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Mein Sohn 22 Jahre braucht dringend Hilfe

Mna.dam0e Cha9renxton


das hört sich jetzt furchtbar an, aber wenn er wirklich jede Hilfe verweigert, dann heißt es abwarten - warten darauf dass er irgendwann sagt er tut sich oder anderen etwas an. dann kannst du die Polizei rufen um ihn zwangseinweisen zu lassen.

C{indeorel>lxa68


@ Mandy7

Phuuuu .... Ich hab schon ganz schön Gänsehaut bekommen beim Lesen des langen Briefes. Das ist schon sehr sehr strange. Und ja - sehr pathologisch. Dein Sohn hat aber durchaus schriftstellerisches Talent. Ein bisschen kafkaesk.

Mandy, was ist denn überhaupt vor 10 Jahren passiert?? So etwas kommt doch nicht aus heiterem Himmel? Wie war dein Sohn denn vorher? Wie war er als kleines Kind, und unter welchen Bedingungen ist er aufgewachsen?

MAandyx7


vor 10 Jahren ist nichts passiert. Heute sagt mir mein Sohn, das er früher von Schulfreunden ausgegrenzt wurde und immer im Abseits stand. Nach dieser Schulverweigerung kam er in eine Einrichtung aus der er aber immer wieder ausgerissen ist.

Er ist ohne Vater groß geworden aber er war auch früher schon ein sehr sensibles zurückhaltendes Kind

s]chzneckex1985


Was ermöglicht einem Menschen, das Haus nicht zu verlassen? Richtig, andere Leute, die das für ihn tun! Du bist also als Mutter auch ein Rädchen im Getriebe, das die Krankheit am Laufen hält.

Nicht böse gemeint, aber m.M. nach ist da eine ganz ungute Symbiose am Werk: Warum sollte dein Sohn Hilfe suchen, wenn du es für ihn tust? Warum sollte er rausgehen, wenn du es tust? Warum soll er etwas an seiner Denke ändern, wenn du sie teilst? Warum eine Wohnung suchen, wenn man noch bei Mami wohnen kann?

Der Ausweg aus einer psychischen Krankheit ist - wie bei einer Drogensucht zum Beispiel - Leidensdruck, denn erst dann wird der Betroffene aktiv.


Ich würde ganz dringend Kontakt zum Sozialpsychiatrischen Dienst eurer Stadt aufnehmen. Weiters ganz klare Prämissen schaffen, unter denen dein Sohn weiterhin bei dir leben darf bzw. die Leistungen nach und nach runterfahren. Wer nicht verhungern will, muss einkaufen gehen.

M9andxy7


da hast du vollkommen recht, es ist mir auch alles sehr bewusst, aber ich bin Mutter. Und habe schon 2 Söhne verloren. Einen mit 7 Jahren, er wurde überfahren und einen mit knapp 30. Du verstehst, das ich das alles nicht nochmal mit machen will. Aber du hast es schon richtig geschrieben, ja ich bin das Sprachrohr und der verlängerte Arm. Ist mir alles bewusst.

S8or+omaxn


Hallo Mandy7,

Madame Charenton hat oben etwas sehr Wahres geschrieben. Unser Gesundheitssystem funktioniert im wesentlichen so: dein Sohn ist volljährig und hat vermutlich keinen gesetzlichen Vertreter (er ist also mündig, wie man früher sagte). Damit hat er eine Verantwortung für sich selbst. Das nennen wir Freiheit und Selbstverantwortung. Er hat die Freiheit, sein Leben zu gestalten. Der Brief, den du gepostet hast, sehe ich als Momentaufnahme. Er kann irgendwann geschrieben worden sein, und muss so heute nicht zwingend Bestand haben. Ich erkenne da deutliche depressive Züge drin, ggf. auch autistische.

Aber selbst depressive Menschen werden nur therapiert, wenn sie aktiv werden und Therapieangebote nutzen wollen und hingehen. Erst bei klarer Eigen- oder Fremdgefährdung ist sein Verhalten nicht mehr mit einem gesunden Leben vereinbar und eine Zwangseinweisung - auch gegen seinen Willen - soll ihn und andere schützen. Solange hat dein Sohn hat Verantwortung für sich.

Du, Mandy7 solltest ggf. an dich denken: tut es dir gut, mit diesem Sohn heute noch zusammenzuleben? Oder schränkt er dein Leben ein? Auch du bist unabhängig von deinem Sohn und ich kann mir vorstellen, er erlebt es als Befreiung, wenn du den Abstand zu ihm vergrößerst.

Wieso muss er das Haus nicht verlassen? Offenbar weil du alles besorgst: Essen, Kleidung. Vielleicht auch sowas wie Ämter- und Behördengänge. Ich sehe es so, dass so ein Überversorgtwerden dann auch für Unselbständigkeit sorgt.

Wenn man mit den Ärzten darüber spricht bieten sie nur eine medikamentöse Behandlung oder eine Gesprächstherapie an,

Das sind doch gute Vorschläge!

doch das gibt ihm nicht das was er braucht...Liebe...!

Ich glaube ja, eine Riesen-Überdosis falsch verstandene Mutterliebe hat dazu beigetragen, dass er so geworden ist, wie er heute ist. Ich glaube, dein bisheriges Verhalten ist Teil seines Problems.

Und er denkt, er braucht nur die Liebe ( einer Frau oder eines Kindes ), aber dieser Wunsch ist auch Teil seines psychischen Problems. Im Prinzip ist die Entwicklung doch absehbar: selbst wenn er ein Kind hätte: er würde dein Verhalten vermutlich wiederholen. Und so hätte es auch dieses Kind sehr schwer.

Aber ich will mir auch nicht anmaßen zu urteilen, wenn so wenig Fakten auf dem Tisch liegen, also z.B. sein Lebensverlauf, mal aus objektiver Sicht aufgeschrieben.

Der Schlüssel wird IMHO darin liegen, dass dein Sohn den Antrieb für eine Psychotherapie und begleitenden Medikamente entwickelt. Die Ärzte / Therapeuten werden dann eine Anamnese vornehmen und eine Diagnose stellen. Dann sieht man weiter, in welche Richtung mögliche Therapievarianten gehen.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Anamnese]]

S#unflo;werx_73


Kontaktiere den sozialpsychiatrischen Dienst des örtlichen Gesundheitsamtes. Die machen auch Hausbesuche und sind die richtigen Ansprechpartner.

S{oroxman


Ach so: ist er körperlich behindert oder mobilitätseingescränkt?

Insgesamt finde ist es ratsam, wenn ihr eure Probleme stärker trennt: er geht seine an (gern mit Hilfe so eines Forums wie hier, aber in seinem Thread), und du gehst deine Probleme an.

c]ompiyfSreaxk


Echt harter Fall. ":/

Und Nein, keine Liebe der Welt kann die schrägen Gedankengänge zurechtrücken. Egal ob von Kind oder Frau. Ich finde die Art, wie im Brief über Frau und Kind geschrieben wird, schon erschreckend. Also wenn ein Bild von einer aufreizend schauenden Frau schon "Objektivierung" ist, dann weiß ich nicht, was das Frau-Werkzeug und das Kind-Werkzeug ist, das in dem Brief als aussichtsreiches Problemlösemittel beschrieben wird, das leider von der Gesellschaft verbrecherisch verweigert wird.

Ich denke auch, hier kann nur eine ausführliche Therapie helfen. Leider ist es für die Eltern mit 22 nicht mehr so einfach wie mit 12, das anzuleiern. Es geht letztlich nur, wenn er selbst einsieht, dass dies der richtige Schritt ist. Wenn er sich selbst gefährdert gibt es zwar die Möglichkeit, ihn einweisen zu lassen, ich weiß aber nicht, ob das dann ein großer Fortschritt wäre. Und wenn du sagst "Ab sofort gibt es nur noch was zu Essen, wenn du mich wenigstens zum Supermarktparkplatz begleitest" und er dann zu verhungern droht… ":/ Einweisen? Ich weiß nicht.

Ein Beratungsdienst, auch für die Frage, was du nun tun sollst, wäre sicher eine gute Idee.

SCor#oman


da hast du vollkommen recht, es ist mir auch alles sehr bewusst, aber ich bin Mutter. Und habe schon 2 Söhne verloren. Einen mit 7 Jahren, er wurde überfahren und einen mit knapp 30. Du verstehst, das ich das alles nicht nochmal mit machen will. Aber du hast es schon richtig geschrieben, ja ich bin das Sprachrohr und der verlängerte Arm. Ist mir alles bewusst.

Ich war schon bei vielen Ärzten, Therapeuten und anderen Institutionen aber keiner konnte oder wollte helfen. [...] Wisst ihr eine Lösung, wie kann man ihn denn noch helfen.

Diesen Irrweg habe ich (an einem anderen Sachverhalt) selbst durch. Es ist nicht immer einfach, eine Stelle zu finden, die sich dessen annimmt. Sunflower_73 hat mit dem sozialpsychiatrischen Dienst einen sehr guten Hinweis gegeben.

Übrigens: auch folgendes habe ich so als einen Grundsatz zumindest dann in der Psychotherapie kennengelernt: es werden immer nur die Menschen therapiert, die hinkommen. Und es geht um die Probleme des Menschen, der kommt.

Hast du nach diesen Erlebnissen schon mal über eine Psychotherapie für dich selbst nachgedacht, Mandy7? Oder welche Wege hast du gefunden, mit dem Erlebten zurecht zu kommen? Wie sieht es bei dir aus mit sozialen Kontakten, Partnerschaft, psych. Verfassung?

M4andxy7


ja, ich bin auf der Suche nach einem Therapeuten. Ich hoffe sehr das mein Sohn auch zur Einsicht kommt. Es gibt keine andere Möglichkeit das sehe ich auch so. Ich selbst habe viele soziale Kontakte und auch keine Schwierigkeiten auf Menschen zu zugehen. Ja man kann sich das halt alles nicht aussuchen.

B~rom9beerküxchlein


@ Schnecke

So sehr ich deine Beiträge schätze, aber hier ein Veto von mir.

Was ermöglicht einem Menschen, das Haus nicht zu verlassen? Richtig, andere Leute, die das für ihn tun!

Ich war selbst jahrelang Agoraphobieker und glaub mir - selbst wenn du niemanden hast der dir ermöglicht das Haus nicht zu verlassen ... es geht komplett alleine im heutigen Zeitalter von moderner Technik wie PC etc.

Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs, Möbel, Kleidung ... alles kannst du übers Internet beziehen. Du "musst" nicht zwingend aus dem Haus. Selbst Ärzte und Therapeuten (gut es dauert etwas an Recherche bis man die wenigen die das tun gefunden hat - aber es gibt sie) kommen ins Haus. Es ist natürlich nicht das Optimum und Ziel ist ja immer eine Besserung des zustandes bzw. sollte man eine "Heilung" anstreben - aber ich wollte damit nur sagen - es geht wenn man partout nicht raus will/kann. Ich habe knapp drei Jahre nur mit Internet und Bestellungen überlebt und ich hätte es noch 20 Jahre geschafft , aber der Drang nach draussen war dann gott sei dank doch stärker als weiter so zu leben. Ohne Therapie oder Hilfe von aussen aber meiner meinung nach nicht machbar.

c9rDiec!h2arlixe


Naja, aber das helfen ist doch schon, dass sie ihm in ihrem Haus einen I-Net-Zugang ermöglicht.

Wird der gekappt, hat es sich. Ist doch ganz einfach.... also theoretisch.

#Pfc-bgoahnenloxs


Wenn er vor 10 Jahren einfach nicht mehr zur Schule gegangen ist, dann hat das Jugendamt ihn einfach gestattet, daheim zu bleiben? Das kann doch nicht sein?

Wo hat der Junge dann Schule gemacht?

c@riechjarxlie


Also das hört sich nun echt komisch an,

aber warum bestellst Du ihm nicht mal eine Dame? Horizontales Gewerbe? Die ihn sozusagen anfixt, damit er merkt, was er verpasst.... dass ihn der Trieb dann raustreibt....

und dass er somit zweitens mal wieder Kontakt zu jemand anderem außer Dir hat....? Weil wie soll er in seinem ZImmer die Mutter seines KIndes kennen lernen?

ABer okay, mit Logik braucht man hier nicht kommen, der Text ist super-auffällig... echt wow.

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