Finger (Guten Tag sagen und fürs Türenaufhalten aus Höflichkeit bedanken [müssen] und der nutzt das aus, um die ganze Hand zu nehmen (Gespräch einleiten/quatschen aus Langeweile o.ä. wann immer er mich sieht.). Zum Glück wohnt der ganz unten und ich ganz oben. Mir geht das nicht in den Kopf.

Dass mit den Kopfhörern werde ich zukünftig machen. Danke. @:) Habe die eh oft dabei und mache das sonst oft z.B. im Bus oder im Supermarkt, um mich gegen all den Lärm von der Umwelt etwas abschirmen zu können und in meine eigene Welt abzutauchen.

Lächeln tue ich schon lange nicht mehr, wenn ich den sehe. (am Anfang mal dieses Höflichkeitslächeln, das man nur mit dem Mund macht ohne die Augenpartie mitzubenutzen; kein "Strahlen" oder echte Freude also). Nonverbal signalisiere ich insgesamt ein "Nicht ansprechen", aber der bekommt das nicht mit, glaube ich, oder übergeht das bewusst.

Heoney91P_mit_SMini1x3


Warum läufst du nicht einfach weiter ("keine Zeit") bzw würgst das Gespräch ab?

EFhemaliger VNutzer' (#x530218)


@ falco pelegrinoides

Unschuldig lächeln und sagen, du erwartest einen Anruf, möchtest irgend eine Serie oder Film nicht verpassen was gleich anfängt. Bist müde und hungrig nach der Arbeit und möchtest jetzt erstmal nach hause.

Nein ganz ehrlich sehe ich das nicht ein, dass ich jedesmal wenn ich da durch muss mit dem sprechen muss ... dass er sich auf der allgemeinen Fläche aufhält, kann ich ihm nicht verbieten. Aber eine Pflicht zur Unterhaltung gibt es nicht und mich stresst sowas enorm für die Bedürfnisse anderer dadurch herhalten zu müssen.

Mir ist weder langweilig noch habe ich ein hohes Kommunikationsbedürfnis; schon gar nicht als small talk. Mir gibt sowas den Rest, wenn ich nach einer langen Autobahnfahrt oder einem stressigen Tag nach Hause komme und nur in meine Wohnung will. Ich wohne ja extra schon nicht in einer WG, weil ich introvertiert und ungesellig bin und meine Ruhe haben möchte vor den Kontaktbedürfnissen der Mitmenschen. Da sind selbst diese Sätze von dir für mich zu viel. Zumal ich mit diesem Menschen nichts zu tun haben möchte. Ich verfluche den Tag als der mir das erste Mal diese Türen aufgehalten hat (das mache ich umgekehrt auch bei anderen).

MJetax4


immer mit "Ya ne ponimayu" antworten, wenn du angesprochen wirst

solange der andere nicht zufällig russisch kann..... ;-D

Wieso der das tut? Will der vielleicht mehr von dir?

Dann würde es womöglich helfen, mit einem guten Freund Arm in Arm und glücklich aussehend zur Tür herein zu kommen....

Ansonsten: Möglichst lange Pause machen, bevor du ihm etwas antwortest. Verwirrende Antworten geben. Abwesend wirken. Vor dich hin summen und seine Gegenwart nur am Rande durchdringen lassen.

Exhemtaliger@ NutzeDr (#5302x18)


@ Honey91_mit_Mini13

Warum läufst du nicht einfach weiter ("keine Zeit") bzw würgst das Gespräch ab?

Abwürgen ist das, was ich bisher immer getan habe. Heute bin ich an dem vorbeigehuscht und habe seine Frage nur mit einem völlig desinteressierten "Nö!." beantwortet. Er hat mir dann einen "Schönen Abend" halb hinterhergerufen (bin ja weitergelaufen die Treppen hoch) und ich habe nichts erwiedert. Vielleicht war das abweisend genug. Wäre gut.

E/hemaFlUiger Nutz.er (#5>30218)


@ Meta4

Wieso der das tut? Will der vielleicht mehr von dir?

Kann sein, muss aber nicht. Bisher kam da nichts, was eindeutig darauf hinweisen würde. Wäre mir lieber er hätte mal eindeutig was in die Richtung gezeigt/gemacht, weil ich ihm dann direkt hätte sagen können, dass ich kein Interesse habe. Aber wie gesagt ist das was er macht nur nervig aber könnte alles und nichts bedeuten. Evtl. ist dem nur langweilig.

Dann würde es womöglich helfen, mit einem guten Freund Arm in Arm und glücklich aussehend zur Tür herein zu kommen....

Ich glaube ja eher, dass sein nächstes Gesprächsthema dann ist, wer dieser Mensch wäre. ]:D

Aber im Ernst: Ich hätte dazu keine Lust auch wenn ich Menschen kenne, die da mitspielen würden. Es muss auch so möglich sein seine Ruhe zu haben vor dieser aufdringlichen "Freundlichkeit".

MFetax4


Dann bliebe natürlich noch: Ein klärendes Wort.

Ihn ansprechen und erklären, dass das für dich der Wohnort ist und nicht der Ort, an dem du Kontakte pflegst und Gespräche führst. Dass du keine Lust hast auf Gespräche. Dass du einfach nur ein kurzes Hallo sagen willst und sonst nichts. Dass er das bitte akzeptieren möge.

g_aFulooisxe


Ja, genau, damit er sie endgültig schrullig und merkwürdig findet...nee, Snaiperskaja, du hast das vorhin schon richtig gemacht. Weiter so.

E=ll5aga nxt


Ich habe da auch so eine Nachbarin, die sehr oft zufällig auch in den Keller/Müll wegwerfen muss, wenn ich es tue. Einen anderen Nachbarn habe ich sogar erst nach einem Jahr das erste Mal gesehen und die andere Tante gefühlt bei jedem zweiten Mal Haus verlassen/betreten.

Habt ihr denn auch einen Eingang über den Keller? Ansonsten würde ich tatsächlich die Kopfhörer oder das Telefonieren versuchen.

E{hemalikgerL Nutze$r (#5302x18)


@ Meta4

Ansonsten: Möglichst lange Pause machen, bevor du ihm etwas antwortest. Verwirrende Antworten geben. Abwesend wirken. Vor dich hin summen und seine Gegenwart nur am Rande durchdringen lassen.

Wäre auch eine Möglichkeit. Wobei ich dann die Variante bevorzuge, die Honey91_mit_Mini13 vorgeschlagen hat:

Hallo sagen (und nichts weiter) und zügig vorbeihuschen und Abstand gewinnen räumlich; am besten wie Comran meinte mit Kopfhörern auf.


Kennt ihr eigentlich sowas ähnliches und wie geht ihr mit solchen (unbewusst?) aufdringlichen Menschen um? Kann man die effektiv abschrecken im Vorfeld ohne deshalb alle sozialen Höflichkeitsregeln über Bord werfen zu müssen vorsorglich (z.B. sich fürs Türaufhalten kurz bedanken (nur mit "Danke", nichts weiter.))?

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