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Das Leben ist Glücksache.

SBh,ojo


Das mit dem Englischen solltest Du übrigens auch noch mal überdenken. Alter Schwede.

TnheBlaKckWi(doxw


Ja, das Leben ist Glücksache. Aber es ist wesentlich einfacher, wenn man ohne religiöse oder familiäre Zwänge aufwachsen kann und ein selbstbestimmendes Leben wählen kann. Genau deshalb bin ich heilfroh, daß ich nicht als Frau irgendwo geboren wurde, wo mir so ein Leben verwehrt wird.

C~hManc@e007


Denn darum geht es mir in dieser Diskussion. Das Leben als Glücksache zu betrachten.

Vorgegebener Inhalt und Diskussion schließen sich gegenseitig aus.

Wiki sagt zum Thema 'guter Diskussionsstil':

Zu einem guten Diskussionsstil (siehe auch Streitkultur) gehört neben wechselseitigem Respekt unter anderem, gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt diese vorschnell zu verwerfen.

Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion]]

Worüber soll denn diskutiert werden, wenn ausdrücklich nur eine Blickrichtung erwünscht ist? ":/

"Sehe ich so und will auch nur darüber sprechen"

"Ja, hast recht."

Fertig?

IZceLadEy_50


Aber ist es nicht immer genau SO in jedem unter diesem Nic gestartetem Thema?

mJond+stgerne


Worüber soll denn diskutiert werden, wenn ausdrücklich nur eine Blickrichtung erwünscht ist?

Wie es ist, wenn man das Leben als Glücksache betrachtet.

@ Chance007

In der SPD wird beispielsweise auch über den Sozialstaat diskutiert. Aber wer für die Abschaffung des Sozialstaates ist, wird wohl mit einem Parteiausschlussverfahren rechnen müssen.

Ich bin da nicht ganz so streng. :-) Ich habe mich auf eine Diskussion mit Body eingelassen, obwohl er hier die Ansicht verteten hat, das Leben ist zu 90% Reaktion.

Ich habe damit kein Problem, solange er es zulässt, wenn ich im Rahmen dieser Diskussion das Leben als Glücksache betrachte.

Muss ich darauf hinweisen, dass Deine Ansprüche an einen guten Diskussionsstil, die Du aus Wikipedia zitiert hast, rein theoretisch auch für die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion gelten?

Also, was hältst Du davon, das Leben als Glücksache zu betrachten?

Würdest Du diese Sichtweise sofort verwerfen? ;-)

SAhaojxo


Aber ist es nicht immer genau SO in jedem unter diesem Nic gestartetem Thema?

Jo. Ich hätte auch ums Verrecken nicht hier reingeschaut, wenn ich nicht Dumal hinterhergelesen hätte. Der inzwischen klugerweise wieder weg ist. Ich schließe mich ihm mal einfach an.

SFil3kPeaurxl


Aber ist es nicht immer genau SO in jedem unter diesem Nick gestartetem Thema?

:)z Sonst hätte ich längst etwas dazu geschrieben. Aber warum sollte ich mir vom TE über den Mund bzw. die Tasten fahren lassen?

CThaPnce0x07


Also, was hältst Du davon, das Leben als Glücksache zu betrachten?

Würdest Du diese Sichtweise sofort verwerfen?

Ich bin doch sehr glücklich :-D darüber, dass das Leben nicht ausschließlich reine Glückssache ist.

Schließe mich dem von body84 eingestellten (Original)Zitat an:

Life is 10% what happens to you and 90% how you react to it.

Chuck Swindoll

Dem kann ich aus meinen bisherigen Erfahrungen im Leben voll und ganz zustimmen. :)^

Mehr habe ich zu dem Thema nicht zu sagen. *:)

b o<dyx84


Solltest Du es für eine objektive Wahrheit halten (was ich aus dem, was Du bisher geschrieben hast nicht ganz ausschließen kann), würde ich Dich zu den Fundamentalisten zählen. Wenn es tatsächlich so ist, habe ich einen Fehler gemacht, weil im Rahmen dieser Diskussion kein Platz ist für Fundamentalisten, die etwas anderes behaupten, als das Leben sei Glücksache.

Das heißt, der Faden ist nur für Fundamentalisten, die behaupten, das Leben sei Glückssache? ;-D Liest Du eigentlich überhaupt das, was Du schreibst oder hangelst Du dich einfach von Wort zu Wort und hoffst, dass das irgendwie Sinn ergibt? Aber danke für den Lacher! ;-D

Life is 100% what happens.

Wir könnten auch einfach sagen: Life is 100%. oder besser noch kürzer: Life. Klingt zwar nach nem guten Namen für ein Magazin hoffentlich ist noch niemand auf diese Idee gekommen und weniger nach ner Aussage, aber dafür ist es kurz.

Ok, das ist also auch Deine Meinung, Deine Lebenseinstellung, Dein Glaubenssatz, Dein Menschenbild, Deine Wahrheit innerhalb Deines Weltbildes, oder ...?

Ich finde den Satz gut und er beinhaltet eine für mich nachvollziehbare Weisheit. Aber mein Weltbild möchte ich nicht darauf heruntergebrochen wissen. Und vielleicht gibt es objektive Wahrheiten, diese werde ich aber frühestens nach dem Tod herausfinden. Wenn überhaupt.

Präziser wäre wohl: Das Leben sei Glücksache.

Das heißt, jeder der Pech hat, sollte sich erschießen oder vor den Zug werfen? Hat halt Pech gehabt, lässt sich nichts daran ändern und warum sollte man das Leid noch länger ertragen? Klingt für mich irgendwie ... fundamentalistisch. Sorry, das Wort schwirrt mir gerade irgendwie im Kopf herum. Oder auch: Lebensunwertes Leben. Aber das hat so einen negativen Nazi-Touch. Kann es mir nicht erklären. Ist dein offensichtlich objektive Wahrheit jetzt nun aber eher auf das ganze Leben bezogen oder mehr auf einzelne Situationen. Sprich: Sollte ich mich erschießen, wenn ich schlechte Startbedingungen hatte (zB schlechte Verhältnisse oder eine Behinderung) oder wenn ich akut Pech hatte, z. B. gefeuert worden vom Chef oder einer Frau? Würde gerne im Totenschein auch nicht Suizid als Todesursache festgelegt haben, sondern "Hatte Pech". Das auch bitte auf meinen Grabstein. Nicht, dass die Leute was falsches von mir denken.

Kläre mich bitte auf, Du Glücksguru, Du! ;-D

S+hojxo


Glücksguru

Hab ich jetzt "Glückskänguru" gelesen. Herrlich! Und ja, ich wollte eigentlich hier weg, aber Deinen Beitrag wollte ich doch noch lesen. ;-D

bRodyx84


Zacharias M

Ich wollte Deine Antwort nicht ignorieren, da sie wenigstens echtes Interesse an dem Thema signalisiert.

Ich finde schon, dass die Startchancen einem eine erhebliche Portion "glücklich sein" ermöglichen, indem die guten Chancen/Anlagen einem nämlich viel mehr Freiraum ermöglichen und damit viel Energie frei bleibt, um diese in glücklich machende Entwicklungen stecken zu können. z.B. mit leichtigkeit lernen können = gute Noten = mehr Freizeit für Interessen = zusätzliche Erweiterung des eigenen Potentiales...

Es ist jetzt nicht so, dass ich Dir da auf ganzer Linie widersprechen will. Eigentlich lässt sich eine abschließende Antwort darauf nicht geben, sofern nicht klar ist, was Glück eigentlich bedeutet.

Ich glaube, viele von uns empfinden einen gewissen Mangel in ihrem Leben. Irgendwas fehlt immer und das Gras des Nachbarn ist immer grüner. Der Arme hätte gerne mehr Geld, damit er sorgenfrei leben und seinen Kindern einen guten Start ins Leben geben kann. Der Millionär wäre gerne wegen seiner selbst geliebt, und nicht wegen seines Geldes. Der Sexbombe geht es kaum anders, Frauen schneiden sie vor Neid und Männer sind entweder gleich eingeschüchtert oder sie wollen nur das eine. Der Intellektuelle findet Weisheit in Büchern, aber traut sich kaum vor die Tür, um die Welt für sich selbst zu entdecken.

Wovon wir über die Maßen haben schätzen wir nicht oder kaum. Klassisches Prinzip von Angebot und Nachfrage. Machen Geld, Liebe, soziale Anerkennung, Freunde, Wissen, Kinder oder Sex glücklich? Ist es nur eins dieser Dinge, die glücklich macht oder ist es nicht viel mehr der gravierende Mangel an einem oder mehrerer dieser Dinge, die unglücklich machen? Natürlich hat es ein Mensch ohne Gliedmaßen, dafür mit kleinem, aber nutzlosem Penis und einem von Narben entstelltem Gesicht und genetisch bedingtem Mundgeruch, der in den Slums von Nairobi in eine Alkoholikerfamilie mit HI/V geboren wurde, relativ schwer auch nur eines dieser Dinge zu erreichen. Und ja, natürlich haben es einige Menschen einfacher im Leben als andere. Das ist ja unbestritten. Dennoch bleibt immer noch die Frage, was Glück ist. Jemand, der alle Freiheiten hat, kann sich verrennen und verzetteln. Und am Ende des Tages, hat er niemanden als sich selbst, um sich für sein Versagen - sofern er es so wahrnimmt - verantwortlich zu machen.

Um es ein wenig abzukürzen: Ich glaube, das größte Glück findet man in Selbstverwirklichung, also in einer Tätigkeit, in der man selbst einen Sinn sieht und es einem allein Freude bereitet, sie auszuführen. Die man nicht tut, um etwas anderes zu erreichen, also zum Beispiel Geld oder Anerkennung. Eine Tätigkeit, die im Einklang mit dem eigenen Selbst steht und in der man versinken kann wie ein spielendes Kind.

Ja, es ist ein großes Glück und Privileg, wenn man in einem Umfeld groß wird, das einen in der Suche nach dieser Tätigkeit unterstützt. Und ein noch viel größeres Glück, sich darüber Gedanken machen zu können, weil man sich keine Sorgen um das eigene Überleben machen muss. Von daher würde ich nie das Glück als bedeutsames Element ausschließen. Natürlich verteilt sich das Glück nicht gleich auf alle Menschen gleich, manche haben schlicht mehr als andere. Das sagt aber nichts über ihr Glücksempfinden aus. Abhängig von den eigenen Erwartungen kann ein- und dieselbe Situation komplett unterschiedlich bewertet werden.

Ein Beispiel: Ich gehe ins Kino und sehe einen guten Film. Wenn ich einen schlechten Film erwartet habe, bin ich jetzt glücklich. Wenn ich nichts bestimmtes erwarte, bin ich es auch. Habe ich einen guten Film erwartet, bin ich zufrieden. Habe ich aber ein Filmmeisterwerk erwartet, bin nun enttäuscht und unglücklich. Dabei war der Film doch gut! Nur entsprach er einfach nicht meinen Erwartungen.

Ich glaube, dieses Gefühl, tritt bei vielen von uns im Leben irgendwann mal ein. Jedenfalls kenne ich das von mir. Wie oft habe ich gedacht, wenn Ereignis X eintritt, werde ich glücklich. Tut es nicht. Tut es nie. Ich wurde nicht glücklich, als mir die feste Zahnspange herausgenommen wurde; wurde es nicht, als ich endlich mein erstes Mal hatte; wurde es nicht, als ich endlich eine Freundin hatte; wurde es nicht, als ich endlich von Zuhause auszog; wurde es weder hier noch im Ausland. Egal wie sich die äußeren Bedingungen ändern, man bleibt unglücklich, sofern man nicht sich und seine innere Einstellung ändert. Sonst brauchst du mehr, immer mehr und nie ist es genug. Geld, Frauen, Freunde, Drogen oder die Ehrenmedaille vom Debattierclub über Experimentalphysik Hennef Nord - egal was du nimmst, um deinen Mangel zu stopfen und deine Minderwertigkeitskomplexe zu beheben: Es reicht nicht, wenn Du immer den Fokus auf das legst, was fehlt. Aber genau das wird in unserer westlichen Gesellschaft ständig getan. Die ganze Werbeindustrie, wenn nicht die ganze Konsumproduktionsindustrie ist doch darauf angelegt. Ständig wird uns gezeigt, was wir haben könnten, wenn wir nur das richtige Produkt erwerben, wie wir bessere Menschen würden und überhaupt. Dabei ist fast alles davon Schall und Rauch und hilft nur den Mangel zu betäuben, nicht ihn zu beheben. Würde er das, könnte man am nächsten Tag ja nicht wieder was verkaufen.

Zu wahrem Glück braucht es also der Fokus auf das Wesentliche und auf das Positive; Wertschätzung und Dankbarkeit, für das, was man hat; die Erkenntnis, dass nicht alles schlecht ist, nur weil nicht alles perfekt ist und nicht jedes Bedürfnis gestillt ist. Und eine Tätigkeit, die einen mit Freude erfüllt. Vermutlich noch einiges mehr, aber auch davon würde sicher das Meiste zur inneren Einstellung gehören und weniger zu den perfekten äußeren Bedingungen, die wir nicht oder nur unzureichend beeinflussen können.

Na gut, dass war jetzt vermutlich eine zu lange Ausführung von meinem eingangs zitierten Satz. Und ich vermutlich wird mich m+s damit nicht viel anfangen können. Aber was soll's! Am Ende hab ich ihn ja doch mehr für mich selbst geschrieben. Und das, genau das macht mich dann doch ein klitzekleines bisschen ... glücklich.

Literaturtipp zu dem Thema: Aristoteles: Nikomachische Ethik. Das meine ich nicht nur um aufzuschneiden, sondern ist ernstgemeint. Aber ein bisschen aufschneiden ist es auch.

Ich bin dann mal weg. Shojo darf für mich Korrektur lesen.

CXhanceO00x7


Ach body, das hast Du so schön ausgeführt. Dem kann ich aus ganzem Herzen beipflichten. das spart ne Menge Schreibarbeit, also danke dafür :-) :)^

S?hoijo


Zu wahrem Glück braucht es also der Fokus auf das Wesentliche und auf das Positive; Wertschätzung und Dankbarkeit, für das, was man hat; die Erkenntnis, dass nicht alles schlecht ist, nur weil nicht alles perfekt ist und nicht jedes Bedürfnis gestillt ist. Und eine Tätigkeit, die einen mit Freude erfüllt.

Genau das ist es. Ich empfinde die Sache mit dem Glück als das einfachste von der Welt. Ich empfinde es nicht als mein Recht, gesund zu sein und keine existenziellen Sorgen zu haben, ich empfinde es dem Kosmos gegenüber nicht mal als Recht, überhaupt zu leben (anderen Lebewesen gegenüber allerdings durchaus). In dem Sinne ist alles ein "Bonus". Keine Schmerzen haben, vor allem keine chronischen, hier sein zu dürfen, gerade keine akute Trauer und keine übermäßige Angst, relative Sicherheit genießen zu dürfen (absolute gibt es nicht), Menschen um mich, die ich liebe und die mich lieben, ein Beruf, der mir Spaß macht ... ich weiß ums Verrecken nicht, was ich mehr wollen könnte. Beziehungsweise doch, klar: Vielleicht eine größere Wohnung oder auch ein Haus (muss man allerdings mehr putzen, und beim eigenen Haus kommen manchmal plötzlich gewaltige Kosten auf einen zu), mehr Geld, um mehr zu reisen und so (wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass hart Erarbeitetes und Seltenes oft mehr Freude macht, also verspräche ich mir davon nicht zwingend einen "Glückszuwachs") ... aber all das fällt für mich derart unter "Bonus", dass es für mein persönliches Glücksempfinden nahezu irrelevant ist. Eher denke ich: Wahrscheinlich bin ich jetzt gerade am allerglücklichsten. Besitz belastet auch und verursacht immer Arbeit und Sorgen.
Meine Mutter sagt, für sie sei das Leben ein Kampf - nicht im negativen Sinne, sondern so, dass man immer an irgendwelchen Fronten was auszufechten hat, das gehört einfach dazu. Für mich ist das auch so. Ich höre ständig irgendwen jammern, dies sei nicht perfekt, und jetzt auch schon wieder jenes Problem, ob nicht endlich mal Ruhe sein könnte ... und ich denke dann: Ruhe ist Stillstand, Ruhe ist der Tod. Ich habe nichts gegen den Tod, es ist ein durchaus natürlicher Zustand, nicht zu existieren, zu leben ist quasi eher die ganz besondere Ausnahme. Empfinden zu dürfen, mitten in die Wahrnehmung all dieser Lebendigkeit geworfen zu sein, zu atmen, zu denken, einen Herzschlag zu haben, ein Teil dieser Welt zu sein, das ist doch schon viel, und wenn man es dann auskosten darf, wenn man ohne große Angst und meistens ohne Schmerzen all diese schönen Empfindungen auskosten darf, die die Spannbreite des menschlichen Erlebens ausmachen - es ist ja eine Binsenweisheit, dass viele Menschen das erst zu schätzen lernen, wenn es ihnen weggenommen wird, hm? Mir erschließt sich das nicht, weil ich all das, was ich habe, nicht für selbstverständlich halte. Ich halte es nicht für selbstverständlich, irgendetwas zu haben. Body hat vollkommen recht: Viele Menschen, die unglücklich sind, suchen ständig im Außen nach Glück. Das ist höchst albern, weil es dort nicht entsteht und nicht gedeiht. Das ist, als würde man in Sibirien nach Giraffen suchen. Kann man machen, klar, aber dann sollte man nicht rumheulen, wenn es, öh, eine ganze Weile dauert.

Ich habe in letzter Zeit viel über die nach Deutschland zurückgekehrten Wölfe gelesen und bin kürzlich auf die "Wolfsregeln" von Elli Radinger gestoßen, von denen sie sagt, es sei das, was ein Wolfsleben ausmache, und sie finde die Grundsätze des menschlichen Glücks ebenfalls darin wieder. Nun sind alle Menschen unterschiedlich, manche Familien sind nicht liebenswert, und theoretische Grundsätze taugen nur etwas, wenn man sie ohnehin mit Leben erfüllt, also gar nicht mehr bräuchte, aber ich habe mich darin doch sehr wiedergefunden, also das, was für mich ganz zentral ist:

Liebe deine Familie.
Sorge für die, die dir anvertraut sind.
Gib niemals auf.
Hör nie auf, zu spielen

WzodeShous)e


Sehr schöne Beiträge, body.

Ich bin im Leben einer Reihe von Menschen begegnet, die nicht mit materiellen Reichtümern oder überhaupt Chancenreichtum gesegnet waren, denen nicht sprichwörtlich die Sonne aus dem Arsch schien. Und dennoch: Von sich selbst sagten sie, sie seien glücklich, und sie strahlten dieses Glück auch aus. Wenn ich mir überlege, was sie gemeinsam hatten, dann würde ich sagen: Zufriedenheit. Eine Zufriedenheit, die sie in sich ruhen ließ und ihnen damit die Möglichkeit gab, sich dem Leben in all seinen Facetten zu stellen - und zwar ohne stillzustehen. Diese Zufriedenheit scheint mir tatsächlich der Schlüssel zu dem zu sein, was wir "Glück" nennen - oder vielleicht ist dieses "Glück" ja die Zufriedenheit selbst, die sich dann einstellt, sobald man jenseits materieller Dinge genau das gefunden hat, was einen erfüllt.

Ich habe als Kind viel Zeit bei einer alten Bäuerin verbracht, die man nicht nur als heutigen Maßstäben als arm bezeichnen würde. Ihre stille Heiterkeit und Zufriedenheit, mit der sie ihr karges Leben lebte, ihre Fähigkeit, Schönheit in einfachen Dingen zu erkennen, und ihre Freude daran erscheinen mir in der Erinnerung wie ein wärmender Mantel. In der Zufriedenheit, die sie ausstrahlte, lag ein großes Stück (Lebens-)Weisheit, und sie scheint mir dem Glück ein ganzes Stück nähergekommen zu sein als so mancher, der es in materiellen Dingen sucht.

C^ytex


Das Leben ist per se schön, es braucht kein besonderes Ereignis, damit sich "Glück" einstellt.

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