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Lustlosigkeit, starke Müdigkeit, etc.

F1ragxus hat die Diskussion gestartet


Guten Tag liebes Forum,

ich leide seit vielen Jahren unter den im Titel genannten Sachen.

Ich habe auch dazu kommend auch immer wieder Probleme mit meiner Person. Das äußert sich oft so, dass ich mich selbst nieder mache. Sprich, dass ich nichts wert bin. Ich reise mich dann zusammen und ärgere mich dann über solche Gedanken.

Manchmal habe ich gute Zeiten, aber meine schlechten Zeiten überwiegen zunehmend.

Gründe hierfür habe ich wohl viele. Meine Kindheit war durch meine Eltern und deren Probleme nicht gut. Das ganze ist sehr massiv und ich rede hierüber nicht gerne. Das hält bis heute an. Auch spielen Zukunftsängste eine grosse Rolle.

Jedenfalls, schleppe ich mich Woche für Woche zum Wochenende hin und bin dann völlig müde und verschlafe das gesamte Wochenende. Habe keinerlei Lust mehr meine Angelegenheiten zu klären. Wenn irgendwelche Probleme auftauchen, dann wirft mich das gleich wieder zurück.

Auch habe ich immer das Gefühl, dass ich mehr Zeit für mich benötige, aber diese habe ich eigentlich.

Manchmal habe ich das Gefühl, als wären meine Gedanken in einem schwarzen loch, dass mich daran hindert, überhaupt in die Gänge zu kommen.

Ich habe das Gefühl, dass ich mich von meiner Familie frei machen muss, um evtl. eine Besserung zu erhalten. Jedoch müsste ich mich von meiner Familie auch beruflich trennen und hiervon habe ich innerlich Angst, dass ich versage.

Danke für Eure Anteilnahme uns Hilfe.

Antworten
mIusicuxs_65


Vielleicht handelt es sich um wiederkehrende "depressive Episoden". Da gibt es im Web diverse Selbsttests; z.B. [[https://www.therapie.de/psyche/info/test/depressionen/depressive-episode hier]] ein ganz kurzer, [[http://www.netdoktor.de/Service/Test+Quiz/Depressionstest-nach-Goldberg-t26.html hier]] ein längerer. Eine genaue Diagnose bleibt natürlich dem (Fach-)Arzt vorbehalten.

Aber auch nach möglichen körperlichen Ursachen der Müdigkeit sollte sorgfältig gesucht werden. Einen Überblick gibt es z.B. [[http://www.apotheken-umschau.de/Schlaf/Muedigkeit--Ursachen-Innere-Erkrankungen-119585_5.html hier.]] Zusätzlich zum "großen Blutbild" sollten u.a. Ferritin, 25-Hydroxyvitamin-D, Vitamin B12, Folsäure und die Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) bestimmt werden.

FMra[guxs


Lieber musicus_65,

herzlichen Dank für Deine Antwort und den weiterführenden Links.

Bei diesen Tests kommt stets als Ergebnis "Anzeichen einer Depression".

Das schätze ich so selbst auch ein.

Ich bin mir auch ziemlich über die Ursachen im Klaren, aber ich falle regelrecht in ein schwarzes Loch, so dass ich selbst aus eigenem Antrieb nichts ändern kann.

Es ist ein Teufelskreis.

Kurz zur meiner Geschichte in Punkten, um es besser zu verstehen:

Wenn ich zurückdenke war meine Familie seitjeher zerrüttet und mit sehr vielen Eskapaden, die man nicht erwähnen muss.

Mein schulischer Werdegang war daher sehr unkontrolliert und verlief dementsprechend auch so.

Eine begonnene Berufsausbildung habe ich abbrechen müssen, da ich zu meinem Vater ziehen musste, der zu diesem Zeitpunkt bereits von meiner Mutter seit Jahren in einer weit entfernten Stadt getrennt lebte, da die selbige nicht mehr in der Lage war sich ausreichend um mich zu sorgen.

Es hat sich dann ergeben, dass ich in dieser Stadt bei einer Firma angestellt wurde. Etwas später wollte ich jedoch in das Unternehmen meines Vaters wechseln und dort meine Berufsausbildung beginnen, die ich damals angestrebt hatte. Bei meinem Vater angefangen musste jedoch die Firma meines Vaters durch partnerschaftliche Streitigkeiten Insolvenz anmelden. Um an dieser Stelle nicht arbeitslos zu werden, habe ich mich mit meinem ersparten damals zügig selbständig gemacht und das bis heute. Jedoch läuft es seit ein paar Jahren nicht mehr so gut (Zahlungsausfälle, Kundenschwund und Preiskampf) und verdiene nach all meiner Arbeit und den von mir zu erbringenden monatlichen Aufwendungen nicht viel mehr als ein einfacher Angestellter, aber mit dem Unterschied direkt ins bodenlose zu stranden, wenn mal was nicht funktioniert. Bei meiner Familie sind die Problematiken nach-wie-vor vorhanden und wirken in meinem Leben immer noch hinein, jedoch sind in den letzten 4 Jahren zwei Familienmitglieder schwer erkrankt verstorben.

Ich leide sehr darunter und würde am liebsten einen Neustart machen, aber ich habe unermessliche Angst, dass ich versage oder gar in Hartz4 lande und hier nicht mehr herauszukommen werde. Ein großer Punkt ist auch, dass ich mit meiner Lebensgefährtin zusammen lebe und ich nicht will, dass sie Nachteile durch mich erfährt.

Also, verläuft mein Leben Tag für Tag weiter so und nachts plage ich mich wegen Zukunftsängste herum. Das drückt jedoch ebenfalls Tag für Tag mehr auf meine Psyche, so dass ich stetig mehr lustlos werde und immer mehr abstumpfe.

Ich weiss, es liegt alleine an mir, dass alles zu ändern, aber hier verfalle ich, wie bereits gesagt, dann in einer Lethargie. Bin unermesslich antriebslos und Müde, so dass ich gerade mal das geforderte in meinem Leben schaffe.

Ich habe Angst mich zu outen, dass ich keine Berufsausbildung habe und ich für mich Hilfe benötige.

Es ist jetzt sehr viel geschrieben, aber dennoch zu wenig, um es wirklich verständlich zu erklären.

Danke für die Bemühungen.

mOusicusx_65


Ich habe Angst mich zu outen, dass ich keine Berufsausbildung habe und ich für mich Hilfe benötige. - Es ist jetzt sehr viel geschrieben, aber dennoch zu wenig, um es wirklich verständlich zu erklären.

Ich finde, Du schreibst sehr klar und verständlich. Und: es ist wohl nicht nötig (...auch nicht möglich), daß Du hier im Forum alles bis in's letzte Detail erklärst.

Auf welche Personen bezieht sich das "Outen"?

Die fehlende formale Berufsausbildung solltest Du jedenfalls nicht als eine Schande oder einen schlimmen Makel ansehen. Das gleiche gilt - ganz sicher! - für das Empfinden bzw. die Tatsache, daß Du Hilfe brauchst. Wir sind doch alle nur Menschen...

Ich bin gerade sehr "bettreif" und kann nicht viel schreiben. Du solltest dich möglichst bald an deinen Hausarzt wenden, oder evtl. auch direkt an einen Neurologen/Psychiater. (Ausschließlich per Internet können Deine angestauten Probleme sicher nicht gelöst werden.)

Andere Foristen haben vermutlich noch ein paar Tipps parat...

F9rtagxus


Danke Dir für Deine freundliche Antwort und eigentlich ist es ja, wenn man es betrachtet, auch Möglich eine Änderung herbeizuführen, wenn man sich selbst nicht blockieren würde.

Meine Freundin kennt meine Situation und auch meine Familie.

Indem was ich tue, bin auch sehr gut. Meine Kunden sind stets zufrieden über meine Arbeiten. Meine Arbeiten wurden auch bereits in diversen Medien veröffentlicht. Ich arbeite teilweise auftragsbedingt mit anderen Beteiligten an Projekten zusammen und ich brauche mich da keinesfalls vor studierten Kollegen verstecken.

Meine Freundin hatte diesen Beruf selbst gelernt, den ich als Quereinsteiger seinerzeit begonnen habe und sie gibt mir stets Zuspruch, da sie meine Arbeiten kennt und der Meinung ist, dass diese gut sind.

Mich plagt die Angst, was mit mir passiert, wenn mal das Geld ausbleibt (u.a. immer wieder durch Zahlungsausfälle)? Ich meine Selbständigkeit aufgeben muss und dann zwar Fähigkeiten habe, da ich im diesen Beruf seit über 10 Jahre arbeite, aber vor anderen keinen regulären Papierkram vorzeigen kann, falls ich mich für eine Stelle als Angestellter bewerben würde. Ich habe hier das Gefühl, dass ich nichts Wert bin und bekomme massive Existenzängste.

Ich würde dies alles so gerne ändern und habe mich diesbezüglich bereits vor längerer Zeit informiert, da es unter Umständen die Möglichkeit gibt, dass man eine reguläre Prüfung ablegt, um in diesem Beruf einen Abschluss zu erhalten. Hier fängt das Problem für mich an, dass man Vorbereitungskurse belegen muss und in dieser Zeit meine so dringend benötigten Einnahmen fehlen. Auch kostet das alles auch entsprechend. Meine Freundin verdient selbst nicht viel und ich will sie hier nicht für meine Versäumnisse bemühen müssen.

Dann kommt, dass ich dann durch meine Lage mich selbst als Menschen schlecht mache (ärgere mich über meine Kindheit, meine Eltern und über mich selbst). Es fällt mir sehr schwer von diesen negativen Gedanken wegzukommen. Ich verfalle, wie bereits gesagt, in ein Loch und arbeite mit Mühe mein Zeugs ab und dann bin ich oftmals nur müde. Dann ärgere ich mich wieder - Teufelskreis....

Ich habe begonnen Sport zu treiben und versuche auch entspr. mein Vitaminhaushalt aufzubessern (bin hier ein Muffel gewesen). Es beflügelt jedenfalls schon ein bisschen und den Rest muss ich mir wohl klar planen und mit den Beteiligten reden, was es für Möglichkeiten gibt.

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