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Andauerndes Gefühl von Selbstekel

SBam mO'mNexllen hat die Diskussion gestartet


Ahoj.

Seit gar nicht allzu langer Zeit verspüre ich tagsüber ein merkwürdiges Gefühl des Ekels vor mir selbst. Es überkommt mich ein Schaudern davor, in meiner eigenen Haut zu stecken. Es fühlt sich ein wenig so an, als hätte ich eine alte, dreckige Unterhose an.

Es tritt insbesondere im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme auf. Entweder bei dem Gedanken an eine Mahlzeit, auf jeden Fall aber danach, unabhängig davon, was oder wie viel ich gegessen habe. Genauso habe ich das Gefühl aber auch über den Tag verteilt, zum Beispiel morgens, unabhängig von irgendwelchen Mahlzeiten.

Dabei hatte ich bisher nie ernsthafte Probleme mit der Ernährung, im Gegenteil. Ich habe zur Zeit nur relativ wenig Arbeit, und manchmal kommt es mir so vor, als würde ich von Mahlzeit zu Mahlzeit denken. Vor allem mangels sozialer Kontakte ist Essen eines der wenigen Dinge, dich mich zuverlässig zufrieden machen und beschäftigen, zumindest eine Zeit lang. Ich verwende daher viel Zeit und Energie dafür, um mir immer mein nächstes "Festmahl" zu erdenken.

Dabei habe ich schon währenddessen ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, es nicht zu verdienen.

"Ich arbeite gerade zwei Stunden am Tag und kann trotzdem zum Kühlschrank gehen und mir die feinsten Sachen herausnehmen, die andere unter Umständen mühsam herstellen mussten (ganz egal, um welches Produkt es sich handelt)? Das ist doch pervers." Und so kommt der Ekel wieder. Zu erwähnen ist, dass ich andere deswegen nicht verurteilen würde.

Angst vor Übergewicht, Bulimie oder dergleichen schließe ich aus. Ich habe schon immer gegessen was ich wollte, habe immer meine 75 Kilo bei 1,76.

Seit jeher habe ich ein geringes Selbstwertgefühl, doch irgendwie scheint es in letzter Zeit besonders schlimm zu sein. Könnte es damit zusammenhängen?

Könnte es aber auch eine körperliche Ursache habe. Alle Suchen nach Stichworten wie Selbstekel gingen in die Richtung Bulimie, und in diesen Beschreibungen kann ich mein Gefühl nicht wirklich wiedererkennen. Gibt es denn sonst keine typische Erkrankung, bei der so etwas auftritt? Ich bin kein Hypochonder und möchte lieber die Kirche im Dorf lassen. Aber sollte ich mir Gedanken machen? Ich war diesen Jahr schon öfters im wald unterwegs, könnte ich mir da etwas eingefangen haben.

Danke euch für eure Aufmerksamkeit!

Antworten
S3am O8'Nellxen


Noch zu erwähnen sei, dass ich männlich und 21 Jahre alt bin.

S?am O'N)ellxen


Übrigens handelt es sich bei dem Gefühl nicht um Übelkeit. Übel ist mir höchstens, wenn ich das falsche esse, sonst nicht.

b!fi


Klingt doch eigentlich als wuesstest Du genau woran es liegt. Du arbeitest kaum was und hast irgendwie wenig sonst im leben und schaemst dich vielleicht irgendwie dass Du so bequem mit wenig leben kannst? (Wobei ich Weiss ja nicht was Du arbeitest, eigentlich ist es ja absolut erstrebenswert von 2 Stunden am tag Arbeit gut zu leben :)^ ). Aber vielleicht fehlen Dir Freunde und Hobbies und Spass .Oder was richtig Sinnvolles, auf freiwilliger Basis, gibt ja genug zu tun auf der Welt wenn Du was tun moechtest um dich gebraucht und nutzvoll und gut zu fuehlen..wenn das dein Problem ist (klingt ja ganz so als ob dir dein Luxusleben selbst nicht recht gefaellt)..

SKam O'N]ellexn


Danke bfi für deine Antwort. Ja, dies ist eine der Vermutungen die ich habe. Dass mir Freunde fehlen ist offensichtlich. An "ehrenamtliches" habe ich auch schon gedacht. Leider bin ich gleichzeitig sehr lethargisch, und ob eine solche Tätigkeit befriedigend wäre, wenn sie nur als "Therapie" da wäre? Zum Lesen bin ich auch zu faul, was mich nur noch mehr beschämt. Ich schäme mich sogar dafür, hier Antworten zu erwarten, ohne selbst hilfreiche zu geben.

bxfi


Also eins ist klar eine gute Tat ist eine gute Tat ganz egal ob Du Dir dabei selbst auch nutzt :)^ insofern waer was ehrenamtliches (was vielleicht nebenbei Spass macht und wo du andere Leute kennenlernst) ganz gut. :)z

Lethargie, ja also entweder Du trittst dir mal selber in den Arsch oder wenns ganz schlimm ist doch mal Arzt..wenn man garnichtmehr in die Poette kommt grenzt das ja an Depression.

ich fands eine zeitlang auch sehr schwer soziale Kontakte aufrechtzuerhalten oder mich in Gruppen zu begeben, aber das wird besser ja mehr man es macht..und dann hat man aufeinmal Freunde und Spass im Leben.

S0am O['Nelxlen


Wie dem auch sei, ich frage mich, ob da nicht mehr dahinter stecken kann. Es handelt sich schließlich nicht nur um eine verstandesmäßige Ablehnung meiner eigenen Situation, sondern auch um ein echtes Gefühl, ein leichtes Schaudern. Ein Kribbeln, das einfach kommt und mich wünschen lässt, mich zu verstecken.

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