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Extrem Schreckhaft

y'esGse0sneexe


Mit meinen mittlerweile fast 52 Jahren habe ich mich an Berührungen gewöhnt. Aber das kam wie gesagt spät. Erst so mit 30. Mittlerweile können mich auch Fremde anfassen. Nur manchmal merke ich wie ich etwas zurück zucke. Besonders bei Frauen. Ich denke, weil das durch die Mutter ausgelöst wurde.

Eine Ex hatte mich mal drauf gebracht. Wir sahen uns alte Kinderfotos an. Dann meinte sie, dass nie meine Mutter mit mir auf dem Arm zu sehen ist. Und es waren schon viele Fotos. Da hat es klick gemacht. Ich war das nicht gewohnt. Und wenn ich mal Mist gebaut hatte als Kind, gab es mal wieder ein bissle den Arsch voll. Auch wenn meine Schwester wieder mal Mist gebaut hatte. Sie schob es auf mich. Nicht brutal, aber so das man es spürte. (Wir haben heute ein gutes Verhältnis, nur nebenbei) Also Berührungen hatte ich immer mit Strafe verbunden. Sonst gab es ja keine.

Ich glaube du hast mich gerade auf die richtige Spur gebracht. Ich wurde also Konditioniert. Berührungen sind Aua. Also negativ. Hm, so hatte ich das noch nie gesehen. War aber auch nie bei einem Therapeuten. Ich hirne gerne lieber selber auf so etwas herum. Ok manchmal braucht man einen. Aber hier (wegen des Erschreckens) hielt ich es nicht für nötig.

Eehemalige%r NutzOer (#5x28611)


Mhm. Unsere Geschichten sind ziemlich ähnlich.

Auch bei mir: nur Berührung als Strafe.

Schläge usw.

Und natürlich Psychoterror.

Meine Schwester war auch so wie deine. Ich hab es dann immer abbekommen.

Heute ist das Verhältnis besser...

Ich bin Berührungen bis heute nicht gewohnt.

Ich "nehme" mir was ich brauche, indem ich meinen Freund knuddel, und er mich.

Meine Partner waren auch immer die Einzigen, bei denen ich es wirklich genießen konnte, berührt zu werden.

Eigentlich voll traurig sowas.

y[es,sesRneee


Nachtrag. Interessant worauf du mich gerade gebracht hast. Ich habe es nie verstanden warum ich es als sehr unangenehm empfand wenn ich zB bei einer Betriebsfeier von einer Frau berührt wurde. Also zB Hand auf den Arm um Hallo zu sagen. So Kleinigkeiten eben. Bei Männern stört mich das nicht. Also so etwas wie Schulter klopfen beim Sport etc. Ich war auch extrem schüchtern bis ca 35. Beziehungen hatte ich aber mehrjährige immer gehabt, seit ich 25 war.

yxessesPneSexe


Ja verdammt ähnlich. Ich muss mal drauf achten ob ich mich eher bei Frauen erschrecke als bei Männern. Aber ich glaube das es da keinen unterschied macht.

Kannst du Berührungen zulassen wenn dich jemand ein bisschen besser kennt?

E3hemAaligerm Nutzer D(#52/8611x)


Nur schwer.

Ich möchte das einfach nicht. Es ist mir dann zu eng...

Zulassen JA, genießen NEIN.

Es macht mir keinen Spaß.

Und ich mag BBerührungen von Männern wie Frauen wohl gleich unhern. Egal ob Bekannte oder Fremde.

v}ampx28


@yessesneee:

Ich bin genauso Schreckhaft und kann Berührungen und nähe gar nicht gut ertragen. Außer von meinem Freund, aber der steht mir auch sehr nahe. Aber von Fremden geht das gar nicht und da werde ich auch sehr aggressiv. Umarmungen kann ich selbst von meinen Schwestern kaum ertragen, eigentlich nur von meinem Freund.

Und wegen der Schreckhaftigkeit hab ich auch so meine Probleme. Von hinten anschleichen oder von hinten antippen oder anfassen, geht gar nicht. Da zucke ich oft zusammen und gerate in Panik. Wenn mein Freund ins Bad kommt, schrecke ich auch oft auf. An manchen Tagen ist es schlimmer, an manchen weniger schlimm. Gerade nachts, Geräusche schrecke ich oft auch hoch oder gerate total in Panik. Wenn plötzlich ich etwas Lautes höre, dann erschreckt mich das auch oft sehr. Wenn jemand einfach zu Türe rein kommt, kann ich mich auch schon erschrecken. Also es gibt so viele Situationen. Aber ich weiß woher das kommt. Hab unter anderem eine Komplexe PTBS. Vieles durchgemacht und daher bin ich so schreckhaft und kann nähe so gut wie gar nicht zu lassen. Auch von meinem Freund nicht immer.

Ich hab deine Beiträge hier gelesen, ich vermute dass bei deiner Vorgeschichte auch eine PTBS vorliegen könnte. Gewalt an Kindern ist strafbar und kann sehr traumatisierend sein. Schreckhaftigkeit ist ein übliches Symptom bei einer PTBS. Mich wundert es ehrlich gesagt nicht dass du so schreckhaft bist und Probleme mit Nähe hast. Wenn du gelernt hast früher als Kind, das Berührungen mit Schmerz verbunden ist, dann ist doch klar das dein Körper in Panik gerät, wenn jemand dich von hinten antippt oder allgemein berührt. Der Körper geht dann auf Alarmbereitschaft, allgemein bist du vermutlich immer in einer Wachstellung. Daher bist du auch sehr sensibel auf Reize und erschreckst natürlich sofort.

Es klingt zwar paradox, denn in einer Wachstellung sollte man eigentlich auf alles gefasst sein, aber wenn man übertrieben wach ist und überall Gefahr lauern sieht, dann kann es passieren das der Körper wegen jedem bisschen sich erschreckt. Das ganze passiert oft unterbewusst und man merkt gar nicht wachsam man ist. Ich kann mir vorstellen dass du immer sehr angespannt bist? Ich bin immer extrem angespannt, was oft zu Folge hat, das ich Rücken und Kopfschmerzen bekomme und auch Schwindelattacken. Ich würde dir dringend raten eine Therapie zu machen. Es ist nie zu spät. :) Alles Gute.

yXesosesneeee


Wow , was du geschrieben hast klingt hoch interessant.

**Ich bin genauso Schreckhaft und kann Berührungen und nähe gar nicht gut ertragen. Außer von meinem Freund, aber der steht **mir auch sehr nahe. Aber von Fremden geht das gar nicht und da werde ich auch sehr aggressiv. Umarmungen kann ich selbst ****von meinen Schwestern kaum ertragen, eigentlich nur von meinem Freund.

Also mit Berührungen komme ich gut zurecht. Außer wie gesagt von Frauen,. Da geh ich spontan in Abwehrhaltung und auf Distanz. Unbewusst.

*Ich hab deine Beiträge hier gelesen, ich vermute dass bei deiner Vorgeschichte auch eine PTBS vorliegen könnte. Gewalt an *Kindern ist strafbar und kann sehr traumatisierend sein.

Also es waren Klapse auf den Hintern dabei mit Hand oder Teppichklopfer oder Kochlöffel. (Der ist dann zerbrochen ;-D ) Aber da kann ich mich kaum dran erinnern.

**Schreckhaftigkeit ist ein übliches Symptom bei einer PTBS......... immer in einer Wachstellung. Daher bist du auch sehr sensibel **auf Reize und erschreckst natürlich sofort.

In einer Alarmstellung bin ich immer. Ich nehme Dinge optisch oft wahr bevor andere sie sehen. Ansonsten bin ich auch immer unter Strom. Mein Hirn arbeitet andauernd. Meiner Freundin ist auch schon aufgefallen das ich immer irgendwie in einer anderen Welt am Hirnen bin. Sie fragt mich oft was ich gerade denke. Meist sind es Kinkerlitzchen. Aber immer wieder mal schießen auch Bilder durch den Kopf. Sogar beim Sex. Abschalten konnte ich da noch nie. Aber nichts aus der Kindheit, sondern schlimme Sachen die ich mal auf Bildern gesehen habe. Aus Kriegsgebieten oder einfach nur Kinofilme. Horrorfilme kann ich gar nicht angucken. Auch habe ich manchmal echt üble Träume. Von denen werde ich sogar kurz wach oder schrecke mit einem Schrei hoch. Kommt wohl so alle 2-3 Wochen vor. Die Träume selber öfters. Deswegen schaue ich bewusst weg wenn sich anbahnt, dass was übles zu sehen ist. Damit ich es nicht erinnere.

*Es klingt zwar paradox, denn in einer Wachstellung sollte man eigentlich auf alles gefasst sein, aber wenn man übertrieben wach ist *und überall Gefahr lauern sieht, dann kann es passieren das der Körper wegen jedem bisschen sich erschreckt. Das ganze passiert *oft unterbewusst und man merkt gar nicht wachsam man ist. Ich kann mir vorstellen dass du immer sehr angespannt bist? Ich bin *immer extrem angespannt, was oft zu Folge hat, das ich Rücken und Kopfschmerzen bekomme und auch Schwindelattacken. Ich ***würde dir dringend raten eine Therapie zu machen. Es ist nie zu spät. :) Alles Gute.

Das mit der Wachstellung und dem Schreck leuchtet mir ein. Es würde auch passen. Zum Glück habe ich keine Kopfschmerzen oder ähnliches. ALso Deine Ausführungen haben mich echt etwas erschreckt!!. Viel Wahres dran. Danke für die Hinweise. Ich werde mal in der Richtung weiter machen.

ygesse@sneexe


Huch, die Formatierungen kannte ich nicht. Sorry

y-esses'neee


Hab nochmal zu PTBS gegoogelt:

Häufig kommt ein Zustand vegetativer Übererregtheit dazu, der sich in Form von Schlafstörungen (Stimmt ich schlafe nie durch) , Reizbarkeit (zum Glück nicht, früher aber mal. ja) , Konzentrationsschwierigkeiten (stimmt), erhöhter Wachsamkeit (stimt) oder ausgeprägter Schreckhaftigkeit (stimmt) manifestieren kann. Und ich träume tatsächlich immer wieder ALbträume in denen ich micht ausgeliefert fühle. Hm. Hab wohl doch ne größere Macke als ich zu wagen dachte... ":/

_#Par=vati_


Bei einer PTBS muss aber auch ein Trauma vorliegen, d.h. ein Ereignis, wo Leib und Leben bedroht wurde oder wo man Beobachter eines schlimmen Ereignisses war. Ist denn in der Hinsicht in der Vegangenheit etwas vorgefallen? Ob man jetzt die Schläge in deiner Erziehung dazuzählen könnten, darüber liese sich streiten.

y$esses5ne+ee


Ich vermute (mehr kann ich grad nicht) das es tatsächlich das damals in der Kindheit war. Vielleicht war auch mehr, nur kann ich mich nicht daran erinnern. Natürlich möchte ich nichts rein deuten wenn nichts war. Aber ich kann mich an ein Gefühl ungeheurer Angst erinnern. Habe bis zum 20ten Lebensjahr mit einer über den Kopf gezogenen Bettdecke geschlafen. Nur die Augen schauten raus.

Und wenn ich so nachdenke, habe ich tatsächlich immer mal wieder diverse Szenen vor Augen wo mein Vater mir eine geknallt hat obwohl es meine Schwester war. Immer wieder mal. Selten aber doch vorhanden. Sind das dann flashbacks?

Warum ich überhaupt auch jetzt erst drauf komme? Weil ich seit einigen Jahren intensiv über mich nachdenke. Hat auch schon viel positives gebracht. Auch beziehungstechnisch Dies war wieder ein Puzzle. Die Schreckhaftigkeit. Und dank den obigen Texten und Hinweisen, kommt plötzlich etwas ins Rollen.

Und es ist tatsächlich so, dass ein antippen ohne das ich weiß das es kommt, bei mir sofort zu einer inneren Abwehrhaltung führt. Wäre jederzeit bereit einen (natürlich nicht kommenden) Angriff abzuwehren. Bin in einer solchen Situation angespannt wie ein Flitzebogen.

Exhem.ali:gker BNutdzer@ (#5x28611)


Aufgrund d der Ereignisse würde ich garnicht mal so sehr auf PTBS tippen, eher schon auf eine Persönlichkeitsstörung, die sich irgendwann mal daraus entwickelt hat.

Man hat doch nicht 40 Jahre PTBS, oder doch ???

Ezhemaliger NDutzer# (#528611x)


Habe bis zum 20ten Lebensjahr mit einer über den Kopf gezogenen Bettdecke geschlafen. Nur die Augen schauten raus.

Ich auch. Ich kann auch erst seit meinem Auszug aus dem Elternhaus vor 3 Jahren ohne Licht schlafen... :-/

ywess-esneexe


Ich musste früher immer mit gekipptem Fenster schlafen. Völlige Ruhe hat mir Angst gemacht.

Als Kind habe ich noch bis zum 9ten Lebensjahr ins Bett genässt.

v#a,mp2x8


Bei einer PTBS muss aber auch ein Trauma vorliegen, d.h. ein Ereignis, wo Leib und Leben bedroht wurde oder wo man Beobachter eines schlimmen Ereignisses war. Ist denn in der Hinsicht in der Vegangenheit etwas vorgefallen? Ob man jetzt die Schläge in deiner Erziehung dazuzählen könnten, darüber liese sich streiten.

@_Parvati_: Das kann schon genügen ein Trauma aus zu lösen. Wiederholte körperliche Gewalt (mit einem Kochlöffel einem Kind den Po zu versohlen, ist Körperliche Gewalt!) kann ein Kind sehr schaden, sowohl körperlich als auch psychisch. Er kann dadurch schon eine PTBS entwickeln, selbst Psychische Gewalt, Vernachlässigung reicht schon aus. Und wenn man als Kind geschlagen wird, ist das eine Gefahr für Leib und Leben. Ein Kind kann sich nicht wehren, wenn da ein Erwachsener zuhaut. Es weiß auch nicht wieso es geschlagen wird, und wann das ganze aufhört. So versucht sich das Kind innerlich zu schützen in dem es z.B. auch Dissoziiert oder immer in einer Wachstellung zu bleiben. Es verliert das Vertrauen zu seinen Eltern, zu anderen Menschen. Ein Kind braucht Sicherheit und wenn es wiederholt geschlagen wird, kann es keine Sicherheit haben und somit auch kein Vertrauen. Das reicht schon völlig aus, um schwerwiegende psychische Störungen zu bekommen! Das was du hier tust _Parvati_ ist das ganze hier zu verhamlosen...schläge sind nicht schlimm? Das ist für jeden Menschen, egal wie alt er ist schlimm!! Sorry da werde ich wütend...

Und oft kann man sich auch nicht an alles erinnern, es könnte noch viel mehr vorgefallen sein. Gerade wenn man sich an seine Kindheit kaum erinnert, und mehr nur schlimme Gefühle, Träume hat, ist das oft ein Zeichen, das mehr vorgefallen ist. Denn sonst könnte man sich ja erinnern, wenn alles Friede Freude Eierkuchen war...

@yessesneee: Ich kann leider nicht viel zu deinem Text schreiben, werde nachher genauer drauf eingehen. Hab gerade keine Zeit. Aber höre auf dein Gefühl, wenn du das Gefühl hast da war mehr, dann wird es vermutlich so gewesen sein. Du solltest dich nur nicht all zu stark rein steigern...es könnte passieren das was du gesehen hast in Filmen usw, am ende noch als eigene Erlebnisse wahr nimmst. Das was noch in dir schlummert, wird hoch kommen wenn du soweit bist. Vorher wird es sich nicht zu erkennen geben. Und da bringt auch rum wühlen nichts, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Vermutich bist du noch nicht stabil genug, ist ja auch kein Wunder wenn du nie Therapie gemacht hast.

Und ich sehe es auch so wie Benutzerin005, solange kann es keine PTBS mehr sein, vermutlich hat sich das ganze schon chronifiziert und schwerer zu bearbeiten sein. Ich bin kein Psychologe, aber ich weiß aus Erfahrung, das aus einer PTBS irgendwann auch eine Komplexe PTBS oder auch Persönlichkeitsstörungen werden kann. Je länger man das ganze nicht bearbeitet, desto schlimmer wird es. Aber hier kann natürlich niemand sagen was genau du hast, aber du hast Probleme, daher such dir bitte Therapeutische Hilfe. :)

Liebe Grüße Vamp28

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