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Von welcher psychischen Erkrankung könnte ich betroffen sein ?

sMLrRmchxen


@ Soraman

Interessante Perspektive. Aber Diebstahl und Brandstiftung - zu hohe Erwartungen an sich selbst? Er gerät immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und es bereitet ihm eine diebische Freude, wenn er dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird - einfach zu sensibel beurteilt? Hm... glaub ich nicht.

Sjoro6mxan


Das war mir noch aufgefallen, was ich noch nicht zusammenbringe:

Mein Umfeld leidet offenbar enorm unter meinem nachstehend geschilderten Verhalten.

Woran macht du das eigentlich fest?

Zusammen damit:

mangelnde Fähigkeit Gefühle auszudrücken und mich in andere Menschen hineinzuversetzen

Wie kommt es dann? Wie hat dein Umfeld denn ihr Leiden unter deinem Verhalten ausgedrückt? Denn ich gehe mal davon aus (durch die zweite Aussage), du selbst hast es nicht erkannt.

S oWromxan


@ stürmchen

Diebstahl und versuchte Brandstiftung steht da. Aber es ist keine Erklärung dabei, was er wann von wem gestohlen hat: der Mutter mal 2 EUR aus dem Portemonnaie vor x Jahren? Oder wöchentlich Zigaretten und Alkohol, und dann weitervertickt? Und wann und unter welchen Umständen es zur Anklage der versuchten Brandstiftung kam. Das kann also >20 Jahre her sein. Mit einer Lupe gespielt? Oder in großem Stil?

Als immer wieder "mit dem Gesetz in Konflikt kommend" empfindet sich der Hochsensible mehrfach täglich:

* über die rote Ampel laufen, weil man es eilig hat

* Tempoverstöße im Auto

* Frage, ob man noch mit Restalkohol fährt

* Einbilden von unterlassener Hilfeleistung in vielen Situationen (z.B. Vorbeigehen an Obdachlosen, Bettelnden)

* eigene Kritik an anderen als eigene Beleidigung auslegen, wenn diese ärgerlich reagieren

Es fällt den "Normalen" nur nicht auf. Sie machen sich keinen Kopf, weil sie nicht so sensibel sind. Sie haben eine ganz andere Wahrnehmensschwelle.

Ich will mit dem Beitrag kein gesetzwidriges Verhalten rechtfertigen, nur mal den Blick dafür öffnen.

Und ja, die diebische Freude passt nicht so recht dazu. Oder das Nichtempfinden von Schuld und Reue, das er auch nannte.

#Yfc-b'ohnxenlos


Ehrlich gesagt habe ich mich beim Lesen dieses Beitrages gefragt, ob er echt ist, oder ob jemand aus einem bestimmten, mir nicht ersichtlichen Grund, die Symptome einer antisozialen Persönlichkeitsstörung irgendwo aus dem Internet kopiert hat.

Genau DAS dachte ich aus, da die Symptome zu perfekt geschildert wurden. So beschreibt man sich selbst normalerweise nicht.

Das Sympathische an der Sache ist, zugegeben zu haben, so zu sein, falls die Dinge stimmen sollten.

m6ondQ+s*te=rxne


Was könnte ausschlaggebend bzw. ursächlich für mein Verhalten sein ?

Ich würde sagen, Du leidest unter einem Mangel an Selbstliebe.

@ Soroman

Ich nehme an, sein Umfeld leidet nicht so sehr unter seinem Verhalten, wie er glaubt. Der TE bildet sich das nur ein.

@ hoch-im-norden

Kennzeichnend für Persönlichkeitsstörungen ist - im Gegensatz zu psychischen Störungen - das der Betroffene sich selbst nicht als "gestört" empfindet.

Da der TE selbst meint, psychisch erkrankt zu sein, kann es sich also nicht um eine Persönlichkeitsstörung handeln.

RTaOtlosx91


Hey alle miteinander,

Ich melde mich nun auch einmal wieder zu Wort und nehme Stellung zu euren getroffenen Aussagen.

Ich finde es schade, dass ihr Anliegen von Personen, welche Rat suchen nicht wirklich ernst nehmt.

Immerhin kann ich nur das Verhalten beschreiben, wie es auch in der Realität ist und von meinem persönlichen Umfeld wahrgenommen wird. Da hilft es nichts, wenn ich es verharmlosen würde. Wenn es nun mal mit dem Kriterien einer "antisozialen Persönlichkeit" übereinstimmt oder diesen ähnelt, wie es einige von euch geäußert haben, dann kann

ich schließlich auch nichts dafür.

Weshalb ich mich an euch gewandt habe, war, weil ich vor wenigen Tagen aus dem aktiven Dienst als Zeitsoldat entlassen wurde, da ich laut Aussage des Kompaniechefs zu streng mit den Rekruten umgehen würde und zu hart angehen würde. Diese Aussage traf er nicht aufgrund seiner Wahrnehmung, sondern weil sich mehrere Rekruten im zeitlichen Abständen über mich beschwert haben. Die Bundeswehr ist einfach kein Ponyhof. Das begreifen offensichtlich einige der freiwilligen Bewerber nicht so ganz.

Am heutigen Tage, war ich in der freien Sprechstunde der Sozialpsychiatrischen Dienstes in meinem Wohnort, weil ich dort unter dem Deckmantel der Anonymität

mit einer Psychiaterin reden konnte.

Wir führten eine zweistündiges Gespräch, weil nicht viel los war. Die Psychiaterin hat mir mitgeteilt, dass meine beschriebenen Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen und ähnliches auf mehrere psychiatrische Erkrankungen zurückzuführen sind. Sie äußerte den Verdacht auf eine "Posttraumatische Belastungsstörung", antisoziale, paranoide und narzisstische Verhaltensstrukturen. Eine Persönlichkeitsstörung in diesem Rahmen käme laut ihr ebenso in Betracht. Die nette Dame vermittelte mich nun an einen niedergelassenen Kollegen (Facharzt für Psychiatrie und spezialisiert auf Posttraumatische Belastungsstörung bei Soldaten mit Auslandserfahrungen). Bis ich einen Erstkontakt mit diesem Herrn habe, dauert es rund zwei Monate, weil

er offenbar ziemlich begehrt ist. Die Psychiaterin des Sozialpsychatrischen Dienstes sagte mir, dass es so lange bis zu einem Erstkontakt dauern wird.

Ich bedanke mich für eure Antworten.

SGoroFmaxn


Wenn sie PTBS in Betracht zieht, wo sieht sie die traumatischen Erlebnisse? Oder wo siehst du sie selbst?

J0an7x4


Zumindest ist es plausibel, dass jemand, der an einer solchen antisozialen Persönlichkeit "leidet", sich (erst) dann fragend an andere wendet und drüber nachdenkt, ob was nicht stimmt, wenn er selber Probleme und Nachteile durch sein Verhalten bekommt. Ansonsten wäre es in der Tat völlig unplausibel. Jemand, der sich so verhält wie Du beschreibst, hätte von sich aus keine Veranlassung, hier um Hilfe zu suchen.

wie kommst Du ansonsten darauf dass Deine Frage nicht ernst genommen wird?

"Dummerweise" kommt die Motivation, sich zu ändern, ja auch nur aus den selber erlebten Nachteilen, d.h. auch aus einem egoistischen Antrieb.

Was soll Dein Ziel sein? Verstehen was los ist? Oder Veränderung? Und warum? Weil Du Nachteile bekommst, oder weil Du selber wirklich findest, dass man andere Menschen nicht so behandeln sollte?

S%un}flo+wer_f7x3


Klingt für mich sehr (zu sehr? Aus dem Internet abgeschrieben?) nach antisozialer Persönlichkeitsstörung.

Asperger nicht, auch wenn dieses "in andere nicht hineinversetzen" es vermuten lässt. Das ist bei Asperger anders und gerade die Delinquenz und null Schuldbewusstsein springen einen hier an.

S\or,oman


Ich finde es schade, dass ihr Anliegen von Personen, welche Rat suchen nicht wirklich ernst nehmt.

Dieser Satz tut halt denen weh, die sich schon ernsthaft mit deinem Anliegen beschäftigt haben.

Immerhin kann ich nur das Verhalten beschreiben, wie es auch in der Realität ist und von meinem persönlichen Umfeld wahrgenommen wird.

"Wie es auch in der Realität ist", von dieser Vorstellung solltest du dich lösen.

"Wie es von bestimmten Personen in bestimmen Situationen wahrgenommen wurde", dürfte es in der Mehrheit der Fälle besser treffen.

Aber die Möglichkeit Hochsensibilität kann man jetzt mit mehr Informationen über die Umstände wohl streichen.

R+helxia


Naja, man kann auch Läuse und Flöhe haben.

Mit PTBS alleine ist dein Verhalten nicht erklärbar.

Es sei denn, du hast das Trauma in der Kindheit erlebt.

@ Sunflower

Ich kenne einen Asperger, der einen ohne mit der Wimper zu zucken die Nase bricht, wenn man seiner Meinung nach zu laut isst, spricht, etc. Ohne Mitgefühl, Reue oder Unrechtsbewusstsein. Andererseits aber auch mit liebenswerten Eigenschaften.

Ich erkenne ihn in der Beschreibung ein Stück weit wieder.

Aber auch da kann ja noch eine andere Störung dabei sein, wer weiß das schon.

Aber natürlich trifft solch ein Verhalten auf die wenigsten Asperger zu. Mein Neffe leidet darunter, bzw. lebt damit. Leiden eher nicht, für Aussenstehende ist er einfach etwas verschroben.

Beim TE gehe ich nun auch eher von einer Persönlichkeitsstörungen aus.

JQan7A4


Aber bei Asperger wird doch keine sadistische Freude über das Unglück anderer empfunden, oder?

R(atl6os91


Das Trauma sieht sie in meinem Auslandseinsatz am Hindukusch, welcher im Jahre 2012 stattgefunden hat. Meine Motivation rührt tatsächlich daher, dass ich sozusagen einen "persönlichen Nachteil" erfahren habe.

J+aMn74


Aha, also traten alle diese beschriebenen Gefühle und Verhaltensweisen erst ab 2012 auf und bis dahin war alles normal?

R atloxs91


Man kann sagen, dass sie in der Kindheit nicht so extrem ausgeprägt waren, wie ab dem Jahre 2012. Ab 2012 wurde es wirklich extrem und beispielsweise die körperlichen Auseinandersetzungen nahmen völligandere bzw. heftigere Dimensionen an. Auch starker/exzessiver Alkoholkonsum kam hinzu. Nur zur Information: Alkohol ist die einzige Droge, welche ich jemals zu mir genommen habe. Ich habe auch noch nie im Leben geraucht, geschweige denn gekifft.

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