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Unbegründete panische Angst

SFana8x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich weiss gar nicht, wie ich anfangen soll.

Ich hatte eine schwere Kindheit und die Pubertät war grausam. Ich war ein beliebtes Mädchen und zerbrach ca. mit 16/17 Jahren an einem grossen Shitstorm (Gerüchte wurden in Umlauf gebracht / Geheimnisse wurden von meiner "besten Freundin" weitererzählt). Mein damaliger Hausarzt verschrieb mir als ich 17 war Psychopharmaka (Antidepressivum und Beruhigungsmittel), was ich bis vor ca. 3 Jahren mehr oder weniger ohne begleitende Therapie schluckte. Für meine jetzige Situation mache ich die fehlende Therapie verantwortlich.

Die Depressionen scheinen mehr oder weniger überwunden zu sein, jedoch leide ich seit 2 Jahren unter panischen Angstzuständen. Mein Kopf zeigt mir jegliche Horrorszenarien auf, die für eine Drittperson nicht realistisch sind, auf mich jedoch umso brutaler und angsteinflössender wirken.

Ich war vor ca. 2 Jahren, als es mit den Angstzuständen anfing, bei meinem damaligen Hausarzt mit der Bitte, mir doch weiterzuhelfen. Er nahm mich nicht wirklich ernst und meinte nur, dass dies eine "Phase" sei. Vor ca. 2 Wochen war ich bei meinem neuen Hausarzt und habe ihm meine Situation geschildert. Er sagte in etwa "Aber so ängstlich wirken Sie ganz und gar nicht. Sie sind doch ein lebensfroher und starker Mensch. Das geht schon vorbei, vertrauen Sie mir"... Ich kann es den Leuten nicht übel nehmen, dass sie mich nicht ernst nehmen. Mein ganzes Umfeld nimmt mich ebenfalls als starke Person wahr. Ich wirke sehr zielstrebig, selbstbewusst und ausgeglichen.

An meinem Umfeld oder meinem Leben kann es nicht liegen: Jobmässig läuft es sehr gut (Beförderung, verdiene gutes Geld, etc.). Zwei berufsbegleitende Studiengänge habe ich auch bereits erfolgreich abgeschlossen.

Diese panische Angst lässt mich aber nicht los. Als Beispiel:

- Ich habe panische Angst davor, dass mich meine Vergangenheit wieder einholt und mir alles kaputt macht (Ehe, Job, etc.)

- Ich habe Angst davor im November in ein Flugzeug zu steigen (12 Stunden Flug!). Ich weiss, dass das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel, jedoch sagt mir mein Gefühl, dass ich ein enormes Risiko eingehe, wenn ich in das Flugzeug steige

- Ich habe Angst, dass mir jemand mein Diplom, wofür ich soooo hart gearbeitet habe, wegnehmen könnte

- Ich habe eine solch grosse Angst, meinen Mann oder meine Mutter zu verlieren (sie müssen nur husten und schon drehe ich durch vor Angst)

- Ich habe Angst, selbst irgendwie zu erkranken... War auch schon mehrmals beim Arzt, aber nie konnte man etwas finden

- usw.

Die Angst begleitet mich durch den ganzen Tag. Ich stehe frühmorgens auf und habe auch gleich Magen- sowie Kopfschmerzen, weil mich die Gedanken so sehr quälen.

Nochmals zum Arzt möchte ich nicht. Ich werde ohnehin nicht ernst genommen.

Wie kriege ich es in den Griff?

LG

Antworten
h0eute_mhier


Hallo Sana,

du bist nicht allein mit deiner Angst.

Ich habe jetzt nicht die große Erfahrung mit Panikattaken.

Hab das nur einmal erleben müssen während ich an Borreliose erkrankt war. Es war die Hölle und die ganze Welt schient unter zu gehen. Ich habe die ganze Nacht lang gebügelt um mich abzulenken.

Irgendwie muss man was körperlisches machen, um die Gedanken abzulenken. Bei mir war die Panikattake nachts um 3 Uhr. Da siehts eben blöd mit Fitness-Studio aus oder eben andere Dinge, die keine Geräusche erzeugen.

Hier melden sich bestimmt noch Leute, die mehr Erfahrung zu bieten haben. Aber ich bin mir sicher: Du schaffst das :)=

M7urtxel


Bei psychischen Beschwerden ist der Hausarzt meist ein nicht kompetenter Behandler. Versuch doch bitte mal einen Facharzt aufzusuchen. Inzwischen geht das ja auch ohne Überweisungsschein. Gerade Angsterkrankungen (wie viele psychischen Erk.) wird sehr gerne mal ohne Behandlung chronisch. Ein Behandlungsversuch (Medikamente + Therapie), um mehr Lebensqualität zurückzugewinnen, wäre doch kein aussichtslose Unterfangen.

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