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Messie, Mietrecht & Schweigepflicht.

E{hemali$ger NuItzer (7#4790x13)


@ Plüschbiest

Die Geschäftsfähigkeit des Betreuten bleibt erhalten und wird gegebenenfalls durch einen Einwilligungsvorbehalt eingeschränkt.

Nachdem eine Betreute einen unserer Dienstleister mal als asozial beschimpft hat, behandle ich die allerdings auch wie entmündigt. Wenn sie mir schreibt, antworte ich grundsätzlich nur dem Betreuer. Durchgestellte Telefonate lehne ich mit Verweis auf ihren Betreuer ab. Und ihre Anwältin hab ich auch in Grund und Boden gestampft. Öffentlicher Dienst ist schon manchmal, aber auch nur manchmal geil.

PzPsch_bi{esnt


Aha wusste ich's doch die Sache hat einen Haken.

mqondb+sterxne


Was soll ich also machen? Mich heraus halten und meine Hilfe auf das nötigste beschränken?

So bitter es ist, aber ich befürchte, Du kannst Deiner Mutter nicht wirklich helfen. Deshalb halte ich es immer noch für besser, Du hältst Dich da weitestgehend raus.

Oder doch zu sehen, dass ich weiter vermittle?

Als Vermittler zwischen den Fronten bist Du in einer sehr ungünstigen Position. Gegenüber der Mieter-Beauftragten müsstest Du eigentlich die Interessen Deiner Mutter vertreten. Nur was ihre Interessen sind, das weiß niemand.

Denn es ist nicht so einfach, wie Du denkst. Für sie ist es nicht unbedingt das Schlimmste, wenn sie aus der Wohnung rausmuss. Es könnte sein, dass sie es noch schlimmer findet, wenn Du "Verrat" an Deiner Mutter begehst und im Interesse der anderen Mieter dafür sorgst, dass ihre Wohnung sauber wird.

Wie gesagt, es könnte so sein. Man kann es nicht wissen. Wenn Du Dich auf das gefährliche Terrain wagen willst, solltest Du mit Deiner Mutter reden.

Ich befürchte jedoch, Du bist nicht in der Lage dazu, neutral mit ihr zu reden, und ihren Standpunkt zu verstehen, weil Du von anderer Seite viel zu stark unter Druck gesetzt wurdest, für Sauberkeit in der Wohnung zu sorgen.

Zudem hast Du selbst auch einen anderen Standpunkt als Deine Mutter. Würdest Du Dir zutrauen, Deiner Mutter zuzuhören, damit sie Dir ihren Standpunkt sagt? ich nicht.

Versuchen, sie zu einem Arzt zu bewegen?

Nein. Du solltest sie respektieren. Es ist ihre Entscheidung, ob sie zu einem Arzt geht.

Trotz guten Willens bin ich ja auch nur ein Mensch und kein Fachmann, kein Arzt. Mal schauen, wie es weiter geht.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute, und auch Deiner Mutter. :)*

@:)

LY.v~a^nPexlt


@ mond+sterne

ich finde in diesem Falle deine Worte sowas von das allterletzte! - weil sie so subtil verunsichernd sind. In so manchem Faden vielleicht durchaus tolerabel, vorallem, wenn man Deinen Schreibstil kennt weniger die Hintergründe, denn darüber schweigst du dich ja ausführlich aus aber hier!!!???! :-X :-X :-X

Lieber TE,

ich denke, Du bist auf dem richitgen Weg. Deine Mutter wird niemals perfekt sein - aber Du kannst das Schlimmste verhindern. Vor allem mit viel Unterstützung. Deine Mutter hat noch ein paar Jahre - Ziel solllte sein, dass sie die einigermaßen in Würde verbringt.

Npordxi84


Aber es ist auch nicht einfach für sie, Ordnung in das Chaos zu bringen. Sie arbeitet, hat noch dazu einen Nebenjob. Sie steht früh auf, hat nur Mittags ein kurzes Zeitfenster wo sie auch eher wenig schafft.

Da gehst du von falschen Voraussetzungen aus, selbst wenn sie den ganzen Tag Zuhause wäre würde sie nicht aufräumen. Es geht hier nicht um "keine Zeit" oder "zu faul" sondern um eine psychische Störung die verhindert das sie das Zeug wegwirft. Dementsprechend ist da auch nur mit Verhaltenstherapie und ggf. Medikamenten bei zu kommen.

Es wäre wirklich gut wenn sie zum Arzt geht, nur da kann ihr geholfen werden. Vielleicht muss man ihr auch mal ganz klar sagen das sonst alles auf dem Spiel steht und sie sich sonst ne Matratze unter die Brücke legen kann, so hart es klingt.

dzie_ncasewexise


Ich sage ja nicht, dass du deiner Mutter gar nicht helfen kannst. Aber gerade weil du als Sohn immer in einem Interessenkonflikt bist und auch nicht objektiv sein kannst, hat diese Hilfe eine Grenze. Die Tatsache, dass du dir über Schweigepflicht Gedanken machst zeigt ja, dass du dir über die persönlichen Grenzen deiner Mutter klar bist und sie respektieren möchtest. Es werden aber Dinge auf sie zu kommen, wo jemand anders eine Entscheidung für sie treffen muss, zu der sie selbst nicht in der Lage ist. Das kann nur ein gesetzlicher Betreuer tun. Dieser ist dafür da, Dinge zu regeln, die sie selber nicht kann und zwar in ihrem Interesse und gleichzeitig sie ín Ruhe lassen, wo sie selbst alles alleine kann.

avug2"3x3


Sahsman82, ähnliches habe ich durch! Versteck dich nicht hinter Schweigepflichten und andere Rechtsgüter! Du weisst von der Situation und jeder der nicht handelt macht sich mitschuldig, wenn von dieser Wohnung eine Gefahr für Leib und Leben der Mitbewohner oder anderer Menschen ausgeht. Dankbarkeit kannst nicht erwarten. Abwarten ist keine Lösung!

S-ashmaZn8x2


Noch einmal Danke für die vielen Antworten.

Ich war heute - bzw, weil es 4 Uhr früh ist eher gestern - mit meiner Mutter bei unserem gemeinsamen Hausarzt. Meine Mutter hat mich gebeten, mit ihr zu gehen und gemeinsam haben wir uns die Ratschläge des Arztes angehört. Zu erwähnen ist, dass sie im Wartezimmer sehr ruhig blieb. Und ich bin stolz auf sie, dass sie sich dieser schwierigen Konfrontation gestellt hat. Der Arzt meinte folgendes zu ihr:

- Er schlug vor, sie für einige Wochen in eine psychiatrische Institution zu übergeben, wo sie zum einen Ruhe vor dem Alltag hat und umfassend betreut wird. Gleichzeitig schlug er vor, dass ein Reinigungsunternehmen die Wohnung säubert.

... meine Mutter indessen hätte gerne irgendwann so etwas wie eine Kur, aber sie möchte nicht, dass Fremde in ihrer Abwesenheit in ihrem Eigentum wühlen. Sie möchte die Unordnung selbstständig beseitigen. Auch ist so etwas ja nicht gerade billig. Sie muss ja noch Schulden von der letzten "Säuberung" bezahlen. Allerdings beharrt sie auch darauf, dass es diesmal nicht so schlimm sei, streitet auch ab, es gäbe Fliegenschwärme.

- Er schlug vor, einen Therapeuten zu finden, der sie vor Ort besuchen würde, um ihr beim Aufrechterhalten der Ordnung zu helfen.

... meine Mom meint, es würde genügen, wenn ich regelmäßig zur Kontrolle vorbei kommen würde.

Sie hat sich aber nun einen Termin bei einem Therapeuten geben lassen, für in zwei Wochen. Ich bin gespannt, ob sie diesen Termin wahr nehmen wird.

Und ich? Ich habe hier reichlich - und stets konstruktives - Feedback bekommen und kann nicht genug betonen, wie dankbar ich für die sachliche, höfliche Meinung von euch bin. Ich selbst habe beschlossen, vorsichtig zu sein. Denn trotz aller Liebe gibt es Grenzen für mich, die ich klar abstecken muss. Ja, ich möchte meiner Mutter helfen; möchte, dass sie ihre Wohnung behält und möchte auch, dass es ihr gut geht. Aber... ich bin kein Fachmann. Und ich habe heute schon zu hören bekommen, wie respektlos, verschlagen und verachtenswert ich bin, weil ich mit Fremden (Arzt und Mieterbetreuung ) hinter dem Rücken meiner Mutter kommuniziere. Die gute Absicht würde nicht die Mittel heiligen. Der Weg sei der falsche und würde nichts bewirken.

"Betreuung bedeutet Entmündigung" wurde von euch erwähnt. Mja, und mir wurde auch gesagt, dass eben diese Bevormundung der Grund ist, warum das alles scheitern wird. Ich selbst sehe meine Mom mit ihrem Krankheitsbild als durchaus hilfebedürftig an, aber im Grunde wird sie grad "gezwungen", zum Arzt zu gehen. Gezwungen, möglichst rasch die Wohnung sauber zu bekommen. Und eben weil der echte eigene Antrieb fehlt, würde es nicht dauerhaft klappen, sagte man mir.

Ich stehe also nach wie vor zwischen zwei Stühlen. Die Konsequenzen, wenn sie nicht zum Therapeuten geht, wenn sie nicht die Wohnung sauber(er) bekommt und nicht beim Wohnungsbau anruft... können gravierend sein. Aber ich versuche nun, verständnisvoll und geduldig zu sein. Geduld ist so eine Sache, wenn die Dinge "ernst stehen", aber ich werde ihr demnächst wieder beim Müll entsorgen helfen. Und ich versuche, sie zu ermutigen, mir zu vertrauen, sich mir mitzuteilen, ehe ich sie zu labere. Meine Meinung muss auch von ihr erwünscht sein.

Das mit dem "Respektlos, verschlagen und verachtenswert" hat mich sehr getroffen. Noch dazu von jemandem, der mir sehr nahe steht. Ich möchte meine Mutter nicht bevormunden. Sie ist eine erwachsene Frau. Ich werde Wohnungsbau und Arzt in Zukunft an meiner Mutter weiter leiten, wenn die sich bei mir melden. Und meinte Mutter werde ich ermutigen und ihr weiter helfen. Bin sehr auf den Termin beim Therapeuten gespannt. Vielleicht nimmt sie mich ja wieder mit.

Cdara.malxa 2


Hallo sashman,

du hast alles richtig gemacht, meiner Meinung nach. Alleine deine respektvollen Worte und deine Gedanken, die versuchen das Ganze zu erfassen, zeugen davon, dass du dein Bestmöglichstes getan hast. Das kann jemand, der eher Paragraphenreiter ist oder eher zu gefühlsduselig ist, nicht nachvollziehen. Also bleibe bei deiner Sichtweise. :-)

Du kannst es so versuchen, wie du es jetzt vorhast. Und ich drücke hier fest die Daumen. Du kannst deine Mutter ermutigen, dass sie mit etwas Unterstützung es diesmal schafft. Wenn sie nicht soviel arbeiten würde, wäre eine Selbsthilfegruppe vielleicht nicht schlecht. Aber auch hier muss man darauf achten, dass es eine Gruppe ist, die lösungsorientiert ist und die Veränderungen will und nicht nur zum Jammern da ist. Gibt es leider alles.

Du musst aber auch wachsam sein, wenn zu Viele Ausreden von deiner Mutter kommen sollten, wie: "heute nicht", was natürlich durchaus mal sein kann, aber wenn es mehrmals hintereinander kommt und es tut sich nichts mehr in Sachen aufräumen, dann muss man auch etwas sagen. Und schaue nach dir selbst, dass du dich nicht überforderst. Auch kannst du deiner Mutter ehrlich sagen, wenn du dich selbst überfordert fühlst, so dass sie auch deine Grenzen wahrnehmen kann. Ich denke, die Hilfe eines "guten" Therapeuten wäre wichtig, vielleicht auch der telefonische Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe, die auch noch gute Ideen haben können.

aNug2Q3x3


Der Wunsch deiner Mutter, dass keine fremden Personen in ihren persönlichen Dingen "wühlen" sollen, der ist nur zu verständlich und sollte respektiert werden. In dem Fall bleibt nur das gemeinsame Aufräumen und Sortieren. Zum Beispiel alle Dinge in einem Zimmer, die nicht entsorgt werden sollen und die auch nicht in fest verschlossene Schränke passen, die werden in gut gekennzeichnete Kartons gelegt und erst dann hervor geholt, wenn dieses Zimmer sauber ist. Das braucht Zeit. Lässt ihr aber das Gefühl, über die eigenen Dinge noch selbst zu entscheiden.

Das nur als Beispiel und Anregung.

c+rosHs#ie


Sashman82

schrecklich wenn man so etwas mitbekommt, noch schlimmer wenn es dann auch noch nächste Angehörige betrifft und man sich hilflos fühlt.

Ich bin aber der Meinung egal ob Sohn oder nicht, so eine vermüllte Wohnung birgt Gesundheitsgefahren für deine Mutter und auch für andere Bewohner des Hauses, da darf man nicht einfach wegsehen. In Städten gibt es dafür sozialpsychiatrische Dienste und das Gesundheitssamt, die helfen beim säubern und geben deiner Mutter Angebote zur Hilfe an die Hand.

Es gibt auch [[http://www.messie-selbsthilfe.de/shg/shg-mitglieder.htm Selbsthilfegruppen]] und ein [[http://www.messieforum.de/ Messieforum]] in dem sich auch Angehörige austauschen wo dir Leute antworten die schon das ein und andere in die Wege geleitet haben.

SmunfLlowero_7x3


Das klingt doch erstmal gut!

Ich würde dennoch weierhin überlegen, den sozialpsychiatrischen Dienst hinzuzuziehen.

Und was man immer im Hinterkopf haben muss:

Die Person ist nicht unordentlich. Sondern es gibt tiefliegende Gründe, warum sie Dinge NICHT wegwerfen kann. Wo unsereriner simple Werbung, Müll etc. ohne nachzudenken entsorgt, sind Betroffene unfähig, diese Entscheidung zu treffen.

Im Prinzip müsst eman jetzt zweigleisig fahren:

1. Den reinen MÜLL entsorgen.

2. Nachfolgend und therapeutisch begleitet Deine Mutter in die restlichen Aufräumungsarbeiten involvieren. Das ist eine Menge Arbeit, aber: Wenn DAS nicht angegangen wird, ist es bei einer Reinigungsaktion nur eine Frage der Zeit, bis alles wieder zumüllt. Weil: Sie KANN es aktuell nicht anders. Für sie ist Müll kein Müll, sondern hat ein Mehr an Bedeutung. Das muss er- und aufgearbeitet werden.

Deine Mutter unterschätzt insgesamt die Problematik weiterhin. Aber: Sie erkennt langsam, dass es doch ein Problem gibt. Diese Einsicht kann vorsichtig durch Fachleute gefördert werden. D.h. einige Wochen Klinik könnten da wirklich weiterhelfen. Man sollte sie aber auch in der Zeit schon in Begleitung immer wieder nach Hause schicken!

RralpUh_HxH


Zunächst mal Kompliment, daß Du Dich gegen Widerstände durchsetzt und das Problem angehst. Ausser Dir tut es niemand. Es ist deine Mutter, niemand in der Welt wird das für sie tun, was Du als Sohn für sie tun kannst und willst.

Der Weg wird unbequem, da musst Du durch. Anfeindungen von unbeteiligten würde ich da mal ganz locker an mir abtropfen lassen.

Wie Du richtig erkannt hast, wird Deine Mutter gerade ein ganzes Stück zum handeln gezwungen. Eigener Antrieb Fehlanzeige. Es geht nur mit Zwang, zum Glück hast Du als Familienangehöriger ungleich mehr Möglichkeiten auf sie einzuwirken als ein Betreuer, ohne daß sie es gleich als extrem gezwungen auffassen wird. Dennoch mußt Du sie wohl noch etwas mehr drängeln. Der Arzt als Fachmann sieht einen stationären Aufenthalt als geboten an und sie windet sich raus und akzeptiert notgedrungen einen Termin mit einem Therapeuten in zwei Wochen. Sie weicht aus und das wird sie tun, wo immer sie kann.

m.ond+s*terxne


@ Sashman82

Eins vorweg: Es ist wirklich sehr schwer, jemandem wie Deiner Mutter zu helfen. Ich sehe durchaus Chancen, dass es Dir gelingen wird. Wenn es Dir gelingt, kannst Du sehr, sehr stolz sein, weil es nur sehr wenige gibt, denen so etwas gelingt. (Mir selbst ist es auch noch nie gelungen).

Es könnte also auch sein, dass niemand Deiner Mutter helfen kann. Auch darüber solltest Du Dir meiner Meinung nach im klaren sein.

sie möchte nicht, dass Fremde in ihrer Abwesenheit in ihrem Eigentum wühlen. Sie möchte die Unordnung selbstständig beseitigen.

Das ist eine klare Ansage. Diese Ansage muss respektiert werden, weil es ihre Wohnung ist ([[http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_13.html Grundgesetz Artikel 13]]). Wenn Du Deiner Mutter helfen möchtest, unterstützt Du sie dabei, dieses Grundrecht durchzusetzen gegen diejenigen, die eine einfache Lösung bevorzugen.

meine Mom meint, es würde genügen, wenn ich regelmäßig zur Kontrolle vorbei kommen würde.

Ja, das ist eine gute Idee. Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du auch bereit, das für sie zu tun. :)^

Das mit dem "Respektlos, verschlagen und verachtenswert" hat mich sehr getroffen.

Das ist ein Unverschämtheit. Es ist außerdem ungerecht und stellt die Situation völlig auf den Kopf. Du hast doch nicht mit anderen über Deine Mutter geredet. Andere sind auf Dich zugekommen und haben Dir etwas aufgezwungen, was Du freiwillig nicht gemacht hättest.

So wie ich Dich verstanden habe, hast Du jetzt den Vorsatz, das nicht mehr mit Dir machen zu lassen.

Ich möchte meine Mutter nicht bevormunden. Sie ist eine erwachsene Frau. Ich werde Wohnungsbau und Arzt in Zukunft an meiner Mutter weiter leiten, wenn die sich bei mir melden. Und meinte Mutter werde ich ermutigen und ihr weiter helfen. Bin sehr auf den Termin beim Therapeuten gespannt. Vielleicht nimmt sie mich ja wieder mit.

:)^

S3unflobwer_B73


Fakt ist aber, wenn von der Wohnung eine Gefährdung ausgeht und das Problem schon "öffentlich" ist, dann kann man sich natürlich zurücklehnen, die Wünsche respektieren - und dem Untergang zusehen. Der bei Nichthandeln in Zwangsräumung und Obdachlosigkeit bestehen wird. Dann kommt ein Container und dann wird entrümpelt und dann ist alles weg. Ggf. einhergehend mit Betreung für medizinisch

Oder man ergreift mal unliebsame Maßnahmen, die aber zu einer Besserung und Vermeidung des Super-GAUs führen. Wo eine Restkontrolle bleibt (nutzbares Eigentum bleibt unangetastet).

WARUM das riskieren, wenn ein wenig Engagement, Beharrlichkeit und Durchgreifen so viele unscöne Konsequenzen verhindern könnten?

Die Mutter ist NICHT in der Lage, die Situation angemessen zu beurteilen. Punkt. Die Dich verletzenden Vorwürfe sind ein Ausdruck des totalen Bedrohlichkeitsgefühls. Sie beßt wie in die Enge getriebener Hund um sich. Sie merkt, dass sie etwas ändern muss, aber es nicht kann. Die Krankheit ist zu massiv und das Wegwerfen von Dingen ist absolut bedrohlich. Absolut existentielle Bedrohung. Dass man da um sich schlägt, ist absolut nachvollziehbar.

Gewähren lassen aber nicht.

So hart es klingt: Ich wünsche Deiner Ma fast eine Zwangsbetreuung, damit sie ihr Problem in den Griff bekommt und ein Zuhause behält. Dann alles andere (Zwangsräumung) kann noch bedrohlicher werden. Wenn die Dinge, die nicht weggeworfen werden können vom Betroffenen dann brutalst per Zwangräumung verschwinden, droht häufig der totaler Zusammenbruch. Der sich verhindern ließe.

Ohne Bevormundung geht es in solchen Extremfällen nun mal nicht. Das ist bitter, das macht niemand gerne. Aber manchmal muss man eingreifen.

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