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Von der Welt gelangweilt

EVl Pxintor hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich bin jemand der sich leider sehr schnell langweilt bzw. gelangweilt wird von den Dingen die es so gibt.

Das einzige für was ich mich wirklich im Leben begeistern kann ist Musik, Reisen und Fußball. Damit lässt sich kein Geld verdienen.

Ich habe daher irgendwie Probleme meinen Platz in der dieser Gesellschaft zu finden und eine berufliche Identität auszubilden.

Denn das ganze Leben scheint wohl darin zu bestehen sich möglichst attraktiv für den künftigen Arbeitgeber zu präsentieren.

Wenn ich meine Mitmenschen sehe und so beobachte , auf Partys rede so registriere ich Stereotype und Klischees.

Die Gespräche sind meist auch langweilig, ich studiere XY, forsche zum Thema XY. Nichts kritisches oder eigenständiges, sondern rein daran interessiert seinen Status Quo zu halten. Dabei ist selbst das Wissen nicht mehr unabhängig sondern in hohem Maße ökonomisiert.

Ich weiß aber auch dass Verweigerung keine Lösung und man die Widersprüche die so ein modernes Leben mitsichbringt versuchen muss auszuhalten und alles so anzunehmen wie es ist. Ein schaler, fader beigeschmackt bleibt irgendwie trotzdem.

Naja vielleicht hat jemand ähnliche Gedanken bzw. Denkanstöße diese aus meiner Sicht leicht fatalistische Sichtweise zu komplettieren oder gar zu korrigieren

Antworten
C*obmraxn


Die Gespräche sind meist auch langweilig, ich studiere XY, forsche zum Thema XY.

Spätestens wenn jemand auf Parties mit Gewalt das Thema auf einen mehrminütigen Monolog über den eigenen Werdegang bringt und dann mit der Frage abschließt "Und was machst du so?" sehe ich zu, dass ich diesen Menschen für den Rest des Tages möglichst meide ;-D

Wie wäre es, wenn du einfach ein bisschen mutiger wärst und tatsächlich deinen Interessen hinterher und gegen den Strom schwimmst? Es behauptet niemand, dass du damit großes Geld verdienen wirst, aber es gibt doch genug Berufsgruppen in diesen Feldern? Oder du hast Talent und wirst Profi-Musiker, Profi-Fußballer o.ä.. Ansonsten kannst du auch ein Biologie- oder Archäologiestudium machen und viel reisen, du könntest Journalismus machen, bei einem Plattenlabel einsteigen oder in einer Konzertagentur, im Kulturbereich arbeiten o.ä..

Hintragen wird dich da niemand. Ein Stück weit musst du schon beweglich sein, wenn du deinem Glück entgegengehen möchtest. Und dann lernst du auch automatisch andere Menschen kennen die anders ticken (und nicht glauben, irgendjemand interessiere es, welches "Projekt" man gerade in der Firma hat....).

J}an7x4


Vielleicht liegt der Schlüsel dazu, "seinen Weg" zu gehen, darin, dass man die besagten gesellschaftlichen Zwänge erstmal ein Stück weit akzeptiert. Wenn man gleich mit der Brechstange drauf los geht, wird man vermutlich scheitern. Wenn man sich erstmal soweit anpasst wie notwendig, kann man sich langfristig wohl eher verwirklichen.

Bei beruflichen Werdegängen ist es wohl auch so, dass erstmal Anpassung und "sich attraktiv präsentieren" gefragt ist, um den Fuß in die Tür zu kriegen, aber je länger es gut läuft, umso mehr Freiraum hat man und kann dann nach und nach auch komplett "sein eigenes Ding" machen.

ich würd da aber auch sagen, mach doch was in Richtung Journalismus (vielleicht Musik oder Sport?).

E2he^maliger Nu/tzer E(#479x013)


@ El Pintor

Die Gespräche sind meist auch langweilig, ich studiere XY, forsche zum Thema XY. Nichts kritisches oder eigenständiges, sondern rein daran interessiert seinen Status Quo zu halten. Dabei ist selbst das Wissen nicht mehr unabhängig sondern in hohem Maße ökonomisiert.

Wenn du im wissenschaftlichen Bereich etwas Kritisches und Eigenständiges schaffen willst, dann musst du dir dafür zunächst das Grundwerkzeug in Form eines regulären Studiums aneignen. Und natürlich ist dieses Grundwerkzeug in hohem Maße ökonomisiert, weil es sich bei dessen Vermittlung nun mal um ein Massengeschäft handelt. Also entweder findest du den Ehrgeiz für diese "Fleißarbeit" oder du lässt es und suchst den Rest deines Lebens nach Ausreden, warum das, was die anderen machen, sowieso alles nichts wert ist. Mehr als ein Selbstschutzmechanismus ist Letzteres aber nicht.

sntürumch\exn


Man könnte so eine Unterhaltung spannender gestalten, indem man sich unpopulär dazu äußert, vielleicht den Advocatus Diaboli spielt. So macht man auch auf sich aufmerksam. Vielleicht genau die Leute, die du brauchst um dich weiter zu entwickeln. Ein Gespräch ist keine einseitige Sache, sorge du dafür, dass es interessant ist.

NGowherUegirl


Die Gespräche sind meist auch langweilig, ich studiere XY, forsche zum Thema XY. Nichts kritisches oder eigenständiges, sondern rein daran interessiert seinen Status Quo zu halten. Dabei ist selbst das Wissen nicht mehr unabhängig sondern in hohem Maße ökonomisiert.

ich finde ja viel schlimmer, dass man irgendwie nur noch auf Partys geht und dumm rum schwafelt. Da ist es eigentlich egal, ob kritisch oder nicht.

Das langweilt mich. denn es ist immer nur das selbe. Keiner hat mehr Spass mit einander. Es geht nur noch darum durch Geschwaffel irgendwelche Kontakte zu knuepfen. Keiner hat mehr Spass. >:(

Aber ich habe auch meine ganze Jugend verpasst und als ich dann mal raus konnte feiern, waren die anderen schon ausgetrocknet und versteift scheinbar. Super. :-(

Deswegen bin ich gelangweilt von der Welt. Immer die selben Gespraeche. Als drehe man sich im Kreis.

Auf Arbeit auch. Es geht nur noch um Kontakte knuepfen hier, Kontakte knuepfen da... alles ist berechnet. Und dann muss man an die Karriere denken und dem und dem hinterher krauchen.

Ich bin da echt noch ein Kind und habe da Null Bock drauf.

Mein Motto zur Zeit deshalb, weniger essen, mehr reisen. :-D

:-|

c2rie0ch~arGlie


ich studiere XY, forsche zum Thema XY. Nichts kritisches oder eigenständiges, sondern rein daran interessiert seinen Status Quo zu halten. Dabei ist selbst das Wissen nicht mehr unabhängig sondern in hohem Maße ökonomisiert.

Quark. Die meisten, die wirklich schon forschen, machen das mit Lust und Leidenschaft eine 80-Stunden-Woche und der status ist ihnen voll egal, weil meist deutlichst unterbezahtl...

es sei denn, Du meinst den status quo: weiter forschen dürfen... und das ist dann doch auch nicht unmotiviert.... und schon gar nicht fern von Wissenserwerb zum Zwecke des Wissens.....

Naowherexgirl


args. mein text liest sich etwas wie eine Schallplatte mit Sprung. Sorry! |-o

sgurmcxhen


args. mein text liest sich etwas wie eine Schallplatte mit Sprung. Sorry! |-o

nee, nee, ist schon ganz lustig so. Kommst sehr deutlich rüber was du meinst. :-D

E@l kPintxor


Spätestens wenn jemand auf Parties mit Gewalt das Thema auf einen mehrminütigen Monolog über den eigenen Werdegang bringt und dann mit der Frage abschließt "Und was machst du so?" sehe ich zu, dass ich diesen Menschen für den Rest des Tages möglichst meide ;-D

:)^ Nun mich interessiert schon der Dialog aber was man meistens zu hören bekommt ist sowas ich habe dort und dort gearbeitet, ich habe dies und jenes studiert usw. d.h. die Definition seiner eigenen Person erfolgt eben zu großen Teilen aus dem was er gemacht hat und nicht wie er ist. Das sind jene Menschen die sich gemäß nach Erich Fromm darüber definieren was haben und nicht was sie sind (Haben oder sein). Und genau dass ist das aus meiner Sicht aus langweilige. Außerdem wird nicht darüber reflektiert was ich mit dieser Arbeit bewirke sondern lediglich beurteilt ob eine Tätigkeit mir Spaß macht oder nicht. Ich erhebe da sozusagen moralische Ansprüche an meine Arbeit und das scheint auch der Knackpunkt meiner Problematik zu sein. Das ist auch der Dreh und Angelpunkt meiner Weltanschauung. Es ist eben dieser Selbstverwirkllichungsgedanke der mir sauer aufstößt. Diese Zentrierung des Ichs, ich will hier nicht anklagend oder gar moralisch überhöht wirken aber ich glaube jeder weiß was ich mein. Ich bin überspitzt formuliert so erzogen worden dass die Welt mehr oder weniger ein ungerechter schlechter Ort ist und ich beim Weg dies zu ändern gescheitert bin. Zentrale Triebfeder meines bisherigen Werdegangs war und ist die Gerechtigkeit bis die Blase geplatzt und ich gemerkt hab wie die Arbeitswelt wirklich tickt. Denn ich merke wie meine Ideale und Prinzipien gerade zerbröseln und sich in Luft auslösen. Das schafft zwar Raum für neues aber, aber eher für ein Vakuum.

Wie wäre es, wenn du einfach ein bisschen mutiger wärst und tatsächlich deinen Interessen hinterher und gegen den Strom schwimmst? Es behauptet niemand, dass du damit großes Geld verdienen wirst, aber es gibt doch genug Berufsgruppen in diesen Feldern? Oder du hast Talent und wirst Profi-Musiker, Profi-Fußballer o.ä.. Ansonsten kannst du auch ein Biologie- oder Archäologiestudium machen und viel reisen, du könntest Journalismus machen, bei einem Plattenlabel einsteigen oder in einer Konzertagentur, im Kulturbereich arbeiten o.ä..

Hintragen wird dich da niemand. Ein Stück weit musst du schon beweglich sein, wenn du deinem Glück entgegengehen möchtest. Und dann lernst du auch automatisch andere Menschen kennen die anders ticken (und nicht glauben, irgendjemand interessiere es, welches "Projekt" man gerade in der Firma hat....).

Das sind prinzipiell alles sehr gute Vorschläge, ich komme aber über kaum über die Denkphase hinaus. Analysis Paralysis.

Darüber hinaus ist mein Selbstbewusstsein was die Arbeit betrifft recht marode. Das ist halt auch der Grund für meine Passivität. Ich bin halt generell jemand der durchsetzt ist mit zweifeln und tendiere dazu alles zu durchdenken bevor ich ins handeln komme.

Was Biologie betrifft es handelt sich dort meist

Wenn du im wissenschaftlichen Bereich etwas Kritisches und Eigenständiges schaffen willst, dann musst du dir dafür zunächst das Grundwerkzeug in Form eines regulären Studiums aneignen. Und natürlich ist dieses Grundwerkzeug in hohem Maße ökonomisiert, weil es sich bei dessen Vermittlung nun mal um ein Massengeschäft handelt. Also entweder findest du den Ehrgeiz für diese "Fleißarbeit" oder du lässt es und suchst den Rest deines Lebens nach Ausreden, warum das, was die anderen machen, sowieso alles nichts wert ist. Mehr als ein Selbstschutzmechanismus ist Letzteres aber nicht.

Ja so läuft das, es werden diejenigen belohnt welche gut auswenig lernen können und das Wissen dann in der Klausur entsprechend reproduzieren und die antworten geben die der Professor gerne hören mag. Ich werde für meinen freien Geist bestraft dass ist ja das schlimme. Daher habe ich ja auch schon überlegt das Studium generell an den Nagel zu hängen nur fürchte ich dass es in einer Ausbildung noch schlimmer sein wird. Mir fehlt es an Sekündärtugenden wie Fleiß, Ausdauer, Ehrgeiz.

ich finde ja viel schlimmer, dass man irgendwie nur noch auf Partys geht und dumm rum schwafelt. Da ist es eigentlich egal, ob kritisch oder nicht.

Was willst du denn sonst machen, Purzelbäume?

Ein wichtiger Aspekt des ganzen ist die Sache mit der Motivation. Gelingt es mir meine Motivationsquellen anzuzapfen dann gibt es auch einen Weg. Und das geschieht nicht über die linke Hirnhälfte welche für das rationale Denken zuständig ist sondern über die rechte welche für Kreativität und Emotionen zuständig ist. Man sollte eben das machen wo man auch mit "Herz" dabei ist. Gibt dazu auch ein ganz interessanten Bericht in der aktuellen GEO.

E1hemaligeEr NuXtzer (#47-9013x)


@ El Pintor

Ja so läuft das, es werden diejenigen belohnt welche gut auswenig lernen können und das Wissen dann in der Klausur entsprechend reproduzieren und die antworten geben die der Professor gerne hören mag. Ich werde für meinen freien Geist bestraft dass ist ja das schlimme. Daher habe ich ja auch schon überlegt das Studium generell an den Nagel zu hängen nur fürchte ich dass es in einer Ausbildung noch schlimmer sein wird. Mir fehlt es an Sekündärtugenden wie Fleiß, Ausdauer, Ehrgeiz.

"Auswendig lernen" ist in Bezug auf die meisten Studiengänge dann doch sehr verharmlosend ausgedrückt. Außerdem hat selbst ein "freier Geist" wie du die meisten Gedankengänge nicht zum ersten Mal. Wenn du wissenschaftlich sauber arbeitest, rekombinierst du i. d. R. nur bereits vorhandenes Wissen und schaffst daraus eventuell etwas Neues. Die Fleißarbeit bleibt dabei niemandem erspart. Und von einer Ausbildung kann ich dir nur dringend abraten, denn dort hast du das alles auf einem wesentlich niedrigeren Niveau und wirst zusätzlich noch gegängelt. Am schlimmsten ist es, wenn man permanent Abteilungen wechseln muss und jedes Mal wieder von vorn anfängt bzw. ständig der Willkür irgendwelcher grenzdebiler Mitarbeiter ausgesetzt ist. Auf das Thema Studium kommst du dann sowieso früher oder später zurück.

_dParvaxti_


@ DoN

Und von einer Ausbildung kann ich dir nur dringend abraten, denn dort hast du das alles auf einem wesentlich niedrigeren Niveau und wirst zusätzlich noch gegängelt. Am schlimmsten ist es, wenn man permanent Abteilungen wechseln muss und jedes Mal wieder von vorn anfängt bzw. ständig der Willkür irgendwelcher grenzdebiler Mitarbeiter ausgesetzt ist.

Ja, im er schön verallgemeinern %-|

@ El Pintor

Das einzige für was ich mich wirklich im Leben begeistern kann ist Musik, Reisen und Fußball. Damit lässt sich kein Geld verdienen.

Abgesehen von Fußball würden mir schon ein paar Sachen einfallen, wie du mit Musik und Reisen Geld verdienen könntest. Kann es sein, dass es dir da einfach an Kreativität und Informationen mangelt, was da überhaupt alles möglich ist?

Bei Reisen könntest du einen Beruf wählen, wo man eben (zwangsläufig) viel reisen muss oder kann z.B. Geologe, Flugbegleiter, Pilot, Kapitän, Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff (als Koch, Servicekraft, Reinigungskraft, Animateur, Fitnessbetreuer, Ingenieur, Techniker, IT-Fachmann, Schiffsarzt...), Deutsch- oder Fremdsprachenlehrer im Ausland, Tour-Guide...

Zu Musik fällt mir ein: Musiklehrer, Musiktherapeut, Mediengestalter Bild und Ton, Audio-Designer, Licht- und Tontechniker, Instrumentenbauer...

E9l Pmintoxr


Abgesehen von Fußball würden mir schon ein paar Sachen einfallen, wie du mit Musik und Reisen Geld verdienen könntest. Kann es sein, dass es dir da einfach an Kreativität und Informationen mangelt, was da überhaupt alles möglich ist?

Bei Reisen könntest du einen Beruf wählen, wo man eben (zwangsläufig) viel reisen muss oder kann z.B. Geologe, Flugbegleiter, Pilot, Kapitän, Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff (als Koch, Servicekraft, Reinigungskraft, Animateur, Fitnessbetreuer, Ingenieur, Techniker, IT-Fachmann, Schiffsarzt...), Deutsch- oder Fremdsprachenlehrer im Ausland, Tour-Guide...

Zu Musik fällt mir ein: Musiklehrer, Musiktherapeut, Mediengestalter Bild und Ton, Audio-Designer, Licht- und Tontechniker, Instrumentenbauer...

Hi als Reinigungskraft auf einem Schiff? Das ist nicht dein ernst oder? ;-D

Also was bei mir oberste Priorität bei der Berufswahl hat dann ist das die Frage nach dem Sinn. Ich würde schon gerne am Ende meines Lebens sagen können ich habe etwas sinnvolles geleistet und habe an der für mich richtigen Stelle in der Gesellschaft gearbeitet. Das mag gewiss ein hoher Anspruch sein aber ich glaube einfach nur die Zeit absitzen und Geld einstreichen macht auf Dauer ziemlich unzufrieden. Mit dieser gewissen Portion an Idealismus habe ich eben versucht ein Chemiestudium zu absolvieren bis ich gemerkt habe dass das gar nicht zu mir passt und nicht wirklich meine Talente und Fähigkeiten abdeckt und mich letztlich auch nicht interessiert. Also etwas allgemeiner formuliert kommt darauf an welches Aspekte wie Sinn, Talente, Fähigkeiten, Werte, "Spaß", Interessen miteinander vereint und zusätzlich sollte diese Melange auch noch auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein. Und genau daran beiß ich mir ständig die Zähne aus. Je nach Priorisierung der oben genannten Aspekte ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten die in sich aber eben nicht kohärent sind. Also natürlich würde es mir Spaß machen auf einem Schiff zu arbeiten und die Welt zu erkunden (ob das in der Realität wirklich so viel Spaß macht sei dahingestellt) aber gleichzeitig beißt sich das mit dem Sinnaspekt.

Denn bei der Vorstellung irgendwelche hedonistischen Bonzen auf der Aida zu bedienen wird mir schlecht. Umgekehrt jedoch verhält es sich jedoch auch nicht optimal. Ich habe während meines Studiums an einem Institut als HiWi gearbeitet welches sich mit Solarmodulen befasst. Es war dort alles sehr technisch und ich musste dort immer Interesse heucheln und hab mich unter den Kollegen auch irgendwie fremd gefühlt. Die Tätigkeit an sich war durchaus "sinnvoll" aber auch irgendwie langweilig und unkreativ. Zudem hatte ich nicht dass Gefühl meine Stärken einbringen zu können.

Also ihr seht an den 2 Beispielen in welcher Konfliktsituation ich stecke.

Wenn ich mich dann frage wo ich eigentlich hin will bzw. was ich machen will dann kann ich das überhaupt nicht beantworten. Ich weiß es schlichtweg nicht. Denn eigentlich will ich gar nichts, vielleicht ein bisschen lesen und Musik hören und im Prinzip mache ich sonst auch nichts. Das einzige was ich "mache" ist nachdenken und Fragen stellen und diese versuche ich dann zu beantworten. Wobei ich mir immer wieder neue Fragen stelle deren Antwort ich nicht kenne. Und so sinniere ich Tag für Tag über die Welt und bin selten um Erkenntnisse reicher. Es ist eben mittlerweile fast schon so als ob die Frage nach der eigenen Identität, bzw. der eigenen Motive sich zu Leitfragen meines Lebens entwickelt hätten. Also was ich will ist herauszufinden was ich will. Mir scheint diese Frage auch irgendwie unbeantwortbar sein. Das setzt ja ein kohärentes Selbst vorraus, das ließe ja auch erstmal grundlegend erörtern.

Aber dass lass ich an der Stelle mal lieber.

Am besten schreibe ich noch was ich wirklich gerne mache. Es sind Zutaten für ein Rezept je nach Kochart- und weise ergeben sich dadurch unterschiedliche Mahlzeiten. Der Mensch also besteht aus unterschiedlichen Zutaten, seine Aufgabe ist es ein Rezept daraus zu erstellen welches zu einem feinschmeckenden Gericht führt. Eines was natürlich ihm schmecken sollte aber im Zuge von Anpassungsprozessen ist er gezwungen Nuancen hinzuzufügen sodass es massentauglich wird.

Also was ich gerne "mache":

-nachdenken

-Musik hören (singen)

-Menschen beobachten, analysieren

-schauspielen, unterhalten

Natürlich habe ich über Philosophie, Soziologie oder Psychologie nachgedacht aber da fehlt mir halt teilweise die Perspektive.

Ciomraxn


Dann werde halt Philosoph ohne Einkommen. Oder Arzt bei Ärzte Ohne Grenzen.

Du stehst dir aber auch echt selbst im Weg. Möglichkeiten gibt es genug. ;-)

E,l P)inxtor


Dann werde halt Philosoph ohne Einkommen. Oder Arzt bei Ärzte Ohne Grenzen.

Du stehst dir aber auch echt selbst im Weg. Möglichkeiten gibt es genug. ;-)

Ist halt die Frage ob ich dazu Philosophie studieren muss. Außerdem fänd ich das zu trocken, theoretisch und zu abstrakt. Ich habe mich ja auch mal in eine Vorlesung gesetzt aber ich empfand das irgendwie zu abgehoben und das ganze erschien mir wenig zielführend.

Also ich denke den Ansatz den ich verfolge ist gar nicht schlecht, es geht nämlich darum die inneren Motivationsquellen anzuzapfen.

Jeder hat sich vermutlich ja schonmal gefragt wieso er morgens aufsteht und raus in die Welt geht um das zu tun was er für richtig hält.

Ja es gibt die Karrieristen und Machtliebhaber denen eben materielle Dinge und Sicherheit wichtiger sind als alles andere. Gewissermaßen handeln sie nach dem Notwendigkeitsprinzip um des gelderwerbens wegen um ihr bürgerliches Idyll aufzubauen. Das machen eben die allermeisten Menschen so. Das ist ja auch gut und richtig so und es gibt nichts dagegen einzuwenden. Nur für mich reicht das halt nicht, sonst hätte ich gleich Wirtschaft studieren können.

Also wir sprechen von inneren Motiven, von intrinsischer Motivation. Ich würde mal behaupten dass diese auch einem Wandel unterliegen können. Für einen der am Hungertuch nagt für den wird das Geldmotiv plötzlich einen viel höheren Stellenwert erlangen als jemand der in gesicherten Verhältnissen lebt, fast müßig zu erwähnen. Mein Problem ist also dass ich zwar ganz gut die Rahmenbedingungen für mich festgelegt habe, ich aber Mühe habe das ganze mit einem Inhalt zu füllen bzw. einen Bereich zu finden indem genau das gelebt wird was ich propagiere. Ein positiver Nebeneffekt des ganzen ist dass ich wenn ich diesen Bereich gefunden haben sollte endlich Leute finden werde die ähnlich sind wie ich. Auf der anderen Seite ist das ganze auch recht schematisch gedacht und mir widerstrebt es sich in solche Schablonen einzuordnen. Also hat jemand Ideen?

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