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Träume von Selbstmord - echte Suizidgedanken?

g4attxin3a9x6 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

ich bin neu hier. Ich habe mich angemeldet, weil ich auf Meinungen/Hilfe hoffe, bzw einfach nicht weiß, mit wem ich über diese 'Problem' reden soll. Ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, bei weiteren Fragen zum Hintergrund oÄ. fragt nur.

Also, es geht um Folgendes: Ich bin seit ca 2 Jahren diagnostiziert depressiv und habe eine Angststörung. Seit 10 Jahren bin ich essgestört (erst atypische Magersucht, dann Bulimie. Seit 7 Jahren verletzte ich mich selbst. Das sind so die Päckchen, die ich zu schleppen habe. Ich gehe jedoch erst seit ca einem Jahr dagegen vor, hatte Therapieversuche und bin quasi 'aufgewacht'. Im Großen und Ganzen komme ich immer klar. Denn mein Leben ist perfekt, nur ich bin es nicht.

Das Problem: Seit ca einem halben Jahr leide ich unter immer wiederkehrenden 'Albträumen'. Die Randsituation ist immer leicht unterschiedlich, ich befinde mich in unterschiedlichen Wohnungen/Häusern mit anderen Familienmitgliedern oder Bekannten. Immer gleich ist, dass ich mich in diesen Träumen unwohl fühle, ein Gefühl, unter welchem ich auch in der Realität leide: panisch, innerlich aufgewühlt, depressiv. Im Traum steigert sich dieses Gefühl bis zum äußersten und es endet darin, wie ich zu einer Person, meist meiner Mutter gehe und und heule und durchdrehe und SCHREIE : "Ich hasse mich und mein Leben so sehr! Und deswegen werde ich es jetzt beenden! Ich will sterben! Bitte lasst mich sterben! Ich hasse es zu leben!!!", dann wache ich auf oder ramme mir im Traum wahlweise ein Messer in den Arm oder springe aus dem Fenster und wache dann auf. Dieses Gefühl im Traum ist das Schrecklichste, was ich je 'erlebt' habe. Nachdem ich das das erste mal geträumt habe war ich unglaublich erschrocken und total fertig. Und so ist es noch immer, diese Träume zermürben mich wirklich.

Das Schlimme kommt nun: Ich habe das Gefühl, dass sich diese Gefühle und sehr schwarzen Gedanken aus meinen Träumen langsam in meinen bewussten Zustand drängen. Habe ich depressive oder panische Zusammenbrüche, die sich steigern, fühle ich irgendwann so große Verzweiflung und Trauer, dass mein Kopf voll von dem Gedanken"Stirb!" ist... Ich war mit meinem Freund im Urlaub, wir haben uns gestritten und die Versöhnung blieb an dem Abend aus, so dass ich mich immer weiter hineingesteigert hab, bis meine Gedanken dem Streit völlig fern waren und es im"Ich bin ein so schlechter Mensch!" endete... Ich habe mich im Bad eingeschlossen und in meine Arme geritzt um mich von dem immer stärker werdenden Gedanken "Spring einfach vom Balkon!!! (8. Stock)" zu distanzieren. Diese Gedanken kommen öfter, wenn ich aus einem Fenster sehe. "Spring". Oder in Verzweiflung, dass ich einfach zur nächsten Brücke gehen könnte und... einfach nicht mehr sein könnte. Das macht mir Angst. Es fühlt sich nicht wie bewusst hervorgerufene Gedankengänge an, eher wie etwas was mir unfreiwillig in meinen Kopf gepflanzt wird. Ich will das nicht.

Ich weiß nicht, wie groß mein 'Lebenswille' noch ist. Zwischen diesen Zuständen geht es mir gut. Wirklich. Ich lebe für die Menschen, die mich lieben, die ich liebe. Für meine Zukunftspläne. Und dafür, dass in Zukunft alles 'gut' wird, ich gesund werde. Diese Hoffnung habe ich. Doch ich habe Angst, dass diese dunklen Gedanken schlimmer werden. Ich weiß nicht, wie ich mich selbst wahrnehmen soll. Sind das Suizidgedanken? Ich WILL nicht sterben.

Danke für's lesen,

La Gattina

Antworten
g)attinxa96


Eine Ergänzung habe ich noch: Es ist in diesen Situationen manchmal nicht alleine der Selbsttötungsdrang. Es kommt der so starke Wunsch, einfach in jemandens Arme zu fallen. Mich sicher, 'zuhause' zu fühlen. Jemand, der mein Weinen und meine Gefühle erträgt und mir das Gefühl gibt, dass alles besser wird. Nicht so allein zu sein. Dieser Gedanke macht mich so unglaublich traurig...

DXuNmbox13


Hallo.

Ich habe gerade dein Text gelesen. Ich kann mich wieder erkennen. Ich habe ähnlich Situation durchlebt ich stand auch schon häufig vor dem Fenster und wollte einfach springen. Aber nicht ich wollte springen sondern irgendwie mein 2 ich. Es war sehr komisch für mich. Ich war ca 2 Stunden vor den Fenster und danach war ich schockiert. Ich wusste nicht was mit mir los ist. Ich finde es hier verdammt erstaunlich das hier jemand ähnliche Situationen durch macht und auch nicht weiß mit mit einem los ist!

Ich hoffe das du Hilfe bekommst oder das du dir Hilfe holen kannst! Viel kraft ! :)*

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