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Das Leben ist Glücksache.

mHondo+sterxne


Hättest du das Gefühl dadurch freier zu werden weil du frei Versuche starten kannst und es dann kein versagen ist sondern einfach nur Pech wenn es nicht klappt?

Ja, würde ich mal so spontan sagen.

Mit etwas Nachdenken sage ich vielleicht noch etwas anderes....

L+ichtAZmHori~zoxnt


Wenn ich der Meinung bin, das gesamte Schicksal meines Lebens läge allein in meinen Händen, erzeugt das eine enorme Anspannung, da ich die Verantwortung für alles, was schlecht läuft, mir gebe. Ich denke den ganzen Tag nichts anderes. Dabei verkrampfe ich mich immer mehr und werde dadurch immer handlungsunfähiger. Ständig denke ich "ich muss doch... ich kann doch nicht... ich sollte... ich habe schon wieder nicht... oh, jetzt habe ich doch mal, und es ist schief gelaufen..." Die Verantwortung erdrückt mich.

Wenn ich mir dagegen selbst etwas von dem Verantwortungsdruck nehme, weil ich feststelle, dass ich gar nicht so mächtig bin, alles in meinem Leben selbst bestimmen zu können, entspanne ich mich. Der enge Tunnel, in dem ich zuvor gesteckt habe und versuchte, mich hindurch zu zwängen, weitet sich oder verschwindet ganz. Es werden Möglichkeiten sichtbar, die ich vorher nicht sehen konnte, weil ich immer nur auf das Ende des Tunnels gestarrt habe. Plötzlich erschließen sich neue Möglichkeiten. Ich erkenne mich als Teil eines größeren Systems und erkenne auch, wie groß oder klein mein Handlungsradius ist. Da der Tunnel weg ist, finde ich auch Zugang zu anderen Individuen, die sich vorher für mich unsichtbar außerhalb des Tunnels befanden. Wenn ich Glück habe, sind freundliche Individuen dabei, und ich kann mit ihnen zusammen die eigenen Möglichkeiten erweitern. Wenn ich Pech habe, begegne ich nur Blöden.

Aber je mehr ich mich entspanne, desto größer wird der Sichtradius, und desto größer auch die Auswahl an Möglichkeiten und Begegnungen. Und desto größer die Chance auf Glück. Keine Garantie, aber eine Chance.

Das Ziel ist also: Raus aus dem Tunnel. Das geht nicht mit Gewalt. Je mehr man sich anspannt, um ihn zu sprengen, desto enger wird er. Entspannt man sich, flutscht man von allein raus.

Insofern finde ich den Denkansatz "das Leben ist Glückssache" nicht falsch. Jedenfalls nicht, wenn der Zustand außerhalb des Tunnels als "Glückssache" betrachtet wird.

deanVae8x7


So kann ich das auch positiv betrachten. Kommt halt auf den Schwerpunkt an. Wenn der lautet: "Mein Gott und wenn es nicht klappt dann eben nicht, hat ich halt Pech." Finde ich das in gewissem Maße hilfreich und befreiend. Wenn die Schlußfolgerung lautet:"Eh alles egal, egal was ich mache, weil eh nur Glückssache ob das und das klappt oder nicht." dann ist es eher hemmend.

Ich denke die Frage ist also ob es sich so allgemein auf das Leben bezieht oder ganz konkret auf jede einzelne Situation im Leben.

mmond+sMterne


Ich meine es auf jede einzelne konkrete Situation bezogen. Man kann etwas machen. Wenn man Erfolg hat, freut man sich, Glück gehabt. Wenn meinen keinen Erfolg hat, hat man Pech gehabt, auch egal.

Mit so einer Einstellung könnte man erfolgreich durch's Leben gehen, stelle ich mir vor.

dhanae187


Hast du keine Angst dich dann nicht mehr loben zu können oder ist derzeit die Angst vor dem Versagen so lähmend das du hoffst dich so befreien zu können?

Hast du es mal ausgetestet? Also bei jeder Situation gezielt gedacht: "Glück gehabt, Pech gehabt"? Und wenn ja, hast du ganz konkret etwas getan was du sonst nicht getan hättest?

m}ond+Qst<ernxe


Ich kann mich immer noch loben, nämlich für das, was ich mache. Und ich kann dankbar sein, wenn ich Glück habe, mit dem, was ich mache.

Beispiel Angler: Der Angler kann sich loben, wenn er die Angel schwungvoll, elegant, geschickt und weit auswirft. Er kann dankbar sein, wenn er das Glück hat, dass ein Fisch anbeisst. Anglerglück.

Hast du es mal ausgetestet?

Da müsste ich drüber nachdenken. Aber ich kann ja einfach den Vorsatz fassen: Wenn ich etwas erfolgreich mache, denke ich Glück gehabt. Wenn mir etwas misslingt, denke ich Pech gehabt, auch egal.

dcaDna%e87


Finde ich gut. Versuch macht klug.

Beispiel Angler: Der Angler kann sich loben, wenn er die Angel schwungvoll, elegant, geschickt und weit auswirft. Er kann dankbar sein, wenn er das Glück hat, dass ein Fisch anbeisst. Anglerglück.

Ah, cih dachte ein gelungener Schwung wäre dann auch schon Glück, das fände ich dann eher hinderlich. Aber ja, so kann ich es mir sehr hilfreich und konstruiktiv vorstellen. :-)

mWondN+stexrne


Ich habe Deinen Beitrag in meiner anderen Diskussion gelesen. Hoffentlich werde ich Dir noch antworten. Du weißt ja: Ist Glücksache.

???

d<evil=i ndixsguise


Mondundsterne, bitte verzeih den Missbrauch deines Threads, aber ich suche Kontakt zu brunello, der leider sein Postfach deaktiviert hat und auch sonst nicht mehr auftaucht. .. Hallo, brunello?

@:)

Da hab ich nun Pech gehabt und ja, das Leben ist viel weniger steuerbar, als es in dieser Zeit der zehntausend Kaffeesorten erscheint. "Du hast es Alles in der Hand" ist das Märchen. , mit dem die Erfolgreichen sich schmeicheln, die Unbarmherzigen sich rechtfertigen und die Durchschnittlichen sich in Optimierungswahn versetzen. Man kann vieles verändern, ganz klar. Aber man handelt immer nur auf mehr oder weniger unsichere Prognosen hin und bei sehr vielen Entscheidungen sind die Folgen gar nicht absehbar. Auf anderes hat man gar keinen Einfluß und loeffelt nur aus, was andere eingebrockt haben.

mAondK+sternxe


"Du hast es Alles in der Hand" ist das Märchen, mit dem die Erfolgreichen sich schmeicheln, die Unbarmherzigen sich rechtfertigen und die Durchschnittlichen sich in Optimierungswahn versetzen.

:)=

Den Beifall für diesen Satz hast Du nicht in der Hand.

Aber Du hast den Samen gelegt mit einem hohen Maß an inhaltlicher Dichte, Gedanken, die mir neu sind und bedenkenswert erscheinen, und einer schönen Satzmelodie.

Ich versuche mich daran, einen entsprechenden Satz zu formulieren zum Titel dieses Fadens: "Das Leben ist Glücksache" ist die Lebensinstellung, mit der die Erfolgreichen sich in Bescheidenheit üben, die Barmherzigen sich motivieren und die Durchschnittlichen gelassen bleiben.

So gesehen erscheint es mir sympathischer, das Leben als Glücksache zu betrachten?

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