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Ich hasse meine Eltern - darf ich das?

JsulCi-Son6nxe_ hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

es ist mir peinlich, aber ich hasse meine Eltern.

Ich möchte so gerne ein normales Verhältnis zu ihnen, sehe aber ein, dass das niemals der Fall sein wird. Ich bin ganz alleine auf der Welt, jedenfalls fühle ich mich so.

Ich habe Angst vor meinen Eltern. Möchte ihnen aber gefallen. Doch ich möchte endlich mein Leben leben. Wehre mich gegen sie, sehe immer öfter über sie hinweg. Doch immer wieder kommt es zu einem "Rückfall" Angst, keine Freude mehr, seit Monaten nicht mehr. Eigentlich seit Jahren.

Mittlerweile empfinde ich puren Hass. Aber darf man seine eigenen Eltern hassen?

Antworten
AWlpix81


25.08.15 13:28

Hallo ihr,

es ist mir peinlich, aber ich hasse meine Eltern.

Ich möchte so gerne ein normales Verhältnis zu ihnen, sehe aber ein, dass das niemals der Fall sein wird. Ich bin ganz alleine auf der Welt, jedenfalls fühle ich mich so.

Ich habe Angst vor meinen Eltern. Möchte ihnen aber gefallen. Doch ich möchte endlich mein Leben leben. Wehre mich gegen sie, sehe immer öfter über sie hinweg. Doch immer wieder kommt es zu einem "Rückfall" Angst, keine Freude mehr, seit Monaten nicht mehr. Eigentlich seit Jahren.

Mittlerweile empfinde ich puren Hass. Aber darf man seine eigenen Eltern hassen?

Ja darf man! Warum denn auch nicht?

Von so Sprüchen wie "Es sind ja deine Eltern" halte ich nix. Wenn Sie sich nicht wie Eltern benehmen, dann braucht keiner erwarten, Sie aber wie solche zu behandeln.

JZuli|-Soxnne_


Bekomme genau das oft zu hören, wie kannst du nur usw.

Aber mir geht es gerade wirklich sehr schlecht und ich bin ihnen egal. Aber wenn ich auflebe, dann sind sie zur Stelle und missgönnen mir alles. Egal was.

A/lpSi8x1


Bekomme genau das oft zu hören, wie kannst du nur usw.

Aber mir geht es gerade wirklich sehr schlecht und ich bin ihnen egal. Aber wenn ich auflebe, dann sind sie zur Stelle und missgönnen mir alles. Egal was.

Na willkommen im Club.

Dieses "mir geht es schlecht und keiner merkt es" Gefühl kenn ich und es ist wirklich lähmend.

Aber ja, du bist in Wahrheit alleine. Es ist egal und den meisten Menschen ist es egal.

Sobald du wieder aufgepeppelt bist, quasi dich selber aus dem Dreck gezogen hast, dann springen wieder alle auf.

Davor können Sie von dir nicht profitieren. Insofern bist du so nützlich und Ihnen soviel wert, wie eine eitrige Angina.

Es ist traurig für uns? ja sicher!

Ist es fair uns gegenüber? nein sicher nicht!

Interessiert es wem oder können wir es ändern? Nein.

Insofern bleiben uns zwei Möglichkeiten. Entweder akzeptieren und das Thema mit professioneller Hilfe Lösen oder an dem Thema untergehen oder zebrechen.

Sühne oder ein Sorry wirst du nie hören. Es wird dich aber quälen, weil du gerne Rache für deine nicht erhaltenen Kindheit hättest.

Bekommst du nicht. Löse es für dich selber.

JOabn74


Hass ist kein gutes Gefühl und sollte einen nicht auf den Weg von Rache und Verbitterung bringen.

Allerdings kann große Wut durchaus hilfreich sein beim Abgrenzen.. endlich mal "gesunden Zorn" verspüren.

Edhema<liger rNu{tzyer (#35v365x5)


Hass ist kein gutes Gefühl. Wenn man das Verhältnis nicht kitten kann, dann versuche dir eine Gleichgültigkeit gegenüber deinen Eltern zuzulegen. Dazu muss man endgültig mit der Vergangenheit abschließen und akzeptieren, dass es keine Zukunft mit deinen Eltern gibt. Letzteres klingt aufgrund unserer Sozialisation hart, aber in deiner Situation ist es eher positiv, weil dir deine Eltern schlicht nicht gut tun.

C]omraxn


Aber darf man seine eigenen Eltern hassen?

Ob man das darf, ist glaube ich nicht die Frage. In jedem Fall ist es traurig, wenn es soweit kommt.

Ich glaube, die Frage ist für dich viel brennender: ist es in deinem Fall berechtigt, die Eltern zu hassen?

Du schreibst hier im Faden nicht viel darüber, was sie tun oder nicht tun. Daher kann ich keine Partei ergreifen. Du könntest genausogut ein 14-jähriger Teenie sein, der von den Eltern genervt ist und ihnen andauerndes Unrecht unterstellt. Manchmal ist auch einfach die eigene Wahrnehmung falsch. Andere Dinge sieht man später auch aus einem anderen Licht (erging mir so - ich habe mit Anfang 20 meine Eltern nochmal mit der Distanz des Auszugs neu "kennenlernen" dürfen).

Für "puren Hass" muss viel passiert sein. Ich habe bisher nur selten so empfunden, und dann war es meist aus dem Affekt heraus. Ich kann dir da für deine Empfindungen leider keinen Freibrief oder Zustimmung erteilen.

DMie@ SHehe?rin


auch ich finde hass ein sehr großes wort, für ein sehr großes gefühl!

was ich sehr interessant finde, dass du dich in das gefühl des hasses zu flüchten scheinst, damit die angst vor den eltern keinen raum mehr hat?

für mich selber habe ich erfahren, dass es meine entscheidung ist, ob ich einem anderen menschen so viel macht über meine gefühle gebe.

E;hemal<ig#er (Nutz8erq (#573.012x)


Ich habe Angst vor meinen Eltern. Möchte ihnen aber gefallen. Doch ich möchte endlich mein Leben leben. Wehre mich gegen sie, sehe immer öfter über sie hinweg. Doch immer wieder kommt es zu einem "Rückfall" Angst, keine Freude mehr, seit Monaten nicht mehr. Eigentlich seit Jahren.

Juli-Sonne_

Darfich fragen wie alt du bist ?

Hass ist ein ganz mächtiges Gefühl - es frisst leider die eigene Seele auf .

Ich sehe es ähnlich wie Seherin , ich glaube, du solltest dir die Angst ansehen. Was macht dir Angst und wie bist du bisher mit ihr umgegangen?

a9ufge42sFte


Du darfst!

Obwohl da wohl immer ein ambivalentes Gefühl zurückbleibt. Ich glaube, egal, wie mies die Eltern sind, total egal sind sie einem nie...irgendwie komisch, aber ist so.

Als ich dann mal Leute nach dem Grund fragte, bekam ich auch nur die Antwort: Tja, es sind halt die Eltern.

a)u#fge@löstxe


Ach so, vergessen so sagen:

Ich bin auf meine auch schon immer "chronisch sauwütend" gewesen...was die mir alles angetan haben...vor allem im psychischen Bereich.

Jxuli-SIonnxe_


Ich möchte einfach, dass es aufhört, dass sie aufhören, zu existieren. Ich weiß, so etwas sollte man nicht sagen. Aber es war zu viel.

Das alles aufzuführen, wäre viel zu lange, da es über Jahrzehnte ging. Ich möchte nur meine Ruhe, ich halte diese Angst vor meinem Vater nicht mehr aus. Weshalb mache ich alles, was er möchte? Mein Leben ist ihm egal, aber wenn ich an etwas Freude haben möchte, dann gibt es Theater.

Heute hätte ich fast einen Strick gekauft, damit der Mist ein Ende hat. Aber ich würde ihnen damit nur eine Freude bereiten. Lieber gehe ich kaputt, als das ich ihren Wunsch erfülle. Sie wollen mich am Boden sehen. Da bin ich schon lange. Was denn noch?

Manchmal denke ich, ich habe eine bipolare Störung. Mal ist es mir egal, was sie denken, der Psychoterror. Dann wieder zerfließe ich vor Selbstmitleid, obwohl es dumm ist. Anderen sage ich: Jammere nicht, sondern ändere etwas. Weshalb gelingt es mir nicht immer? Mein Freund meinte heute morgen zu mir, er fragt sich, ob er mit einer Frau oder einem Kleinkind zusammen ist. Das gab mir den Rest, denn er hat Recht!

JUuli-Sxonne_


@ aufgelöste,

darf ich fragen, was sie dir psychisch angetan haben?

Manchmal denke ich, lieber wieder die Schläge von meiner Mutter (war nicht oft) und dann war es vorbei als dieses Psycho Getue.

DZie Se{herxin


hast du schon mal eine therapie gemacht? es scheinen ja durchaus mehrere baustellen bei dir da zu sein, von denen ich nicht sicher bin, dass du sie alleine konstruktiv in den griff bekommst?

Jruli-jSonAnex_


Ja habe ich. Habe da auch nichts verschwiegen und alles, was mich belastet hat, zur Sprache gebracht. Die Therapie ging mehrere Jahre, gebracht hat sie weder bei ihm, noch bei anderen Therapeuten etwas.

Mir ist durch die Therapie klar geworden, dass nur ich mir selbst helfen kann. Und es wird höchste Zeit. Oft klappt es ganz gut, doch jetzt habe ich wieder seit Tagen einen Tiefpunkt.

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