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Kein Selbstbewusstsein wegen ständiger Kritik

NPoah =Czexrny hat die Diskussion gestartet


Hey ...

Ich habe in letzter Zeit versucht meine Energie positiv einzusetzen und mich aktiv und rational mit der Frage auseinanderzusetzen warum ich so bin wie ich bin. Ich habe immer an dem Glauben festgehalten dass in meinem Gehirn einfach etwas nicht so ist wie es sein sollte und dass ich so geboren bin und ich keinen rationalen Grund für meine Probleme habe. Weil mir nie etwas Schlimmes passiert ist und mir nie jemand etwas angetan hat und ich dennoch emotional inzwischen komplett am Ende bin und wegen alltäglicher, objektiv harmloser Dinge schon komplett druchdrehe und in den Selbstzertörungsmodus verfalle. Ich weiß nicht wie man mit Zurückweisung kontruktiv umgeht, ich richte immer alles gegen mich selbst und kann dann auch nicht darüber sprechen und isoliere mich vollkommen weil ich einfach inzwischen mit gar nichts mehr klarkomme.

Ich habe immer gesagt, mir ist nie was passiert, was erklären würde warum ich so geworden bin. Aber ich weiß nicht ob das zu 100% stimmt. Ich habe mich mein ganzes Leben lang immer abgelehnt und unerwünscht gefühlt und mir wurde immer das Gefühl vermittelt dass alles was ich mache falsch ist. Ich war immer zu kindisch, zu naiv, zu ernst, zu still, zu faul, zu kritisch, zu verträumt, zu sensibel, zu humorlos, zu schwach, zu stur, zu unselbstständig, zu kompliziert, zu laut, zu leise, zu viel, zu wenig. Einfach von Grund auf falsch und verbesserungswürdig. Ich war schon ziemlich früh an einem Punkt wo ich Angst hatte überhaupt noch etwas zu sagen oder zu tun weil ich wusste es würde dann wieder Kritik geben. Ich habe nie etwas gesagt weil ich Angst hatte kritisiert zu werden. Das führte dazu dass ich für meine Angst kritisiert wurde. Die vermutlich als Faulheit oder Sturheit fehlinterpretiert wurde.

Ich habe immer das Gefühl gehabt dass ich nicht gut genug bin und dass das was mein Gefühl mir sagt, was richtig ist, falsch ist, und dass ich jemand sein muss der ich nicht sein will damit ich als richtig gelte.

Alles was ich mache ist immer falsch. Und ich komme damit nicht klar.

Meine Berufwünsche waren immer naiv. Meine Hobbies nicht männlich genug. Und alles sowieso immer falsch. Ich wurde permanent kritisiert, angeschrien, bestraft, angeschaut als wäre ich dumm und würde nie etwas auf die Reihe bekommen. Am schwersten war diese Diskrepanz zwischen dem was ich für richtig hielt und dem was mir gesagt wurde. Ich fand mich ok. Ich hatte nie das Gefühl dass ich falsch bin. Ich wollte nie anders sein. Aber alles was ich bin und sein möchte ist scheinbar falsch. Ich war im Grunde gar nichts mehr sein. Einfach verschwinden. Wenn ich so wie ich bin nicht erwünscht bin, dann will ich nicht sein.

Antworten
altQarix9


Das ist bei mir auch so, allerdings nicht in so einer starken Ausprägung. Wenn andere eine Kleinigkeit geschafft haben wurden sie dafür viel gelobt. Wenn ich etwas großes geschafft habe hieß es nur: wiso hat das so lange gedauert, wiso nur so wenig?

Davon habe ich einen psychischen Schaden bekommen.

Erst im Verlauf von Jahrzehnten habe ich herausgefunden, dass die Angeber, die mich direkt oder indirekt runtergemacht haben viel weniger können als ich.

Ich distanziere mich jetzt von Leuten, die mir nichts Gutes wollen und übe selbst gut zu mir zu sein.

Dieses Gefühl nicht gut genug zu sein habe ich auch. - Es stimmt aber nicht.

s=chUneckez1985


@ Noah

Ich habe ähnliches erlebt und weiß, wie weh das tut und welche tiefen Wunden in die Seele gerissen werden :°_ :°_ :°_ :°_

Nachdem ich mit Borderline diagnostiziert wurde, bin ich in eine spezielle Community dafür eingestiegen und voilà: Fast alle Betroffenen dort berichteten, dass sie sich immer schon "anders" wahrgenommen gefühlt haben - vor allem schon als Kinder. Du bist mit diesem Problem also nicht alleine :)* :)* :)*

Mir hat einerseits der virtuelle Austausch sehr geholfen, andererseits Bücher über meine Krankheit, eine Therapie, mein Schatz, Medikamente und einfach... Glück. Es hat sehr lange gebraucht, bis ich dieses "Anderssein" irgendwie fassen konnte.

Und ja, ich war für meine Mutter auch nie richtig, nie gut genug, zu arbeitsfaul, zu dick, zu unsportlich, zu unsozial... ich könnte Bücher damit füllen.

Du hast überlebt! Du hast so lange durchgehalten! Schmeiss jetzt nicht hin! Vielleicht hast du den Eindruck, dass ich dir hier in allen Fäden folge, und ja, das tue ich. Weil ich dich so gut verstehen kann und weil ich einen Menschen mit ungeheurem Potenzial, mit Liebenswürdigkeit, Witz, Empathie, Sensibilität und noch so viel mehr sehe.

Jeder Mensch verdient Liebe. Ich umarme dich ganz fest. :)* :)* :)_ :)_

sUchneckex1985


PS: Alleine, dass du hier immer wieder schreibst, heißt doch, dass du noch nicht aufgegeben hast. Zwischen all dem verkohlten Holz glüht noch ein Funke.

Ich war mal an dem Punkt, wo ich Ort, Zeit und Instrumente für den Suizid schon festgelegt hatte. Ich hatte am gleichen Tag, Freitag war das, einen Termin bei meinem Psychiater. Ich war so verbrannt, so fertig, so hoffnungslos. Und habe wirklich stundenlang damit gerungen, ob ich zu diesem Termin gehe, ob ich dem ganzen Mist nochmal eine winzige Chance gebe. Und ja, irgendwie hat es der Psychiater gecheckt, ich kam ins KH und nach nicht einmal einem Monat bin ich dort als neuer Mensch rausgekommen. Natürlich wird nicht alles von einem Tag auf den anderen purer Sonnenschein. Aber jeden Tag kann die Sonne ein bisschen länger scheinen.

Daran glaube ich.

S&caDro


Ich habe mich mein ganzes Leben lang immer abgelehnt und unerwünscht gefühlt und mir wurde immer das Gefühl vermittelt dass alles was ich mache falsch ist. Ich war immer zu kindisch, zu naiv, zu ernst, zu still, zu faul, zu kritisch, zu verträumt, zu sensibel, zu humorlos, zu schwach, zu stur, zu unselbstständig, zu kompliziert, zu laut, zu leise, zu viel, zu wenig.

Willkommen im Club! 8-)

a0ufgel@östxe


Ich habe mich mein ganzes Leben lang immer abgelehnt und unerwünscht gefühlt und mir wurde immer das Gefühl vermittelt dass alles was ich mache falsch ist. Ich war immer zu kindisch, zu naiv, zu ernst, zu still, zu faul, zu kritisch, zu verträumt, zu sensibel, zu humorlos, zu schwach, zu stur, zu unselbstständig, zu kompliziert, zu laut, zu leise, zu viel, zu wenig.

War bei mir nicht anders. :-|

Und schwerwiegende Folgen für meine Seele hatte es auch. Dir ist also doch was "passiert", was Deinen heutigen Zustand ausmacht, bzw. verursacht hat.

Du mußt jetzt nur noch lernen, zu Dir zu stehen, dass Du richtig bist, so wie Du bist und nicht auf die anderen hören mußt.

Leute wie wir werden eh schnell zum Prellbock, wir sind dann IMMER falsch, wir könnten Präsident werden, wäre auch falsch...am schlimmsten waren wohl die Eltern und Verwandtschaft auch bei Dir, die scheinen extrem hysterisch zu reagieren, wenn sie ständig alles falsch finden. Die finden Dinge schon falsch, wenn sie noch gar nicht geschehen sind. Will sagen, dass es wirklich nicht an Dir liegt. Diese Leute sind hysterisch, man sollte sie nicht beachten. Als Kind hat man es schwer, weil man aus dieser Nummer erstmal nicht herauskommt, da man daheim wohnen muß, aber als Erwachsener: schnell weg da!

N=o ah 'Cze^rxny


Danke für eure Antworten ...

Meine Selbstwahrnehmung ist durch diesen ganzen Mist einfach komplett kaputt gegangen ... ich weiß nie ob meine Wahrnehmung stimmt oder die der anderen. Bin ich falsch oder haben andere nur falsche bzw. andere Vorstellungen?

Wenn ich von "anderen" spreche meine ich in 99% der Fälle meinen Vater. Er ist der einzige mit dem ich dauerhaft dieses Problem habe. Sonst bin ich nie groß irgendwo angeeckt oder wurde so negativ wahrgenommen ... oder ich habe es nur nicht gemerkt.

Als ich mich einer Freundin letztens etwas geöffnet und ihr einige Situationen erzählt habe, mit denen ich nicht klargekommen bin, hat sie gesagt dass es nicht an mir liegt dass ich nicht damit klarkomme und das sie diese Sachen für emotionale bzw. zum Teil auch körperliche Misshandlung hält. Ich sehe es so dass mein Vater mich einfach nie verstanden hat und im Stress unglücklicherweise gelegentlich überreagiert hat. Und dass das Dinge sind, mit denen ich klarkommen müsste und dass andere das auch schaffen.

Jetzt bin ich noch unsicherer weil ich nicht weiß ob diese Freundin das zu ernst sieht oder ob sie recht hat.

Y tonxg11


Ich habe so einen Fall in der Familie. Zwei Söhne. Eine Mutter + einen Vater. Der eine hatte keine Probleme mit dem bestimmenden Wesen des Vaters...der andere ist daran zerbrochen. Drogen, Alkohol, Suizidversuch..jetzt Frührentner mit attestierter psychischer Auffälligkeit.

cLom|pyfrxeak


Wurdest du eigentlich auch ausgelacht (vom Vater oder anderen Autoritätspersonen)? Vielleicht jetzt nicht so richtig krass, aber ein ironisch-zynisch-beißendes verächtliches kurzes Auflachen oder "amüsiertes" Hochziehen der Mundwinkel, gefolgt von einem spöttischen Kommentar nach dem Motto "Bist du verrückt, …", jeweils als Antwort auf eine für mich eigentlich normale und verständliche Erklärung, warum ich irgendwas gemacht habe. Wobei ich jetzt lange überlegt habe und mir gar kein Beispiel mehr einfällt. Ich erinnere mich nur noch daran, dass wir oft Ärger hatten, wenn es um Dinge ging, die ich im Haushalt helfen sollte.

Ich kenne jedenfalls auch manche Dinge die du beschreibst in abgeschwächter Form, ich glaube das ist eine unglückliche Kombination. Einerseits sollte man sich seinem Kind gegenüber nicht so verhalten, und andererseits stecken wohl viele Kinder solche oder schlimmere Sachen auch mal weg. Ich meine, früher wurden Kinder ja regelmäßig ernsthaft verprügelt und haben es trotzdem irgendwie zu was gebracht (meine Eltern z.B.). Und zumindest bei mir war es auch nicht so, dass wirklich alles falsch war, was ich gemacht habe. Was ich daran gemerkt habe, dass manchmal keine negative Reaktion kam, und meine Mutter hat mich auch gern gelobt. o:)

Ich frage mich jedenfalls auch manchmal, ob ich nun einfach generell in manchen Situationen von Natur aus ängstlich bin und so wenig Selbstbewusstsein habe, oder ob es von Natur aus eigentlich noch etwas besser gewesen wäre, aber ich jetzt hinter jeder Ecke eine Person befürchte, die mich so rund macht wie mein Vater das manchmal getan hat. Wenn es an der Tür klingelt befürchte ich als erstes, dass der Vermieter oder ein Nachbar dort steht und sich so laut über irgendwas beschwert, dass man es im ganzen Haus hört, und wenn ich mich entschuldigen möchte (weil berechtigte Beschwerde) oder mich rechtfertigen (weil unberechtigt) würde ich noch weiter runtergemacht, bis ich irgendwann heulend die Tür schließe… (Früher: Flucht in mein Kinderzimmer)

Also gehe ich lieber gar nicht an die Tür, wenn jemand unerwartet klingelt. Ähnlich beim Telefon. Was dann dazu führt, dass ich Panik schiebe, weil vielleicht ein Nachbar eine wichtige Mitteilung hatte und jetzt erst richtig sauer auf mich geworden ist, weil ich nicht an die Tür bin, und ich mich beim nächsten Verlassen der Wohnung auf ein starkes Donnerwetter gefasst machen müsste. Deshalb merke ich, dass ich mich öfters überwinden muss, überhaupt vor die Tür zu gehen (mache ich eh nur wenn es sein muss), und vorher sicherstelle, dass das Treppenhaus leer ist.

Es kommt wohl beides zusammen. Eine schwache, ängstliche Veranlagung mit wenig Selbstbewusstsein, und ein Vater, der damit nicht angemessen umgehen konnte. Jetzt sind wir aber beide in einem Alter, in dem wir selbst für uns verantwortlich sind und es uns eigentlich auch leisten können, dass jemandem nicht gefällt, was wir tun, solange es legal ist. Der hat dann auch kein Recht, herumzubrüllen und uns zu beleidigen.

Die Frage ist nur: Wie erreicht man ein gesundes Selbstbewusstsein, wenn man bisher zu wenig davon hat? Jemand Tipps? ;-D Hilft da nur eine richtige Therapie? An sich würde ich sowas gerne auf nach die irgendwann anstehenden Vorstellungsgespräche verschieben, damit das meine Chancen nicht noch weiter schmälert, aber andererseits könnte das mit den Vorstellungsgesprächen bei meinem Selbstbewusstsein ohnehin ein sehr großes Problem werden.

N!oah Cz2ernxy


Ausgelacht nicht ... aber das Gefühl gegeben, durch und durch dumm, irrational und falsch zu sein.

In vielen Situationen geht es mir immerhin so dass ich mich noch in meinen Vater hineinversetzen und nachvollziehen kann warum das jetzt aus seiner subjektiven Sicht falsch ist ... in manchen Situationen funktioniert das nicht und ich frage mich noch Jahre später was an meinem Verhalten diesmal nicht gestimmt hat.

So eine Situation war zB als ich letztes Jahr von zuhause ausgezogen bin und meine Mutter hat mir so einen Stadtplaner geschenkt, mit Infos zur Stadt und Empfehlungen etc. Ich saß abends mit dem Buch im Wohnzimmer und habe darin geblättert und erzählt was da drin steht ... und es gab ein Kapitel in dem der Dialekt der Stadt behandelt wurde. Und bei einem Wort dachte ich laut nach "Ich frage mich warum das dort so heißt". Das war eine für mich ganz harmlose Aussage aber der Reaktion meines Vaters nach nicht ... Er hat das Gesicht in den Händen vergraben, genervt aufgestöhnt und gefragt ob ich nicht einfach einmal etwas so hinnehmen könne. Ich hab dann zwei Tage lang von mir aus gar nichts mehr gesagt. Weil für mich wieder klar war, was ich sage ist immer falsch.

Bei gemeinsame Familienaktivitäten läuft es fast immer darauf hinaus dass ich am Ende wieder eins drüber bekomme ... ich habe auch nach 19 Jahren noch nicht gelernt das zu vermeiden.

Einmal haben wir einen gemeinsame Spieleabend gemacht und meine Schwester hatt so kleine Muffins gemacht. Ich habe den Fehler gemacht mir noch einen dritten zu nehmen nachdem ich bereits zwei gegessen hatte. Mein Vater hat mir vorgeworfen gierig zu sein und immer nur an mich zu denken. Zurücklegen durfte ich den Muffin nicht weil ich ihn schon angefasst hatte. Er hat mich so lange demonstrativ angeschaut bis ich ihn gegessen habe. Die Muffins habe ich später ausgekotzt.

Einmal sollte ich vormittags auf einen Techniker warten. Und mir war nicht klar dass ich diesen nach den Kosten hätte fragen sollen. Dafür hat mein Vater mich so dermaßen zur Sau gemacht dass ich angefangen habe zu heulen. Das sollte einem in dem Alter nicht passieren.

Einmal rief meine Mutter vom Einkaufen an und bat meinen Vater mich zu fragen was ich essen wolle. Und ich sagte, es sei mir egal. Ich meinte damit einfach dass ich nichts Bestimmtes brauche, dass ich einfach esse was da ist. Mein Vater hat mich wegen dieser Aussage minutenlang angebrüllt ob ich erwarten würde dass immer alles nach mir geht und ob ich denke dass meine Mutter sich jetzt noch Gedanken machen und extra für mich in die Küche stellen würde. Gegessen habe ich an dem Tag danach gar nichts mehr.

Ich kann mir tausendmal sagen dass es nicht so schlimm ist und dass ich mich darüber nicht aufzuregen brauche, es hilft nicht.

s:chnpeckex1985


Ich kann mir tausendmal sagen dass es nicht so schlimm ist und dass ich mich darüber nicht aufzuregen brauche, es hilft nicht.

Na klar hilft das nicht - weil es einfach nicht stimmt! Es ist schlimm, es ist nicht in Ordnung! Nicht im Entferntesten ist das in Ordnung oder "normal".

Jxanv7x4


Ich finds klasse dass Du Dich jetzt mal konstruktiv mit diesen Dingen auseinandersetzt! Das könnte ja ein wichtiger Meilstein auf dem Weg der Besserung sein.

Ich kenne Leute, die erst mit über 30 in irgendeiner Therapie von ihrem Therapeuten die Augen geöffnet bekommen, dass das, was die Eltern der Person gemacht haben, durchaus als "seelischer Missbrauch" zu sehen ist, und das (einen heftigen Knacks im Selbstwertgefühl verursachend) die Wurzeln allen Übels ist. Ich hab selber auch relativ lange gebraucht um das so zu begreifen.

Vor allem kann ich mich an Mobbing-Phasen (durch Mitschüler) und auch mistiges Verhalten meiner Eltern erinnern, aber auch daran, dass ich bereits vor diesen aktiv erinnerten Dingen mit dem Gefühl "ich bin anders, ich bin schlecht, ich bin minderwertig" rumgelaufen bin, im Grunde schon in der Grundschule. Es sind sehr wahrscheinlich bereits vorher schon entsprechende Muster im Elternhaus abgelaufen, aber das hab ich gar nicht aktiv realisiert und kann mich jetzt auch kaum noch dran erinnern.

Ja, es ist wirklich schlimm.. aber auch ein guter Einstieg in eine therapeutische Arbeit an diesen Dingen.

Das sollte einem in dem Alter nicht passieren.

Das ist ja genau die antrainierte Form des sich-selber-unter-Druck-setzens; obwohl andere Leute einen verletzt haben, ist man so programmiert, dass man das gar nicht realisiert, sondern die Schuld bei sich selber sucht (und das Selbstwertgefühl immer desolater wird).

csrievchasrlixe


hi,

das mit dem Buch und Hinnehmen bringt mich auf was. Kann es sein, dass Dein Vater ... naja, einfacher gestrickt ist, als Du?

Ich kenne das Phänomen mit meiner Mutter.... seitdem ich klien war, war ich angeblich immer anders, falsch, nicht normal... als Erwachsener habe ich oft gehört: so ein Geschwätz... oder auch heute noch: wenn man normal denken würde, so wie alle Leute, außer Dir.. oder so ähnlich. Zuerst im Leben fand ich das immer schlimm, hatte ein schlechtes Gewissen, habe den Fehler bei mir gesucht. Mittlerweile habe ich aber begriffen, dass unsere Art zu Denken überhaupt nicht zusammen passt. Das hat nichts mit Gefühlen zu tun, sie liebt mich echt, aber wir passen einfach nicht, das Leben mit ihr ist anstrengend. Ich muß mich auch immer zusammen reißen und wenn ich mich nicht anpasse, gibt es Krach, was an meiner "nicht normalen" Art liegt. Seitdem ich das erkannt habe, geht es mir viel besser auf dem Gebiet.

crr^iech'arulie


..... ich wolte noch sagen, dass ich mit Kollegen oder Freunden nicht solche Probleme habe. Du solltest das Bild, welches Dein Vater von Dir hat und was viel über ihn selbst aussagt, nicht über Dein Leben bestimmen lassen. Er ist nur einer von vielen.

NGoah Cz>erxny


Ich fühle mich scheiße weil ich mich heute Nacht daran erinnert habe wie meine Klassenlehrerin in der fünften Klasse mit einer Dose Gummibärchen herumging und ich mir ohne nachzudenken zwei genommen habe (alle anderen haben scheinbar nur eins genommen) und sie mich als gierig bezeichnet hat.

Ich erinnere mich immer noch daran wie ich mit einem Kloß im Hals nach Hause gegangen bin und an die klebrigen Gummibärchen in meiner Hand, die ich nicht mehr essen wollte/konnte.

Ich weiß nicht warum ich solche unbedeutenden Dinge nicht vergessen kann und warum ich mich auch Jahre später wegen sowas schlecht fühle. Ich wünschte ich könnte sowas einfach abhaken aber ich weiß nicht wie.

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