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depressiver Normalzustand

JFanw7x4 hat die Diskussion gestartet


Mal eine Frage primär an die depri-Fraktion hier:

Ich stelle bei mir fest, dass ich permanent dazu neige, mich eher deprimiert zu fühlen, es ist quasi der Normalzustand. Das hat alles seine Gründe, die auch dem ein oder anderen hier bekannt sind, aber das ist auch eher nebensächlich.

Das führt zu einigen nervigen Dingen:

- dem permanenten (eher grüblerischen) Antrieb, daran was zu ändern, weils ja nicht so toll ist, der aber nie zu irgendwas führt. Aber es ist ein bohrender Stachel der nicht Ruhe geben will.

- die Tatsache, dass das Befinden deutlich besser wird, wenn (positive) Abwechslung vom "Alltag Normalzustand" eintritt, irgendwas tolles neues in Sicht ist, eine Veränderung, oder irgendein "Kick", was dazu führt, dass die Suche nach diesen Dingen mehr Raum einnimmt als notwendig und sinnvoll ist

Vermutlich gibt es eine Menge Leute, die allein deswegen untreu sind und Affären haben, weil sie einfach ihren eher deprimierten "Alltags-Normalzustand" nicht ertragen mögen, denke ich. Sowas ist aber keine Option.

Frage daher, wem gehts noch so, und wer hat einen konstruktiven Umgang damit gefunden?

Ein noch deutlich depressiverer Kumpel von mir hat quasi akzeptiert. Ist scheisse, bleibt scheisse, nicht mehr suchen, nicht mehr grübeln, keine Energie mehr drauf verwenden. Dem gehts damit irgendwie besser. Aber ich kann noch nicht "aufgeben".

Antworten
J an.7x4


Nachtrag - und es führt zu der Unsicherheit, ob es wirklich "primär" depri-Gegrübel ist, oder nicht doch irgendwas im Leben schief läuft und alles gaaanz anders sein sollte und umgestaltet sein sollte. Dauernde Verunsicherung, daher wenig Akzeptanz.

Pdlüs chbBiexst


Ganz ehrlich, ich kenne das. Nennt ein Fachmann gerne mittelschwere Depressionen.

Kann durch Vitamin D Mangel, Schilddrüsenunterfunktion und und und ausgelöst werden.

Wen du dein Leben trotzdem halbwegs auf die Reihe bekommst kannst du es einfach hinnehmen.

Ansonsten bleibt dir nur übrig mit ärztlicher Hilfe herauszufinden was dir helfen könnte.

JAa^n74


Für "Depression" (vor allem sogar mittelschwer) fehlt mir ein entscheidender Baustein, nämlich die nicht vorhandene Antriebslosigkeit. "Dysthymie" trifft es wohl besser.

Also eigentlich resultiert daraus sogar Antrieb.. poduktiv sein und Sport hilft ganz eindeutig beim besser-fühlen.

Organische Ursachen kann man wohl ausschliessen, das hat sicherlich psychische Gründe.

Mich interessiert aber wirklich, wer das noch alles so kennt.

e,xperte_5x6


kann es sein, dass in Deutschland Männer ca. 3 mal häufiger als Frauen (versteckt) depressiv sind? Ich glaube kaum, dass Frauen angeblich häufiger betroffen seien.

Jvan7x4


ich glaub die sagen das einfach offener

P:lüsJchxbiest


Welcher Mann gibt schon gerne seine psychischen Krankheit zu?

Psychische Krankheiten sehen viele als Schwäche an und welcher Mann ist gerne schwach?

Ich würde vermuten dass so einige Männer die Depressionen nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen und sich in Alkohol oder andere Süchte flüchten.

Ihr kennt doch bestimmt alle den einen oder anderen der durch Jobverlust zum Alki wurde?

Ich vermute erst ist es der Jobverlust , der sorgt für beschi....... Gefühle und die werden dann mit Alk betäubt.

a6ma0zo9nex67


@ Jan - *:)

[[http://de.sott.net/article/18192-Die-Epidemie-der-Depression-dient-als-Weckruf-fur-die-Menschheit-Entweder-jetzt-oder-nie]]

Vielleicht hilft Dir das ja weiter...

Übrigens: Sich einen Kick holen, wie Du so schön beschreibst, hilft leider nur oberflächlich...Egal welchen.

Früher gab es die Diagnose: Melancholica... ich würde diese nicht mit Depressionen gleichsetzen. Mein Studium darüber hat ergeben, dass es Menschen gibt, die (z:B.) eine etwas holprige Kindheit hatten und daher zur Melancholie neigen. Sowas streift man nicht einfach ab oder lässt das hinter sich. Man kann es verstecken, "verkicken" oder wegrennen, aber es holt einen immer wieder ein. Daher immer mal wieder Melancholische Stimmungen.

Heute muss jeder gut drauf sein, sonst hat er gleich Depressionen und bekommt Tabletten. Das nervt mich ungemein...

Ich finde das persönliche Forschen nach 1. aktuellen Belastungen oder/und 2. alten Belastungen, die gerade mal hochkommen ganz hilfreich. Man kann sich durchaus einen Tag oder zwei Zeit nehmen, sich bei sich selber einzudenken und alles durchzudenken. Statt irgendwelche Pillen oder Drogen zu nehmen. Sport ist prima und wenn es nur mit dem Fahrrad an den See ist.

Klar, nicht jeder hat Zeit und die Möglichkeit, sich diese Freiheit zu nehmen - wäre aber sinnvoll. Diese Melancholie auszuhalten und "sich zu gönnen", anzunehmen und vielleicht sogar künstlerisch umzusetzen hat mir immer mehr geholfen, als hirnabstumpfende Pillen. In melancholischen Phasen entstanden die besten Gedichte, Geschichten und Bilder bei mir...

Vielleicht ist das mein Weg, nicht Deiner...

Bei mir ist es auch einfach Veranlagung... ein Teil meiner Familie neigt zu grundloser Traurigkeit :-) (Oma nannte das "Weltschmerz")

Dir einen lieben Gruss, Jan

J/an7!4


:-)

Ja, ich finde, man muss das auch von "Depression" abgrenzen.

Ich nutze sowas auch eher produktiv, mache Sport oder bin bei der Arbeit produktiv, anstatt mich zu verkriechen. Es hat auch positive Seiten, ja.

Ob man nun wegen Jobverlust trinkt oder das Trinken zum Jobverlust führt, kann man wohl oft nicht trennen. Vermutlich trinkt man aus anderen Gründen und das gehört alles zusammen.

Durscht :D

PKlüskchbxiest


amazone,

man muss nicht zwingend Antidepressive nehmen.

Ich habe dankend abgelehnt als mein Hausarzt mir was aufschreiben wollte.

Der hat Null Ahnung von so was und hätte mir einfach citalopram aufgeschrieben.

Pgtschbi,esxt


Oft ist es erst der Jobverlust und dann das Trinken.

Die mir bekannten Alkis haben alle erst nach dem Jobverlust mit dem trinken angefangen.

Keiner von denen hat im Job gesoffen.

e&xperSte56


Partnerlosigkeit und Arbeitslosigkeit und damit einhergehende soziale Isolation wegen Geldmangel sind Hauptursachen einer Depression. Wobei Partnerlosigkeit noch schwerer wiegt. Ist man arbeitslos, hat aber eine funktionierende Partnerschaft, ja was will man mehr? Wer jahrelang auf Sexualität verzichten muss, wird depressiv. Wann werden endlich Sanatorien eingeführt, in denen Singles sich "gesund ficken" dürfen? ":/

Jjanx74


Ich glaub das ist in den meisten Fällen umgekehrt - die Depression verursacht Arbeits- und Partner-Probleme.

Oder es hat einfach gemeinsame Wurzeln. "Psychosoziale Probleme" die einem das Leben auf voller Bandbreite schwer machen, die Misserfolge und Defizite machens nicht besser. Die Wurzeln dafür dürften oft in Kindheit/Elternhaus liegen. Ungut vorgeprägt und dann das ganze Leben lang Probleme.

Ich glaub allerdings nicht, dass f*cken hilft, eine Depression zu heilen.

e5xperxte56


Jan74, natürlich hilft eine gute Sexualität gegen Depression. Darum haben Geringverdiener und Menschen in Armut auch häufiger psychische Probleme. Die Geld haben, leisten sich ausgiebige Prostituierten-Besuche, wenn keine Frau vorhanden. Was hat das mit Kindheit zu tun? Nichts. In meiner Jugend hatten auf der ganzen Schule bis zur 10. Klasse nur sehr wenige Jungs eine Freundin. Da fing diese ganze Scheiße schon an so 2003-2006. Manche haben bis heute noch keine Frau. Partnerlosigkeit ist die Hauptursache für männliche Depression. Erst dahinter kommt Arbeitslosigkeit.

Jgan7x4


Willst Du damit die These aufstellen, dass Leute mit mehr Geld deswegen weniger depressiv sind, weil sie sich teure Prostituierte leisten können?

ich kann aus eigener Erfahrung berichten dass ich heitere und depressive Phasen sowohl in Phasen mit als auch ohne Sex hatte, Kein statistischer Zusammenhang zu erkennen.

Onanie, onana.

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