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Mein Leben liegt in Trümmern

cOriechYarxlie


Du mußt mal offener werden für neue Gedankengänge. Das bringt so nichts. Bist Du in der depressiven Phase?

Grübelzwang?

JHuli-aSoxnne_


Doch, sie wird ganz bestimmt kommen. Ich musste auch lange auf den Richtigen warten und habe vorher viel schlechtes erlebt. Glaube daran, irgendwo ist sie. Lass dich finden. Sei offen oder versuche es wenigstens.

i\nsWho^bxa


Alpi81, es ist wirklich nicht einfach, mir hat das Leben auch schon fürchterliche "Arschtritte gegeben", aber nun versuche wenigstens -auch zusammen mit Deinem Therapeuten- eine etwas weniger destruktive Sicht auf die Dinge zu bekommen. Dazu gib Dir etwas Zeit, selbst ein psychisch gesunder Mensch ist unmittelbar nach einer Trennung von einem langjährigen Partner in einem psychischen Ausnahmezustand, das ist völlig normal. Deine Krankheit macht Dir bestimmt vieles nicht gerade leichter, aber bitte fange nicht an Dich hinter Deiner Krankheit zu verstecken. Was soll das für eine "Liebe" sein bei der Du Dich ausnehmen lassen willst, um sie nicht zu "verärgern"? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da viel verloren hast. Und warum soll die Beziehung mit dieser Frau Deine letzte Chance gewesen sein? Ein Mann wie Du mit Mitte 30 ist JUNG!! Jetzt kümmere Dich mal darum, dass es Dir wieder besser geht und um das Finanzielle. Alles Andere eilt doch wirklich nicht so sehr. Ich habe 2008 meine Verlobung gelöst mit 29 Jahren, weil es einfach nicht gepasst hat und er (insbesondere vor seiner versnobten dominanten Familie) nicht zu mir stehen wollte oder konnte. Es war eine sehr schwierige und hässliche Trennung und eine ganz schwere Zeit danach. Von Männern hatte ich "die Schnauze sowas von voll" und wollte von einer neuen Beziehung echt gar nichts wissen. Gesucht habe ich danach bestimmt nicht. Kein halbes Jahr später habe ich meinen heutigen Ehemann getroffen - und alles ging dann ganz unkompliziert und ganz schnell - ganz von alleine...

Ael>pi8x1


Du mußt mal offener werden für neue Gedankengänge. Das bringt so nichts. Bist Du in der depressiven Phase?

Grübelzwang?

Nein, da bin ich mir ziemlich sicher. In der Phase war ich so gut wie zu nichts zu gebrauchen. Teilnahmslos und so tief in der Schwarzgalligkeit sulend, dass ich es nicht schaffen würde, in ein Forum zu schreiben.

Grübelzwang sowieo. Wird Abends nach der Einnahme erheblich besser.

Doch, sie wird ganz bestimmt kommen. Ich musste auch lange auf den Richtigen warten und habe vorher viel schlechtes erlebt. Glaube daran, irgendwo ist sie. Lass dich finden. Sei offen oder versuche es wenigstens.

Ich habe absolut keine Angst, niemals wem kennenzulernen. Und in der manischen Phase hatte ich zuspruch wie davor noch nie sogar. Ich Idiot blieb natürlich treu.

Es geht aber darum, dass es auch passen muss. Und das ist ja wieder was anderes. Und für das fehlt mir die Zeit. Ausserdem nach dem jetzt Erlebten und der vollen Überzeugung, das jedes "Ich liebe dich" in 1 Woche nichts mehr bedeutet. Und ob es was bedeutet findet man dann erst in einer Phase heraus, wo es unschön ist...

Deine Krankheit macht Dir bestimmt vieles nicht gerade leichter, aber bitte fange nicht an Dich hinter Deiner Krankheit zu verstecken. Was soll das für eine "Liebe" sein bei der Du Dich ausnehmen lassen willst, um sie nicht zu "verärgern"? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du da viel verloren hast.

Ja, aber diese Krankheit ist auch erst recht neu für mich. Davor hatte ich keine Psychischen Themen. Eigentlich hätte ich viel früher meine Vergangenheit wohl angehen sollen, aber es gab ja im Erwachsenen Leben keinen Anlass.

Ich will mich nicht ausnehmen lassen, ich will Sie nicht noch verärgern. Im Endeffekt wird es mir weh tun, wenn Sie mich dann wieder Verletzt und so gehe ich dem auch ein wenig aus dem Weg.

Ich hab echte Liebe verloren. Es passte alles von anfang an. Keiner warb um wem, keiner spielte spielchen, keiner investierte vorab irgendetwas. Es war einfach da. Bei beiden. Und so ging das die ganze Beziehung. Es war nix schwer und es gab auch keine grossen Reibungspunkte. Jeder machte seinen Teil im Haushalt, der sich auch ergeben hat. Der eine macht das lieber, dafür ist dem anderen das nicht so schlimm. Wir hatten vom Leben gleiche Vorstellung und auch sonst brauchte der eine den anderen weder was neidig sein, noch was vorwerfen. Jeder hatte seine Hobbys, die wir sogar auf die gleichen Abende legen konnten.

So sollte es sein. Es ist ja wie ein Lottogewinn, dass beide, die gleich alt sind, zur gleichen Zeit single und bereit für was neues und vor allem sich in dieser Phase treffen. Und jetzt soll ich mir Einreden, ich brauche nur Lotto spielen, es wird sich schon ausgehen?

Schwer in die Birne zu bekommen.

Selbst wenn das Themas Frauen nicht wär, habe ich mir finanziell auf Jahre alles zusammengehaut und theroetisch habe ich jetzt die Wahl, ob ich auf ewig auf meiner Position in der Arbeit sitzen bleibe oder neu anfange und alles - wie in der Beziehung - eigetnlich um sonst geleistet habe. Die verfallenen Urlaubstage, die Überstunden, die Überstunden die ich nicht geschrieben habe, die verzichte weil ich länger blieb oder auch mal Samstags reinkam. ALLES UMSONST. :)=

Ein Mann wie Du mit Mitte 30 ist JUNG!!

Das ist lieb aber wir wissen beide, dass das nicht stimmt. Und selbst wenn ich JETZT mitte 30 bin, bin ich ja jetzt der alles verloren habe. Wenn ich jetzt ein Kind bekommen würde, wärs ja noch gut, aber ich hab nichtmal ansatzweise aussichten.

Am idealsten wär eine Frau die in der selben beschissenen Situation und trotzdem Kinderwunsch hätte wie ich wär und eine Zewck"ehe" quasi. Ohne Gefühle kann sowas nicht mehr vorkommen und eine Familie wär dann auch da. Ich weiss, dürft sich komisch anhören für andere.

N/ike pZoxê


Hallo alpi, ich bin ja eigentlich eher selten hier und schreibe auch kaum, auf Deinen Beitrag kam ich eher per Zufall, und irgendwie kann ich nicht umhin, Dir zu antworten. Vielleicht, weil es mir einmal ähnlich ging. Ich war auch in einer Situation, in der ich dachte, ich komme da nie wieder raus. Anfang 30 dachte ich, mein Leben ist vorbei. Nichts lief: Keine Partnerschaft, beruflich Mist, auch mit Freunden nicht einfach, weil alle in einer anderen Lebenssituation.

Aber: Mit 32 habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt, da war er 46, wir sind inzwischen fast acht Jahre zusammen, davon fünf verheiratet und sehr glücklich. Er war und ist wirklich mein Lottogewinn. Mit 40 wurde ich sogar noch schwanger, leider hatte ich vor einigen Wochen eine Fehlgeburt. Schrecklich, aber so ist leider manchmal das Leben. Wir wollen es dennoch noch einmal probieren. Mein Mann ist inzwischen Mitte 50 und wünscht sich trotzdem noch ein Kind mit mir. Für Dich vermutlich eine schreckliche Vorstellung?

Was ist denn bei Dir im Büro passiert, dass so unwiderruflich war, dass Du kurz vor dem Aus stehst, so wie es für mich klingt, warst Du doch immer ein Musterangestellter? Gibt es da wirklich keine Chance auf Besserung?

Eine Trennung ist hart, keine Frage und das will ich auch nicht beschönigen, ich wünsche Dir aber mit der Zeit wirklich eine andere Sicht auf die Dinge und neue Perspektiven. Um aus dem Loch herauszukommen, brauchst Du sicherlich professionelle Hilfe, ich hoffe, Du findest einen guten Therapeuten (habe ich mir damals auch gesucht)! Alles Gute!

a)n_rxe


wie Nike Zoê schon schrieb: eine andere Sichtweise und auf neue Perspektiven dein Leben richten.

Ich selber habe auch einer Ex zwei ganze Jahre hinterher getrauert. "2 Jahre!" Erst Jahre später ist mir bewusst geworden was zwei Jahre wert sein können. In der Zeit, massive Essprobleme, Freunde haben sich abgewendet und ich hatte keine Lust mich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Nach den zwei Jahren haben wir wieder zusammen gefunden. Allerdings war es nicht mehr die selbe Freundin und wir haben uns im gegenseitigem Einverständnis wieder getrennt.

Ach ja, in der Zeit wurde ich von Arbeit überflutet. Fast Tag und Nacht nur Arbeit. Damals kannte man den Begriff "Burnout" noch nicht.

Daher meine kurze Post am Anfang. Fazit: Nach vorne schauen und NIE nach hinten.

ANlpix81


Daher meine kurze Post am Anfang. Fazit: Nach vorne schauen und NIE nach hinten.

mmh... ich denke du verstehst mich nicht so ganz

Ich sehe ja vor allem nach vorne und sehe da nichts. Was zusätzlich verzweiflung bereitet.

Hinten vebrannte Erde und vorne nichts. Gar nichts... und dein Tipp wäre, nach vorne zu sehen und ins nicht zu starren?

Genau das macht mich fertig, weil ich in meiner Zukunft nichts sehe, nichts erwarte und es einfach die jämmerliche Existenz die Jahre auf die süsse Erlösung des Todes wartet.

Mit dem Sicht auf andere Dinge bin ich überfordert. Ich sehe absolut, kein kleines Stohhälmchen, nix mehr, dass ich noch ein Leben haben werde. Gar nichts. Ich würsste auch nicht, auf was ich meine Sicht lenken solle? Ich hab 0,0000 Idee.

Hallo alpi, ich bin ja eigentlich eher selten hier und schreibe auch kaum, auf Deinen Beitrag kam ich eher per Zufall, und irgendwie kann ich nicht umhin, Dir zu antworten. Vielleicht, weil es mir einmal ähnlich ging. Ich war auch in einer Situation, in der ich dachte, ich komme da nie wieder raus. Anfang 30 dachte ich, mein Leben ist vorbei. Nichts lief: Keine Partnerschaft, beruflich Mist, auch mit Freunden nicht einfach, weil alle in einer anderen Lebenssituation.

Aber: Mit 32 habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt, da war er 46, wir sind inzwischen fast acht Jahre zusammen, davon fünf verheiratet und sehr glücklich. Er war und ist wirklich mein Lottogewinn. Mit 40 wurde ich sogar noch schwanger, leider hatte ich vor einigen Wochen eine Fehlgeburt. Schrecklich, aber so ist leider manchmal das Leben. Wir wollen es dennoch noch einmal probieren. Mein Mann ist inzwischen Mitte 50 und wünscht sich trotzdem noch ein Kind mit mir. Für Dich vermutlich eine schreckliche Vorstellung?

hallo zoe, danke für deine Antwort. Das klingt ja in der Tat wie eine Hollywood Liebesgeschichte.

Und ich freu mich für dich und deinen Mann. Als Frau hat man es aber in so einer Situatin immer leichter.

Ich schätze mal, dass eine "zerbrechliche Frau" (mir fällt keine bessere Beschreibung ein sorry) eher einen Beschützerinstinkt anlockt. Ein Mann in einer Kriese umgekehrt so sexy wirken wird wie eine 50 jähriger, übergewichtiger Bauarbeiter im Hochsommer.

Ist aber rein meine Vermutung.

Was ist denn bei Dir im Büro passiert, dass so unwiderruflich war, dass Du kurz vor dem Aus stehst, so wie es für mich klingt, warst Du doch immer ein Musterangestellter? Gibt es da wirklich keine Chance auf Besserung?

Naja 8 Monate Manie.

Abgesehen davon dass ich von der Powermaschine von heut auf morgen auf 0 heruntergefallen bin, dachte ich ich könne alles schaffen und hatte kein zweifel daran, dass dem nicht so ist.

ich war rastlos. brauchte kaum schlaf. wirkte euphorisch und extravagant. Ich wirkte wie permanent auf Kokain.

Abgesehen davon, dass du dir viele Neider schaffst und vor allem, viele Feinde, die du in der Phase niemals nie so erkennen würdest, erwartest du von den anderen natürlich die selbe Leistung. Und da kommt keiner mit.

Und als ob nur darauf gewartet hätten, dass ich schwächen zeige.

Um aus dem Loch herauszukommen, brauchst Du sicherlich professionelle Hilfe, ich hoffe, Du findest einen guten Therapeuten (habe ich mir damals auch gesucht)! Alles Gute!

danke dir, ich hoffe auch!

AClpix81


Naja, ist alles nicht so reisserisch was ich zu erzählen habe, aber wie ich selber ist doch alles so Sinnlos.

Ich habe die letzten Tage verbracht die Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen nur muss ich erkennen, dass ich es für nichts tat. Es ist einfach Sinnlos. Es ist unerheblich ob es aussieht oder nicht. Es bekommt doch eh keiner mit. Die Energie und zeit hätte ich für was anderes verwenden können. Und wenn es heisst nur da zu sitzen und in die Luft zu schauen.

Selbe mit der Gartenarbeit. Ich trottel hab den Sommer kontiunierlich und brav das Grün gepflegt. Und muss jetzt erkennen: "irrelevant." Es hätte keinen Unterschied gemacht, ob er lang ist oder gemäht ist. Warum sollt ich mir das antun?

Meine Existenz ist so lächerlich, nutzlos und einfach nur Umweltbelastend. Für was ich aufstehe? Für was ich schlafen gehe? Wieso ich noch in die Arbeit gehe. Es ist so sehr lächerlich und so egal.

Ich sitzte nun hier und denke nach, warum ich noch hier sitze. Ich komme heim, und es ist egal ob ich heim komme oder nicht.

Es ist egal was ich tuh und mach. Es ist wertlos, sinnlos und bekommt kein Mensch mit.

Ich komm mir so dämlich vor, dass ich noch arbeiten gehe und aufstehe und esse, Rasenmähe, egal was.

Ich versuche schon Wochen mir irgendeinen Sinn zu geben. Mir etwas zu suchen, was nur "klitzeklein" Sinn ergibt.

Ich war sogar zu Feig mich zu erlösen. Und so feig, dass ich bete und wünsche, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Andere übernehmen Verantwortung und tun es. Ich Feigling phantasier und träume darüber.

Eine Frage bleibt halt. Wenn man sich selber einfach nicht ertragen kann und das Spiegelbild hasst. Wohin geht man dann?

AElpix81


Hahaha, nicht nur im echten Leben, führe ich auch in einem Forum nun öffentlich Selbstgespräche.

Meine Güte was für ein Versager. Scheiss Medis, die halten dich nur am Leben für irgendwelche dritte weil selber geht es dir genauso scheisse nur dass du so dämlich bist und dir nicht die Erlösung gönnst, die einer sich verdient.

Jeder der Medis angeboten bekommt, lasst es... Die nimmt man nicht für sich sondern für die Angehörigen. Selber gehts einem genauso scheisse. Nur darfst du jetzt im vollen Bewusstsein zuschauen!

S&pinzner!ixn


Hallo Alpi,

auch ich leide an einer bipolaren Störung und ich kann dir sagen, dass im Rahmen unserer Erkrankung der Scherbenhaufen nach einer manischen Phase und auch die damit verbundenen Gefühle ganz normal sind für uns Betroffene. Die Schuld, der Selbsthass, die Entwurzelung, der Verlust geliebter Menschen etc. Auch das Hadern mit den Medikamenten. Ich kann dich voll verstehen.

Und doch, du klingst sehr deprimiert, auch wenn du meinst es nicht zu sein. Deine Gedanken sind jedenfalls alles andere als gesund. Ich fühle mich davon ganz erschlagen und denke auch nicht, dass irgendetwas, das ich schreibe, dagegen ankommen könnte. Du brauchst dringend psychologische Hilfe. Dass du noch arbeiten gehst ist mir unverständlich. An deiner Stelle würde ich mich stationär behandeln lassen. Da kannst du auch besser auf die Medikamente eingestellt werden, denn wenn du dich immer noch so schlecht fühlst sind es höchstwahrscheinlich die falschen. Es ist bei unserer Krankheit leider nicht so leicht, die richtige medikamentöse Behandlung zu finden. Was nimmst du denn zur Zeit?

A6lpix81


auch ich leide an einer bipolaren Störung und ich kann dir sagen, dass im Rahmen unserer Erkrankung der Scherbenhaufen nach einer manischen Phase und auch die damit verbundenen Gefühle ganz normal sind für uns Betroffene. Die Schuld, der Selbsthass, die Entwurzelung, der Verlust geliebter Menschen etc. Auch das Hadern mit den Medikamenten. Ich kann dich voll verstehen.

Was bringt es dann einem dass die unser Leben so künstlich erhalten? Das ist ja Quälerei?

Vielleicht wäre es für mich besser zu verarbeiten, wäre ich mitte 20 und hätte alle möglichkeiten, mein Leben noch zu kitten.

Aber jetzt, mit dem alter...

Und doch, du klingst sehr deprimiert, auch wenn du meinst es nicht zu sein.

Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was ich bin.

Du brauchst dringend psychologische Hilfe.

Hab ich. Aber es dauert a) alles ewig und b) waren oder sind die primären Ziele, dass ich mir nichts antue.

Dass du noch arbeiten gehst ist mir unverständlich.

Man ratet mir eh immer zum Krankenstand. Das kann ich mir nicht leisten, da man bei uns weg ist, sobald man nicht mehr 100% einsatzfähig ist. Und bei den Schulden aus der Manischen Zeit, wär der Gehaltsverlust ernorm bzw. so dramatisch, dass ich praktisch mittelos wäre. Die Verbindlichkeiten muss ich ja bedienen.

Was nimmst du denn zur Zeit?

100 mg seroquel abends sowie zuzüglich einer XR, aber auch am Abend eingenommen.

150 mg trittico retard, ebenso abends

Medikamente zu nehmen war schon ein grosser Schritt für mich, da ich diesen immer etwas Skeptisch gegenüber stand.

S7pin3n4erin


Wer hat dir das denn verordnet und wann? Das Seroquel finde ich ein bißchen niedrig dosiert (Manieschutz ab 300 mg) und da noch ein Antidepressivum dazu, da ist das Switchrisiko nicht zu unterschätzen.

Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht was ich bin.

Deswegen sage ich es dir ja. ;-) :)*

Und bei den Schulden aus der Manischen Zeit, wär der Gehaltsverlust ernorm bzw. so dramatisch, dass ich praktisch mittelos wäre. Die Verbindlichkeiten muss ich ja bedienen.

In der Manie bist du nicht geschäftsfähig, d. h. eventuell lassen sich Kaufverträge rückgängig machen. Inwiefern genau müsstest du mit einem Anwalt klären. Aber vielleicht lassen sich deine Schulden eindämmen.

Auf jeden Fall sollte dich jetzt zu allererst deine Gesundheit interessieren! Ist doch kein Zustand, sondern wie du schon sagst - Quälerei. Willst mir doch nicht erzählen, dass du gerade 100% einsatzfähig bist?

Medikamente zu nehmen war schon ein grosser Schritt für mich, da ich diesen immer etwas Skeptisch gegenüber stand.

Ich hab alles durch, von gänzlicher Verweigerung über extrem schlechte Erfahrungen und Nebenwirkungen ohne Ende, bis hin zu guten Ergebnissen. Wenn ich an die letzte Manie und ihre Folgen denke achte ich schön brav auf eine regelmäßige Einnahme. Alles ist mir lieber, als das nochmal durchmachen zu müssen.

AUlpi8x1


Wer hat dir das denn verordnet und wann? Das Seroquel finde ich ein bißchen niedrig dosiert (Manieschutz ab 300 mg) und da noch ein Antidepressivum dazu, da ist das Switchrisiko nicht zu unterschätzen.

Vom Facharzt für Psychatrie. Ich muss alle 4 Wochen hin und bekomm das Rezept mit. Und nehm diese dann so ein wie sie sagte.

Die Wirkung erscheint mir per se sowieso unlogisch. Die Neuroleptika holen dich runter und die AD hauen dich rauf. Die AD sollen fürs schlafen gehen auch fördernd sein, ist aber retadiert? Die Erklärungen von ihr macht es dann nicht besser.

In der Manie bist du nicht geschäftsfähig, d. h. eventuell lassen sich Kaufverträge rückgängig machen. Inwiefern genau müsstest du mit einem Anwalt klären. Aber vielleicht lassen sich deine Schulden eindämmen.

Naja das sind Aussichten.

Auf jeden Fall sollte dich jetzt zu allererst deine Gesundheit interessieren! Ist doch kein Zustand, sondern wie du schon sagst - Quälerei. Willst mir doch nicht erzählen, dass du gerade 100% einsatzfähig bist?

Nein eh nicht. Ich hab viel mit Zahlen zu tun, und eins und eins ist noch immer zwei (Gott sei dank), insofern halt ich mich so über Wasser. Aber nein, ist kein Zustand. Und das bittere an der Sache ist, in der Arbeit ist es eine Qual und ich bin froh wenn die Uhr um ist, wenn die Uhr dann schlägt bin ich wieder down, weil mich eine leere und stille Wohnung erwartet. Und mit still, meine ich still. Am Standtrand, Energieeffizient. Und das heisst du bekommst nichtmal von draussen was mit. Es ist wirklich Stille.

Ich hab alles durch, von gänzlicher Verweigerung über extrem schlechte Erfahrungen und Nebenwirkungen ohne Ende, bis hin zu guten Ergebnissen. Wenn ich an die letzte Manie und ihre Folgen denke achte ich schön brav auf eine regelmäßige Einnahme. Alles ist mir lieber, als das nochmal durchmachen zu müssen.

Nebenwirkungen hatte ich nur anfänglich. Müdikeit vor allem und extrem schlapp.

Ist halt eben auch eine Frage die beschäftigt, was kommt von einem selber und was machen die Medis mit dir?

S"pinneQrin


Die Wirkung erscheint mir per se sowieso unlogisch. Die Neuroleptika holen dich runter und die AD hauen dich rauf. Die AD sollen fürs schlafen gehen auch fördernd sein, ist aber retadiert?

Die AD möbeln dich auf und die Neuroleptika deckeln die Manie, d. h. wenn alles super eingestellt ist, werden die extremen emotionalen Ausschläge sowohl nach unten als auch nach oben korrigiert.

Die Erklärungen von ihr macht es dann nicht besser.

Arzt wechseln. Du hast die freie Arztwahl, und kannst auch einen haben, der sich die Zeit nimmt, dir alles so zu erklären, dass du es verstehst. Und der dich vor allem auch vernünftig behandelt, was ich persönlich in der momentanen Konstellation nicht sehe.

Und das heisst du bekommst nichtmal von draussen was mit.

Fenster aufmachen? Sooo kalt ist es ja nicht, dass man schon heizen müsste. Wenn dich die Stille runterzieht, dann mach was dagegen. Mach dir Musik oder das Radio an, den Fernseher oder einen Film. Wichtig ist dabei nur, dass dich Musik oder Fernsehprogramm nicht aufpeitschen oder runterziehen. Bis man dafür ein Feingefühl entwickelt dauert etwas, aber du kannst versuchen darauf zu achten wie du reagierst.

Ist halt eben auch eine Frage die beschäftigt, was kommt von einem selber und was machen die Medis mit dir?

Du meinst, ob die Medikamente deine Persönlichkeit verändern? Das können sie nicht. Kopfschmerztabletten bekämpfen Kopfschmerzen, Tabletten gegen Bluthochdruck bekämpfen den Bluthochdruck, und Psychopharmaka bekämpfen die Symptome deiner seelischen Krankheit. Das ist nur verwirrend, weil dein Erleben für dich absolut real ist, in Wirklichkeit aber zumindest stark eingefärbt von der Krankheit.

Aber, wie du schon selbst erkannt hast, ist es nur eine Krücke. Für eine erfolgreiche Behandlung braucht es Psychotherapie, Psychoedukation etc.

AvlOp)ix81


Die AD möbeln dich auf und die Neuroleptika deckeln die Manie, d. h. wenn alles super eingestellt ist, werden die extremen emotionalen Ausschläge sowohl nach unten als auch nach oben korrigiert.

Ja aber wenn ich eh schon zu viel hätte, warum dann noch 150 mg von einem Stoff, der die Konzentration an Serotonin noch mehr steigert?

Arzt wechseln. Du hast die freie Arztwahl, und kannst auch einen haben, der sich die Zeit nimmt, dir alles so zu erklären, dass du es verstehst. Und der dich vor allem auch vernünftig behandelt, was ich persönlich in der momentanen Konstellation nicht sehe.??

Naja, bis auf das Thema mit den Medis fühle ich mich ganz wohl bei ihr. Sie ist halt nur Fachärztin, dh die Psychotherapie mach ich ja bei einem Psychotherapeuten; zusätzlich. Sie ist sehr bemüht, dürfte sehr grosse Empathie besitzen und nimmt sehr Rücksicht auf meine Arbeitszeiten, was auch nicht selbstverständlich ist. Sie hat mich sogar anfänglich aussernatürlich von sich angerufen, wie es mir mit den Nebenwirkungen geht.

Fenster aufmachen? Sooo kalt ist es ja nicht, dass man schon heizen müsste. Mach dir Musik oder das Radio an, den Fernseher oder einen Film. Wichtig ist dabei nur, dass dich Musik oder Fernsehprogramm nicht aufpeitschen oder runterziehen. Bis man dafür ein Feingefühl entwickelt dauert etwas, aber du kannst versuchen darauf zu achten wie du reagierst.

Heizen musste ich schon seit jahren nicht mehr. Aber das ist ein anderes Thema.

Ja ich habe sogar einen Garten, nur ringsrum niemanden. Neben mir wohnt ein älteres Pärchen. Da ist spätestens zur Hauptabendprogrammzeit "licht aus".

Fernsehen frustriert bzw. halte ich nicht lange aus. Zapp ich durch sind nur Sendungen die mich an Sie erinnern. Insofern, ja TV macht mich depri. An einen Film schauen ist gar nicht zu denken. Das wird nach 10 min. zur Qual. Ich fühle mich als ob ich Beton überall hätte das drückt und muss dann aufstehen. Es ist ja nicht, ob ich schon viel versucht habe... Radio/TV/PC/PS4, Buch, Fachbücher, Spaziergänge, Radtouren usw. Es ist, und war immer so nur nicht in dieser Extremen, also ob ich zwei verschiedene Gehirne hätte. Ich kann mich 100% auf eine Sache konzentrieren, jedoch ist dann immer noch ein zweites, selbständiges Gedankenfenster (Ähnlich dem Windows aufgaub) dass mir mit allen Möglichen Dingen dazwischen funkt. Und so sitze ich oft Stunden in der Arbeit. Das eine Gedankenfenster tippt in die Tasten und das andere sinniert über Gott und die Welt.

So richtig 100% schaff ich irgendwie nicht.

Du meinst, ob die Medikamente deine Persönlichkeit verändern? Das können sie nicht. Kopfschmerztabletten bekämpfen Kopfschmerzen, Tabletten gegen Bluthochdruck bekämpfen den Bluthochdruck, und Psychopharmaka bekämpfen die Symptome deiner seelischen Krankheit.

Mmmh... schwer zu verstehen. Vielleicht definiere ich Persönlichkeit falsch?

Das ist nur verwirrend, weil dein Erleben für dich absolut real ist, in Wirklichkeit aber zumindest stark eingefärbt von der Krankheit.

!!! This !!! Und es versteht auch keiner. Die wollen alle immer antworten haben, die ich Ihnen nicht geben kann.

Das versteht keiner. Ich habe auch den Eindruck, dass viele mir nicht glauben.

Was mich dann recht ungehalten macht. Das war halt damals meine normale Lebensrealität.

Dazu kommt dann natürlich auch ein wenig Scharm, weil Dinge dabei waren die ich in 1000 Jahre mich im "normalen" Zustand nicht ansatzweise traue.

Auf jedenfall sind trotzem alle Happy. Meine Fam weils bei jedem ausser mir supi rennt. Meine Ex läuft mit Dauergrinser herum. Beinahe alle Bekannten sind unter der Haube und keiner wirkt unglücklich. Und alle vom hohem Ross herunter.

Mir kommt so vor als ob jeder das bekommen hat oder hat was er möchte. Und das eigentlich ausnahmslos. Sei es den Job, Familie, grosse Reiseziele mit Frau und ohne, Kinder usw.

Bei mir ist es ausnahmslos, seit beginn dieser unnötigen lächerlichen Existenz dass du Gift drauf nehmen kannst, dass wenn ich was möchte alles passiert, dass es nicht so kommt.

Man mag mich nicht auf dieser Welt, hab ich kapiert. Und langsam aber sicher wird mein Gedanke immer grösser, einfach die Medis absetzten und schauen was passiert. Und ja, es gibt Momente an denen ich mir die nächste Manie wünsche; ja sogar Sehnsucht danach verspühre.

Der Schaden ist eh angerichtet. In der Manie hab ich mich wenigstens gut gefühlt. Der Gedanke eines letzten Schubs, quasi zum Abtritt, ist schon sehr, sehr verlockend.

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