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Svv. Ich glaube ihr habt recht! Könnte ihr mir dabei helfen

Duumb8o1x3


Hallo uvg41

Danke. Du hast den einen fanden gefunden. Wie du nun weist sie meine Eltern Alkoholiker.

Mein Papa ist tot und das hat mich verdammt mit genommen. Meine Mama lebt noch aber hört einfach nicht auf.

Sonst ich bin ein Scheidungskind. Ich musste als Kind mir angucken wir mein Papa unter Alkohol meine Mama Blau und grün schlug und wir als Kinder standen hilflos daneben. Diese Bilder werden nie wieder aus meinen Kopf gehen. Mein Papa hat sich aus vielen Sachen ein dpaß gemacht. Er wollte einmal meine Mama nicht ein lassen. Ich wollte sie rein lassen und dafür bekam ich Schläge. Diese Szene werde ich nie vergessen!

Mit ca 5 Jahren wurde ich von uNseren Nachbarn sexuell Missbrauch und sowas vergisst man alles nicht.

Meine Mama trennte sich und wir zogen zu meinem Stiefvater. Habe super Kontakt zu ihm besser als zu meine eigenen Mama. Ja der Tagesablauf wurde vom Alkohol und Gewalt beherrscht.

Seit dem ich 20 bin wohne ich nicht mehr zu Hause und lebe recht glücklich mit meinem Freund zusammen.

Ja ich denke das wärs wenn fragen sind einfach fragen..

u5vg4&1


Naja, zumindest isses kein Wunder dass es Dir ab und an nicht so gut geht..

Was soll man sagen. Es ist gut und wichtig und richtig dass Du in der Klinik bist, und befindest Dich wohl am Anfang eines therapeutischen Prozesses, der eine Weile dauern wird.

Elementar wichtig ist m.M. nach das was ich auch in dem anderen Faden geschrieben hab - aufzuhören, eine krankhafte Verantwortung zu übernehmen. Mal an Dich und Deine Bedürfnisse denke.

Ich kenn das in abgeschwächter Form auch. Es geht einem selber nicht gut und dann hat man ein pathologisches Elternhaus, welches ständig Energie fordert und entkräftet, und schafft es auch nicht, da radikal Grenzen zu ziehen, aus den Gründen die ich in dem anderen Faden geschrieben hab.

D%umbxo13


Ja danke ich weiß....

Im Moment bin ich in keiner Klinik. Ich warte auf einen freuen Platz und naja hoffe echt das es besser wird.

Denn gerade heute ist wieder ein so krass schlechter Tag. Ich weiß gar nicht mehr wohin mit mir.

Ich höre oft dann gehe wieder in eine Klinik. Ja gehe ich wenn ich ein Platz habe.

unvg411


achso Du bist schon wieder draussen ;-). Warum denn? Steht das auch irgendwo? Und wie wars da drin?

D$um-box13


Ja also. Ich war in einer Klinik und war Arrest mal auf einer akut Station. Ich war davor noch nie richtigen in psychiatrischer Behandlung hatte somit auch noch keine Diagnose. Jetzt bin ich seit Ca 9 Wochen wieder zu Hause. Ich war auf der Station Ca 7 Wochen. Naja. Ich habe in der Klinik was über mich gelernt. Aber geholfen hat es eher weniger. Darum werde ich ja Koch eine Therapie machen. Naja und zu Hause komme ich teilweise absolut nicht zurecht. Habe häufig Einbrüche. Ich versuche so lange durch zu halten bis die Therapie anfängt. Aber die Wartezeit ist verdammt lange und ich weiß nicht wie lange das noch gut geht....

Ich weiß nicht irgendwo steht das bestimmt sry. Kann ich nicht genau sagen.

uOv[g4x1


Naja, die Erkenntnis kommt am Anfang und ist erstmal nicht direkt hilfreich, das stimmt schon. Ich fühl mich aber auch so als würde ich mich viel zu weit aus dem Fenster lehnen wenn ich von mir selber denken würde, dass ich bei so einer komplexen Problematik wirklich was hilfreiches sagen könnte. Vermutlich sind am Anfang wirklich akute Kriseninterventionspraktiken das wichtigste, und nach und nach wühlt man sich dann zu den tiefer liegenden Schichten vor? Erstmal bisschen stabiler werden und so. Nimmst Du eigentlich irgendwelche (psycho-)Medikamente?

Und darf ich noch was zum Thema "Spannungen" fragen, in Zusammenhang mit Deiner Mutter? Falls ja - empfindest Du da auch starke Spannungen, und zwar daher rührend, dass Du die Situation einerseits nicht ertragen kannst und am liebsten damit nix mehr zu tun haben willst, zum anderen aber auch gefangen bist in schlechtem Gewissen und Verantwortungsgefühl, was Dir das Abgrenzen schwierig bis unmöglich macht, also innerlich zerrissen zwischen diesen beiden Positionen?

Dzumbo1x3


Vermutlich sind am Anfang wirklich akute Kriseninterventionspraktiken das wichtigste, und nach und nach wühlt man sich dann zu den tiefer liegenden Schichten vor?

Da ahst du bestimmt recht, aber darüber reden hilft mir auch schon sehr! Einfach mal alles lso werden zu dürfen, es fühlt sich befreiend an! In der Therapie werde ich es hoffentlich dann richtig aufarbeiten können!

Nimmst Du eigentlich irgendwelche (psycho-)Medikamente?

Ja ich nehme fest jeden abend 100mg Doxipin!

Bei Bedarf ( Bei Druck/ und anspannung) habe ich Atosil 50/100mg je nach Anspannungsgrad! Aber ehrlich gesagt hilft das bei einem Spannunggrad bis 50%. Also das ist eigentlich meine Tagesanspannung. Weiter runter geht es meistens nicht, nehme also Atosil so gut wie gar nicht. Dann bei Suizid Gedanken und sehr hoher Anspannung habe ich Remestan 20mg oder Diazepam 5mg! Das was ich akutell nehmen kann.

Und darf ich noch was zum Thema "Spannungen" fragen, in Zusammenhang mit Deiner Mutter? Falls ja - empfindest Du da auch starke Spannungen, und zwar daher rührend, dass Du die Situation einerseits nicht ertragen kannst und am liebsten damit nix mehr zu tun haben willst, zum anderen aber auch gefangen bist in schlechtem Gewissen und Verantwortungsgefühl, was Dir das Abgrenzen schwierig bis unmöglich macht, also innerlich zerrissen zwischen diesen beiden Positionen?

Wegen der Anspannung... wie ich oben schon beschrieben habe. Habe ich eigentlich immer mittlere Anspannung. Darum fällt mir das schlafen auch so schwer. Nach der Einnahme von Doxepin kann ich aber meinstens doch schlafen....

Mit der Anspannung wegen meiner Mama, klar zieht mich das sehr runter das man so hilflos zugucken muss. Weil ich zu sehen musste wie mein Papa an dem Alkohol verfallen ist und jetzt muss ich das auch wieder bei meiner Mama sehen. durch die Vorgeschichte mit der Gewalt, wollte meine Mama zu meinem Papa keinen Kontakt haben, ist auch oky!! Aber sie war in der Wohnung als ich meinen Papa gefunden habe. Und da hat sie gesagt das sie nicht so enden will ( jetzt heuke ich schon wieder, ich kann das einfach nicht ertragen, ich kann das nicht verstehen, das Papa tot ist. Ich hätte was tun können aber ich kam zu spät. Ich gebe mir immer noch die Schuld daran, auch wenn ich natürlich weiß das ich nicht Schuld bin habe das einfach noch nicht verarbeitet...

Sry ich schreibe gleich weiter!!! :°( :°( :°(

Dqumbox13


So 2 Versuch. Habe mich wieder etwas gefangen...

Und darf ich noch was zum Thema "Spannungen" fragen, in Zusammenhang mit Deiner Mutter? Falls ja - empfindest Du da auch starke Spannungen, und zwar daher rührend, dass Du die Situation einerseits nicht ertragen kannst und am liebsten damit nix mehr zu tun haben willst, zum anderen aber auch gefangen bist in schlechtem Gewissen und Verantwortungsgefühl, was Dir das Abgrenzen schwierig bis unmöglich macht, also innerlich zerrissen zwischen diesen beiden Positionen?

Ja ich denke deine letzte Frage. Also du verstehst das richtig. Ich will auf der einen Seite keinen Kontakt mehr weil es mich selber kaputt macht mit an zu sehen wie sie sich selber das Gehirn kaputt säuft. Und ihre ständigen Vorwürfe. Der Streit die manchmal entstehenden körperlichen Auseinandersetzungen. Das macht mich alles noch mehr kaputt. Nein eigentlich zerstört das mich.

Aber wiederrum kann ich nicht los lassen Sie ist meine Mama. Und naja ... Ich kann sie doch nicht im Stich lassen. Ich weiß es nicht.

Immer wenn ich daran denke was der Alkohol aus ihr gemacht hat. Manchmal wenn sie trinkt kann sie nicht mehr laufen. Sie knallt vor mir vor uns auf den Boden und kommt von alleine nicht mehr hoch. Das kann man sich nicht vorstellen. Sie ist ein mal in den Glastisch gefallen was da hätte alles passieren können. Nur der Tisch war kaputt !

Aber man muss sich das Mal überlegen es ist nicht schön so etwa als Tochter mit ansehen zu müssen wir der scheiß alles zerstört.

Aber wiederum war sie wenn sie einen mittleren Pegel hatte lieb da könnte sie liebe zeigen und das vergisst man auch nicht.

Mein Stiefvater hat mir letztes Mal auch gesagt wenn wir irgendwas haben ( krasses Beispiel aber ja nicht abwegig. Wenn mir mein Freund etwas antuen würde schlagen würde. Dann wäre sie die erste die hilft!)

Ich weiß nicht ich bin einfach hin und her gerissen denn sie hat ja nicht nur die schlechte Seite.

Verstehst du das?

Trotzdem entsteht dadurch natürlich auch Anspannung weil man auch immer in Sorge ist...

Danke!

uJv/gx41


Hallo,

ja, ich verstehe das, ich stamme ja selber aus einer ähnlichen Struktur.

Ein nahestehender Angehöriger, der selber stark leidend ist, und einen in die Situation bringt, dass man die Wahl hat, entweder ihm zu "helfen" (und dabei sich selber aufzureiben und aufzuopfern), was keine ernsthaft in Frage kommende Option ist, oder ihn fallen zu lassen (und seinem Leid zu überlassen und ihn damit ggf in finsterste Löcher zu stoßen), was für einen selber ebenfalls mit heftigen seelischen Schmerzen verbunden ist.

Das ist wohl das typische Resultat einer derart seelisch missbräuchlichen Konstellation. Wie schon mal geschrieben ist es ja so, dass von Geburt an die Verantwortlichkeit gedreht wird - nicht Deine Mutter (stark und gesund) kann für Dich da sein, sondern Du bekommst als Kind schon das Leid Deiner Mutter mit und bist eher dafür verantwortlich, dass es Dir gut geht. Also genau andersrum als es sein sollte.

Ausbruch aus dieser tief verinnerlichten Rolle ist schwierig, aber auch des Pudels Kern, sozusagen. Wie schwierig das ist, wissen wohl nur Leute die selber in sowas stecken oder gesteckt haben. Ansonsten sagt es sich so leicht "Du kannst Deiner Mutter nicht helfen" aber was für Qualen es in einem auslöst, nicht zu helfen und den anderen fallen zu lassen, wird kaum gewürdigt, dabei ist das das eigentliche Problem an der Sache (m.M. nach).

Ich hab mit meinem Vater was ähnliches, zwar weniger alkoholisch, aber er bringt mich auch in eine Situation wo ich die Wahl hab, ihn zu "retten" indem ich mich selber kaputt mache und aufopfere, oder ihn seinem Elend zu überlassen, und mich selber zu retten.

Wir müssen uns aber eins klar machen - dass unsere Angehörige das mit uns tun, ist verdammt egoitisch von denen. Deine Mutter sollte an sich schon allein deswegen, damit sie Dich (und Du hast ja nun wahrlich genug Probleme) nicht mit ihrem eigenen Leid so belastet, ernsthaft an sich arbeiten. Dass sie das nicht tut ist bestenfalls Folge der Sucht, ansonsten schwer verurteilenswert.

ulvg4x1


vertippt

und bist eher dafür verantwortlich, dass es IHR gut geht

sollte da an sich stehen

D(umbGo13


Ja. du recht. Es kann niemand verstehen wie man sich fühlt, wenn jemand es nicht selber durchgemacht hat.

Und ich weiß das es mir am besten tun würde, wenn ich kein Kontakt mehr zu ihr haben. Aber das ist auch nicht so leicht. Eigentlich kann man das ja so sehen, als wenn eine Mutter ihr Kind aufgeben soll, welches ein Problem hat und sich nicht helfen lassen will. So fühlt sich das an und wenn ich ehrlich bin. Ich glaube wenn ich den Kontakt abbrechen habe ich gar keine Ruhe mehr weil mein Gewissen mich auffressen würde %:|

u vPg41


Ja, das ist ja, wie gesagt, genau der Kern des Problem. Ein mieses schlechtes Gewissen wenn man lediglich sich von Leuten distanziert die einem nicht gut tun, anstatt sich weiter für sie aufzuopfern, ist ja eine "fehlerhafte Prägung" oder Gehirnwäsche oder wie auch immer man das nennen sollte. Das musst Du durchschauen (was noch nicht bedeutet, dass es sich ändert, aber es ist der erste Schritt). Das erlernen von "gesundem Egoismus", sich um eigene Recht kümmern und nein-sagen lernen ist ganz wichtig.

Hast Du solche Probleme auch sonst? Also wenn z.B. jemand im Freundeskreis, Kollegenkreis oder sonstwer aus der Familie Dich um irgendwas bittet oder Dir irgendeine Aufgabe aufbürdet, die Du eigentlich nicht willst, und an sich ist es nicht Deine Verantwortung, aber wenn Du nein sagst, hat der andere negative Konsequenzen deswegen, und deswegen tust Du es immer brav, weil das Gewissen Dir das so sagt?

D{um+box13


Hast Du solche Probleme auch sonst? Also wenn z.B. jemand im Freundeskreis, Kollegenkreis oder sonstwer aus der Familie Dich um irgendwas bittet oder Dir irgendeine Aufgabe aufbürdet, die Du eigentlich nicht willst, und an sich ist es nicht Deine Verantwortung, aber wenn Du nein sagst, hat der andere negative Konsequenzen deswegen, und deswegen tust Du es immer brav, weil das Gewissen Dir das so sagt?

JA leider schon. Mir fällt es verdammt schwer nein zu sagen.

Im Moment fühle ich mich auf Familienfeiern auch nicht 'mehr wohl und trotzdem sage ich nicht Nein.

Was die arbeit angeht momentan bin ich Krankgeschrieben. Aber ja Ich arbeite in der Pflege, dh. wenn da jemand ausfällt springt man ein, für das Team! Wenn ich mal Nein sage. Quält mich das, ne dann sage ich lieber ja bevor ich ein schlechtes gewissen habe und Nein sag.

Genauso war es oder ist es jetzt auch mir geht's nicht gut und trotzdem habe ich gegenüber meinen Kollegen ein verdammt schlechtes Gewissen, wenn ich höre was im Moment auf der Arbeit los ist. Und ich mache mir immer Gedanken was die wohl jetzt über mich denken....

Noch ein Beispiel, ich habe eine Freundin, für die bin ich immer gut genug wenn ich sie mit dem Auto nirgendwo hinfahren soll, sie gibt mir aber auch Sprit Geld! Aber naja wenn man mal so was machen will bekomme ich häufig eine absage, oder ich muss sie mit dem Auto abholen und sie nach Hause fahren. Wenn ich sie frage ob sie mit dem Bus kommen kann, sagt sie immer ab...

Wiederrum ist sie die einige die das meiste über mich weiß und sie ist die einzige die eine Notfall nummer hat..

JA das passt alles nicht. Manchmal bin ich einfach zu gut. Keine Ahnung und es gibt bestimmt auch 'Leute die das ausnutzen....

uRvg4^1


Gut ist zumindest wenn Dir das alles nach und nach klar wird (also, wie es ist, und vor allem auch, woher das kommt). Da bleibt auch gar nix übrig ausser therapeutisch dran zu arbeiten. Wobei ich es schwierig finde zu beurteilen ob sowas überhaupt gerade vorrangig relevant ist bei Dir, aber auf Dauer brennt man aus - Leute die so ticken wie unsereins sind die prädestinierten Burnout-Kandidaten - weil man halt nie Grenzen ziehen kann.

Im Grunde kann man das Aufwachsen in einem Elternhaus, wo die Rollen derart verdreht sind (a) Kind übernimmt eher Verantwortung für die Eltern, als umgekehrt, b) es ist nie genug, man ist nie gut genug, man kann nie alles schaffen was man soll) bereits als burnout-Prozess betrachten, denke ich. Wenn ich das selber so sehe war ich schon mit 16 oder 17 am Ende meiner Kräfte und ein depressives Wrack. Entkräftet durch ein permanent, wie ein schwarzes Loch, forderndes, desolates Elternhaus.

DKumbxo13


Das Gefühl von Einsamkeit frisst mich auf....

Ich bin gar nicht alleine, und trotzdem fühlt es sich so an...

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