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Verlustangst & einige andere Dinge im Busch :(

P"onyfraxnse


@ Hatschepsut_

26.08.15 20:02

Nein, du verstehst mich falsch. Deine Eltern sind bei sämtlichen wichtigen Entscheidungen scheinbar die finale Instanz. Wann ist dein Partner denn einmal die finale Instanz und kann zeigen, was er kann?

Aber deine Beschreibung, wie du ihn erziehen musstest, passt auch zu dem Eindruck, den ihr beide auf mich macht. Aus deinen Texten sehe ich in deinem Handeln eben nicht, dass er der gleichberechtigte Partner ist, sondern eher ein Akteur, der im Zweifel von seinen Schwiegereltern überstimmt wird oder ihr die Info bekommt, dass eure Eltern anders gehandelt hätten.

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Ja, das verstehe ich gerade nicht so :) Was heisst finale Instanz? Es ist jetzt nicht so, dass mein Mann für PLAN A ist, meine Eltern PLAN B aber als besser empfinden, dass ich dann sage: Neeeee, PLAN A is nicht, wir machen es nach PLAN B, weil meine Eltern sagen, es sei die bessere Lösung für uns... Da würde mein Mann auch Theater machen... Sooooo krass ist es jetzt nicht- Manchmal ist er ja auch froh darüber, dass mein Vater viel weiß & lässt sich auch gerne von ihm beraten...

Mit dem Akteur... da hab ich gestern abend im Bett noch lange nachgedacht und das hat mich traurig gemacht :(

Irgendwie kam es jetzt so rüber: 3 gegen 1... Also meine Eltern und ich gemeinsam GEGEN meinen Partner :/ Oh nein, dieses Szenario hatte ich bisher noch gar nicht durchgespielt - aber wenn ich mich einfach mal in SEINE Lage versetze, könnte es wohl so ein, dass er so fühlt... Gesagt hat er das zwar nie... Aber trotzdem... Das ist jetzt noch ein Grund mehr für mich, was an der ganzen Lage zu ändern!

PVonyfr0anxse


Und jetzt einfach mal für mich, WAS ICH MIR HIERAUS ERWARTE... Ich glaube, Sweeny hatte danach gefragt...

Ich möchte einfach nur wissen, WAS ICH JETZT TUN KANN, dass sich das alles ein bisschen lockert...

Ich nicht mehr ganz so versessen auf meine Eltern bin...

Vielleicht sollte ich meine Eltern weniger in UNSERE Pläne einweihen, weniger um Hilfe bitten?

Versuchen, ein bisschen mehr Abstand zu gewinnen und statt 3x nur noch 1x anrufen?

So Tipps hatte ich mir erhofft... :)

PPowerP)uffxi


Genau. Du bist abhänig. Um deine Ängste zu lockern, musst du dich aus dieser Abhänigkeit lösen. Das geht nur über Distanz und Selbstständigkeit.

Ich glaube, du siehst selber nicht, wie sehr dir deine Eltern geschadet haben. Sie haben dich deiner Fehler beraubt. Jahrelange Manipulation hat dazu geführt, dass du Fehler ablehnst und dich lieber fügst, anstatt eigene Erfahrungen zu machen.

Dabei sind es gerade die Fehler, die uns, unsere Persönlichkeit und unsere Lebenserfahrung prägen. Ohne das Streben nach Fehlern hast du nie deine Grenzen ausgetestet. Du weißt nicht, was du erreichen kannst. Du fügst dich der Realität deiner Eltern. Damit bist du ihr Automat.

Das ist sehr traurig. Ich hab hier von irgendwem Manipulation und Gehirnwäsche gelesen. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Ich verstehe nicht, wieso man sowas seinen Kindern antun. Man beraubt sie. Man nimmt ihnen jede Perspektive. Jedes Streben. Jeden Durst. Die Vorstellung löst in mir Übelkeit aus.

ETlum$ellxa


Liebe Ponyfranse,

ich kann dir auch nicht wirklich helfen, aber ich habe mich in deinem Beitrag wiedererkannt.

Zwar habe ich nach außen hin mit meinen Eltern keine sooo enge Bindung (also telefonieren seltener, hole mir selten Rat, wohne weiter weg usw..) aber nach innen Plagen mich seit meiner Kindheit genau die gleichen Ängste wie dich.

Ich für meinen Teil habe die Lösung in der Kindheit gefunden - ist aber hier nichts für den öffentlichen Teil.

Die schwere, wenn inzwischen kurierte, Erkrankung beider Eltern kurz hintereinander hat mich völlig aus der Bahn gerissen (möglicherweise, um das herauszufinden bin ich auch hier).

Ich würde dir darum dringend raten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Es wird dir möglicherweise gut tun erst einmal über deine Ängste und Probleme zu reden mit jemandem, der sich Zeit nimmt und zuhört und auch fachlich kompetent genug ist, alles richtig auszuwerten.

Das kann sehr schwer sein. Ich stehe gerade erst am Anfang und sobald das Thema auch nur in die Richtung geht, breche ich in Tränen aus.

Aber reden ist gut und befreiend und solltest du im Laufe der Zeit feststellen, dass dir die Therapie zu heftig ist, kannst du sie jederzeit abbrechen.

Aber wichtig ist, etwas zu tun und nicht abzuwarten bis der Tag X kommt. :-o

M[i2lchmoannO76


Ich weiß nicht, für diese Manipulationsnummer spricht mir zu wenig. Klar gibt es das, aber hier, weiß nicht...

Ponyfranse

Ein bisschen sind mir deine wahren Motive unklar. Einerseits willst du dich loslösen, aber wenn du gefragt wirst was du dir wünschst ist es ein Mehrgenerationenhaus mit deinen Eltern. Du erkennst den Widerspruch? ;-)

Versteh mich nicht falsch, man kann ein Mehrgenerationenhaus auch sehr locker leben, aber bei dir seh ich das mit der derzeitigen Einstellung nicht. Ein kleiner Teil von dir mag sich eine Loslösung aus verschiedenen aber eher untergeordneten Motiven wünschen, aber ein großer Teil von dir will bloß möglichst die Situation beibehalten. Du willst sozusagen Fisch UND Fleisch, aber da dir Fisch seit 32 Jahren andauernd sehr gut schmeckt sieht es momentan nicht so aus als würdest du halbwegs ernsthaft demnächst ein Fleischgericht bestellen. ;-)

Wo siehst du eigentlich den wirklichen Gewinn für dich wenn du dich ein gutes Stück löst? Geht's nur darum dass du hoffst so den Tod deiner Eltern leichter zu verkraften? Oder hast du noch mehr Hoffnungen? Kannst du dir vorstellen wie du dein (Ehe-)Leben mit der gewonnenen Zeit bereichern könntest oder wie du neue Perspektiven findest indem du dir eigene Wege suchst statt den von deinen Eltern bereits ausgetretenen sicheren Wegen zu folgen?

PjonyfVran>se


Ja, diesen Widerspruch erkenne ich selbst... Auf der einen Seite liebe ich meine Eltern & bin ja auch gerne in ihrer Nähe und möchte das halt nicht gerne ändern... Ich liebe ja den engen Kontakt zu ihnen... Andererseits verstehe & merke ich ja auch, dass das irgendwie nicht richtig ist & mir mehr schadet, als es gut tut.

Und genauso ist es: ich traue mir alleine nichts zu... Meine Eltern haben wir stets "unangenehme Dinge" abgenommen... Aber wahrscheinlich waren sie sich nie bewusst, was sie mir da antun... Ich hab mich ja auch nie losgerissen... War ja immer "praktisch", wenn man Vater alles für mich erledigt hat... - Von Autos beim Amt anmelden angefangen, bis hin zu Retour-Paketen zur Post bringen o.ä.

P0onysfranxse


Und was ich mir erhoffe?

Einmal mehr innere Ruhe für mich. Bin halt immer sehr besorgt um alles...

Mit meinem Eheleben... Ja, vielleicht wirklich mehr mit meinem Mann alleine zusammen zu entscheiden - und halt zusammen mit ihm auf die Schnute fallen- Dann ist es halt so... Die Beziehung zu meinem Mann ändern möchte ich gar nicht... Weil wir beide glücklich sind... Vielleicht sollte ich ihm sagen, dass ich auch noch mit viel mehr Problemen zu ihm kommen würde, wenn er mich einfach mal in den Arm nimmt & tröstet - und mich nicht einfach"dumm sterben lässt" - weil er nicht weiss, was er machen soll...

Und die Angst, dass meine Eltern sterben wird mir auch keiner nehmen können; weil die wird ja Jeder haben - wenn nicht, wäre es unnormal. Das sie sterben werden, irgendwann... ist ja klar! Aber ich möchte es für mich einfach akzeptieren, dass sie sterben werden. Kapieren, dass ichs nicht aufhalten kann und mich nicht jetzt schon Banane zu machen, wo sie noch 20 oder 30 Jahre Leben können...

c{riec9harklixe


Du hast es gut.

Mein Vater starb, als ich 9 war. Und mein Mann wird sterben, bevor unser Jüngster 25 ist.

PSonyfraHnse


PS: Mehr-Generationen-wohnen wäre "mein Traum"... All meine wichtigsten Menschen zusammen! ABER in meinem Fall wäre das sicherlich mein Untergang!!!... Das weiss ich selbst :/

Das ist nicht einfach alles...

Psony?f<ransxe


Criecharlie, dass tut mir sehr Leid :/

Wahrscheinlich denkst Du, ich hab einen an der Klatsche :(

P[onyfgranse


Was ich noch wissen wollte; ist einer von Euch Lieben vom Fach?

Also Therapeut? Oder sind das einfach Eure "Einschätzungen"? :)

Bin Jedem von Euch dankbar @:)

s}weeLny4x2


Elmella,

Genau da wo es in der Therapie heftig wird gehts ans Eingemachte, denn da liegen die Ursachen der Probleme. Eine Therapie genau an dem Punkt abzubrechen halte ich für falsch. Eine Therapie ist nur sinnvoll, wenn derjenige den Wunsch und festen Willen hat diese zu machen. Dazu gehört dann vor allem auch das Unangenehme auszuhalten denn nur dadurch kann sich etwas zum Positiven ändern.

Ponyfranse,

deine Widersprüche fallen dir vermutlich selber gar nicht auf.

Z.B. dein Mann wirft dir vor, das du deinen Vater mehr liebst als ihn. Später schreibst du, bei euch ist alles supi, dein Mann hat dir nie gesagt das er da ein Problem hat. Du willst deine Eltern loslassen und schreibst dann von einem Mehrgenerationenhaus usw.

Wenn du wirklich für dich etwas ändern möchtest musst du der Ursache auf den Grund gehen.

s&wee`ny4x2


Sorry,unsere Beiträge hatten sich überschnitten @:)

s&wee"nyx42


Criecharlie, tut mir sehr leid für dich . Drück dich mal feste :°_

Ponyfranse, ich bin nicht vom Fach. Habe mich in der Zeit meiner Therapie (6 Jahre ) viel mit der menschlichen Psyche befasst. Mein Umfeld meint ich wär ne super Therapeutin. Wer weis, vielleicht mach ich das tatsächlich noch ;-D

MGilchpmannx76


Und genauso ist es: ich traue mir alleine nichts zu... Meine Eltern haben wir stets "unangenehme Dinge" abgenommen...

Erinnert mich an meine Ex. Sobald irgendwas mit Behörden, Versicherungen, Verträgen, Technik kam zeigte sie einen überforderten Gesichtsausdruck und die Sache wurde mir übergeben. %-| Man kann sagen sobald ein Brief oder eine Mail mit "Sehr geehrte Frau..." anfing machte sie dicht und bekam Panik. Wohlgemerkt eine Frau mit einem seriös getesteten IQ von 121. ;-D

Jetzt sind wir getrennt, und siehe da: es geht. Warum? Weil es gehen muss. Natürlich ist der Anfang schwer, aber man findet sich rein. Musste ich ja auch anfangs. Es wird dann immer und immer leichter.

Mit meinem Eheleben... Ja, vielleicht wirklich mehr mit meinem Mann alleine zusammen zu entscheiden - und halt zusammen mit ihm auf die Schnute fallen- Dann ist es halt so...

Was hältst du denn davon deinem Mann einfach mal genau das zu sagen? Dann hast du jemand, der dir vielleicht sanft auf die Finger klopft und dir so dabei hilft dich etwas mehr zu lösen. Wie du richtig geschrieben hast: dein Vater hat eben Erfahrung. Woher kommt Erfahrung? Richtig: Muss man machen! Und das geht am besten wenn man sie selbst macht, und nicht wenn man sich einzelne Erfahrungsausschnitte eines anderen Menschen anhört.

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