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Hoffnungslos überfordert & große Angst vor Rückfall...

f&reeofaxll1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe mich bis Februar 2014 über knapp fünf Jahre immer wieder selbst verletzt.

Nie so schlimm, dass es genäht hätte werden müssen, aber ich hab heute noch Narben.

Jedenfalls arbeite ich im medizinischen Bereich & wenn ich dieses Verhalten nicht so dermaßen gut in den Griff bekommen hätte, dann wäre es auf dieser Schiene sehr eng für mich. So ist es aber kein Problem, da meine Narben entweder bekannt sind bzw gar nicht gesehen/angesprochen werden.

Nun bin ich aber emotional gerade heillos überfordert.

Das liegt zum einen am Liebeskummer, zum anderen an meiner Tante, die Leukämie hat.

Bei uns daheim wird unendlich viel über Krebs geredet, er ist allgegenwärtig.

Zum Dritten verkauft meine Oma gerade aus finanziellen Gründen ihr Wochenendhaus, das aus unserem Leben einfach nicht wegzudenken war.

Seit ein paar Stunden befinde ich mich im akuten Schmerzzustand (Kiefergelenke, Kopf, Nacken), der immer schlimmer wird. Gleichzeitig wächst der unglaubliche Drang - vorsicht trigger - endlich wieder dieses eine Verhalten auszuführen.

Ich hab so lange dagegen angekämpft. Ich bin so stolz, dass ich es losgeworden bin.

Aber grad fühle ich mich, als ginge mir einfach die Kraft aus.

Ich bin grad einfach zu müde, um dagegen anzukämpfen.

Gleichzeitig weiß ich, dass es grundfalsch wäre.

Bitte helft mir :(

PS: ich habe keine Suizidgedanken. Ich fühle mich nur einfach grad...leer.

Antworten
sAtürmechen


oh je. Ich finde es sehr schwierig etwas dazu zu sagen, aber da dir noch niemand geantwortet hat, will ich es trotzdem versuchen. Es ist ja oft im Leben so, dass alles zusammen kommt und man trotz der Stärke und Kraft, die man schon entwickelt hat, Momente hat, in denen man denkt, die ganze Kraft wäre plötzlich komplett weg.

Da hilft nur zu seinen Gefühlen zu stehen und sie einfach mal raus zu lassen. Hemmungslos weinen oder wütend schreien. Mit anderen darüber, reden, wie es einem geht. Zum Beispiel deine Leute direkt ansprechen und die Themen auf den Tisch bringen. Sie fragen, wie es ihnen dabei geht, dass z.B. das Wochenendhaus verkauft werden soll.

Sich eine Auszeit nehmen, ein Tag krank melden und unter der Decke verkriechen. Bei sich sein und dem Atem zusehen. Meditieren und sich auf die schöne Natur konzentrieren. Irgendwann kommt die Kraft auch wieder.

Es gibt andere Wege, als Selbstverletzung, dass weißt du ja. Wie hast du es denn geschafft, das zu überwinden damals? Vielleicht kannst du das reaktivieren.

Ich wünsche dir ganz viel Glück dabei. Und aus jedem Tief geht man gestärkt draus hervor. Jedes Tief beinhaltet die Chance daran zu wachsen. Warum soll es diese Veränderungen in deinem Leben jetzt geben, was sollst du daraus lernen?

fPreef-allT1


Danke für deine liebe Antwort :)

ja, ist halt schwierig grad..aber noch bin ich stärker..

gestern Abend und heute Mittag war es so krass, dass ich heute noch näher dran war.

Hab mich dann zu Freunden geschleppt und war da fast drei Stunden - mit Erfolg, das war genau das richtige.

Allerdings bin ich jetzt am Überlegen, ob ich vllt für zwei oder drei Wochen zur Krisenintervention in eine (Tages-)Klinik gehe. Dauert ja noch bis zur Ausbildung. Und besser so und jetzt als dann irgendwann einen total Crash.

Ich hab es eigentlich mit keiner besonderen Strategie geschafft, sondern vor allem mit dem wieder aktiv werden in einer Hilfsorganisation. Ein Sani/eine Krankenschwester mit frischen Narben ist nicht und mir ist das Ganze so wichtig.

sBXrmc&hen


Das hört sich super an! Wichtig ist, dass du aktiv bleibst und nach Wegen für dich suchst. Das tust du gerade auch wieder. Toll!!! Ich bin mir sicher so wirst du es schaffen! :)*

fVreefball1


Kurze Aktualisierung: ich war zwei Wochen zur Stabilisierung in einer Tagesklinik.

Dort ging es mir aber deutlich besser als den meisten anderen.

Mittlerweile arbeite ich wieder :)

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