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Ich hasse mein Leben und das Leben hasst mich

Jouli-=S<onne_ hat die Diskussion gestartet


Hi,

wer kennt dieses Gefühl?

Es kann doch nicht normal sein, dass TÄGLICH etwas passiert. Ich darf an nichts mal eine Freude haben und wenn, kommt garantiert ein paar Minuten oder ein paar Stunden später irgendetwas anderes.

Es gab SEIT JAHREN keinen einzigen Tag mehr, den ich genießen konnte. Keinen einzigen.

Ich hasse das Leben und ich bin froh, wenn diese Qualen endlich vorbei sind. Wenn ich daran denke, dass ich noch ein paar Jahrzehnte so weiterleben muss, drehe ich durch.

Keinen Tag ohne Tränen, immer ist was. Das kann doch nicht normal sein. Doch nicht täglich!

Geht es jemandem auch so?

Andere hängen an ihrem Leben und müssen es früh verlassen. Ich hasse es und bin immer noch da. :(v

Antworten
SIaldxo


Hallo Juli-Sonne,

von meiner Seite einfach mal ein :)*

aKn_xre


Etwa so wie mit dem Glasbeispiel?

Je nach dem wie du die Dinge siehst, ist das Glas halbvoll oder halbleer.

EhheEma6liger NuHtzer| (#5073012)


Juli-Sonne_

Hallo Juli-Sonne , tut mir leid dass es dir so schlecht geht.

Keinen Tag ohne Tränen, immer ist was. Das kann doch nicht normal sein. Doch nicht täglich!

Was bringt dich denn täglich zum weinen ? Ist es vielleicht auch so, dass es dir schon schlecht geht und es nicht mehr viel braucht um dich zum Weinen zu bringen?

Geht es jemandem auch so?

Nicht täglich, ich hab auch so meine Dinge zu verkraften aber irgendwie hab ich sowas wie einen kleinen Löwen in mir . Der lässt mich auch mal zwischendurch traurig sein aber dann beißt er mir wieder in den Hintern und ich stehe wieder auf .

Es gibt viele Dinge die ich schön finde in meinem Leben - nichts Großes- es sind Momente , Begegnungen .

Manchmal reicht auch einfach der Duft von frisch gemähtem Gras, um mich glücklich zu machen für diesen Augenblick.

Kennst du so etwas gar nicht?

Gibt es nichts , was dich zum Lächeln bringen kann? Glückliche Zeiten ? Menschen die dich mögen, die du magst ?

Was genau macht dein Leben so traurig für dich ?

j&oxsef-xhu


Hallo Juli-Sonne_ !

Vielleicht kannst du uns etwas mehr von dir und deiner Lebenssituation erzählen, damit man dir helfen oder Ratschläge geben kann.

Ansonsten - mir geht es nicht so. Das Leben ist schön und alles hat irgendwo einen Sinn. ;-D

@:)

Josef

Dkumb"o13


Liebe Juli-Sonne

Ja ich kann dich verstehen. Ich kann mir vorstellen wie es ist. Ich weiß nicht ob es vergleichbar mit deiner Situation ist aber ich erzähle dir eine Sache die mir letztes Jahr passiert ist...

Letztes Jahr habe ich mir auf der Arbeit einen norovirus eingefangenen. Naja wer sowas hatte weiß das ist nicht schön ist. Naja dann ist der Virus abgeklungen. Welcher ja schon voll gereicht hätte. Erfahre ich ca. Nach einer Woche das mein Papa in der Wohnung leblos aufgefunden wurde. Er war tot. :°(

Naja... Ich war wegen der ganzen Sache. Also norovirus und aufgrund das mein Papa verstorben ist insgesamt 2 1/2 Wochen krank geschrieben damit ich alles organisieren könnte. Naja gut ich gehe nach dieser Woche wieder zur Arbeit und gucke auf meinen Plan und wundere mich das ich im nächsten Monat nicht eingeplant wurde. Ich wurde ins Büro der Chefin gerufen und bekam die Kündigung. (Ich war in der Probezeit)

Ja das passierte alles in 2 Monaten noch nicht mal 2 Monate. Ach 3 Wochen später, ein Tag vor dem Arbeitsbeginn im neuen Betrieb habe ich mir noch meine Bänder im Fuß gerissen. Ja das kam dann auch noch dazu.

Also ich kann mich auch sehr gut darein fühlen und ich weiß wie schwer es sein kann wieder auf die Füße zu kommen. Ja das kann ich dir sagen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und denke daran es kommen bessere Zeiten! @:) @:) :)* :)-

J)uli-1Sonnxe_


Es wäre zu viel, alles aufzuzählen, wie gesagt, es ist täglich etwas. Verbunden mit meinen Phobien ist es natürlich auch nicht besser.

Ich habe keine Freunde mehr, auch keine Familie (meine Eltern sind keine Eltern mehr für mich). Da mein Vater es geschafft hat, alle im Ort und die Familie gegen mich schlecht zu machen mit Lügen, die er nicht mal begreift, habe ich auch keine Familie mehr.

Alles ist weg. Einfach alles. Freude? Hatte ich gestern, als ich eine Katze aus dem Tierheim zu mir nehmen durfte. Heute? Sie ist nicht mehr aufzufinden. Noch hoffen wir, dass sie sich irgendwo nur gut versteckt hat, aber haben auch schon die Umgebung abgesucht. Weshalb dachte ich, ich hätte endlich mal Glück im Leben. Nur ein mal. So naiv kann nur ich sein. Habe keine Kraft mehr, im Haushalt weiterzuarbeiten. Heute geht einfach nichts mehr. Es war zu viel in letzter Zeit, dass mir immer mehr Kraft nahm. Der Tod meines besten Freundes hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Er übernachtete sogar bei mir, weil er wusste, alleine würde ich Panikattacken bekommen, wegen anderer Vorfälle in meinem Leben, die ich durchstehen musste. Er war einfach da, ich konnte auf ihn zählen. Vorbei, er wird nie mehr bei mir sein. Wir haben uns zwar länger nicht mehr gesehen, aber ... egal, es ist zu viel, zum verarbeiten.

Mag sein, dass ein kleiner Tropfen reicht, ich bin ständig unter Hochspannung. Entweder ich explodiere oder ich weine. Normal? Nur vor den Kindern in der Hoffnung, sie merken es nicht.

JTuli-S%onnxe_


Dumbo es tut mir so leid, was dir alles widerfahren ist. :)* Und ja, so geht es bei mir zu. Seit Jahren, Tag für Tag. Mal schlimmeres, mal nicht so schlimmes. Mal Panikattacken, mal Nervenzusammenbrüche.

Es ist zum verzweifeln. Der Satz, den ich als Überschrift wählte, war der Satz, den mein Bruder in seinem Abschiedsbrief hinterlassen hat. Und seit er nicht mehr da ist, habe ich das Gefühl, dass der Fluch nun auch mich übergetreten ist. :-/

Diumbox13


Das tut mir so leid. Ich kann dich immer und mehr verstehen. Wenn man so jeden Tag leben muss. Und das über Jahre oh Gott du tust mir echt leid! Fühle dich gedrückt. :)_

E{hemali/geJr Nu}tzer (Z#5730x12)


Juli-Sonne_

Das ist gerade eine ganze Menge, die du zu verkraften hast. Und jetzt auch noch das Kätzchen verschwunden- hast du schon die Nachbarn informiert ? Oft verkriechen sie sich auch irgendwo im Keller . Hoffentlich taucht sie wieder auf, sonst würde ich morgen Plakate mit Foto in der Umgebung aufhängen .

Wegen dem Verlust deines Freundes - das braucht einfach Zeit , der Schmerz wird Stück für Stück weniger , ich weiß - ist in dem Moment schwer zu glauben , aber ich hab es selber erlebt und weiß wie es sich anfühlt.

Mag sein, dass ein kleiner Tropfen reicht, ich bin ständig unter Hochspannung. Entweder ich explodiere oder ich weine.

Bist du in Therapie ?

J]uli-SXonne_


Dumbo, du brauchst mich nicht zu bemitleiden. Ich muss da durch und hoffe, dass mich das alles stark machen wird.

Porzellanseele, ich war in Therapie, um die stille Geburt meines Babys zu verarbeiten. Irgendwie half es mir nicht weiter. Habe auch verschiedene Therapeuten aufgesucht und landete am Ende bei einem Psychologen, der mich mit Beruhigungstabletten ruhig stellen wollte. Wie ich später bemerkt habe, hat er mich über dosiert und ich hätte jene Menge nur in einer Klink bekommen sollen, damit ich unter Beobachtung stehe. Dann bin ich weg zu einer Therapeutin, sie war ganz gut aber der Kummer wurde nicht besser. Ich muss es alleine packen, alles zu verkraften.

EIhemaliger LNut:zer (#*573012)


Juli-Sonne_

ich denke mir halt, wenn es dir so schlecht geht und dich so allein fühlst, dass es hilfreich wäre, eine gewisse Zeit profesionelle Begleitung zu haben. Ist natürlich unschön, dass du keine guten Erfahrungen damit gemacht hast.

J%u?li-Sonxne_


Das Problem ist, ich habe schon (bis auf eine) alle durch. Bei den meisten war ich wegen meines verstorbenen Kindes, bei den anderen (vor der stillen Geburt) wegen meiner Emetophobie. Bei beiden Problemen konnten sie mir nicht helfen. Und die eine, die noch übrig bleibt, hat einen Patientenstop für mindestens ein Jahr.

EWhema@liger| Nutz#er+ (#5%73012x)


Juli-Sonne,

mag dich nicht nerven mit meiner Fragerei , also wenn das der Fall sein sollte- einfach sagen ;-)

Was waren das für Therapien und was glaubst du selber, warum dir keine helfen konnte bzw. was denkst du, würde dir helfen?

JUuli-SNonnex_


Mir wird nichts helfen. Es bringt nichts. Das Gerede hat mir nichts gebracht. Es war überall dasselbe. Da kann mir jemand nonstop sagen, dass auch für mich die Sonne scheinen wird. Bei mir ist seit Jahrzehnten dunkle Nacht.

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