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Angst mich übergeben zu müssen

T#uemmluer hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich bin 23, m, Student und kämpfe seit vier Jahren mit Angststörungen. Meine Angst ist, dass ich in ungünstigen Situationen mich übergeben müsste. Das sind Situationen, in denen ich 1. schlecht flüchten kann (weil es nicht geht oder unangebracht/auffällig wäre) und 2. in denen ich aktiv bin und die Aufmerksamkeit auf mich gerichtet ist. Je neuartiger und unvertrauter die Umgebung ist, desto schlimmer die Angst. Natürlich habe ich da auch meine Vermeidungsstrategien. Wenn ich in der Uni z.B. einen Vortrag halten muss, dann esse ich vorher nichts oder ganz wenig (so hab ich ja dann nix was ich wieder erbrechen könnte, das geht dann ganz gut). Mit Leuten essen gehen ist auch sehr schwierig (die Tatsache im Restaurant eine normale Essensportion zu essen ist für mich Horror). Ich würde nicht behaupten dass ich eine soziale Phobie habe weil ich Menschenkontakt grundsätzlich nicht scheue und auch mag, ich habe eben nur Angst dass ich mich in der Anwesenheit von Menschen brechen muss. Es kam bei mir schon ein paar Mal vor, dass ich mich in sehr starken Panikattacken auch wirklich übergeben musste bzw. auf die Toilette rennen musste (ist zwar eher die Ausnahme und kam dann nur bei heftigen Panikattacken).

Ich habe jetzt genug von der Angst und will sie endlich loswerden, auch wieder mit Therapie, ich hatte schon einen Klinikaufenthalt vor drei Jahren der mir sehr geholfen hat, aber ich hab leider wieder einen Rückfall. Ich weiß dass der Weg aus der Angst darin besteht, sich ihr zu stellen und Situationen aufzusuchen vor denen man Angst hat, um so zu spüren dass man die Angst aushalten kann. Was mich aber total stutzig macht, ist aber dass man bei solchen Expositionen erfahren soll, dass die befürchtete Reaktion nicht eintritt. Zum Beispiel soll jemand mit einer Herzphobie erfahren, dass er bei einer Attacke auch wirklich keinen Herzinfarkt bekommt oder stirbt. Das Problem bei mir ist aber, dass die befürchtete Reaktion bei mir das Übergeben ist, aber genau das habe ich ja schon ein paar Mal erlebt. Wenn ich eine Panikattacke habe, dann kann ich mich eben nicht damit beruhigen dass ich mich nicht übergeben werde, weil es ja schon möglich wäre. Jemand der panische Angst davor hat, zu sterben, hat noch nie die Erfahrung gemacht dass er an einer Panikattacke gestorben ist. Habt ihr Vorschläge oder Ideen, wie ich mich solchen Panikattacken stellen kann sodass sie nicht mehr auftreten?

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