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Nervende Oma

JVuli-S+onne_


Deine Oma hat Dauerschmerzen, sie vermisst ihren Mann. Kann man da nicht etwas nachsichtig sein?

Deine Oma weiß sich vor Schmerzen und Kummer nicht mehr zu helfen und da kann schon mal etwas sauer reagiert werden, obwohl es nicht so gemeint ist. Ist dir das noch nie so passiert?

Ich finde es furchtbar, dass um eine 92jährige Frau liebend gerne einen großen Bogen gemacht wird, als ihr die letzten Lebensjahre (falls es überhaupt Jahre sind) für sie da zu sein. Ich wäre auch enttäuscht, wenn ich in dem Alter noch alleine einkaufen gehen müsste und mir dann noch Vorhaltungen gemacht werden, weil die Geldbörse weg ist. Sie tut mir leid.

Nuorkdix84


Sie tut mir leid.

Jetzt würde mich mal interessieren ob du schonmal jemanden in dem Alter dauerhaft gepflegt oder betreut hast. Danach sieht man gewisse Dinge nämlich ein wenig anders.

R~hBelixa


Ich kann dir nur empfehlen, dies hier mal wirklich aufmerksam anzusehen:

[[https://youtu.be/G5uR00nTGUk]]

Es ist schon traurig, welchen Stellenwert unsere Alten haben. Man sollte sich besinnen, woher wir kommen und wem wir es ein Stück weit auch verdanken.

Natürlich kostet es uns auch viele Nerven und Geduld. Aber die Oma hat es definitiv verdient. Sicher sollst du jetzt nicht 24 h am Tag um sie rumspringen. Aber ihr Wertschätzung entgegen bringen. Sie spürt genau, dass sie nervt und immer unerwünschter wird.

Ach ja, bevor Nordi fragt, ich habe beruflich oft mit alten, einsamen Menschen zu tun, die genau darunter leiden, dass sie ihren Kindern, Enkeln, etc. Einfach nicht mehr wichtig sind.

CQh4erYide19x91


Also erst einmal wird das hier vollkommen falsch verstanden von mir.Es kommt so rüber als würden wir uns nicht um unsere Oma kümmern.

@ nordi84

Du hast es genau auf den Punkt gebracht.Jahrelange Betreuung.Jeden Tag Anrufe,nicht einmal sondern fünfmal.Undankbar ohne Ende,irgendwann kannst du nicht mehr nett sein.Immer lieb sein alles in sich hinein fressen?

Es gibt einsichtigere ältere Menschen (ich arbeite selber in einem sozialen Bereich)mit klarem Verstand,die sich auch auf Betreutes Wohnen einlassen und es teilweise auch schön ist.Wenn sich eine Oma abgrenzt gegenüber anderen Menschen ist sie selbst schuld,dass keiner was mit ihr zu tun haben willAch und dazu kommt noch..wo sie im Kurzzeitpflegeheim war weil sie sich den Lendenwirbel gebrochen hatte,war sie mit einer im Zimmer und sie lästert lautstark über die Bettnachbarin ab.Es ist peinlich.Im Krankenhaus war es genauso.Sie redet lautstark sodass die Nachbarin es hört und regt sich erst einmal drüber auf.So ist das wirklich mit jedem.Sobald einer nicht Ihrer Meinung ist,wird sie richtig böse.Einmal war meine Mutter mit ihr beim Arzt und da muss auch was vorgefallen sein,was meiner Mama richtig unangenehm war.Mein Opa war schon immer anders.Ich wünschte er würde noch leben.:/ zwar war es da auch schon schwer mit meiner Oma,aber durch die Einsamkeit ist es noch schlimmer geworden.Dass meine Mutter noch n eigenes Leben hat und zuhause zu tun hat,will sie nicht verstehen.Klar ist es in dem alter 85 NICHT 92,schwierig überhaupt noch zu verstehen.Sonst gehen wir auch mit ihr einkaufen,MANCHMAL geht sie auch allein und wenn sie sich noch recht fit fühlt,was ist daran schlimm?Ich finde es einfach auch krass,dass es hier so dargestellt wird als würde die Oma total vernachlässigt werden.Vielleicht habe ich das falsch rüber gebracht.Glaube keiner kann das nachvollziehen,der sie nicht kennt.Wenn man bei ihr war und sie dann immer noch anruft zuhause,das ist TERROR.PURER TERROR!

RMhYelFixa


Ok, anders gefragt.

Was magst du an deiner Oma?

Welche guten Erinnerungen hast du?

E~hemalige0r N}utzer (.#E5730x12)


Cherie1991

Ich kann dich gut verstehen . Aber gerade deshalb ist es wichtig, wenigstens häusliche Hilfe anzunehmen, ich kann mich nur wiederholen und da hat deine Oma einfach mitzumachen, wenn sie nicht in ein Heim will.

Mir kommt vor, darauf willst du irgendwie nicht eingehen.

Jemand Außenstehender ist nicht so emotional gebunden an deine Oma wie ihr es seid.

Das ist für alle - auch für deine Oma schlußendlich die beste Lösung. Deshalb könnt ihr sie trotzdem besuchen und für sie dasein - nur eben entspannter da entlastet.

Ach ja, bevor Nordi fragt, ich habe beruflich oft mit alten, einsamen Menschen zu tun, die genau darunter leiden, dass sie ihren Kindern, Enkeln, etc. Einfach nicht mehr wichtig sind.

Rhelia

es ist ein großer Unterschied zwischen beruflicher Betreuung und Angehörigenbetreuung . Gerade wenn man in diesem Beruf ist , sollte man auch die Probleme der Angehörigen verstehen können. Und nicht alle haben eine harmonische Beziehung.

C:houp<ette!_Finn#iaxn


Ich glaube wir haben die gleiche Oma... Nur dass meine inzwischen verstorben ist und vorher tatsächlich ziemlich krank war. Trotzdem haben wir uns alle von ihr auf der Nase rumtanzen lassen. Die ganze Familie ist vor einer Frau gekuscht, die vor Demenz keinen Verstand mehr hatte und nicht wusste, was gut bzw. richtig für sie oder sonstwen ist.

Schaut wirklich, dass ihr euch nicht vergesst. Nordi hat gute Ansätze gegeben, ich schließe mich ihm an.

RHhenlixa


Glaub mir, ich hatte eine ähnliche Oma.

Recht machen konnte man es ihr nie und auch sie hat immer mehr erwartet, als möglich war.

Auch ich war oft genervt. Rückblickend hätte ich mir trotzdem keine bessere Oma vorstellen können.

Was ich so bitter finde, ist die Beschreibung von Cherie.

Ich habe auch nie unterstellt, dass sich keiner um die Oma kümmert.

Cherie, erkundige dich mal, ob es bei euch Pflegepartner gibt.

Sicher wird deine Oma es erst mal nicht wollen, aber die Leute können ganz schön hartnäckig sein.

Dabei geht es nicht um klassische Pflege, sondern um Alltagsgestaltung und Zeitvertreib.

Wenn sich deine Oma noch alleine versorgen kann, also essen, waschen,kleiden, etc und auch keine Demenz vorhanden ist, sieht es mit Pflegestufe sowieso mau aus.

Pslüs<chbxiest


DAS kenne ich nur zu gut. Die Tante meiner Mutter war ähnlich drauf.

Sie lebte bis zum Schluss allein. Jeden Tag kam der Pflegedienst zum waschen, spritzen u.s.w.

Fast täglich kam eine Nichte, oder Großnichte. Aber wenn man sie anrief kam immer, nie besucht mich jemand. Oft rief sie Nachts den Notdienst, der nichts lebensbedrohendes fand.

Sie kam dann irgendwann in ein Pflegeheim und hat dort die Altenpflegerinnen "terrorisiert".

Sie behauptete gerne sie wäre bestohlen worden, was aber nicht stimmte.

Mein Opa war, als er noch alleine lebte geistig verwirrt. Hat Nachts um 3.00 Uhr Schalousien hochgezogen und Frühstück gemacht.

Sein Sohn der mit Familie unter ihm lebte war mit dem ganzen irgendwann überfordert da er und seine Frau noch berufstätig waren und Opa kam zu uns.

Er war Anfangs noch halbwegs fit und bei Verstand, später nicht mehr.

Da war er geistig nicht mehr fit und dafür extrem aufgedreht.

Wollte immer rum laufen und nie still sitzen.

Meine Mutter hatte den Verdacht dass die vielen Medikamente schuld sind und hat alle einfach abgesetzt.

Er wurde dann sehr ruhig und pflegeleicht und wir hatten noch 2 schöne Jahre mit ihm.

MbonEikpa65


Ihr lasst euch zu viel triggern von ihrem Verhalten. Ich kenne es von meiner Mutter, in dem Moment, in dem ich nicht mehr alles und jedes so ernst nahm, war es viel leichter, mit ihr umzugehen. Und auch alten Leuten kann man Grenzen setzen, sogar noch bei Demenz, mit Einschränkung. Das sie unter beginnender Demenz leidet, ist absolut nicht ausgeschlossen. Medis checken könnte auch eine gute Idee sein, wie generell ein Gespräch mit dem Arzt.

Tkhis T-wilight Gaxrden


Naja, wäre sie eine nette, alte Dame die genau weiß und respektiert, dass ihre Kinder und Enkel auch ein eigenes Leben führen, wäre dieser Faden wohl nicht nötig.

Und nur weil jemand alt geworden ist, gibt ihm das noch lange nicht das Recht, seine Umwelt zu terrorisieren!

Sie behauptet eben immer noch steinhart dass sie klar kommt allein.

So. Das würde ich doch mal resten.

Da sie ja jede Hilfe von außerhalb der Familie strikt ablehnt, auch wenn es dir, liebe TE immer wieder hier geraten wird (lest ihr eigentlich die Postings der TE?), lasst es doch mal drauf ankommen. Ihr seit alle mal 3 Wochen nicht erreichbar. Im Urlaub. Was macht die Gute dann?

T4his Tbwi#light =Garden


Und auch alten Leuten kann man Grenzen setzen,

So ist es.

Alte Menschen werden doch wieder zu Kleinkindern :)z . In sämtlichen Bereichen.

Auch diese müssen Grenzen gesetzt bekommen. Wobei man natürlich davon ausgehen sollte, dass ein alter Mensch sein Leben hatte um zu lernen, aber wenn das nicht getan wurde und derjenige immer seinen Willen bekam, dann muss er es eben im Alter lernen.

C?ornexlia59


Gegen die ständigen Anrufe hilft eventuell ein Anrufbeantworter. Wenn sie öfters (nicht immer natürlich!) nur gegen die Bandansage rennt, dann gibt das einfach mehr Ruhe für deine Mutter.

Ihr habt es da mit einem ziemlich extremen Fall von Altersstarrsinn und beginnender Demenz zu tun. Natürlich kommt der Verlust des Ehemanns dazu, 60 Jahre! Sie weiß einfach nicht, wie Alleinsein geht, und so terrorisiert sie die, die sie noch nicht vertrieben hat. Das ist ihr aber keinesfalls bewußt!

Was helfen könnte, wenn sie noch so klar ist, daß das bei ihr ankommt: Klartext reden! Macht euch mal eine Liste mit den Dingen, die ihr ansprechen wollt und auch den Gründen, die dafür sprechen. Sagt ihr auch ganz klar, wozu ihr bereit seid und wozu nicht. Gejammer und "Alle sind gegen mich, keiner kümmert sich um mich usw." einfach ignorieren. Fragt sie selber, wie sie sich das denkt! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie in ihrer Wohnung stürzt und mit Glück schnell gefunden wird. Von da an wird sich ihr Zustand verschlechtern, bis sie irgendwann selber nicht mehr leugnen kann, daß sie pflegebedürftig ist. Sowas sollte stufenweise passieren. Ihr könntet z. B. damit anfangen, für sie Essen auf Rädern kommen zu lassen, so daß sie am Tag mindestens eine warme Mahlzeit hat. Dann könntet ihr einen Hausnotruf installieren lassen, dessen Rufknopf sie dann um den Hals oder am Arm trägt. Wenn sie dann mal stürzt oder sonst etwas ist, kann sie sofort Hilfe rufen. Das wäre so ein Einstieg "light" in die Vorstufen. Bei unserer Mutter wurde es dann langsam schlechter, wir haben ihr so lange wie irgendwie machbar ermöglicht, weiter zu Hause zu leben. Heute lebt sie übrigens im Pflegeheim und ist zufrieden dort. Mittlerweile nennt sie sogar dieses Heim "zuhause"! So weit wird es vermutlich bei eurem Fall nicht kommen, ich könnte mir denken, daß eine Entwurzelung sie wirklich über die Kante stoßen könnte.

Wie wär's, wenn ihr ihr mal den Vorschlag "Essen auf Rädern" unterbreitet? Eventuell so: "Magst du das mal 1-2 Wochen ausprobieren, ob das was für dich wäre?" Oder ladet mal jemanden von einem Pflegedienst zu ihr ein und setzt euch mit dem und ihr zusammen. Besprecht gemeinsam (extrem wichtig, der zu Pflegende darf nicht das Gefühl bekommen, daß etwas über seinen Kopf hinweg läuft!), was dieser Pflegedienst für sie machen könnte, wo sie Hilfe braucht.

Cyor:nelxia59


Ihr seit alle mal 3 Wochen nicht erreichbar. Im Urlaub. Was macht die Gute dann?

Das kann fürchterlich ins Auge gehen. Möchtest du gern aus so einem Urlaub zurückkommen und deine Mutter hinter ihrer Wohnungstür liegend vorfinden, weil sie gestürzt ist und nicht mehr alleine hochkam (typisch ist bei solchen Sachen der Oberschenkelhalsbruch)?

TOhis TwilVight iGardxen


Natürlich nicht. Aber die Oma wird schon von selbst fragen, WER sich denn dann in der Zeit um sie kümmert ;-)

Also, ihr mitteilen, dass die Familie die nächsten 3 Wochen nicht erreichbar ist und sie in dieser Zeit eine Haushaltshilfe o.ä. an die Seite bekommt.

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