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Small Talk mit Nachbarn vermeiden

E5hemalig*er Nutzeur (#R525861x1)


Diese Sorte Mensch kenne ich.

Da wird man bis in den Keller verfolgt, dann wird das Fahrrad zwischen die und der Kellertür in Position gebracht, so dass du in der Falle sitzt, und dann geht das Gelabere los.

Es schaukelte sich bis dahin aber erstmal hoch. Soll heißen, dass der nicht sofort so war.

Irgendwann hilft nur noch ein: "Lass mich jetzt hier raus, oder ich raste gleich mal richtig aus" *böseguck*.

Diese Distanzlosigkeit mancher Menschen ist erschreckend.

E2hemaligier Nutzyer (#530x218)


Danke für eure weiteren Antworten.

@ Criecharlie:

Nein das ist hier kein Mehrfamilienhaus, sondern nennt sich zumindest offiziell Studentenwohnheim und normalerweise lebt es sich hier sehr anonym und ein "Hallo", wenn man sich im Treppenhaus/eingang über den Weg läuft, reicht völlig an "sozialer Höflichkeitsinteraktion". ... Das würde ich auch für ein Mehrfamilienhaus so sehen.

Gegen freiwilligen kurzen small talk habe ich nicht generell etwas, wenn das aus dem Moment heraus passt und freiwillig statt aufgenötigt ist. Das ist bei ihm definitiv nicht der Fall und der scheint mir eher zu der Sorte zu zählen, die das als Ermutigung betrachten, wenn man denen überhaupt (kurz und unbegeistert/nicht allzu freundlich/nur höflich-neutral) antwortet. Vielleicht solltest du meine Beiträge nochmal in Ruhe lesen.


@ Topic:

Ob er das auch bei anderen macht, ist eine gute Frage. Ich habe das ein oder andere Mal mitbekommen, dass er am Eingangsbereich auch mit anderen Nachbarn redet, aber er unterbricht diese Gespräche sofort, wenn ich mich nähere und geht schnell zur Tür, um die aufzuhalten und dann eben teilweise mitreinzukommen + mich anzuquatschen oder mit mir wieder nach Draußen zu gehen (wenn ich auf dem Weg raus bin) und wirkt deshalb schon recht fixiert auf mich. Bei den anderen macht der das in dieser Form nicht.

Na und deshalb halte ich es für das verkehrte Signal den dafür auch noch zu "belohnen" in Form von kurzem small talk beim Rein- und Rausgehen. Das scheint mir nämlich das Ziel dieser Aufdringlichkeit zu sein.

Kann vielleicht wirklich sein, dass der was von mir will oder hier weitere Kontakte sucht bzw. sich nur unterhalten will. Aber ich verstehe nicht, wie man so igorant sein kann und ausblendet, dass das von mir nicht erwiedert wird.

Flirten tut er nicht und am Anfang hätte es wirklich noch sein können, dass sein Verhalten Zufall und Höflichkeit von ihm ist. Er geht ja zum Rauchen raus und je nachdem wie oft jemand raucht, steht der dann öfter vor der Tür rum. Aber der läuft auch ohne zu rauchen da rum und wartet, sobald der mich erspäht hat auf den Parkplätzen oder Drinnen im Eingangsbereich (und eilt dann extra zur Tür bevor ich die erreichen kann).

Stalkermäßig verhält er sich aber nicht und sein Verhalten ist nicht verboten. ;-) Ich tippe auf eine Mischung aus persönlicher Bedüftigkeit (Langeweile? Einsamkeit?) und fehlender Empathie, um die abweisenden Signale des Gegenübers zu erkennen und respektieren zu wollen. Knoblauch passt insofern schon gut, weil er böse gesagt sowas wie ein Alltagsenergievampir ist. :=o ... Zum Glück ist er nicht nachtaktiv.

Man kann auch vordergründig nett die Grenzen anderer missachten und hat da noch den Vorteil sich unschuldig zu geben, weil man ja "nur nett" gewesen ist und der andere bloß undankbar wäre. Vielleicht ist der aus seiner Sicht wirklich nur nett und merkt gar nicht, wie penetrant das ist und das nett gemeint nicht gut gemacht ist. ":/

@ Benutzerin005

Da wird man bis in den Keller verfolgt, dann wird das Fahrrad zwischen die und der Kellertür in Position gebracht, so dass du in der Falle sitzt, und dann geht das Gelabere los.

Oha das ist ja richtig dreist die Tür (als Fluchtmöglichkeit ;-) ) zu versperren. Da würde ich auch ungehalten werden.

@ Comran:

Als vor 2 Jahren im Haus nebenan ein Paar eingezogen ist, meinte die Frau irgendwann beim ersten Gespräch: wir brauchen auch mal unsere Ruhe, da wo wir zuletzt gewohnt haben, war immer Nachbarschaftsgeklüngel mit Schwätzchen und Kuchen, das war furchtbar.

Na, dann wussten wir schon, dass wir gut nebeneinander existieren können. Man ist stets freundlich, auch hilfsbereit, aber man geht sich nicht gegenseitig auf den Sack wie Kletten. Schließlich ist man erst mal nur Nachbarn, und alles andere ergibt sich automatisch.

Klingt gut. :)^ ... Hier war das von den Leuten her bis auf denjenigen auch nie ein Problem und man hat hier seine Ruhe ohne dass das was mit sozialer Kälte oder totaler Gleichgültigkeit zu tun hätte. Und wenn man sich persönlich sympathischer ist, dann ergibt sich das doch - das kann man keinem aufzwingen.

@ falco pelegrinoides:

Mehr als Kopfnicken würde ich jetzt auch nicht mehr. Kopfhörer auf ist eine sehr gute Idee finde ich.

Genau, das werde ich ab sofort so machen.

@ Ellagant:

Dein Modell klingt nach "Hausdrache". ;-D :-X Respekt, dass du das zum Teil auch mit Humor sehen kannst und dich in eurem Streitgespräch durchsetzen konntest.

Für mich persönlich finde ich es einfacher bei solchen offensichtlich dreisten Menschen ungehalten zu reagieren. Es geht sie ja nichts an, wer deine Gäste sind usw. und sie ist nicht die Eingangssecurity. ;-) ... Der Typ in meinem Fall ist ja "nur" penetrant zuvorkommend-kontaktsuchend (oder wie man das nennen will) und will sich unterhalten. Da dauert das länger bei mir, bis ich das nicht mehr ausblenden kann, wie sehr mich das eigentlich nervt. Gestern war es dann eben zu viel; im Nachhinein war das gut.

Manchmal kommt dann ein "Ich weiß, mit mir willst du ja nicht reden."

;-D immerhin hat sie das gelernt und kapiert, auch wenn das je nach Tonfall auch vorwurfsvoll klingen könnte von ihr.

@ aufgelöste:

Och bisher hatte ich nie Probleme mit den Nachbarn, egal welches Geschlecht. Und hier wohnen zu viele Mieter, als dass eine zu persönliche Atmosphäre entstehen würde untereinander.

Mein Beileid wegen den Tratschtanten. Da lohnt sich das Umziehen, wenn es bei dir so übel ist mit den Nachbarn.

@ BenitaB.

Hallo Nachbar, mal wieder nix anneres zu tun, als hier den Weg zu versperren? Platz da bitte, und - keine Widerrede.... Schönen Tag auch Ihnen....

So dumm bzw. offen penetrant verhält er sich nicht; er hält mir "nur" die Tür auf (siehe oben) und hat zufällig den gleichen Weg und möchte small talk halten. :=o Kann ich ihm ja nicht beweisen, dass er das mehr mit dem Ziel macht Kontakt zu mir herzustellen und weniger, weil er tatsächlich just in dem Moment z.B. selbst reingehen wollte.

E(hemalig!er CNutzer (#R530218x)


Mir fällt ein, dass ich ihm auch das nächste Mal, wenn der extra zur Tür geht, um die aufzuhalten, sowas sage wie "Sie müssen mir nicht immer die Tür aufhalten."

Weiß aber nicht, ob sowas ankommt und mein Bedürfnis mich mit dem gekränktem Ego eines anderen rumzuschlagen ist sehr gering. Kopfhörer aufsetzen und kurz nicken ist da deutlich eleganter und weniger offen konfrontativ. Wenn er mir dagegen bspw. wirklich den Weg versperren würde, wären klare Worte besser.

E!llagganxt


Manchmal kommt dann ein "Ich weiß, mit mir willst du ja nicht reden."

;-D immerhin hat sie das gelernt und kapiert, auch wenn das je nach Tonfall auch vorwurfsvoll klingen könnte von ihr.

Das sagt sie ganz klar vorwurfsvoll, aber was soll ich darauf sagen? Sie hat ja Recht ;-D Und ja, sie gehört zur Kategorie Hausdrache.

Bei deinem Exemplar würde ich wohl grüßen und dann im Vorbeigehen seine Fragen ganz knapp beantworten, schon während du auf der nächsten Treppenebene bist. Oder ist dir das zu viel Smalltalk?

THaraxnis


Vor mir flüchten alle Nachbarn freiwillig. Woran mag das blos liegen :°(

sping[ha


Mich würde auch interessieren, warum diese Menschen so angefressen reagieren, wenn man auf deren (aufdringlichen) Fragen nicht reagiert.

Mich würde interessieren, warum dich das interessiert? Du willst den ja doch nicht zu deinem Budenfreund haben - mir wäre es egal ob er angefressen, hocherglückt oder sonst was ist: Ich will mit ihm nicht reden.

E|hemalriger8 Nutzer (#537021x8)


@ Ellagant

Bei deinem Exemplar würde ich wohl grüßen und dann im Vorbeigehen seine Fragen ganz knapp beantworten, schon während du auf der nächsten Treppenebene bist.

Habe ich praktisch vorher schon so gemacht. Die Fragen sind aber solche, die ich ihm nicht beantworten möchte und ich habe in der Vergangenheit da schon widerwillig und sehr kurz (und möglichst nichtssagend) drauf geantwortet und das von ihm gestartete Gespräch schnell abgewürgt und bin weitergegangen.

Nur scheint das auf den trotz der Knappheit meiner Antworten (+ unfreundlicher Mimik und ernstem, unbegeistertem Tonfall) und dem Abwürgen eher ermutigend bzw. nicht abschreckend gewirkt zu haben in der Vergangenheit und am Sonntagabend hat er es schlichtweg völlig übertrieben aus meiner Sicht und da hat es mir endgültig gereicht.

Mir hat das aber auch gezeigt, dass der höchstens aufdringlicher/dreister wird hinter dieser "freundlichen Fassade" und kein Gespür dafür hat, was persönliche Grenzen angeht. Wenn der "soziale Signale" derart umdeutet oder missachtet, wäre das fatal ihm weiterhin überhaupt in irgendeiner Form zu antworten bzw. auf small talk einzugehen; egal wie kurz angebunden etc..

Angekommen ist meine Reaktion am Sonntag aber wenigstens (war eben die mit dem "Nö!") - auch wenn der die nicht verstanden hat (Warum ich so reagiere), glaube ich. Kann sein, dass das damit sogar erledigt ist (habe ihn Montag immerhin nicht gesehen), aber ab sofort möchte ich gar nicht mehr mit dem reden, weil alle anderen Signale offenbar zu subtil oder nicht abschreckend genug für den sind und es mir einfach reicht. Ich sehe zudem nicht ein, den für sein Verhalten weiterhin noch zu belohnen mit knappen Antworten (irgendwas muss daran für den ja trotzdem lohnend sein, sonst hätte der sich längst zurückgezogen/sein Verhalten umgestellt).

@ Taranis

Du kannst meinen Nachbarn gerne haben. Der ein oder andere hätte sicher auch noch "nette Nachbarn" abzugeben. ;-D ;-)

@ singha

Weil ich allgemein Verhaltensweisen und Denkweisen anderer gerne verstehen möchte. Es ist eine Randfrage.

Was konkret den Nachbarn angeht: Mir reicht das völlig, wenn bei dem angekommen ist, dass er mich in Ruhe lassen soll. Was der von mir denkt, ist mir egal solange der mir nicht zu schaden versucht. Zum Glück halte ich dieses Risiko in seinem Fall für sehr gering. Andererseits kann man anderen Menschen da nie trauen. Schon gar nicht, wenn die erstmal ein persönliches Interesse an einem entwickelt haben und kein Gespür für Grenzen anderer haben. Das fängt im Kleinen an.

Elhemali^ger 3Nut'zer (#a530218x)


Edit:

Andererseits kann man anderen Menschen da nie trauen. Schon gar nicht, wenn die erstmal ein persönliches Interesse an einem entwickelt haben und kein Gespür für Grenzen anderer haben. Das fängt im Kleinen an.

Ergänzend hierzu:

Bei diesen Menschen muss es zwar nicht sein, dass die ihr Verhalten steigern/ausbauen, manche bleiben harmlos-lästig, aber es ist mir lieber früh eine Grenze zu ziehen, die die nicht übergehen oder zu ihren Gunsten als positives Signal umdeuten können, als später dann wirklich ein größeres Problem zu haben. Man muss ja nicht anderen den Boden bereiten, damit die sich dann tatsächlich deutlich grenzüberschreitend verhalten können und nicht mehr "nur" lästig sind.

Lrian!-J\ill


Mir fällt ein, dass ich ihm auch das nächste Mal, wenn der extra zur Tür geht, um die aufzuhalten, sowas sage wie "Sie müssen mir nicht immer die Tür aufhalten."

Meine Schwester hätte kein Problem damit, zu sagen: "Jetzt machen Sie mal schön die Türe wieder zu, ich bin durchaus in der Lage, jetzt und künftig die Türe selbst zu öffnen".

E%hemaligJeHr NutUzer (#53$0218)


@ Lian-Jill

Das ist ein guter Satz. Mir käme es nur falsch vor das zu sagen, weil das Türenaufhalten allgemein/an sich als höflicher Akt untereinander gilt und die "Regel" dafür ist sich zu bedanken. (Menschen interagieren ja eh viel aufgrund von sozialen unsichtbaren Regeln miteinander, auch wenn ich die leider nicht immer verstehe, aber ich bemühe mich).

Diese Regel möchte ich nur meinerseits brechen (mit so einem Satz z.B.), wenn der andere sich grob unhöflich verhält. Das Türenaufhalten ist bei dem Nachbarn aber noch das, was ich zwar nervig finde, woraus ich ihm aber keinen Vorwurf machen kann und das nicht als grob unhöflich gilt, im Gegenteil.

Lmian-oJi:ll


Nunja, meine Schwester kann es ja schon nicht leiden und reagiert entsprechend, wenn man beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel für sie die gewürfelte Zahl geht, auch wenn es nur gelegentlich vorkommt und gut gemeint ist.

Daraus habe ich gelernt, dass Menschen die verschiedensten Dinge als übergriffig empfinden können (und dass das auch legitim ist).

LNian:-Jixll


Vielleicht solltest du ihm sagen, dass er sich keinen solchen Stress machen muss, dir immer die Türe zu öffnen, weil du das sowieso viel lieber selbst machen möchtest und dich das deinerseits langsam stresst.

E~hem9aliSger Nut/zer (Q#52861x1)


Frag ihn doch einfach mal; was er nicht kapiert hat.

Sag ihm, dass du ihm mehrfach deutlich durch dein Verhalten zu verstehen gegeben hast, dass du keinen Kontakt zu ihm wpnscht.

Dass du GARKEINEN Kontakt willst. Weder Tür aufhalten, noch Smalltalk und schon garnicht noch mehr davon.

Frag ihn dann, ob er das jetzt kapiert hat und dich nun in Ruhe lässt.

Für mich klingt der Typ nach Stalker. So fängt es an, und ehe man sich versieht, schenken die einem Kaffee und Zigaretten, nehmen deine Pakete an und klingeln am Sonntag morgen bei dir um dir zu sagen, dass du mit ihm in ein Haus ziehen sollst wo "ihr dann ein schönes Leben führen könntet".

Muhahaha

LXianq-Jxill


...und das ist leider gar nicht mal so abwegig, und auch leider nicht selten.

SVtatuNsQauoVadixs


Musikplayer in die Ohren stopfen und heftigst headbangend mit erhobener Pommesgabel ins Haus rein und raus.

;-D Das wäre definitiv meine Lösung der Wahl ;-D

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