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Wieviel kann ein Mensch ertragen?

JWuli- Sonnex_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

so langsam habe ich das Gefühl, am Leben zu zerbrechen.

Ich weiß, dass es so viele Menschen gibt, denen es viel, viel schlimmer geht als mir. Dennoch ist seit dem Wochenende ein Punkt erreicht, wo ich denke, jetzt kann ich nicht mehr. Mehr Schicksalsschläge gehen nicht mehr.

Geht es euch manchmal ähnlich?

Antworten
RIoBllmCopsx2


Ja mir gehts so ähnlich obwohl es objektiv betrachtet noch viel schlimmeres gibt versinke ich in einer Mischung aus Angst, Wut und des öfteren Schlafstörungen.

Jkuli-S+onnxe_


Ja genau so meine ich das. Obwohl es mich bzw. uns noch schlimmer treffen könnte, bin ich gerade am Ende meiner Kräfte. Jeden Tag kämpfen, jeden Tag versuchen, wieder aufzustehen. Kein Tag ohne Probleme.

Wie gehst du damit um?

Ryollm`opsJ2


Hab Phasen wo es besser ist ...Phasen wo es schlimmer ist aber so ganz gut ist es eigentlich nie. Naja an den Tagen wo ich normal schlagen kann ist es besser. Mein Arzt hat mir jetzt Antidepressiva gegeben für den Abend.

C^omrEan


Ist irgendetwas Besonderes vorgefallen am Wochenende?

Kannst du die Dinge benennen, die dir die Kraft rauben, und dennoch unvermeidbar sind?

CZomrxan


Vergiss die erste Frage. Habe mich an deinen Faden mit dem verstorbenen Freund erinnert. :°_

Hast du einen Rückhalt, wo du aufgefangen wirst, oder musst du alles mit dir ausmachen?

amu7fgeUlösUtxe


Ich habe im Laufe des Lebens auch so unendlich viel auf meinen Buckel geladen bekommen, und als es am Schlimmsten war, war ich froh, nicht vorher zu wissen, wie es weiter geht, denn es folgten wieder nur Grauenerlebnisse ohne Ende, immer wieder aufs Neue...wo ich das lasse, frage ich mich auch. Klar, in meinen 195 Neurosen und in meinen psychischen Beschwerden. Und trotzdem habe ich weiter Lebenswillen. *:)

k;lReine6r_drac'hevnster_n


Ich glaube, diese Frage kann man nicht beantworten, weil jeder Mensch eine völlig andere Belastungsgrenze hat.

Während es bei einem schon reicht, dass er den Job verliert um in Verzweiflung zu versinken, steckt der andere einen Schicksalsschlag nach dem anderen relativ unbeschadet weg. Liegt wohl sehr an der Grundkostitution, z.B. ob jemand er optimistisch oder pessimistisch ist und vielem mehr.

Wichtig ist es auf jeden Fall sich Hilfe zu suchen, wenn man das Gefühl hat, dass man gerade verzweifelt.

Welche die richtige Art ist, muss man auch hier rausfinden. Manchen nützt reden, z.B. bei einer psychologischen Hotline oder mit Freunden, machen eine Therapie.

Generell kann man aber wohl sagen, dass Menschen viel mehr ertragen, als sie sich vorstellen können :)* , sonst würden sie Kriege, Krankheiten, Vertreibung etc. nicht überstehen können. :)_

J)uli-Sovnne_


Das stimmt. Jeder ist anders und jeder kann verschieden viele Schicksalsschläge verkraften.

Gestern war wieder ein Tag, da konnte ich nicht mehr. Diese eisige Kälte meiner Eltern. Dieses, egal, dass sie ihren besten Freund verloren hat. Nie ein Wort, wie es mir geht, wie ich das verkrafte. Sie saß heulend auf der Couch, ich fragte was los ist. "Wegen deinem Bruder. Lass mich in Ruhe." Ich sagte, dass mir die Frage leid tut (dachte, sie möchte nicht darüber sprechen) und bin einkaufen gegangen. Als ich nach Hause gekommen bin, fing sie mich ab und schrie mich an, was ich mir überhaupt erlaube, was ich ihr getan hätte. ":/ Ich verstand nicht, was das sollte. Ich sagte ihr, ich hätte ihr nur helfen wollen, für sie da sein. Aber ich sollte sie in Ruhe lassen und bin einkaufen gegangen. Habe dann nur noch gesagt. "Tut mir wirklich leid, dass ich dir beistehen wollte. Du wolltest es nichts und ich habe zudem noch einen anderen Trauerfall" und weg war ich wieder. Vielleicht könnt ihr mir ihr Verhalten erklären. Ich war so sauer. Ich kam schon weinend nach Hause, fertig mit der Welt und es waren wirklich keine 10 Sekunden, werde ich fertig gemacht.

Ich möchte hier raus, doch das Geld fehlt. Ich arbeite und arbeite. Es muss doch eine Möglichkeit geben, dieser Hölle zu entkommen. Ich freue mich so auf meinen Tod. Hier habe ich nichts mehr.

s:eveunthrexe


jeder hat eine andere Grenze, ich bin eher opportunistisch veranlagt und würde wenn es überhand nimmt mich völlig egoistisch verhalten. Soll heißen, bevor ernsthaft über Suizid nachgedacht wird sollte man überprüfen inwieweit man den Zwängen in denen man gefangen ist entfliehen kann.

Gerade wenn man soweit ist das man an Selbstmord denkt, dann sollte man trotzdem versuchen seine Lage rational zu überdenken und dann findet man auch die Sollbruchstelle der Zwänge in denen man sich so hoffnungslos verstrickt hat.

saeve8ntmh{r9ee


Nachtrag

ich war einmal in einer solchen Lage wo ich wirklich nicht mehr weiterwusste, nach vielen Stunden verzweifelter Grübelei hab ich Lösung gefunden. Es war eigentlich undenkbar, gewagt und sehr radikal, aber es hat funktioniert. Dieses überwältigende Glücksgefühl danach werde ich nie vergessen.

JQuli-}Sonnxe_


Ich bin momentan ein zerbrochener Mensch. Habe so viel erlebt, da kann nichts daran geändert werden.

Seventhree, Respekt für deinen Neuanfang. Finde ich gut, dass du deinen Weg gefunden hast.

Die gesamten Schicksalsschläge kann ich nicht ändern. Es ist wie es ist. Ich leider unter Herzproblemen (nicht krankhaft, psychisch bedingt) und Magenschmerzen. Aber etwas könnte ich ändern. Raus hier aus der Hölle. Aber es fehlt das Geld. Wir verdienen zu wenig. Deshalb müssen noch mehr Tätigkeiten gefunden werden, obwohl ich schon mehrfach einen Burnout hatte. Aber was soll ich sonst machen? ALG 2 beantragen und in eine Sozialwohnung ziehen? Das ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Deshalb hoffe ich, dass wir es finanziell doch schaffen werden, hier heraus zu kommen.

s]eventxhree


du kannst vieles nicht ändern, aber du kannst dich ändern

nimm die Sachen selbst in die Hand, sei aktiv und suche eine Lösung, früher oder später findet oder ergibt sich immer etwas

manchmal liegt die Lösung ganz nah, nur sie will entdeckt werden und zeigt sich nicht von allein

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