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Ich hasse meine Eltern - darf ich das?

EnhemaMliger kNutzer O(#4588x71)


Ich möchte einfach, dass es aufhört, dass sie aufhören, zu existieren. Ich weiß, so etwas sollte man nicht sagen. Aber es war zu viel.

Das kann ich durchaus nachvollziehen. Ich empfinde auch dieses "es war zu viel". Habe oft - mit schlechtem Gewissen - gedacht, warum ist mein Vater so früh gestorben und nicht meine Mutter... ich weiss, dass ihr Tod für mich eine Erleichterung sein wird. Aber als Hass würde ich es nicht bezeichnen - bei mir ist es eher so eine Mischung aus Wut, Verachtung, Gleichgültigkeit, viel Verletztheit - auch ein kleines Stück Traurigkeit ist dabei. Die negativen Gefühle haben sich eigentlich mit jedem Gespräch mit Fachleuten verstärkt statt verringert, weil ich immer wieder darin bestätigt wurde, dass es nicht akzeptabel ist, wie meine Mutter sich verhalten hat und verhält und dass man seine Eltern nicht lieben muss, nur weil sie die Eltern sind.

H_udi4pfuxpf1


Hass ist ein grosses Wort. Ich glaube auch nicht, dass du sie wirklich hasst, denn du schreibst, du möchtest ihnen gefallen. Das möchte man nicht, wenn man jemanden hasst.

Es kommt mir eher vor, als möchtest du ihre Liebe und die scheinen sie dir nicht zu geben, so wie du sie brauchst.

Wie alt bist du denn? Ich nehme an du bist Teenager und bist dich am ablösen.

Dieser Prozess ist für beide Seiten recht schwierig. Ich erinnere mich da an meine Teenagerzeit, ich hätte zeitweise meine Eltern umbringen können und sie vermutlich mich auch.

Nach meinem Auszug und einer gewissen, auch räumlichen Distanz ist es dann besser geworden.

Wohnst du denn noch Zuhause?

Sind natürlich nur Vermutungen, da ich nicht weiss, was alles vorgefallen ist.

DRien Se]herin


Ich nehme an du bist Teenager

immerhin ist sie in einem "hibbel-faden" unterwegs!

SSilkP:earl


Hass ist oft die andere Seite enttäuschter Liebe. Es ist leichter, wenn sich diese schließlich in Hass umwandelt, als immer weiter mit dem eigenen Liebesbedürfnis ins Leere zu laufen.

Ein Gefühl ist einfach da, egal wie "berechtigt" es ist. Und es will auf jeden Fall gespürt, nicht aus "Einsicht" weggedrückt werden.

Jvuli-SJonxne_


Es ist Hass, purer, blanker Hass!

Beispiel vor 15 Minuten? OK.

Zur Erinnerung. Ich darf nicht weinen und habe vor einer Woche meinen liebsten Freund verloren.

Meine Eltern haben etwas gekocht, was ich sehr gerne Esse.

Mutter: Es ist soweit, kommt her.

Ich: Ich traue mich nicht.

Sie: Weshalb nicht?

Ich: Ich bin psychisch nicht stabil genug. Ich weine noch sehr oft.

Sie: Dann höre gefälligst auf zu weinen, so lange wir Essen.

Ich: Das kann ich nicht versprechen. (bin dann auf die Toilette geflüchtet, weil ich Angst vor ihr habe)

Sie stand vor die Türe und meinte: Nur wegen dir haben wir es gekocht.

Ich: Ich kann doch nichts dafür, dass ich weinen muss.

Sie: Reiße dich gefälligst zusammen und alles wäre gut.

Ich dachte, sie hätte auch für die Kinder gekocht und zudem hätten sie es so oder so gemacht.

Ich kann nicht mehr, ich möchte nicht mehr. Ich halte es nicht mehr aus. Sie heult nach fast drei Jahren Rotz und Wasser um ihren Sohn und ich darf nach einer Woche keinerlei Gefühle zeigen.

Ich möchte sterben. Sofort! Sie oder ich! Verdammt, ich hatte gehofft, dass letztes Jahr beide nicht mehr lange leben, ja gehofft. Sie machen mir das Leben zur Hölle.

Das sind für mich keine Menschen mehr. Sie verlangen, dass ich gefühllos durchs Leben gehe, während sie beide täglich seit Jahren herumheulen. Sie kotzen mich nur noch an. Ich hasse sie. Ich möchte sie nie wieder sehen.

Es war zu viel vorgefallen. Ich darf nicht trauern. Nach einer Woche soll ich lachen. Ich hasse sie wie die Pest, Cholera, Aids, Krebs und alles zusammen.

Mein Bruder wurde vergöttert, meine Mutter hasste mich schon immer. Mein Vater seit der Pubertät.

Ich hasse mein Leben. Jeden Tag aufs neue. Keine Freude, nichts.

h*eutDe_haier


Eine Sicht von außen auf die von dir beschiebene Situation

Deine Mutter hat sich die Mühe gemacht ein Lieblingsessen von dir zu kochen. Das ist eine nette Geste.

Ihre Bemühungen dich an den Tisch zu bringen, waren nicht besonders feinfühlig, aber die ältere Generation ist nunmal u.a. so drauf.

Im Prinzip hat sie recht. Das Leben geht auch nach dem Tod eines geliebten Menschen weiter und es ist hilfreich sich Alltagssituationen zu stellen. Insbesondere waren ja auch Kinder am Tisch - wie sollen sie das verstehen?

Als Beispiel für den Hass auf deine Mutter taugt es wenig.

Du müsstest echt mehr erzählen, was da vorgefallen ist im Elternhaus.

So kann ich es zumindest nicht nachvollziehen.

ajutumnd-likxe


Es gibt einfühlsame Menschen und gefühlskalte Menschen. Meine Mutter hat beim Tod meines Schwiegervaters ähnlich reagiert. Sogar mein Vater fuhr meine Tochter nach dem Gottesdienst an, dass sie sich nicht so anstellen soll, weil sie weinte. Uns stand mein Schwiegervater sehr nahe. Uns fehlt er noch heute.

Grenze dich ab und lebe dein eigenes Leben und nimm nicht jedes Wort persönlich und denke groß darüber nach. Damit machst du dich nur selbst fertig. Dein Bruder wird vermutlich weiterhin vergöttert werden. So ging es mir bei meiner Schwester auch. Erst jetzt im Alter hat sich das Blatt gewendet.

LLichtAwmHoriHz+onxt


Ich möchte sie nie wieder sehen.

Dann sehe sie nie wieder.

Sneven.@of.xNine


Ich hasse mein Leben. Jeden Tag aufs neue. Keine Freude, nichts.

Dein ganzer Bauch ist voller Wut - wo soll das Baby hin, das Du gerade planst? :-o

Die Therapie ging mehrere Jahre, gebracht hat sie weder bei ihm, noch bei anderen Therapeuten etwas.

Neuer Versuch?

Ich möchte sie nie wieder sehen.

Wohnst Du noch zu Hause, daß Du Deine Eltern ständig sehen musst?

Dir alles Gute!

@:)

MGetax4


Da bleibt nur eines: Bring Abstand zwischen deine Eltern und dich.

Innerlich wie äußerlich.

JRu{li2-jS=onnxe_


Das Baby wird es nicht geben, keine Sorge. :°_

Abstand ist unser Ziel. Aber noch ist es nicht möglich und genau das macht mich fertig.

heute_hier das Leben geht nach dem Tod weiter? Könntest eine Freundin meiner Mutter sein. Es ist gerade mal EINE WOCHE her und wir waren eine Zeit lang ein Paar. Sie dagegen heulte erst gestern wieder nach DREI JAHREN wegen einem Todesfall. Soll ich ihr auch sagen, das Leben geht weiter, stell dich nicht so an?

Therapien bringen nichts. Ach, dein Baby ist Tod? Die Zeit wird dir helfen. Du wurdest von deiner Mutter geschlagen? Ist doch vorbei. Sie macht dich psychisch fertig? Lasse es nicht an dich heran.

Dieser Quatsch half mir kein bisschen weiter.

Ski lbefrmonedaugxe


Wenn du deine Eltern HASST dann bedeuten sie dir noch was. Halt im negativen Sinne. Und sie nehmen viel zu viel Raum in deinem Leben ein.

Ja - ihnen gegenüber musst du gefühllos werden. Sonst machst du dich selber kaputt. Du wirst sie nicht ändern können. Nur dich. Besuche sie nicht mehr. Deine Mutter wird kein Verständnis für dich haben, ganz egal was du tust. Soll sie doof über dich reden - wenn dich jemand anlabert "wie kannst du nur" dann gib zurück "gehts dich was an ?"

Das Gegenteil von Liebe ist nämlich NICHT Hass - sondern Gleichgültigkeit.

hUeute=_hixer


Hi Juli-Sonne,

bei allem Respekt für deine Trauer. Das hier ist unsensibel mir gegenüber

heute_hier das Leben geht nach dem Tod weiter? Könntest eine Freundin meiner Mutter sein.

Ich kenne weder dich, deine Mutter oder sonst wen aus deiner Familie.

Deshalb unterstell mir nicht, was deine Mutter eventuell gemacht hat (das schreibst du hier leider nicht), sondern schau noch mal auf meine Überschrift. Alles was ich wollte, dir einen Blick von außen auf deine dargestellte Situation zu geben.

Das Leben geht seit Ewigkeiten weiter, auch wenn geliebte Menschen sterben. Das ist mir mehr als einmal passiert. Das hat nichts mit Gefühllosigkeit zu tun. So ist der Lauf der Dinge. Es gibt eine Zeit für Trauer ... unterschiedlich lang ... aber der Alltag besonders mit Kindern hilft auch dem Herzen zu verstehen, was passiert ist.

SGeven.;of .NiGne


Soll ich ihr auch sagen, das Leben geht weiter, stell dich nicht so an?

Nein, das sollst Du nicht, denn Du hast es ja selbst schon gemerkt, daß diese Aussage kein bißchen weiter hilft. Und sie hilft auch nicht, wenn Du sie anderen an den Kopf knallst. ;-)

Lasse es nicht an dich heran.

Dieser Quatsch half mir kein bisschen weiter.

Dies ist kein Quatsch, sondern neben dem räumlichem Abstand die zweite der beiden Möglichkeiten, die in Frage kommen. Vermute ich richtig, und Du lebst zusammen mit Deinen Eltern in einem Haus? Dann ist die Abgrenzung natürlich um einiges schwieriger, aber trotzdem nicht unmöglich.

Das Beispiel mit dem Essen hat mich an meine Schwiegermutter erinnert, die 'frühere Seven' hätte so reagiert:

Schwiegermutter: Essen ist fertig, kommt her.

Ich: Nein, danke, ich möchte nicht.

Sie: Weshalb nicht?

Ich: Weil ich XXX nicht so gerne mag.

Sie: Aber Du kannst Dich doch zu uns setzten und es wenigstens mal probieren.

Ich: Eigentlich habe ich noch selbst Essen im Kühlschrank, das müsste auch weg.

Sie: Aber das kannst Du doch auch morgen noch essen.

(Solche Unterhaltungen endeten grundsätzlich mit einem empörten 'wasDuDichnurimmersoanstellst', gerne kombiniert mit 'niekannmanesDirRechtmachen', danach seufzte Seven innerlich tief auf, setzte sich an den Tisch und drückte sich das Zeugs irgendwie rein.)

Mittlerweile wird Seven gar nicht mehr gefragt, denn sie hatte es sich im Laufe der Jahre angewöhnt, nicht nur deutlich 'nein, ich mag nicht' zu sagen, sondern sich danach auch so zu verhalten, also herumdrehen und gehen. ]:D

War ein harter Weg, hat sich aber gelohnt.

Und Du kannst das auch.

:)_

Y#tonxg11


@ TE:

Ich dachte bei deinen Beiträgen, das du ein Teenie bist. So 15, 16 oder 17. In einem Beitrag hast du geschrieben das du einen 17 jährigen Sohn hast. Also solltest du mindestens knapp über 30 sein? Ist das richtig ???

Wieso um alles in der Welt wohnst du noch daheim :-o ??? ??? ??? ?? Das kann doch nicht gut gehen :|N Hör auf hier einen Beitrag nach dem anderen aufzumachen und mit Selbstmord zu drohen. Zieh endlich "daheim" aus und du wirst sehen, das es dir besser geht. :)z

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