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Mein Sohn 22 Jahre braucht dringend Hilfe

#Ef-c-ebohnenloxs


Ich habe knapp drei Jahre nur mit Internet und Bestellungen überlebt und ich hätte es noch 20 Jahre geschafft , aber der Drang nach draussen war dann gott sei dank doch stärker als weiter so zu leben. Ohne Therapie oder Hilfe von aussen aber meiner meinung nach nicht machbar.

Brombeerküchlein

Wirklich? Du warst 3 Jahre komplett in der Wohnung, ohne EINMAL rauszugehen?

Das wäre damals mein Traum gewesen, als meine Phobien Hochkonjunktur hatten. Leider gab es da noch kein Internet, oder vielleicht in dem Falle auch Gott sei Dank...

cAomp1yfre.ak


Weil wie soll er in seinem ZImmer die Mutter seines KIndes kennen lernen?

Er findet ja, dass die Gesellschaft hier eine Bringschuld hat. Eine Frau muss, in Begleitung einer Freundin als moralische Stütze, zu ihm kommen und ihn dann bis zur Geburt des Kinds mit zu ihr nach Hause nehmen. Er findet wohl, dass die Gesellschaft ihm dies schuldig ist, nach dem, was ihm angetan wurde.

Dass es so nicht funktioniert, muss er irgendwie lernen.

cAriecBhIarrlixe


Vielleicht braucht er "einfach" nur eine Traumatherapie? Weil es scheint ja ein auslösendes Element gegeben zu haben. Ich finde den mobilen Dienst eine klasse Idee, komisch, dass da noch nie einer der Mutter was davon gesagt hat?

_/ParXvatix_


Wichtig ist, finde ich, dass dein Sohn irgendwie mal vor die Tür kommt. Das könnte man vielleicht mal in kleinen Schritten versuchen. Ein paar Tage lang geht er einfach nur an die Haustür, ohne sie zu öffnen. Dann macht er ein paar Tage lang einfach nur mal die Tür auf, ohne nach draußen zu gehen sondern schaut einfach nur nach draußen. Und als nächster Schritt kommt dann eben, einfach mal einen Schritt vor die Tür zu gehen. Das baut man dann halt immer mehr aus.

Das Ganze kann man auch erst mal zu einer Tages- oder Nachtzeit machen, wo nicht so viele Menschen auf der Straße sind und wo er erst mal keinem Liebespaar begegnet, wenn ihn das zu sehr runter ziehen sollte. Aber irgendwann muss man ihn auch damit konfrontieren.

Du solltest ihm auch klarmachen, dass er keine Frau finden, geschweige denn eine Familie gründen kann, wenn er nicht vor die Tür geht. Es wird keine Frau geben, die bei euch an die Tür klopft und dein Sohn gleich heiraten und Kinder zeugen will. Und erst recht wollen Frauen keinen Mann, der so unselbstständig ist wie dein Sohn. Es geht hier noch nicht mal zwingend um sein Aussehen sondern erst mal um grundsätzliche und selbstverständliche Dinge des Lebens. Wenn da dein Sohn nicht bereit ist, daran etwas zu ändern, dann wird sich auch nie etwas in seinem Leben ändern und er wird auf ewig in seiner negativen Gedankenspirale gefangen bleiben.

Dxie }Blutl2inixe


ich kenne dieses Trauma. und ich war auch kurz davor mich zuhause zu isolieren. Ich habe aber ein Kind bekommen.

Dieses kind und diese liebe wird aber nicht die probleme lösen!!!! was statt dessen passiert ist war das ich total überfordert war und meinem kind diese liebe nicht geben konnte. ich habe sie selber nie erfahren und konnte im gegenzug sie selber nicht weiter geben.

die soziale phobie wurde daraus das ich mein kind irgendwann angefangen auch dinge zu verwähren wie kiga geburtstage.

daraus folgten dann immer schlimmere depressionen weil ich mir angefangen habe vorwürfe zu machen das ich meinem kind es nicht ermöglichen konnte und mich als versager gefühlt habe.

schlussendlich bin ich in der psychiatrie gelandet. ich hab es selber nicht mehr ausgehalten.

- dein sohn muss erst ganz unten ankommen um zu begreifen das isolation nichts bringt und er definitiv eine therapie braucht! -

ihm eine dame aus dem horizontalen gewerbe zu besorgen würde denke ich auch nichts bringen. die ist kein therapeut und nur deswegen raus zu gehen weil sie da war wird bei einer schwer wiegenden sozialen phobie nicht fruchten.

c)riecha,rlie


...naja, war ja nur eine Idee für IRGENDEINEN Kontakt.... klein anfangen....

#gfca-bUohnenlxos


Die Phantasie Frau und Kind zu haben und zu glauben, dass dann alles gut wird, ist natürlich nur pure Phantasie des Jungen. Es würde ganz anders kommen. Er wäre total überfordert. Denn wer so starke Probleme mit sich selbst hat, dass er nichtmal mehr vor die Tür kann, der kann sich nicht um eine Familie kümmern.

s"chn:eckex1985


da hast du vollkommen recht, es ist mir auch alles sehr bewusst, aber ich bin Mutter. Und habe schon 2 Söhne verloren.

Oh mein Gott, das muss ganz schrecklich sein! Es tut mir ganz fürchertlich leid für dich :°_ :°_ :°_ :°_

Gleichzeitig komplettiert diese Information das Gesamtbild der fatalen Symbiose: Du hast auch deinen Packen / deine Traumata zu tragen, und daraus resultiert auch die Art, wie du mit der Gesamtsituation umgehst.

Kurz gefasst: Durch deine extrem traumatisierenden Erlebnisse handelst du in einer gewissen Weise, welche dir dein Herz / deine schmerzhaften Erfahrungen vorgeben. Du brauchst aber selber ganz viel Hilfe im Umgang mit deinen Verlusten, und deshalb kannst du momentan auch niemand anderem helfen. Du und dein Sohn, ihr müsst euch individuelle und unabhängig voneinander Hilfe suchen.

Fakt ist: Egal, wie sehr du dich bemühst, du wirst es niemals in der Hand haben, ob ein Mensch bleiben oder gehen will. Da bist du als Laie / Mutter einfach komplett hilflos. Externe Stellen sind dies aber nicht oder nur partiell.

Und: Ich finde es übermenschlich stark, dass du an dir selber einsiehst, dass dich deine Verluste der Vergangenheit in eine bestimmte Richtung lenken. Das ist wirklich wahnsinnig selbstreflektiert. :)= :)*

Ich würde jetzt als außenstehende Dritte sagen: Du handelst nach Muster x, weil es dir damit besser geht (= du kannst es mit deiner Erfahrung / deinem Wissen besser vereinbaren, es gibt dir ein gutes Gefühl, nicht machtlos zu sein). Andererseits ist Muster x für deinen Sohn sicherlich nicht das Beste (es zwingt ihn nicht zum Handeln, es macht es ihm in vielerlei Hinsicht einfach).

Es muss aber eine Trennung zwischen "hilft mir als Mutter" und "hilft objektiv meinem Sohn auf längere Zeit" geben. Als Angehöriger oder Betroffener hat man diese Objektivität fast nie. Eben deshalb gibt es Psychotherapeuten / Kliniken usw. auf Basis eines unparteiischen Dritten. Zudem kannst du als Angehörige nie, nie, nie eine therapeutische Funktion einnehmen. Dafür bist du zu befangen, zu sehr Laie und zu sehr von deinen eigenen Erfahrungen geprägt. Nochmal: Das ist kein Vorwurf, das ist Tatsache, du bist halt kein Psychotherapeut.

Liebe alleine heilt nichts. Denn Liebe alleine reicht nicht mal für eine Freundschaft. Den Text deines Sohnes in Bezug auf Kind / Frau halte ich für derart pathologisch, dass mir beim Lesen die Kinnlade heruntergeklappt ist.

Sunflower73, die sich ja auch hier beteiligt hat, ist eine Fachperson, nämlich eine Therapeutin mit ausgezeichneten Beiträgen, immer und immer wieder.

Da würde ich Rücksprache halten, weil sie einerseits die Möglichkeiten des Systems kennt, andererseits aber auch als unbeteiligte Dritte vom Fach ihre Bewertungen abgeben kann.

In meinen Augen ist die räumliche Trennung von euch beiden (z.B. durch einen Klinikaufenthalt) die einzige Chance, wo ihr beide aus dieser Symbiose aussteigen könnt.

Helfen - und ich habe auch ein Helfersyndrom - kann man nur da, wo man selber Wissen oder Ressourcen hat. Du hast aber selber schreckliche Verluste erlebt, du musst in erster Linie dir helfen.

Ich bin übrigens selber schwer psychisch erkrankt, in Folge einer suboptimalen Kindheit bzw. einer psychisch kranken Mutter. Mich hat meine Mutter dann oft gefragt: "Wie kann ich dir helfen?". Meine Antwort war immer: "Hilf dir selbst, damit trägst du am meisten zu meinem Wohlbefinden bei!".

@ Brombeerküchlein

Ich hab ja selber viel über Online-Shopping erledigt, als ich nicht aus dem Haus konnte. Aber spontane Gelüste (z.B. auf Schokolade) haben mich dann doch immer aus dem Haus getrieben. Und: Es war einfach niemand da, der Dinge für mich hätte erledigen können. Bei Lebensmitteln findet man vielleicht noch einen Weg, aber bei Behördengängen und familiären Veranstaltungen ist das Internet nur begrenzt hilfreich. Und dann muss man raus. :-D

Mir hat halt das nicht-vorhandensein von externer Pflege sehr geholfen, nicht total im Sumpf zu versinken. Ich habe es zu der Zeit zwar von ganzem Herzen gehasst, aber es gab halt keine andere Möglichkeit, als rauszugehen.

Meine Eltern wollten in der Zeit ja, dass ich wieder zuhause einziehe, aber dann wäre ich ja wirklich auf das Level "andere machen es schon" gefallen, und das sah ich für mich selber überhaupt nicht als zielführend an.

j!ust_5lxookBing?


Oh wow... da tut sich einiges in dem Text.

Hol dir Hilfe ins Haus. Jede Hilfe die du irgendwo her bekommst. Und damit meine ich nicht Frauen in sein Kinderzimmer zu bringen um ihnen die reizvolle Chance zu bieten ihr gesamtes Leben lang auf Männer zu verzichten.

c~rie chtaerlixe


Also ich habe selbst ein Kind, welches nicht so ganz rund läuft in der Schule; neulich mußte ich es für einige Wochen aufgrund overload befreien lassen und das ist ein Riesenact!!!

Man muß länger in Kontakt mit Ärzten, Diagnostikern, den betreffenden Behörden sein, mit der Schule den passenden Kontkat haben, damit die Ruhe geben....

ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass ein Kind den Schulbesuch ab 12 Jahren einstellen kann ohne massivste !!!! Mithilfe der Eltern.

Ihr zieht Euch da gegenseitig in die Auffälligkeit und ich denke auch, dass Du zuerst an Dir selbst arbeiten sollltest bzw. Hilfe für Dich holen.

Nur, weil Du Dir Hilfe z.B. über den mobilen Dienst holst, wird er sich nicht gleich das Leben nehmen, aber es wäre besser, ihr würdet eure Scheinwelt verlassen, weil in dieser kann keienr seine Gedanken nachvollziehen und eingreifen, wenn es bedrohliclh wird, für ihn oder für Dich. Das ist eine Nummer zu groß für eine Familie alleine.

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