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Ich hasse mein Leben und das Leben hasst mich

SHilkP4earl


Die aufgezählten Ereignisse waren - außer dem Ohnmachtsanfall und dem anscheinend aus Demselben resultierenden Auto-Vorfall - nichts Außergewöhnliches, sondern aus meiner Sicht ziemlich normaler Alltagskram. ":/

Juli-Sonne, neigst Du generell zu Selbstmitleid?

JTulri-Sonnxe_


Ich habe ja nicht gesagt, dass mich alles zurück geworfen hat, sondern dass ich hoffe, dass es so nicht weitergeht. Hatte schon weiche Knie, das kannst du mir glauben und lässt sich nicht verleugnen, da ginge es vielen ähnlich. Mal sehen wie es morgen wird. Eines ist wohl sicher, langweilig wird es bei mir nie werden. ]:D

Sveven%.of.Nxine


So bis heute kam jetzt....

Und wo ist die andere Hälfte der Liste? Ein Punkt könnte beispielsweise sein: Ytong hat mich zum Lachen gebracht:

Deine Zahnärztin hat eine Zahnbehandlungsphobie :-o :-X

Falls Du den Punkt nicht haben willst, ich nehme ihn gerne.

SGilqkPeaxrl


Ja, mag sein. Aber Du deutest auch vieles als gegen Dich, scheint mir, das andere nicht so wahrnehmen würden. Die gute Nachricht: auch das kann sich ändern. Man kann lernen, das eigene Leben mit ein wenig mehr Distanz zu betrachten.

Vieles lässt sich ganz unterschiedlich interpretieren, und je nachdem, sagt man: okay, bisschen blöd gelaufen, kann nur besser werden (machst Du momentan ja schon fast so), oder man hängt im Elend fest und klagt: Immer geschieht das mir! Das Leben ist so ungerecht! Beides ist subjektiv richtig oder falsch, verstehst Du?

SIilkP"ea.rl


Schrieb ich natürlich an Juli-Sonne.

J&uli-SConnex_


SilkPearl, ich bin da dran, obwohl mir das mit dem Auto, die Ohnmacht und die Angst, das meine Zahnärztin die Behandlung abbricht, nicht gerade glücklich gemacht haben.

Seven, du kannst den Punkt gerne haben. Ich wäre froh, wenn die ZA mir weiterhelfen würde. Ich möchte nicht mehr so herumlaufen müssen. Kurz vor dem Ziel, und evtl. verloren. Brauche nämlich eine Vollnarkose, ohne geht es nicht.

Ich sage mir eben, ändern kann ich es nicht. Entweder ich akzeptiere es oder ich brauche viel Kraft zum jammern. Da ich die Kraft für meine Kinder und meine Arbeit brauche, ziehe ich es vor, es hinzunehmen und eben zu hoffen.

S#ilkfPeCarxl


Ja, Du bist dran - das merke ich. Wenn Du, außer zu hoffen, beginnt, Gutes zu erwarten, hast Du den wichtigsten Etappensieg errungen.

SdeveYn.zof.Neinxe


Wenn Du, außer zu hoffen, beginnt, Gutes zu erwarten, hast Du den wichtigsten Etappensieg errungen.

:)^

Nicht zu vergessen, die Punkte, die Du bereits hast bzw. hättest haben können. Die darfst Du in Zukunft ruhig festhalten.

JeulUi-Soxnne_


Gutes zu erwarten schaffe ich noch nicht. Aber ich versuche, allem neutral gegenüber zu stehen. Also nicht wieder zu denken, oh, was wird heute alles passieren. Sondern eher "Neuer Tag, neues Glück".

JOuliI-Sonnxe_


Ich hasse nicht mein Leben, ich hasse meinen Vater. >:( Er ist so kalt, ich bin ihm so etwas von egal. Hoffentlich klappt es bald mit dem Auszug. Ich möchte diesen "Menschen" nie mehr wiedersehen.

Bewusstlos könnte man vor ihm liegen, er würde einen Schritt darüber machen und weiterlaufen. Ihm ist ähnliches passiert. Er lag bewusstlos auf dem Garagendach und die Nachbarn haben alles mitbekommen (angeblich, die haben auch nicht mehr alle Sinne beisammen) und ihm nicht geholfen. Darüber regt er sich noch heute auf und das war zwei Jahre her (oder sogar noch länger). Aber wenn ich nicht mehr kann. Sch...egal.

Meine Mutter ist auch nicht behilflich. Hätte mich gefreut, wenn sie die Kleine kurz genommen hätte. Morgen kommen die Mechaniker, die die Waschmaschine reparieren. Ja, sie ist defekt, schön, oder? Alles positiv hier. Und ich wollte das Bad aufräumen und durchputzen. Aber nein, macht sie nicht. Ich war ja gut genug, um sogar während meiner Prüfungen meinen Bruder zu hüten, damit Madame ihren Mittagsschlaf machen kann. Jeden Tag. Ich kam kaum zum Lernen. Unsere Kleine schläft seit Wochen erst gegen 4 Uhr morgens ein, ist ja egal. Deshalb ja gestern auch die Ohnmachtsanfälle. Bin sowieso Kreislaufkrank. Jaja, bin immer noch positiv.

Ach Mensch, ich bin gerade so sauer, das glaubt mir niemand. Und ich? Damals mit Magen-Darm-Grippe sollte ich meinen Erzeuger auf dem Hof aufhelfen, weil er wohl zu viel getrunken hat. Ich dachte, ich übergebe mich gleich wieder. Oder als ich ihn aus der Wanne heben sollte, obwohl ich mich kaum bücken kann, seitdem sind die Schmerzen höllisch, aber Dankbarkeit? Aber nicht doch. Er kam ja raus und gut ist. Ach, es war so viel mehr.

Und jetzt wieder die totale Ignoranz. Ich halte es kaum mehr aus. Ich habe nur ein Ziel: Den Auszug und dann den Kontakt abbrechen. Diese Kälte, diese eisige Kälte. Habe auch schon um Hilfe gerufen. Er hat sich bei meiner Mutter über mein "Geschrei" beschwert. Leider war sie da noch unterwegs und konnte mir erst später helfen.

Dieser Mann ist ... Einerseits wünsche ich mir, dass er endlich seinen größten Wunsch erfüllt bekommt. Er möchte sterben. Andererseits würde mir mein Bruder im Himmel leid tun.

Ganz ehrlich, positiv zu denken ist anstrengend. Sehr, sehr anstrengend. Waschmaschine im Eimer und der Geschirrspüler macht auch, was er möchte. ]:D

Ich könnte mich verkrümeln und heulen. Aber nein, mache ich nicht. Ich weiß, dass es heute und morgen früh sehr anstrengend ist, dafür habe ich hoffentlich am Abend wieder eine funktionierende Waschmaschine. Und dann die Wäsche für fünf Personen von einer Woche nachwaschen. Die Berge sind extrem hoch geworden. Da kommt was auf mich zu. {:(

JIulin-Sonne_


Habe mich selbst ausgenockt. KO! Habe versucht, trotz der Zwergin den Geschirrspüler einzuräumen, nach 2 1/2 Stunden aufgegeben.

Unten gesagt, dass es mir schlecht geht, weil ich nur noch 2 Stunden pro Nacht schlafe, ich viel zu tun habe, die Kleine keinen Mittagsschlaf macht und mein Kreislauf durchdreht. War ihnen egal. Also versucht, alles zu schaffen und zu ignorieren, dass ich alles nur noch verschwommen sah. Ein Handgriff, zur Kleinen gerannt so ging es hin und her. Als ich zu mir kam, lag ich mit dem Kopf an der Tür und habe nun wahnsinnige Kopfschmerzen und mir ist übel. Kann auch keinen Arzt anrufen, das Telefon ist defekt. Was auch sonst. Nach unten um Hilfe gerufen. Ach klar, dem Herren ist es egal. Jetzt liege ich im Bett und hoffe, dass es bald besser wird. Ich weiß nicht, wie ich alles bis morgen schaffen soll. Ich glaube, ich muss absagen.

Bin mal off, mir geht's echt sch...

Slilk+Peaxrl


Juli-Sonne,

in der Situation, in der Du steckst, die Du schilderst, kannst Du nicht positiv sein. Du versuchst zur Zeit eine Quadratur des Kreises mit dem Positivdenken. So klappt das nicht.

Du überrennst Grenzen, wortwörtlich bis zum Umfallen, und hoffst, dass man Dich endlich hört. Du rufst und rufst und Dein Rufen verhallt ungehört. Folgerichtig hast Du genug damit zu tun, mit Deiner Wut und Bitterkeit fertigzuwerden, da ist kein Platz für angestrengtes "Positiv-Sein", das ist widersinnig und auch sicher nicht gemeint von denen, die Besseres für Dich wünschen. Damit legst Du Dir nur eine neue Bürde in den sowieso schon unerträglich schweren Rucksack, also streich das vorläufig aus Deinem Denken; das ist nicht positiv, sondern pure Verzweiflung spricht aus Dir.

Du. musst. da. weg.

Um zu Dir zu kommen und um Abstand von Deinem alten Herrn zu bekommen, musst Du weg. Dass dann Deine Mutter außer Reichweite für die Kleine ist, scheint ja auch keinen großen Unterschied zu machen …

Durch so viel - verständliche - Bitterkeit, Enttäuschung und Wut in Dir drehst Du Dich ohne Ende in diesem Strudel und findest nicht raus. Also: erst zusehen, Dich zu distanzieren und dann weiter Deine Dinge ordnen.

Freundinnen könnten Dir um Moment eher die Stütze sein, die Du brauchst. Hast Du ein oder zwei enge Freundinnen, die zu Dir stehen? Jemand, der Dir mal die Kleine abnimmt, wenigstens für ein, zwei Stunden?

ENhemaliguer Nutzer[ (#45x8871)


Ich kenne das bei mir (und einem Bekannten, und dem Vater eines anderen Bekannten, der sich erhängt hat), das Schlafmangel zu Depressionen führt. Seit ich das weiss, erlaube ich mir an solchen Tagen keine wichtigen Entscheidungen und keine destruktiven Gedanken. Warum tust Du nichts (oder zu wenig) dafür, dass Du genug Schlaf bekommst? Aus falsch verstandenem Pflichtbewusstein? M.E. sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn man so dermassen schlecht schläft.

Ansonsten haben die anderen schon alles gesagt: Pobacken zusammenkneifen; nichts Schlechtes erwarten. Gar nicht mal wegen sich selbst erfüllender Prophezeihungen - bei echten Schicksalsschlägen ist mir das zu esoterisch. Sondern, weil man dazu neigt, banale Alltagserlebnisse völlig (negativ) überzubewerten.

Auch da spielt wieder der Schlaf mit rein. Bin ich komplett übernächtigt, heule ich wegen eines Knöllchens los, während ich normalerweise nur denke "ach, kacke" - und es direkt wieder vergesse. Nimm Dich selbst nicht so ernst - da beziehe ich mich nicht auf Trauer oder echte Probleme, sondern auf so etwas wie dass einem etwas herunterfällt. Was würdest Du einer Freundin sagen, die wegen sowas völlig aufgelöst ist und im Zusammenhang damit von Suizid spricht?

Das von einer, die in den letzten fünf Jahren mehr durch hat, als man meint, in dieser Zeitspanne ertragen zu können. Ich verstehe Dich, aber das bringt Dich nicht weiter. Nutz die Kräfte, die in Dir stecken (denn die sind ganz offensichtlich vorhanden). Zum Beispiel, um von Deinen Eltern wegzukommen. Ich weiss, das versuchst Du, aber warum erst jetzt und nicht vor zehn Jahren?

SnilkPvearxl


Warum tust Du nichts (oder zu wenig) dafür, dass Du genug Schlaf bekommst? Aus falsch verstandenem Pflichtbewusstein? M.E. sollte man einen Arzt aufsuchen, wenn man so dermassen schlecht schläft.

Mit aller Vorsicht gesagt und nur als kleine Taschenlampe, die einen schmalen Schein werfen will auf eine Möglichkeit:

Wer in Juli-Sonnes Lage für sich nichts oder wenig tut, möchte damit endlich Aufmerksamkeit; das Kind im Erwachsenen ist bedürftig und möchte die Aufmerksamkeit derer, an denen ihm etwas liegt; und da ist es auch ziemlich gleich, ob enttäusche Liebe im Hintergrund steht oder sich Liebe mit Hass vermischt. Es sind starke Emotionen, und ein Kind - egal wie alt es ist, also auch ein errwachsenes Kind - erträgt es am allerschlechtesten, wenn sie ins Leere laufen. Es schraubt also die Symptome unbewusst hoch, um doch noch Beachtung und Liebe zu erhalten.

Es kann so sein, muss nicht, erscheint mir aber bei Dir, Juli-Sonne, plausibel.

J(uli-mSonnex_


Leute, bitte einen Gang zurückschalten.

Es ist das Kind in mir, das Aufmerksamkeit braucht? Ich achte zu wenig auf mich, weil ich zu wenig schlafe?

Na so einfach ist das nicht. Ich habe aufgehört, bis um 2-3 Uhr zu arbeiten, sondern wollte um 22 Uhr mit allem aufhören und schlafen. Tja, aber ich habe eine 18 Monate alte Tochter, die das anders sieht. Sie schläft von 21 bis 22 Uhr oder mal bis 23 Uhr und dann ist sie wach bis um 5 Uhr. Sie braucht einfach keinen Schlaf. Und nein, sie schläft tagsüber nicht zu lange. 30 Minuten, wenn ich Glück habe, kann es eine Stunde sein. Also bin ich wach mit ihr bis 5 Uhr. Um 6 Uhr ist dann der Junior fit und möchte umsorgt werden.

Also bitte, nicht immer gleich negativ über mich denken. Es hat schon seine Gründe.

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