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Mein Partner hat mich verlassen, ich verliere den Verstand

P"anaVd?ora hat die Diskussion gestartet


Nach einem langen Kampf hat mein Freund mich verlassen. Ich werde wahnsinning. Ich ertrage diesen Zustand nicht.

Ich bin in therapeutischer Begleitung. Habe das Problem angesprochen, aber alle Lösungsansätze bringen mir keine Linderung. Ich bin Borderliner. Am liebsten würde ich mich von oben bis unten aufschneiden. Schon lange habe ich mich nicht mehr verletzt, aber der Drang ist gerade unerträglich. Was soll ich tun?

Ich bin den ganzen Tag alleine. Habe die Wohnung geputzt. War schon für mehrere Stunden draußen. Habe versucht, meine Gedanken zu korrigieren und mich zu beruhigen, aber es gibt keine Ruhe.

Ich kann seit Tagen nicht schlafen. Ich habe das Gefühl, in meinem Körper zucken alle Muskeln.

Es ist, als ob ich den Verstand verlieren würde. Bitte helft mir :°(

Antworten
PDanado:ra


Niemand? %:|

BqrotChe'rhooxd


ich kann dir leider wenig helfen

Mir hat damals dieses Buch sehr geholfen: [[https://www.youtube.com/watch?v=Fk_QIJIxFxA]]

Keine Ahnung ob es dir was bringt, ansonsten ganz viel Kraft :)* :)* :)* :)*

FEex.


[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/709805/]]

Tut euch doch zusammen :-)

Selbst wenn aus euch kein Paar wird - vielleicht hilfts ja auch, miteinander zu quatschen oder (falls die Entfernung irgendwie überbrückbar ist), mal gemeinsam Dinge zu unternehmen.

gpaulovise


Schreib doch ein wenig mehr dazu, wie es dazu gekommen ist, wie lange ihr zusammen wart. Schreib ruhig viel und lang, dann sind deine Hände beide beschäftigt.

Du wirst hier bestimmt Zuhörer finden und auch hilfreiche Tipps bekomen, hab nur Geduld.

G(aenseblLuemcahen22


Kannst du dir in irgendeiner Form Hilfe holen? Ich kenne mich mit Borderline nicht aus. Aber ich weiß von mir (depression), dass wenn der wunsch nach SVV zu groß wird, es mir nur hilft mich abzulenken und mich bewusst (ggf. auch gegen mein eigentliches Bedürfnis) in Gesellschaft zu begeben.

Auch generell ist mein letzter Notanker immer, dass ich sage, bevor ich Scheiße baue, fahre ich zu meinen Eltern oder im äußersten Notfall ins Krankenhaus. Meist reicht das dann schon, damit ich wieder klar komme.

Helfen dir homöpatische Mittel? Ich kann Avena satifa empfehlen.

a,nosdxic


@ Panadora

Tut mir leid, das zu hören. :-| Ich habe auch eine schwere Trennung hinter mir. Habe aber keine Erfahrungen mit Borderline o.ä.

Hast du Familie, Freunde oder Bekannte, mit denen du sprechen, telefonieren oder schreiben (WhatsApp oder so)? Das hat mir manchmal geholfen, wenn ich allein war und es mir schlecht ging. Man muss ja nicht immer über seine Probleme sprechen/schreiben. Einfach ein bisschen Ablenkung und Kontakt zu anderen Menschen kann einem helfen.

Oder wie gauloise schon sagte, schreib doch einfach hier auf, was du denkst und was dir gerade am meisten zu schaffen macht.

:)*

E^hema7liger Nu}tzerI N(#528611x)


Oh das kenne ich.

Auch das mit dem SVV.

Ich kenne es zu gut... Diese innere Unruhe ist nach einer Trennung bei mir unendlich groß und extrem.

Man ist permanent hibbelig und nervös. Bei mir wackelt dann immerzu das rechte Bein.

Konntest du schon weinen?

Bist du innerlich komplett leer, oder ist da noch Schmerz?

Oder schon Wut und Hass?

Wie lange wart ihr zusammen?

Und bitte ritt dich nicht.

Kennst du dich mit Skills aus?

c&riecha$rlie


Allle Menschen, die verlassen worden sind, trauern.

Das ist normal und erlaubt. Deswegen muß man sich nicht gleich aufschneiden, weil es bringrt nämlich null und gar nichts, nur ienen Rückfall in falsche/frühere Verhaltensmuster. Mach', was Dir geraten wird, mit der Zeit wird es besser werden.

Oder anders rum:

man darf nicht immer alles, was man will.

Du darfst dich halt nicht Verletzen. Das Verletzen ist keine Option. Such'was anderes.

P=anaQdora


Danke für eure Antworten,

ich bin ehrlich gesagt geschockt über diesen Anfall. So eine Verzweiflung habe ich noch nie in meinem Leben gespürt.

Ja, ich habe Freunde und Familie. Und ja, sie hören mir schon seit Tagen angestrengt zu. Ich schäme mich sehr, dass ich jemanden zum Reden habe und trotzdem so reagiere. Ich schäme mich, dass ich in Therapie bin und scheinbar nichts gelernt habe. All die Monate umsonst. Nichts habe ich im Griff. Heute morgen war ich sogar bei meinem Therapeuten.

Ich habe so viel mehr und so viel Gutes als andere und trotzdem bemitleide ich mich selbst, drehe vollkommen am Rad und ziehe es sogar in Erwägung, mir wehzutun. Das ist untragbar. Ich bin so undankbar. Das ist unerträglich. Das muss eine Strafe mit sich ziehen.

Und schon wieder bemitleide ich mich selbst und will mich verletzten.

Wir haben uns schon mal getrennt. Beim letzten Mal hatte ich mich erst nach ein paar Wochen wieder unter Kontrolle. Die Zeit dazwischen war die Hölle. Ich hab gar nicht mehr geschlafen und bin vollkommen durchgedreht und jetzt passiert wieder dasselbe. Bitte, ich will diese Hölle nicht nochmal durchmachen. Wieso nimmt er mich nicht zurück? Ich ertrage auch alles - nur das nicht. Nicht schon wieder.

Wir waren nicht lange zusammen. Aber ich bin sehr verliebt und unglaublich abhänig von ihm. Er war mein Lebensinhalt. Ohne ihn gibt es keine Träume und keine Zukunft mehr.

Ich weiß, dass das Blödsinn ist, aber genau das denke ich. Wann geht das vorbei? Ich will, dass es aufhört. Was kann ich machen, damit es besser wird?

Er hat sich getrennt, weil er meine Launen nicht mehr ertragen konnte. Ich seine auch nicht. Eigentlich wollte ich mich auch trennen. Aber jetzt, jetzt will ich es nicht mehr.

Irgendjemand hat mal geschrieben, eine Trennung ist wie ein Drogenentzug? Stimmt das? Der Körper reagiert darauf, dass ihm das Dopamin entzogen wird. Das heißt, an sich ist es nicht meine Schuld und alle Reaktionen meines Körpers sind gerade hormonell und legen sich irgendwann wieder? Bitte sagt mir, dass das wahr ist.

Fsex.


Dass eine Trennung einen emotional fürchterlich belastet, das ist jedenfalls völlig normal, Panadora. Und, ja, das legt sich normalerweise irgendwann wieder.

Rein vernünftig betrachtet ist die Trennung in deinem Fall wohl kein großer Verlust, denn du hattest ja auch schon an eine Trennung gedacht. Und ihr wart ja auch schon einmal getrennt. Also so wirklich gut war die Beziehung wohl nicht.

Dummerweise richten sich Emotionen aber nicht unbedingt nach dem, was vernünftig wäre. Aber auch das ist normal, Panadora.

Blöd ist nur, dass du offenbar Borderlinerin mit Drang zum selbstverletzenden Verhalten bist, und als solche solche Schicksalsschläge nicht so gut bewältigen kannst wie andere.

N4or{dix84


Dummerweise richten sich Emotionen aber nicht unbedingt nach dem, was vernünftig wäre.

Das ist leider so, bei einem Borderliner noch mehr als bei "normalen" Menschen. Deswegen ja, die Beziehung ist kein großer Verlust da sie eh nicht wirklich gut war. Leider neigen Borderliner aber dazu den Partner überhöht und als "Lichtgestalt" (oder eben "Lebensinhalt") wahrzunehmen. Wenn dieser Partner dann wegbricht ist das Loch in das man fällt umso tiefer.

Er war mein Lebensinhalt. Ohne ihn gibt es keine Träume und keine Zukunft mehr.

Ich weiß, dass das Blödsinn ist, aber genau das denke ich.

Das ist genau das Problem dabei. Man weiß das die Empfindungen eigentlich Unsinn sind denn natürlich gibt es auch ohne ihn Träume, ein Leben, eine Zukunft und künftige Beziehungen und trotzdem empfindet man so.

Es gibt aber leider auch kein Wundermittel um diese Empfindungen abzustellen. Die normalen Aktionen im Falle einer Trennung (anderweitig beschäftigen, mit Freunden oder Familie reden usw.) hast du ja schon probiert. Was rät dir denn dein Therapeut ? Wenn du dem von deinem aktuellen Zustand und dem Drang zur Selbstverletzung erzählst müsste er doch aktiv werden oder nicht ?

Eghemal!iger NGut4zer k(#5286x11)


Also solange du weißt, dass du rational geshen immernoch eine Zukunft hast, ist doch alles gut?

Das ist normal, dass du völlig fertig bist. Deine Reaktionen sind normal und ok.. Ja, ok, du bist Borderliner und alles ist etwas übersteigert, aber FÜR DICH und deinen Geist sind diese Reaktionen normal.

Was, wenn du deine Gefühle zulässt und sie einfach akzeptierst?

Totale Akzeptanz macht es leichter. Glaub mir das.

Wenn du es akzeptiert hast, geht es dir bald besser.

Nur eben.halt nicht ritzen, das wäre wichtig. Beiss in eine Chili-Schote, wenn du Schmerzen willst. Aber vielleicht reicht das Gummiband am Handgelenk schon aus (Skills halt!)?

Diese Gefühle werden schwächer. Du wirst wieder stärker werden. Das ist natürlich. Ich denke, dass die Gefühle bei dir ne ganz vergehen, aber auch das solltest du akzeptieren. Irgendwo schwingt immer ein bisschen Selbstmitleid rum, wenn man an vergangene Beziehungen denkt. Bei BLer auch völlig normal.

Ich denke es ist ok, dass du so reagierst.

Aber ich kann dir sagen: irgendwann ist es besser.

Sag dir immer "Diesen Tag schaffe ich!"

Auch wenn du nicht weisst WIE. Du packst das :)*

awn_rxe


Verlassen zu werden ist für jeden hart. Mann und Frau empfinden da in etwa gleich.

Ich denke, wenn du dich daran erinnerst, wieso du ihn mal verlassen wolltest und dir das nochmals durch den Kopf gehen lässt, wird es dir deutlicher, dass dir deine Gefühle massiv einen Streich spielen.

Hättest du dein Vorhaben dich zu trennen, vor seinem Vorhaben umgesetzt, so würdest du jetzt keine Panik schieben.

P_a&nadoZrxa


Das ist normal, dass du völlig fertig bist. Deine Reaktionen sind normal und ok.. Ja, ok, du bist Borderliner und alles ist etwas übersteigert, aber FÜR DICH und deinen Geist sind diese Reaktionen normal.

Das ist unheimlich wohltuend, zu lesen. Wirklich. Ich versuche immer, alle negativen Emotionen zu unterdrücken. Das Ergebnis ist dann, dass sie explodieren.

Ich hab gestern Abend probiert, mir diese Angst und Verzweiflung zu zugestehen. Das Ergebnis war eine durchgeschlafene Nacht. Ich weiß nicht genau, wie ich das geschafft habe und ob sich das wiederholen lässt, aber es hat auf jeden Fall gut getan :)z

Heute bin ich auch viel klarer und nicht mehr ganz so "wahnsinning". Heute werde ich beginnen, aufzuräumen. Weg mit seinen Sachen.

Das Handy hab ich abgeschaltet. Ich weiß, er wird nicht schreiben, trotzdem hoffe ich jedes Mal, wenn ich schaue, auf eine Nachricht. Das macht mich nur verrückt. Deshalb weg damit.

Was rät dir denn dein Therapeut ? Wenn du dem von deinem aktuellen Zustand und dem Drang zur Selbstverletzung erzählst müsste er doch aktiv werden oder nicht ?

Mein Therapeut versucht, solche Situationen nicht zu dramatisieren. Wenn ich ihm mein Leid klage, dann nimmt er das zur Kenntnis, bleibt aber ganz ruhig und gibt mir sachliche Ratschläge. Ich schätze, das soll mir das Gefühl geben, dass ich übertreibe und mich wieder beruhigen soll. Das ist nett gemeint, befriedigt aber meine Unruhe nicht. Dass ich mich verletzten wollte, kam aber erst nach der Sitzung dazu. Morgens war ich noch relativ stabil, aber abends sind mir alle Sicherungen durchgebrannt.

Dass eine Trennung einen emotional fürchterlich belastet, das ist jedenfalls völlig normal, Panadora. Und, ja, das legt sich normalerweise irgendwann wieder.

Das beruhigt mich so sehr.

Wisst ihr, ich höre immer nur, wie wichtig es ist, optimistisch zu sein. Entweder verstehe ich das falsch oder es bringt einen wirklich unter Zugzwang, seine negativen Emotionen zu unterdrücken. Und je mehr man probiert, okay zu sein, desto weniger ist man okay. Das schadet einem sogar mehr, als sich in Selbstmirleid zu suhlen.

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